Freitag, 17. Juni 2016

BDA und BDI: Länder brauchen mehr hochschulpolitischen Mut

Berlin, 17. Juni 2016. Anlässlich der Bund-Länder-Vereinbarungen zum Exzellenzprogramm für die universitäre Spitzenforschung, zur Förderinitiative „Innovative Hochschule“ sowie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erklärt der Vorsitzende des BDA/BDI-Bildungsausschusses Dr. Gerhard F. Braun:

Es ist gut und wichtig, dass die Exzellenzinitiative fortgesetzt wird. Sie sorgt für Dynamik und internationale Sichtbarkeit von Spitzenleistungen. Trotzdem sind vor allem die Länder gefordert, die in ihrer Verantwortung liegenden Hochschulen ausreichend zu finanzieren. Gefragt ist mehr Mut, um die Hochschulen innovativ weiterzuentwickeln und zu finanzieren.

Es wäre wegen des deutlich geringeren finanziellen Umfangs zielgenauer, mit dem Programm „Innovative Hochschule“ ausschließlich Forschung an Fachhochschulen zu fördern.

Beim Exzellenzprogramm für die Universitäten sollte der Gedanke des Transfers in die Wirtschaft größere Bedeutung erhalten.

Das Thema nachgelagerter Studienbeiträge muss endlich wieder auf die politische Agenda, um mehr Spielräume für gute Lehre zu schaffen. Nachgelagert heißt, dass die Beiträge erst dann zu zahlen sind, wenn die Absolventen einen Job gefunden haben und das Einkommen einen festzusetzenden Betrag überschreitet. Damit üben diejenigen Solidarität, die es sich leisten können, dem Staat etwas von dem zurückzugeben, was sie zuvor kostenlos in Anspruch genommen haben.

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