Montag, 11. April 2016

Austausch zur Ressourceneffizienz

Nordhausen (HSPN) In Zusammenarbeit mit dem Clustermanagement der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen richtete die Hochschule Nordhausen die 2. Forumssitzung „Ressourceneffizienz“ aus.

Das Forum „Ressourceneffizienz“ geht aus dem Arbeitskreis „Nachhaltige Energie und Ressourcenverwendung“ im Rahmen der regionalen Forschungs- und Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung für Thüringen – RIS3 Thüringen hervor. Diese Strategie gründet auf der EU-Wachstumsstrategie „Europa 2020“. Ausgangspunkt der Strategie ist die gemeinsam getragene Vision: Thüringen will bis 2020 seine Positionierung in der Gruppe der europäischen Innovationsführer im „European Innovation Scoreboard“ verbessern, um die finanzielle Ausstattung für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu verbessern. Dazu ist es einerseits erforderlich, die Wettbewerbsfähigkeit der staatlich finanzierten Thüringer
Forschungseinrichtungen deutlich zu erhöhen, andererseits die privaten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der kleinteiligen Wirtschaft Thüringens deutlich zu steigern. Die Thüringer Innovationsstrategie soll vorrangig eine Hebelwirkung auf die unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entfalten.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden Maßnahmenvorschläge zur „Ressourceneffizienz“ präsentiert und von einem Fachpublikum aus Bildung, Verwaltung und Wirtschaft diskutiert. Hierbei stellte Prof. Dr.-Ing. Folker Flüggen (Hochschule Nordhausen) das Konzept des „Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe“ als Netzwerk zwischen Industrie, Dienstleistungen, Forschung und
Entwicklung in der Wertstoff- und Kreislaufwirtschaft vor. Auf eine Initiierung von FuE-Verbund-Kooperationsvorhaben zur Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe ging Dr.-Ing. Ulrich Palzer (IAB Weimar gGmbH) ein. Möglichkeiten zur Schaffung einer Datenplattform Ressourceneffizienz zur Vernetzung der Akteure in Thüringen erläuterte Frank Weber (Thüringen Recycling GmbH). Über den Abbau von Hemmnissen bei der Markteinführung von Technologien und Produkten zur Steigerung der Ressourceneffizienz sowie die Entwicklung von Vermeidungsstrategien zum reduzierten Ressourceneinsatz im Bausektor referierte Prof. Dr. Eckhard Kraft (Bauhaus-Universität Weimar).
Nach der Veranstaltung informierten sich die Teilnehmer über die technischen Möglichkeiten an der Hochschule Nordhausen und dem dazugehörigem AUGUST-KRAMER-INSTITUT (AKI). Neben aktuellen Forschungsprojekten wurden etablierte und leistungsstarke Apparate zur Erzeugung von Biogas, Sortierung von Wertstoffen und Magnetabscheidung von den Professoren Uta Breuer, Folker Flüggen und Thomas Link demonstriert.


Bilder: 2. Forumssitzung „Ressourceneffizienz“ an der Hochschule Nordhausen

(Fotos: Hochschule Nordhausen)

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