Montag, 10. August 2015

Erlebnis Südharz?

Der Harzer Tourismusverband (HTV) berichtete kürzlich vom Ergebnis einer „Empfehlungsmarketing-Kampagne, mit der aus rund 300 Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten im Harz, geordnet nach Kategorien gelistet, die Besten herausgefunden wurden. Die Webseite war von April über drei Monate über Radiospots, Onlinemarketing und diverse Printmedien beworben worden (siehe meinen Eintrag vom 06. August unter „Ihre Besten im Harz – das Voting ist abgeschlossen“.).Von allen Einrichtungen erhielten die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) die meisten Stimmen und belegte damit problemlos Platz 1 in der Kategorie „Kultur pur“. Dazu hatte ich meine Verwunderung geäußert, dass sich in keiner der drei Kategorien unter den Top 10 eine Einrichtung oder Sehenswürdigkeit aus Nordhausen oder dem Südharz befindet (wenn man mal vom Kloster Walkenried absieht). Ich hatte dazu allerdings bemerkt, dass es nicht meine Absicht ist, mich näher mit dem Zustandekommen oder dem Ergebnis dieser Marketingaktion zu beschäftigen.


Auch deshalb nicht, weil dieser Bericht des HTV zeitlich in eine dreiwöchige „Urlaubsreise“ der „Nordhäuser Allgemeine“ durch den Südharz fällt, in deren Verlauf eine Vielzahl von Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten besucht, vorgestellt und beschrieben werden. Auch dabei nimmt die HSB als eine der größten Tourismusattraktionen im Südharz nach dem Bericht einen beachtlichen Platz im praktischen Sinne ein, weil sie öfter auf dieser Urlaubsreise (vermutlich jeweils zu den üblichen Fahrplanzeiten von Nordhausen aus) benutzt wurde.


Es wäre wert, diesen drei Wochen Urlaub der „Nordhäuser Allgemeine“ im Südharz entsprechend viel Aufmerksamkeit zu schenken und zumindest einzelne der besuchten Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten in ein Verhältnis zu setzen zu den im HTV-Bericht aufgeführten Objekten. Ich stolpere allerdings in dieser Absicht schon bei dem Favoriten der Kategorie „Kultur pur“, nämlich der HSB. Und das auf Grund eines Berichtes in der heutigen Ausgabe der „Nordhäuser Allgemeine“, in der es um zahlreiche massive Kritiken von Touristen am Dampfladen im Nordhäuser HSB-Gebäude geht. In dem danach noch nicht einmal die elementarsten Aufgaben der Dienstleistungen erbracht werden. Und das die Nr.1 der Kategorie „Kultur pur“ im Harz?


Zitiert in diesem Zusammenhang wird der Sprecher des Verkehrsunternehmens, Dirk Bahnsen, der um Verständnis für diese Mängel bittet (siehe NA-Bericht von heute).

Dazu kann man freilich nur entgegnen, dass Touristen von Mängeln in der Organisation eines (touristischen) Unternehmens unberührt bleiben sollten. Und die von Bahnsen genannten Probleme offenbaren Schwierigkeiten, die scheinbar so schnell auch nicht zu lösen sind. Die auch auf den Südharzer Tourismusverband ein bezeichnendes Licht werfen. Und es sollte doch alles besser werden!?

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