Freitag, 8. Februar 2013

„Eines der schönsten romantischen Klavierstücke“


Silke Avenhaus spielt Robert Schumann mit dem Loh-Orchester Sondershausen

Bei einem gemeinsamen Konzert war Generalmusikdirektor Markus L. Frank so beeindruckt von ihrem poetischen Klavierspiel, dass ihm klar war: Mit Silke Avenhaus würde er irgendwann Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll aufführen! Jetzt ist es soweit: Im 4. Sinfoniekonzert am 16. und 17. Februar ist die Pianistin Silke Avenhaus zu Gast beim Loh-Orchester Sondershausen

„Es ist eines der schönsten und größten romantischen Klavierstücke, die es gibt“, urteilt die in Karlsruhe geborene Künstlerin. Und sie schätzt die Freiheit, die dieses Konzert ihr als Pianistin einräumt. Schumann schrieb zunächst eine einsätzige Fantasie, die er später zu einem dreisätzigen Konzert ausarbeitete. „Das Fantasieren kann man so richtig genießen, es ist ein tolles Erlebnis. Schumann komponierte einen engen Dialog zwischen Klavier und Orchester, deshalb ist es so wichtig, dass man sich mit dem Dirigenten gut versteht“.

Silke Avenhaus ist eine international gefragte Pianistin, die besonders im romantischen Klavierrepertoire zu Hause ist. Zahlreiche CDs hat sie in den letzten Jahren aufgenommen und mit vielen renommierten Orchestern und Musikern Konzerte gegeben. Als Kind lernte sie zunächst Blockflöte. Doch als sie gerade mal sechs Jahre alt war, meinte ihr Lehrer: „Dieses Kind soll mit Klavier beginnen!“ Und das tat es dann auch. Silke Avenhaus studierte bei Bianca Bodalia und Klaus Schilde an der Hochschule für Musik München, in den Vereinigten Staaten bei György Sebök an der Indiana University Bloomington, bei Sándor Végh und András Schiff.

Heute spielt sie nicht nur auf zahlreichen Konzertpodien, sie lehrt auch an der Hochschule für Musik in München und widmet sich intensiv der Vermittlung von klassischer Musik an Kinder: „Diese Musik ermöglicht einen direkten Zugang zur Seele. Sie ist ein Gegenpol zu den technischen Dingen unseres heutigen Lebens, durch die man häufig nicht mehr im Kontakt zu sich selber steht.“

Neben dem Klavierkonzert a-Moll von Robert Schumann steht im 4. Sinfoniekonzert unter dem Motto „Romantische Fantasien“ die große Symphonie fantastique, ein atemberaubender Geniestreich des jungen Hector Berlioz, auf dem Programm. Zur Eröffnung erklingt die Ouvertüre zu Heinrich Marschners wahrhaft gespenstischer Oper „Der Vampyr“.

Die Konzerte finden am 16. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen und am 17. Februar um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt. Neugierige sind jeweils um 18.45 Uhr im Foyer herzlich zu einer Konzerteinführung mit Markus L. Frank und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eingeladen. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Fotos:
Portrait_Avenhaus: Foto: Marco Borggreve

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen