Mittwoch, 14. Mai 2014

Am Sonntag im Kunsthaus Meyenburg:

Geballte Frauenpower in Kunst und Musik

Nordhausen (psv) Das Kunsthaus Meyenburg zeigt derzeit in mehreren kleinen und größeren Ausstellungen die Werke von vielen verschiedenen Künstlerinnen. Auch der Internationale Museumstag am Sonntag, den 18. Mai 2014, steht im Kunsthaus ganz unter dem Thema „Die Kunst ist weiblich.“ Das ist auch der Titel der aktuellen Sonderausstellung, welche die Werke von 34 Künstlerinnen der Gegenwart zeigt, in deren Zentrum die Werke der Künstlerin Ilsetraut Glock stehen. In der Sonderführung um 14 Uhr können die Besucher mehr über das Thema „Frauen in der Kunst“ und „Gibt es eine weibliche Sicht in der Kunst?“ erfahren.  Am Sonntag-Nachmittag lädt der Kunsthaus Meyenburg Förderverein auch zu Kaffee und Kuchen im Kunsthaus ein. Das Highlight und den Abschluss des Internationalen Museumstages bildet um 18 Uhr im Kunsthaus Meyenburg der Auftritt eines Chores.

Im historischen Ambiente der Jugendstil-Villa treten die Damen des Opernchores des Theaters Nordhausen unter der Leitung der Chordirektorin Elena Pierini in den Mittelpunkt und verbinden die Kunst des Sehens mit der des Hörens, so dass die Sinne verschmelzen. Begleitet von der
Harfenistin Cecilia Domuncu präsentiert der Damenchor das Chorstück „Ceremony of Carols“ von Benjamin Britten. Das aus 11 Sätzen bestehende Stück zeigt in der Komposition die Vielseitigkeit der Musik – die von gregorianischen Melodien bis zu modernen Elementen mit harfenähnlichen Effekten im Kanon reichen - und vermittelt damit die magische Wirkung, die Musik auf den Menschen ausübt.

Das Stück, das eigentlich für Weihnachten geschrieben wurde, bezieht sich auf Texte aus „The English Galaxy of Shorter Poems“ von Gerald Bullett, die auf Mittelenglisch gesungen werden. Benjamin Britten hat das Stück 1942 auf Hoher See komponiert, auf dem Weg von den Vereinigen Staaten nach England. Ursprünglich plante Britten eine Reihe einzelner Lieder, hat sie dann aber zu einem zusammenhängenden Werk gestaltet. Zur Verschmelzung des Stückes dient z.B. das Harfensolo, das wiederum auf dem Gesang basiert. Das Stück wurde am 4. Dezember 1943 in der Wigmore Hall in London uraufgeführt. Das Chorstück wird mit dem Kunsthaus Meyenburg erstmals in einem Museum aufgeführt.

Die aus Florenz stammende Chordirektorin Elena Pierini, die seit 2010 den Chor des Theaters Nordhausen leitet, hat dieses Chorstück ausgewählt, weil es auf besonders faszinierende Weise den Facettenreichtum und die eindringliche emotionale Wirkung der Musik zeigt, etwas was die Musik mit der Bildenden Kunst verbindet.

Der Eintritt zur Ausstellung und zum Konzert sind  frei.


(Foto: Birgit Susemihl, Theater Nordhausen)

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