Freitag, 11. März 2016

Ausschussberatung zum Ausbruch der Rinderseuche BHV1 in Thüringen

Roberto Kobelt: Höhere Haltungsstandards können Ausbreitung von Viren verringern

Zur heutigen Beratung im Ausschuss für Infrastruktur und Landwirtschaft zum Aus-
bruch der Rinderseuche BHV1 in Thüringen erklärt Roberto Kobelt, Ausschussmit-
glied für die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Wie der Virus BHV1 in einen Thüringer Betrieb gelangt ist, konnte nicht eindeu-
tig nachgewiesen werden. Kurzfristig ist es jetzt besonders wichtig, dass sich 
das Virus nicht auf andere Betriebe ausbreitet und Thüringen der Status als BHV1-frei erhalten bleibt. Langfristig müssen wir alles dafür tun, um die Haltungsbe-
dingungen zu verbessern, womit sich auch Ausbruch und Ausbreitung von Viren ver-
ringern lassen.“

Der sogenannte Rinder-Herpes-Virus verbreitet sich in Stresssituationen, wie zum Beispiel bei hohem Bestand auf wenig Raum oder bei hohem Leistungsdruck auf die 
Tiere, und ist nur ansteckend, wenn er ausgebrochen  ist. 

„Wir Grüne fordern bessere Tierwohlstandards in der Rinderhaltung, nicht nur um 
des Tierschutzes Willen, sondern auch um Stresssituationen als Ursache zum Aus-
bruch von Viren zu verringern. Wir werden uns für höhere Tierschutzstandards 
durch mehr Platzangebote, Freilauf der Tiere, Verringerung der Milchleistung bei Erhöhung der Lebensdauer und Stärkung des Biostandards einsetzen und fordern, den Einsatz von Fördermitteln in der Tierhaltung auf diesen Bereich zu konzentrieren“, schließt Roberto Kobelt.
Mitteilung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen am 10. März 2016

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