Donnerstag, 10. Juli 2014

Hochschulen und Wirtschaft fordern mehr Zuwanderung über das Wissenschaftssystem

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) drängen darauf, mehr internationale Absolventen deutscher Hochschulen für eine Berufstätigkeit in Deutschland zu gewinnen. Die Rolle der Hochschulen für mehr Zuwanderung müsse gestärkt werden. Hochschulen und Wirtschaft haben vereinbart, künftig noch intensiver zu kooperieren, um den Studienerfolg internationaler Studierender zu verbessern und sie von einem Verbleib im Land zu überzeugen.

Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der HRK, betont: „Die Leistungsfähigkeit des Deutschen Wissenschaftssystems lebt auch von seiner internationalen Offenheit. Wir müssen uns bemühen, die besten Köpfe dafür zu gewinnen, ihre Kreativität und Kompetenz in Deutschland einzusetzen. Zudem trägt eine verstärkte Internationalisierung dazu bei, unsere Studierenden besser dazu zu befähigen, sich in kulturübergreifenden Kontexten zu bewegen und die grenzüberschreitenden Herausforderungen der globalisierten Welt zu bewältigen.“

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erklärt: „Wir müssen deutlich mehr internationale Studierende als bisher zu einem erfolgreichen Studienabschluss führen. Um nicht bedeutende Potenziale zu verschenken, müssen wir mehr internationale Studierende für einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt begeistern. Aktuell brechen vier von zehn internationalen Studierenden ihr Studium ab, und nur etwa jeder zweite bleibt nach Studienabschluss in Deutschland. Damit mehr Hochschulabsolventen bei uns bleiben, brauchen wir eine gelebte Willkommenskultur. Ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind geschätzte Fachkräfte und bereichern die Unternehmen durch ihre Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz.“ 

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