Samstag, 18. August 2012

Aufarbeitung – aber wie?


Am Montag hatte ich meine Absicht angekündigt, den Themenanfall der vergangenen beiden Wochen – die Zeit der Olympiade, die ich weitgehend am Bildschirm zubrachte – aufzuarbeiten. Und was ich während dieser Zeit an Nachrichten, Berichten und Kommentaren sammelte, um es nun thematisch zu sortieren, um es zu lesen und zu überdenken, habe ich zwar jetzt im Kopf, aber darin summt es nun wie in einem Bienenstock – ich fühle mich einfach überfordert. Und bin damit wohl an die Grenzen meines geistigen Aufnahmevermögens gestoßen, ich bringe derzeit einfach nichts mehr in die Reihe, was einigermaßen anspruchsvoll ist

Mir hilft immerhin die Nähe des Hohenroder Parks und die Weite der Umgebung ( so besch. . .dort auch ein Großteil der Wege ist, was sich wieder auf mein Gehvermögen auswirkt). So halte ich halt die nähere Umgebung im Blick, und langsam wird es auch wieder lichter in meinem Kopf

Nun ist natürlich die Entwicklung darüber nicht stehen geblieben, was noch zu meinen bereits bestehenden Nachholbedarf dazukommt. Allein schon an grundsätzlichen Informationen zur Olympiade. Zum Beispiel zur Frage der Teilnahmebedingungen. Ich wusste ja zunächst noch nicht einmal, warum angeblich keine Berufssportler an den Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Oder doch?

Früher interessierte mich die Olympischen Spiele ganz außerordentlich, bis 1972 der österreichische Ski-Rennläufer Karl Schranz von der Teilnahme ausgeschlossen wurde. Nur weil bekannt wurde, dass er irgendwann zuvor mit einem Shirt zu einem Wettkampf antrat, auf dem die Werbung einer Kaffeefirma zu sehen war. Und damit hätte er gegen die Amateurbestimmungen verstoßen. Die danach eingetretene Entwicklung verwässerte meines Erachtens die Amateurstatuten zunehmend. Und die Staatsamateure aus den sozialistischen Ländern – einschließlich der DDR – werteten die Bedeutung der Olympischen Spiele beträchtlich ab. Nicht allerdings die Leistungen, sofern sie nicht durch Doping zustande kamen.

Und nun muss ich mich neben den aktuellen Vorgängen auch über die formalen Bedingungen informieren: warum können Tennis-MillionärInnen teilnehmen, aber keine Fußball-Profis? Und warum dabei U23? Und in den Fahrrad-Wettbewerben starten doch ebenso Profis? Es gibt eine ganze Reihe von Fragen, zu denen ich mir erst einmal Antworten holen muss.

Und dann gibt es eben die Entwicklung und Vorgänge in den wesentlichen Bereichen des Lebens, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die zumindest gedanklich verarbeitet werden wollen, soweit sie zu meinen Interessen gehören: die Orgenspende-Problematik, die Energie-Wende, der Verlauf der Facebook-Aktie, die Euro-Schuldenkrise, das Bildungs-Monitoring, die Bologna-Reform, Referendum zu Europa und einiges mehr. Ich habe also noch viel zu tun, wenn ich wieder klar und differenziert denken kann. Und das sollte tunlichst bald der Fall sein.

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