Samstag, 16. April 2016

Zeh: Land sollte Etatüberschüsse auch für die Theaterfinanzierung verwenden

Nordhausen (psv) Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh plädiert dafür, Teile der Etatüberschüsse des Freistaats Thüringen für die Theaterfinanzierung zur Verfügung zu stellen. Für das Jahr 2015 meldet das Land für die Jahresrechnung 2015 ein Plus von 212 Millionen Euro. Davon sollte ein Teil für die auskömmliche Finanzierung der Theater zur Verfügung gestellt werden.

Zeh verweist dabei auch auf die Nordhäuser Bühne. „Aktuell liegt uns ein  Angebot des Freistaats vor. Der Freistaat ist bereit, seine Zuschüsse deutlich zu erhöhen. Allerdings mit der Maßgabe, dass auch die kommunalen Träger im selben Maße erhöhen. Allein für die Stadt Nordhausen würde dies noch einmal rund 440.000 Euro zusätzlich allein im 1. Jahr des neuen Finanzierungszeitraums bedeuten“, so Dr. Zeh.

Aktuell zahle die Stadt Nordhausen als größter Gesellschafter der Theater Nordhausen / Lohorchester Sondershausen GmbH einen Zuschuss von 2,7 Millionen Euro.


Der Nordhäuser Stadtrat habe beschlossen, die Zuschüsse zur Theater GmbH zu verstetigen. „Mit Blick auf sinkende Schlüsselzuweisungen und Bedarfszuweisungen des Landes bedeutet diese Verstetigung schon eine Erhöhung. Hinzu kommt, dass wir als Träger noch kalkulieren müssen, dass wir eine gerechtfertigte  Tariferhöhung für die Mitarbeiter des Theaters finanzieren müssen. Deshalb erwarte ich vom Land, dass man dort Verständnis entwickelt, dass zum Beispiel selbst 200.000 mehr Zuschuss schlicht und einfach nicht zu leisten sind“, so der Oberbürgermeister. Dies sei schon deshalb nicht vermittelbar, da der Freistaat auf der anderen Seite die Forderung erhebt, freiwillige Leistungen im Bereich Jugend- und Kinder, Kultur  und Sport zu senken. „Darauf werde ich in den kommenden Gesprächen mit der Landesregierung hinweisen.“ 

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