Mittwoch, 17. August 2022

 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen

Erfurt, 17. August 2022

 

 

 Wirtschaftsnaher Bildungsmonitor sieht Thüringen auf dem 3.Platz

Astrid Rothe-Beinlich: Sprachförderung, Digitalisierung und Schulsozialarbeit voranbringen

 

Laut dem Bildungsmonitor der wirtschaftsnahen Initiative für Soziale Marktwirtschaft steht Thüringens Bildungssystem wieder auf dem 3. Platz - noch besser schneiden nur Sachsen und Bayern ab.

 

„Dass Thüringen trotz einem stark durch die Pandemie geprägten Jahr im bundesweiten Ranking wieder aufholen konnte, verdanken wir auch und gerade allen in Schule und Kindergarten Beschäftigten. Diesen gilt unser Dank. Positiv bewertet wurden vor allem die berufliche Bildung, Mathematik und Naturwissenschaften sowie die Ganztagsbetreuungsangebote.  Gerade im Schulbereich wollen wir den Ganztag und die Gemeinschaftsschulangebote noch weiter ausbauen“, erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu den Ergebnissen des Bildungsmonitors des INSM.

 

„Dass es im Bereich der Digitalisierung dringend noch Nachholbedarfe gibt, wissen wir. Dies war ja auch der Anlass für einen fraktionsübergreifenden Beschluss zur Digitalisierung im Landtag. Es hapert insbesondere noch am Breitbandausbau und der technischen Ausstattung unserer Schulen sowie bei der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte. Die Nutzung digitaler Lernformate muss nach dem Distanzunterricht nun auch Eingang im Regelunterricht finden. Dass die CDU-Faktion angesichts des Bildungsmonitors ausschließlich Schwarzmalerei betreibt, ist wenig hilfreich und wird der Realität nicht gerecht“, ist die Grünenpolitikerin überzeugt.

 

„Wir sehen allerdings weitere wichtige Baustellen im Bereich der Bildung. Alle wissen, dass es landauf landab in Schulen und Kindergärten an Personal fehlt. Die Seiteinsteigerqualifizierung für Lehrkräfte erweist sich noch viel zu oft als Flaschenhals, der dringend geöffnet werden muss. Hinzu kommt, dass nach den Sommerferien viele aus der Ukraine Geflüchtete zusätzlich in unsere Bildungseinrichtungen kommen, es jedoch schon jetzt an Sprachförderangeboten fehlt. Es braucht dringend DaZ-Lehrer*innen und die unkomplizierte Einbeziehung von pädagogischen Fachkräften aus der Ukraine. Im Kontext der Lehrer*innenbildung setzen wir zudem auf in allen Phasen verpflichtende Weiterbildungen in DaZ. Außerdem gilt es, die Schulsozialarbeit flächendeckend zu stärken. Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen ist für uns jedenfalls klar, dass es keinen Sparhaushalt im Bildungsbereich geben darf“, betont Rothe-Beinlich abschließend.

 

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