Mittwoch, 15. Januar 2014

Bilanz 2013 der Berufsfeuerwehr:

Weniger Brände mehr Hilfeleistungen /
Bis zu fünf Einsätze pro Tag

Nordhausen (psv) Im Jahr 2013 wurden weniger Brände aber mehr technische Hilfeleistungen verzeichnet. So lässt sich kurz und knapp das Einsatzgeschehen der Feuerwehr der Stadt
Nordhausen zusammenfassen.

Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh dankt den Beamten der Berufs- und den 259 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt „für deren professionellen aber auch immer schweren, belastenden und oft risikoreichen Einsatz im vergangenen Jahr“. Sein Dank gelte auch Bürgermeister Matthias Jendricke und der Beigeordneten Hannelore Haase, die im zurückliegenden Jahr die Feuerwehren der Stadt engagiert geführt hätten.

Nordhausen gehöre neben Altenburg und Gotha zu jenen kreisangehörigen Städten in Thüringen, die eine Berufsfeuerwehr unterhalte. „Das ist auch gut und richtig so. Denn die hauptamtlichen Wehrleute sind – im Zusammenspiel mit den Freiwilligen Wehren – der Garant für Sicherheit und schnelle Hilfe im Notfall. Das haben die Wehren in diesem Jahr oft unter Beweis gestellt. Deshalb werden wir alles daran setzen, dass der Weg schnellstmöglich frei gemacht wird für eine ordentliche, vernünftige und ökonomisch sinnvolle Feuerwache.“
Zu 1594 Einsätzen rückten die Männer der Berufsfeuerwehr sowie die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Jahr 2013 aus. Statistisch sind dies 4 bis 5 Einsätze pro Tag, 28 Einsätze mehr als im Jahr 2012 Zu 185 Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen wurden die 14 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nordhausen alarmiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 161 Brände bzw. technische Hilfeleistungen“, sagte der Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr, Gerd Jung. Diese Zahlen zeigten, wie wichtig die ehrenamtliche Tätigkeit der insgesamt 259 freiwilligen Feuerwehrmänner- und -frauen ist. Auch wenn die Mitgliederzahlen im ersten Moment sehr hoch erschienen, sei dringend Nachwuchs erforderlich. Ein großes Problem stellten die Tagesbereitschaften dar, da viele der freiwilligen Kameraden tagsüber arbeiten und nicht zur Verfügung ständen.

Um den Nachwuchs an die Arbeit der Feuerwehr heranzuführen, sind derzeit 86
Jugendliche in den 8 Jugendfeuerwehren organisiert.

Die Zunahme der technischen Hilfeleistungen im vergangenen Jahr sei vorrangig den Unwettererscheinungen geschuldet. Sturmschäden sowie Überschwemmungen zum Beispiel nach Gewitterergüssen fordern die Feuerwehrleute. Immer wieder mussten - zum Beispiel für Pflege- und Rettungsdienst - Wohnungen notgeöffnet werden, was sicher auch auf den demographischen Wandel in Deutschland zurückzuführen ist. Des Weiteren kümmern sich die Feuerwehrleute um Vandalismusschäden, sie erneuern Verkehrsschilder, richten Bauzäune auf, oder setzen Gullydeckel ein.

Leider waren im vergangenen Jahr in unserem Ausrückebereich drei Brandtote zu beklagen“, so Gerd Jung. „Des Weiteren gab es bei Bränden 19 Verletzte. Bei der technischen Hilfe gab es leider 10 Todesopfer und 78 verletzte Personen. Vier Kameraden im Ehrenamt wurden bei Brand bzw. Technischer Hilfe verletzt. Die Sachschäden bei allen Einsätzen belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro.  

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