Donnerstag, 29. September 2022

 CDU fordert Energiekosten-Unterstützung für Sportvereine und Investitionsprogramme in Sportstätten

König: „Corona-Krise darf nicht nahtlos in Energie-Krise im Sport übergehen“

Erfurt – Der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Thadäus König, hat vor massiven Konsequenzen für die Sportvereine durch die Energiekrise gewarnt. „Der Winter steht vor der Tür und der Sport braucht Unterstützung. Wenn die Corona-Krise nicht nahtlos in eine Energiekrise im Sport übergehen soll, müssen die Sportvereine sowie die Träger der meist kommunalen Sporthallen und Sportanlagen unterstützt werden“, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit dem Landessportbund Thüringen. „Um den Sportbetrieb im Herbst und Winter aufrecht zu erhalten, muss sichergestellt werden, dass die Sportanlagen, insbesondere auch Schwimmbäder, geöffnet bleiben. Einschränkungen, wie das Absenken der Wassertemperatur, dürfen nicht zum Nachteil des Schwimmunterrichts gehen“, erklärte König. Der Sport benötige auch während der Energiekrise staatliche Unterstützungsleistungen. „Bleiben diese aus, kommt das in vielen Sportarten dem nächsten Lockdown gleich. Für zahlreiche Vereine war es schwer genug, nach der erzwungenen Corona-Pause wieder Tritt zu fassen. Einen weiteren tiefen Einschnitt werden viele nicht verkraften“, so der CDU-Abgeordnete. Bei dem Gespräch sei deutlich geworden, dass Vereine wegen der hohen Energiepreise vor schweren Zeiten stünden.

 König nimmt damit auch Bezug auf ein kürzlich erarbeitetes Positionspapier der sportpolitischen Sprecher von CDU und CSU in Bund und Ländern. Sie fordern, dass die Erhöhung der Mittel für den Neubau, die energetische Sanierung und Modernisierung von Sportstätten angesichts der stetig steigenden Baukosten zeitnah erfolgt. Eine intensivere Förderung der notwendigen Unterhaltungs- und Investitionskosten der betreibenden Landes- und Fachverbände sei zwingend notwendig, so König. „Gerade vor dem Hintergrund der Sanierungsstaus braucht es Sonderförderprogramme des Bundes und des Freistaats Thüringen. In diesem Zusammenhang ist es gleichzeitig notwendig, dass sich die Landesregierungen auf Bundesebene für die Weiterführung des „Investitionspakts Sportstättenbau“ einsetzt, das die Ampel im Bund aufgekündigt hat, machte König deutlich. Scharfe Kritik übt der CDU-Politiker an der rot-rot-grünen Minderheitsregierung, die die Zuweisungen beim kommunalen Sportstättenbau für den nächsten Haushalt von 10 auf 5 Millionen Euro kürzen will. Ebenso stehen massive Kürzungen im Haushaltsplan bei den Investitionen bei den Vereinssportstätten an. König: „Die Landesregierung macht sich hier einen schlanken Fuß und lässt den Sport, genauso wie viele Kommunen als Träger von Sportstätten, ein weiteres Mal im Regen stehen. Hier muss dringend nachjustiert werden.“

 Christian Voigt

Leiter Digitales Nachrichtenzentrum

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