Freitag, 8. Juni 2012

Kompromissbereitschaft der Kommission bei ökologischen Vorrangflächen


Erfurt – Auf einen vernünftigen Kompromiss hinsichtlich der Umweltauflagen für die Agrarförderung nach 2013 setzt der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas. „Nach dem jüngsten informellen Treffen der EU-Agrarminister scheint EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos nicht mehr strikt darauf zu bestehen, dass für den Erhalt bestimmter Zahlungen sieben Prozent der Ackerflächen aus der Produktion genommen werden müssen“, sagte Primas, der sich wiederholt gegen diese Forderung ausgesprochen hatte.

Nach bisherigen Vorstellungen Ciolos´ sollen Hilfen künftig nur gezahlt werden, wenn neben den erwähnten sieben Prozent Vorrangflächen für den Umweltschutz mindestens drei Fruchtarten angebaut und kein Grünland mehr in Ackerflächen verwandelt wird. „Jetzt ist im Gespräch, dass ökologische Vorrangflächen auch solche sein können, für die bisher ohnehin noch keine Subventionen gezahlt werden, und Umweltbeiträge gegebenenfalls auch auf andere Weise erbracht werden können. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Agrarexperte.

Primas steht hinter dem Ziel „eines nachhaltigen, umweltgerechten Wachstums im Agrarbereich. Dazu tragen aber zum Beispiel auch Bioenergiedörfer oder Bioenergieregionen bei, ohne dass dafür Ackerland hergegeben werden muss“, so der Abgeordnete. Angesichts des Nahrungsmittelbedarfs einer wachsenden Bevölkerung und den Anforderungen der Energiewende dürfen der Landwirtschaft nach seiner Überzeugung nicht immer mehr Ackerflächen entzogen werden.

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