Samstag, 13. Juli 2013

Splitter sollten es doch wenigstens sein

Gedankensplitter meine ich. Als ich neulich erzählte, dass ich mich auf diese, meine Seite beschränken will, verband ich das auch mit der Absicht, hier nicht nur Beiträge, sondern auch Gedanken- oder Meinungssplitter festzuhalten. Weil es ja interessant sein könnte, irgendwann mal nachzuschauen, wie ich mit meinen Gedanken zu dem einen oder anderen Thema gelegen habe. Nur stelle ich inzwischen fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich dabei auf zwei oder drei Sätze zu beschränken. Trotzdem will ich es immer wieder mal versuchen.


Kürzlich hatte ich hier im Zusammenhang mit dieser Abhörproblematik der amerikanischen Geheimdienste die Frage gestellt, ob die Aufregung überhaupt lohnen würde. Ich könnte die jetzt wiederholen, nachdem ich gerade heute in der „Welt“ las, dass der oberste Datenschützer in Deutschland, Peter Schaar, Ratschläge gibt, wie man sich als Internetnutzer gegen Schnüffeleien von außen schützen kann („Lieber umständlich verschlüsseln als blind vertrauen“). Ich halte mich für nicht betroffen und will mir schon deshalb nicht einmal den Versuch von Verschlüsselungen antun. Wer aber meint – aus welchen Gründen auch immer – er müsse sich schützen, der soll das halt auch tun. Ich finde es nur merkwürdig, dass man im Zusammenhang mit Prism und Tempora meint, sich schützen zu müssen, während man bei Facebook freiwillig alles von sich preis gibt, was immer man preis zu geben hat. In einem Bericht der „Süddeutschen“ heißt es u.a.: „Facebook versorgt seine Nutzer mit Daten, bekommt aber gleichzeitig noch mehr Informationen von den Mitgliedern - weil Graph Search umso besser funktioniert, je mehr diese von sich preisgeben. Noch mehr Daten sollen die Werbeeinnahmen steigern und zu mehr Umsatz und Gewinn führen. Dafür gräbt Facebook tief in seinem eigenen Gedächtnis und damit in den Profilen der Nutzer.“ (Ende des Auszugs). Es geht hier also (wieder) um diese Suchfunktion Graph Search, mit der sich vor einigen Tagen auch die „Welt“ beschäftigte. Und deshalb meine ich, dass die ganze Aufregung über die Tätigkeit von Geheimdiensten und die mögliche Zuarbeit durch Microsoft (und vielleicht auch anderen Unternehmen) unnötig ist. Es reicht, wenn sich die Politiker der verschiedenen Parteien darüber erregen. Weil ja auch gerade Wahlkampf ist.

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