Freitag, 20. Juni 2014

Noch ein Blick zurück auf's 46. Rolandfest

Die „Nordhäuser Allgemeine“ (NA) zitierte ja jüngst Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh: „Das diesjährige Rolandfest wird lange in Erinnerung bleiben“. Und bei dem Versuch eines Rückblicks überlege ich, an was der OB wohl gedacht haben mag, als er das feststellte? Ich habe das wenigste an den gebotenen Veranstaltungen selbst erlebt (siehe meine voraufgegangenen Einträge) und deshalb die Berichte in den Zeitungen besonders aufmerksam gelesen, um ein möglichst umfassendes Bild vom Verlauf dieses Festes zu erhalten. Wenn ich diese vor allen in einer Unmenge Fotos bestehenden Berichte Revue passieren lasse, komme ich zu der Vorstellung, dass es ein recht unterhaltsames Volksfest gewesen sein muss, das da über drei Tage stattgefunden hat. Und auch der diesmal mit dem Goldenen Roland ausgezeichnete Buchhändler Dietrich Rose scheint diesem Fest im Grunde keine besondere Bedeutung beigemessen zu haben, wenn es nötig war, ihn überhaupt erst unter einem Vorwand auf den Marktplatz zu locken, wie der NA zu entnehmen war.

Ich räume hier für mich allerdings ein, dass ich die (Bild-)Berichte der Print- und Internet-Zeitung unter dem speziellen Aspekt einer Bemerkung las und einschätzte, die kürzlich Andreas Lesser machte, immerhin doch Ehrenbürger der Stadt Nordhausen. Der nämlich hatte am 5. Juni in einem Statement in der NA beklagt, dass Nordhausen dabei ist, sein Gesicht zu verlieren. Und dabei ausgeführt (Auszug): „Bis auf das Rolandfest kommt die Information über die Geschichte der Stadt völlig zu kurz.“ (Ende des Auszugs). Also sichtete ich Bilder und Berichte dieses Rolandfestes in den Zeitungen nach Bezügen und/oder Informationen zur Geschichte der Stadt Nordhausen. Und fand keine. Nun könnte ich mich – sozusagen als rettenden Strohhalm - an den Roland halten, der doch über die Dauer dieses Rolandfestes symbolisch den Schlüssel der Stadt besitzt. Richtig aber ist, dass die NA gerade zu Beginn des Rolandfestes (13.06) nicht den Roland, sondern die Brockenhexe fast ganzseitig vorstellte als Teil der Rolandgruppe, und nicht etwa den Roland selbst.


In meinem Bemühen, doch irgendwie die Bemerkung Andreas Lessers bestätigt zu finden, wandte ich mich an die Stadtführergilde, die es sich ja zur Aufgabe gemacht hat, Besucher während ihren Führungen auch mit der Geschichte der Stadt bekannt zu machen. Man ging dort zwar nicht näher auf meine Hinweise auf Andreas Lesser ein, stellte jedoch beziehungsvoll eine historische Darstellung des Nordhäuser Rolands „im Nachgang“ zum Rolandfest in Aussicht. Die in ihrem Schaukasten am Markt erscheinen soll. Schließlich und unabhängig vom Roland des Rolandfestes steht ein solcher permanent als Denkmal am Rathaus. Und dessen Bedeutung gehört doch wohl zum Geschichtsbild und zum Gesicht der Rolandstadt!? Ich bin da mal neugierig..

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