Samstag, 22. August 2020

 

Keine Coronaschutz-Regelung vor dem Klinikum-Haupteingang

Es sind zeitweise Szenarien im Haupteingangs-Bereich zum Nordhäuser Klinikum, die jeder Vorstellung von Corona- und Gesundheitsschutz widersprechen und nicht nur alte und für den Virus empfängliche Menschen seit Wochen ängstigen und gefährden. Szenarien, die man vor einem Krankenhaus – zumal vom Range des Nordhäuser Klinikums - sicher nicht erwarten würde.

Ich würde als hoch betagter und diesen Szenarien ausgelieferter Mensch zu einer solchen Klage vielleicht nicht einmal einen Anlass haben, wenn ich einen der Nebeneingänge zum Klinikum nutzen könnten. Die aber sind seit einiger Zeit für Besucher verschlossen. Mit dem Hinweis der Geschäftsleitung, den Haupteingang zu benutzen. Und schon deshalb kann man sich der Konfrontation mit diesen zeitweiligen Szenarien, die jeden Coronaschutz-Vorstellungen widersprechen, nicht entziehen.

Gemeint ist hier nicht der normale, mitunter recht lebhafte Publikums- und Patientenverkehr zum und vom Klinikum, sondern das, was sich zeitweilig daneben darstellt und abspielt: da bevölkern den gesamten Eingangsbereich oft genug rauchende Menschen und blasen ihren (E-Zigaretten-)Rauch unbekümmert den vorübergehenden Besuchern ins Gesicht. Die erhöhten Begrenzungssteine entlang dem Zugangsbereich sind zeitweilig dicht besetzt mit nicht selten Bier trinkenden Menschen und oft noch davor stehenden Menschen(-trauben), die weder eine Maske tragen, noch Vorübergehenden, die dem direkten Eingang zustreben, die Möglichkeit bieten, Abstand zu nehmen.

Unmittelbarer Anlass zu diesem Bericht war neulich eine solche Situation, die meine laut gestellte Frage, wie man da einen Abstand von 1,5 Metern nehmen könne, launig und mit Spott begegneten. Als ich dieses Szenario aber dann aus einiger Entfernung bildlich festhielt, um es publik zu machen, schlug diese Ignoranz jäh in zornige Abwehr um. Mut hat man halt offenbar nur, wenn man anonym bleiben kann (siehe auch Facebook und Twitter).

Ich einigte mich mit den mich kritisierenden Umstehenden darauf, das Problem der Geschäftsleitung vorzutragen, was dann nur zum Teil gelang, weil der Geschäftsführer nicht anwesend war. Mein danach gestelltes Ersuchen nach einem Gesprächstermin wurde schließlich fernmündlich ausweichend beschieden mit dem Bemerken, dass der Gechäftsführer derzeit keine Möglichkeit sähe, diese Vorgänge im Zugangsbereich des Klinikums den Coronaschutz-Regeln anzupassen.

Muss man also demzufolge weiter ganz allgemein und insbesondere als betagter Mensch auf dem Weg ins Klinikum diese zeitweilig beeinträchtigenden Szenarien in Kauf nehmen? Eine mich beängstigende Vorstellung.

Fazit: Das Nordhäuser Klinikum hat mit allen seinen Abteilungen einen hervorragenden Ruf. Der so gar nicht passt zu den zeitweiligen Vorgängen und Zuständen im Zugangsbereich zum Klinikum. Ein Widerspruch, wie er größer kaum sein kann.

Julius Seifert

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