Samstag, 20. Oktober 2018

FSV Wacker 90 Nordhausen: Kampf um Platz 2 beginnt

Schlüsselspiel im AKS

Auch wenn der Chemnitzer FC durch seinen Heimsieg gegen unseren FSV in der Regionalliga Nordost weit enteilt scheint, so ist dennoch bisher nichts entschieden in dieser Spielzeit mit dem direkten Aufstiegsplatz für den Meister. Die beiden Drittligaabsteiger haben schwere finanzielle Probleme, die auch noch auf den spielerischen Bereich durchschlagen können. Keine Sorgen hat in dieser Beziehung unser nächster Gegner, der Berliner AK 07. Der weiß mit dem Bauunternehmer Ali Han einen starken Mann an der Spitze, der seinen Verein ebenfalls in die dritte Liga führen will. Dafür hat er sich mit Ersan Parlatan einen A-Lizenztrainer ins Team geholt, der die Qualität besitzt, die Träume des Präsidenten mit seiner gut aufgestellten Mannschaft in die Tat umzusetzen. Bisher spielten die Berliner eine souveräne Saison und stehen aktuell vor Wacker in der Tabelle. Doch schon ein Sieg mit nur einem Tor Unterschied im sonntäglichen Spiel (21.10., Anpfiff um 13.30 Uhr im AKS) ließe unsere Nordhäuser Pokalhelden am Kontrahenten vorbeiziehen.
Vorsicht ist allerdings geboten: in den letzten acht Ligaspielen ging der BAK sechsmal als Sieger vom Platz und musste sich dabei nur dem CFC geschlagen geben. Trainer Parlatan, der übrigens ein guter Freund unseres Coachs Volkan Uluç ist und früher einer seiner Spieler war, freut sich auf die Begegnung und sagt: „Für solche Spiele wird man Trainer.“ Natürlich will er am Ende die drei Punkte aus Nordhausen mit nach Hause nehmen und hofft, die Partie so lange wie möglich offen zu halten, damit seine Truppe am Ende zuschlagen kann.
Genau da liegt ja auch das Problem unserer Mannschaft; trotz gutem und überlegenen Spiel belohnen sich die Wacker-Kicker zu selten und müssen deshalb immer wieder bis zum Schlusspfiff zittern. Im Team herrscht nach dem späten Pokaltriumph vom letzten Sonntag beste Stimmung und alle sind zuversichtlich, einen weiteren Heimsieg landen zu können. Abwehrrecke Vladímir Kováč zog in unserem Interview aus dem Chemnitz-Spiel seine Schlüsse: „Die erste Halbzeit war richtig gut, darauf gilt es aufzubauen. Wir müssen lernen, unser Spiel von Anfang bis Ende durchzuziehen.“
Diese Vorgabe des erfahrenen Slowaken wird auch Volkan Uluç gern hören, der seinen Männern immer wieder predigt, die Konzentration hoch zu halten und die Chancen besser auszunutzen.
Wenn das am Sonntag gegen den bärenstarken BAK gelingt und am Ende ein Erfolg zu Buche steht, dann bleibt die Saison noch lange spannend. Wir erwarten also ein Schlüsselspiel und vertrauen auf das Können und den bedingungslosen Willen unserer Jungs ebenso wie auf die durchgängige Unterstützung der Nordhäuser Fans.
Pokaltorschütze Joy-Lance Mickels ist noch gesperrt, Lucas Scholl weiterhin verletzt, Dino Medjedovic trainiert wieder mit dem Team. Ob er zum Einsatz kommen wird, ist eine der spannenden Fragen am Sonntag.
OLAF SCHULZE

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