Freitag, 27. Juni 2014

Alles hat seine Zeit

Da steh' ich nun... könnte ich in Anlehnung an ein Goethe-Zitat meinen gefühlten Gemütszustand beschreiben, in dem ich mich momentan finde ...als stünde ich auf einen Bahnsteig und sähe den Zug langsam entschwinden, mit dem ich eigentlich (mit-)fahren wollte. Um das zu konkretisieren: meinen gestrigen Eintrag zu einer Dankesadresse des Vorsitzenden des Kunsthaus Meyenburg Fördervereins, Dr. Wolfgang Pientka an die Referenten der Vortragsveranstaltung am Mittwoch, Christine Heidel und Dr. Wolfram Theilemann, begann ich mit dem Bemerken, mir nun noch für meine Einträge zu „Kunst und Kaffee“ und den am Abend gehörten Vorträgen etwas Zeit lassen zu können. Mit der Konsequenz, dass ich jetzt nur noch die Beiträge in meinen Blog einstellen konnte, die Dr. Pientka dazu verfasste und anbot. Gute Beiträge ohne Zweifel, die Wesentliches enthalten, wenn auch ohne das jeweilige Thema inhaltlich umfassend beschrieben zu haben, wie ich meine.

Immerhin aber so ausführlich, dass ich meine Entwürfe bestenfalls noch kumulierend danebenstellen könnte. Sollte es das aber? Tatsächlich nämlich wird mir in diesem Zusammenhang einmal mehr und ganz allgemein bewusst, dass ich als Berichterstatter zumindest zeitlich nicht mehr mithalten kann, ich brauche einfach zu lange, um ein Thema zu überdenken, einen Bericht zu formulieren und zu gestalten. Und damit geht die Einsicht einher, dass das Alter nun mal seinen Tribut fordert. Und ich halte mich für abgeklärt genug, um dabei mit der Auffassung leben zu können, dass nicht zählt, wie alt ich bin, sondern wie ich alt bin. Daneben allerdings drängt sich mir die Frage auf, ob der von mir hoch geschätzte Dr. Pientka mit seinen Berichten nicht auch inhaltlich besser ist als ich. Von der Antwort könnte abhängen, wie ich mein Engagement weiter gestalte. Und ob ich es überhaupt wie bisher weiter führe, soweit es das Kunsthaus Meyenburg betrifft. Und darüber muss ich jetzt mal (auch in Ruhe) nachdenken.

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