Montag, 4. März 2013

Ein neuer Gedankensplitter


Mit dieser Splitterei hatte ich mir vorgenommen, Gedanken zu Themen oder Vorgängen festzuhalten, die ich für wesentlich oder ereignisreich halte. Und stelle fest, dass dies gar nicht so leicht ist. Weil ich mich zu oft und zu lange mit dem Surfen durch Zeitungen und Mitteilungen aufhalte. Und an einzelnen Themen zu lange hängen bleibe. Ich muss also noch den richtigen Weg finden.

Gestern endeten die Schi-Weltmeisterschaften, um mit einem Thema zu beginnen, das mir zwar nicht besonders wichtig erscheint, bei dem mir nur mitunter scheint, als würde bei solchen Wettbewerben mehr geredet als Sport getrieben. Und darüber wundere ich mich etwas, weil ich doch als Zuschauer am Bildschirm die Wettbewerbe sehr viel besser verfolgen kann als jeder Zuschauer am Ort der Austragung. Warum dann also noch Moderatoren, Co-Kommentatoren, Experten und ReporterInnen, die den Aktiven mitunter so banale und alberne Fragen stellen, dass ich den Eindruck habe, es wird geredet um des Redens willen. Und alle und alles muss von den Rundfunkgebühren bezahlt werden. Warum nur ein solcher Aufwand? Abgesehen davon fällt mir immer wieder auf, dass Zuschauer vor Ort – oder auch Schispringer – sofort mehr oder weniger wild zu winken anfangen, sobald sie eine Kamera auf sich gerichtet sehen.
Das gibt es weder bei einer seriösen Veranstaltung noch bei einer Gottesdienst-Übertragung oder ähnlichen. Ich habe den Eindruck, in eine Kamera zu winken zeugt von Dümmlichkeit oder Infantilismus.


Peer Steinbrück ist mit seiner Meinung zu den Wahlen in Italien wieder einmal in die Kritik geraten. Wobei es meiner Meinung nach bezeichnend ist, dass die Medien zunächst massiv über ihn herfielen um danach vorsichtig einzulenken. Zuerst wird Stimmung gemacht und dann – angesichts der allgemeinen Zustimmung zu seinen Clowns-Äußerungen – lenkt man vorsichtig ein, um niemanden zu vergrämen. Ein zeitgemäßes Gebaren, wie es scheint (man trifft sich dann wohl bei Facebook).

Und die Medien spekulieren über die Papstnachfolge. Mit Papst Benedikt XVI. hat man uns Deutschen 2005 einen deutschen Papst beschert und flugs hat man sich damals mit „Wir sind Papst“ identifiziert. Und meint, mit seinen Rücktritt einen Anspruch erworben zu haben, über seine Nachfolge mitreden zu können. Während sich der Papst still zurückgezogen hat und die weitere Entwicklung den Kardinälen überlässt, spekuliert man in dem Medien wild drauflos. Noch nie zuvor gab es um die Wahl eines Papstes in den deutschen Medien so viele Überlegungen und Mutmaßungen wie diesmal. Nach der Wahl dürfte es stiller werden, wer immer auch gewählt werden wird.

Der Bundestag hat das Leistungsschutzurecht verabschiedet und unabhängig davon, ob der Bundesrat zustimmen wird, überlege ich, wie man mit diesem Gesetz umgehen soll. Oder muss. Und nachdem ich ja schon einmal mit Urheberrecht zu tun hatte, überlege ich natürlich, ob auch ich von diesem Schutzrecht betroffen bin? Und stelle bisher nur fest, dass es da Ungereimtheiten und Fallstricke gibt, die tückisch sind. Ich muss mich da noch besser kundig machen, wobei es mir ja vor allem um die Frage geht, wieviel Wörter oder Sätze man aus anderen Publikationen zitieren darf, ohne gleich von einem Rechtsanwalt angegangen zu werden. Ich meine, man ist gut beraten, vorsichtig zu sein. Nur wirkliche Klarheit ist derzeit schwer zu schaffen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen