Freitag, 24. August 2012

Am 19. September ab 9.30 Uhr vor dem Nordhäuser Rathaus:


2000 Mal „Mut schöpfen“ aus dem Rathausbrunnen für die Opfer häuslicher Gewalt in Nordthüringen

Der Boden des Nordhäuser Rathausplatzes wird am 19. September von 2000 Schüsseln bedeckt sein. Der Grund ist die Aktion „Mut schöpfen“, mit der die Nordthüringer Caritas-Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in Kooperation mit der Stadtverwaltung Nordhausen auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam machen möchten. Jede Schüssel steht dabei für ein Opfer häuslicher Gewalt in Nordthüringen.

Mut schöpfen: Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh unterstützt als Schirmherr die Aktion „Mut schöpfen“. Sie wird von Kathrin Meinert (links) und ihrer Kollegin Steffi Mayer in Kooperation mit der Stadtverwaltung vorbereitet.
Schirmherr der Veranstaltung ist Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh. „Das Thema häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Es ist ein trauriges und für die Betroffenen leider oft auch tragisches Phänomen aller gesellschaftlichen Milieus. Mit der Förderung einer Kultur des Hinschauens und ganz konkret mit der Unterstützung dieser Aktion `Mut schöpfen´ machen wir deutlich, dass es sich um ein Problem handelt, das uns alle angeht, und das leider, wenn auch im Verborgenen, allgegenwärtig ist. Ich unterstütze die Aktion gerne, zumal ich aus früheren persönlichen Begegnungen weiß, dass die beiden Mitarbeiterinnen in Kooperation mit den Netzwerken eine sehr qualifizierte und einfühlsame Beratungsarbeit leisten“, sagte der Oberbürgermeister.

„'Mut schöpfen' soll eine bewusst ruhige Veranstaltung sein. Wir Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle werden gemeinsam mit unseren Partnern vom Arbeitskreis gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen und dem Frauennetzwerk ab 9.30 Uhr die Schüsseln auf dem Platz aufstellen. Anschließend werden wir Wasser aus dem Rathausbrunnen schöpfen und damit die Schüsseln füllen. Die Schüsseln sind sehr verschieden und stehen für die unterschiedlichen Schicksale von Frauen und Männern und den dahinter verborgenen betroffenen Kindern“, sagte Steffi Mayer, Leiterin der Nordthüringer Caritas-Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt.

Das Aufstellen und Befüllen wird ungefähr anderthalb Stunden in Anspruch nehmen. „Anschließend werden die Schüsseln bedächtig entleert. „Die Bedächtigkeit der Aktion ist bewusst gewählt: Das Thema ist zu ernst und wichtig, um es mit Provokationen oder hektischem Aktionismus zu illustrieren. Es geht um Sensibilisierung. Die Passanten sollen kurz innehalten, darüber nachdenken – und sich auch informieren. So stehen an allen Ecken des Rathausplatzes Informationsstände zum Thema mit Statistiken zum Problem und mit Hinweisen zum Verhalten in Gewaltsituationen. Vor Ort stehen natürlich auch Ansprechpartner bereit. Eine Beratung vor Ort ist selbstverständlich nicht möglich. Allerdings gibt es Informationen, wo Beratungsgespräche stattfinden“, ergänzt Frau Meinert. Die Veranstaltung endet gegen 15 Uhr.
Foto: Pressestelle der Stadt Nordhausen, Patrick Grabe

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