Dienstag, 29. März 2016

„Die Tänzerin von Auschwitz“ als spartenübergreifende Geschichte vom Überleben

Die Geschichte einer unbeugsamen Frau erzählen Bianca Sue Henne am Theater Nordhausen, und Jutta Ebnother in ihrer spartenübergreifenden Produktion „Die Tänzerin von Auschwitz“. Das Bühnenbild entwirft Wolfgang Kurima Rauschning, die Kostüme Elisabeth Stolze-Bley. Premiere der ergreifenden Mischung aus Schauspiel, Tanz und Figurentheater ist am Donnerstag, 7. April, um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach.
Weitere Vorstellungen folgen am 8. April um 18 Uhr, am 11. und 13. April um 19.30 Uhr und im Rahmen der Nordhäuser Ballett-Tage am 21. Mai um 18 Uhr.

Das Leben von Rosa Glaser, der „Tänzerin von Auschwitz“, hat ihr Neffe Paul Glaser in einer emotionalen Biographie nachvollziehbar gemacht. Rosa Glaser war eine lebenshungrige junge Tanzlehrerin, die als Jüdin in den Niederlanden von ihrem Mann verraten und von den Nazis verfolgt wurde. In Auschwitz betätigte sie sich abends als Tänzerin und Tanzlehrerin, während sie tagsüber an den Gaskammern arbeiten musste. Allein der Tanz hielt ihren Lebenswillen wach und rettete sie vor dem Tod.

Bianca Sue Henne (Inszenierung) und Jutta Ebnother (Choreographie) führen mit vier Darstellern starke Bilder sowie Mittel aus Tanz, Figurentheater und Schauspiel zu einem Theaterabend zusammen und verwenden dabei originale Tagebucheinträge von Rosa Glaser. Tanz spielt einerseits eine Rolle als Teil der Handlung, gibt aber auch Momenten von Liebe, Zweifel und Trauer Ausdruck, die Rosa Glaser in ihren
nüchternen, knappen Berichten auszusparen versucht hat. Marionetten, Silhouetten, Hand- und Gliederpuppen erweitern das Spiel.

„Die Tänzerin von Auschwitz“ kommt dank der Unterstützung des TANZFONDS ERBE, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und des Landkreises Nordhausen zustande. Im Anschluss an die Vorstellung am 11. April 2016 findet im Theater unterm Dach ein Publikumsgespräch statt. Am 16. April 2016 bietet die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora um 14 Uhr eine Sonderführung durch die Gedenkstätte an.

Karten für die Premiere von „Die Tänzerin von Auschwitz“ am 7. April um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach und die weiteren Vorstellungen gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Fotos:
Taenzerin 14: Patrick Jech
Taenzerin 23: v. li. Joy Kammin, Caroline Kühner, Olaf Reinecke
Puppen: Leihgabe der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Abteilung Puppenspiel
Fotos: András Dobi

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