Sonntag, 26. Juni 2016

Kunsthaus Meyenburg offeriert Kunstschätze

Der „Italienische Abend“ des Christlichen Hospizes „Haus der Geborgenheit“ (Neustadt)am Freitag konnte nicht – wie vorgesehen – im Park des Kunsthauses Meyenburg stattfinden sondern wegen eines Gewitters im Kunsthaus selbst (siehe gestrigen Eintrag). Für mich hatte die Teilnahme an diesem Abend neben dem musikalischen Genuß italienischer Lieder einen höchst interessanten, anregenden Nebeneffekt: die Bilder an den Wänden des Zuhörerraumes.
Es sind Bilder bekannter Nordhäuser Künstler, u.a. Maria Schmidt Franken („Birkenhain am Bachlauf“), Otto Lange („Blick auf den Kohnstein“) oder auch Jürgen Rennebach („Im Norden von Deutschland“). Die Bilder wirken beschaulich und passten eigentlich gar nicht zu den lebhaften Liedern Italienischen Genres. Sie machten mir aber bewusst, dass sie Teil der am 19.06. eröffneten Ausstellung „Kunst. Von Picasso bis Mackensen“ gehören, an deren Vernissage ich nicht teilnehmen konnte. Nun allerdings waren mir die Bilder Anlass, die Kunsthistorikerin und Leiterin des Kunsthauses, Susanne Hinsching, zu kontaktieren, um von ihr wenigstens erste Hinweise in die Ausstellung zu erhalten. Angesichts der aktuellen Situation zwar kein glücklicher Zeitpunkt, doch für Stichworte reichte es, um aus erster Hand zu erfahren, dass das Kunsthaus mit dieser Ausstellung einen Blick in seine gesammelten Kunstschätze ermöglicht, den Susanne
Hinsching anlässlich der nächsten Führung durch die Ausstellung ausführlich erläutern wird, wie sie betonte.

Es sind in dieser Ausstellung 140 Werke ausgestellt, von nicht weniger als 4000 Werken, die das Kunsthaus in 140 Jahren vielfach durch Schenkungen, aber auch durch Ankäufe erhielt und verwaltet und betreut werden. In vielen Fällen allerdings ist die Herkunft der Kunstwerke, die bis Ende des 19. Jahrhunderts in die Sammlung gekommen sind, heute nicht mehr exakt nachvollziehbar. Man fand sie in den Inventarbüchern unter der Bezeichnung „Altbestand“.

Die Ausstellung ist so gestaltet, erklärte Hinsching, dass das breite Spektrum der Kunstsammlung erkennbar ist, die neben Ölgemälden und Pastellen vor allem auch Grafiken beinhaltet ,die sich durch alle nur möglichen Techniken, von kleinformatigen Kupfer- und Stahlstichen, Radierungen und Lithografien als auch Bleistiftzeichnungen und sogar Kopien auszeichnet.


Damit soll es hier sein Bewenden haben, ich bin angeregt, mir in den nächsten Tagen und nach meinen Möglichkeiten einen inhaltlichen Überblick über das hinaus zu verschaffen, was sich mir da am Freitag bot. Dass diese Ausstellung darüber hinaus Bilder und Werke
berühmter Künstler der Kunst- und Zeitgeschichte enthält – Picasso, Miró Barlach und viele andere - erwähnte Susanne Hinsching mit erkennbarer Genugtuung. Und macht mich neugierig auf die kommende Führung durch die Ausstellung.

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