Freitag, 23. August 2013

Theater in der Schule

Fächerübergreifendes Lernen mit Workshops des Theaters Nordhausen

Die Abteilung Junges Theater blickt auf eine erfolgreiche Spielzeit 2012/2013 zurück. Insgesamt 101 Workshops haben die Theaterpädagoginnen Bianca Sue Henne und Daniela Zinner in Grundschulen, Regelschulen und Gymnasien im Einzugsgebiet des Theaters Nordhausen gegeben, das vom östlichen Zipfel des Kyffhäuserkreises in Roßleben bis nach Uder im Eichsfeld reicht. Knapp 2000 Schülerinnen und Schüler profitierten so in der vergangenen Spielzeit vom Angebot des Theaters Nordhausen.

Mit rund 180 Schulen und Kindertageseinrichtungen hat das Junge Theater regelmäßig Kontakt. Einige nutzen die größtenteils kostenlosen Angebote des Jungen Theaters besonders häufig. So kamen in der vergangenen Spielzeit sieben Schulklassen als Patenklasse in den Genuss einer intensiven Auseinandersetzung mit einer Bühnenproduktion des Theaters Nordhausen. Gerade im Bereich Patenklasse war die Nachfrage besonders groß. „Es war schade, wenn ein Workshopangebot bereits ‚vergriffen‘ war“, so Bianca Sue Henne, Leiterin des Jungen Theaters. „Deshalb haben wir unser Workshop-Programm grundlegend überarbeitet.“

Patenklassen gibt es immer noch, allerdings nur zu ausgewählten Produktionen. Dafür wurden Workshop-Pakete geschnürt, die sich für alle Klassen und Gruppen anpassen und gestalten lassen. Das kleinste Paket ist ein 90-minütiger Workshop, der in der Schule stattfindet. Ab dem Workshop-Paket M gehört ein Vorstellungsbesuch mit dazu. Darüber hinaus gibt es je nach Wunsch und verfügbarer Zeit bis zu fünf Einheiten à 90 Minuten in der Schule, in denen Theater und Musik sowohl im Allgemeinen als auch produktionsbezogen Thema sind. Im Theater stehen neben dem Vorstellungsbesuch noch eine Theaterführung und ein Probenbesuch auf dem Plan.

Kosten entstehen für die Schülerinnen und Schüler nur für die Eintrittskarten zum ermäßigten Jugendgruppenpreis, alle Workshops bietet die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH kostenlos und bequem in der Schule an.

„Unser Spielplan bietet für beinahe jedes Schulfach Anknüpfungspunkte. Wir haben schon Ballett im Sportunterricht behandelt, Oper im Englischunterricht und Kindertheater in Medienkunde. Besonders fruchtbar sind dabei fächerübergreifende Arbeiten“, berichtet Bianca Sue Henne. In diesem Schuljahr bieten sich mit dem Ballettabend „Shakespeare. Ein Ballett.“ schöne Kombinationsmöglichkeiten, die die Fächer Englisch, Sport, Musik und Geschichte verknüpfen können. Sogar Physiklehrer kommen mit der OrchesterWerkstatt „PHYSIK liegt in der Luft“ zu ihrem Recht.
Wie eine solche fächerübergreifende Arbeit konkret geplant werden kann, welche Produktion für welche Altersklasse geeignet ist und wann im Schuljahr der günstigste Zeitraum für ein Projekt ist, sind Fragen, zu denen das Junge Theater interessierte Lehrerinnen und Lehrer gern ab 26. August unter (0 36 31) 62 60-168 berät.

Foto: Workshop am Nordhäuser Humboldtgymnasium mit Stefanie Holze (li., Bundesfreiwilligendienst) und Theaterpädagogin Daniela Zinner

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