Uli
Hoeneß ist Freigänger geworden und betätigt sich in der
Jugendarbeit des FC Bayern München. Es ist meines Erachtens eine
ebenso polemische wie bezeichnende Berichterstattung der Presse, die
aktuell um den verurteilten Steuersünder Uli Hoeneß stattfindet.
Der bekanntlich im März
vergangenen Jahres wegen Steuerhinterziehung zu einer
Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt wurde. Deshalb trat
er von seinen Funktionen als Präsident des FC Bayern München und
als Vorsitzender des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG
zurück.Seine Haftstrafe trat er im Juni 2014 in der
Justizvollzugsanstalt Landberg an.
Das
alles weiß man als interessierter Leser aus den Zeitungen. Und
nachdem er seine Strafe antrat, hätte die Berichterstattung enden
oder wenigstens pausieren können, wie das sonst bei Straftätern
üblich ist. Nicht so bei Uli Hoeneß: man (ver-)folgte ihn quasi bis
in die Zelle, beschrieb die Lebensumstände, die ihn dort erwarteten
und belagerte geradezu das Gefängnis um nichts zu verpassen, was den
Häftling Hoeneß betraf. Und vermittelte allein dadurch schon in der
Öffentlichkeit die Vorstellung oder Vermutung, Hoeneß wäre ein
besonderer, möglicherweise bevorzugter Häftling. Was er für die
Presse immer war
Und
nun erneut, allerdings plötzlich unter einen ganz anderen Aspekt. In
der „Mitteldeutschen Zeitung heißt es dazu (Auszug): „Uli Hoeneß
wird von der öffentlichen Neugier mit der Energie eines Stalkers
verfolgt. Kaum ein Bericht, der nicht mutmaßt, Hoeneß werde mit
Samthandschuhen angefasst. Aber er wird behandelt wie jeder andere:
Er darf als Freigänger tagsüber in Freiheit, abends kehrt er in die
Zelle zurück. So will es das Gesetz. Uninteressant für die
öffentliche Neugier.“ (Ende des Auszugs). Wird diese „öffentliche
Neugier“ aber nicht durch die Presse erzeugt und geprägt? Auch
wenn es „nur“ Mutmaßungen sind? Oder gerade dann?
In
den „Stuttgarter Nachrichten ist dazu zu lesen (Auszug): „Hoeneß
ist also wieder halb draußen. Er darf seine Zelle tagsüber
verlassen, weil er einer geregelten Arbeit nachgeht. In der
Jugendabteilung seines FC Bayern. Er darf eigene Kleidung tragen,
sogar Laptop und Handy kommen
in Betracht. Und auch über Nacht, hinterm Gitter, wird es Hoeneß
besser gehen. Der Gefängnis-Umzug vom gewöhnlichen Landsberg ins
feinere Andechs gilt als ausgemacht. Das alles ist in Ordnung und im
bayerischen Strafvollzugsgesetz genau geregelt. Der frühe Freigänger
darf hoffen, im Frühjahr 2016 bereits nach der Hälfte seiner Strafe
dem Gefängnis auf Bewährung ganz den Rücken kehren zu dürfen.
Auch das legal und ohne echten Promi-Bonus.“ (Ende des Auszugs).
Alles, was um diesen Uli Hoeneß vorgeht, erfährt man durch die
Presse, und vornehmlich durch sie. Die hier erwähnten Beispiele
könnten beliebig erweitert werden. Und die meint nun, diese
öffentliche Meinung auf ein „richtiges“ Maß zurecht rücken zu
müssen? Die „besondere“ Causa Hoeneß wird noch lange nicht ihr
Ende finden.
Sonntag, 4. Januar 2015
Pegida – alles nicht so schlimm!?
Im allgemeinen lehne ich ja
Vermutungen und Prognosen „aus dem Bauch heraus“ ab, was aber den
kommenden Montag betrifft, ist vermutlich Politik und ein Großteil
der Gesellschaft gespannt, was sich in Dresden ereignen wird. Ich
denke, dass selbst unsere verehrte Bundeskanzlerin gespannt nach
Dresden schauen wird. Schon um festzustellen, welche Wirkung ihre
Neujahrsansprache auf potentielle Anhänger dieser Pegida-Bewegung
hat. Auch davon könnte nach allem, wie in den vergangenen Tagen
darüber diskutiert und berichtet wurde, viel für die politische
Landschaft im Lande abhängen.
Zu diesen Berichten gehörte übrigens unter vielen anderen auch ein Bericht von N24 (03.01.) – übernommen von einigen Zeitungen – nach dem sich der Schriftsteller Peter Schneider eine dieser Pegida-Demonstrationen ansah und danach meinte,(Auszug): „ Etwas "Spießiges und Unfrohes" hafte der Bewegung an...doch bedroht müsse man sich nicht fühlen.“ (Ende des Auszugs). Er hätte es deshalb dabei belassen können, statt diese Feststellung noch mit vielen eigenen Vermutungen und Überlegungen zu verbinden. Dabei denke ich, dass gerade diese vielen Berichte und Diskussionen zu dieser Problematik und letztlich eben auch die Feststellung Schneiders, dass man sich nicht bedroht fühlen müsse, es sich also eher um eine sterile Ansammlung von Menschen handle, zu nicht gewollten Reaktionen führen könnte. Ich kann's jedenfalls erwarten und denke: Alles ist möglich!!!
Zu diesen Berichten gehörte übrigens unter vielen anderen auch ein Bericht von N24 (03.01.) – übernommen von einigen Zeitungen – nach dem sich der Schriftsteller Peter Schneider eine dieser Pegida-Demonstrationen ansah und danach meinte,(Auszug): „ Etwas "Spießiges und Unfrohes" hafte der Bewegung an...doch bedroht müsse man sich nicht fühlen.“ (Ende des Auszugs). Er hätte es deshalb dabei belassen können, statt diese Feststellung noch mit vielen eigenen Vermutungen und Überlegungen zu verbinden. Dabei denke ich, dass gerade diese vielen Berichte und Diskussionen zu dieser Problematik und letztlich eben auch die Feststellung Schneiders, dass man sich nicht bedroht fühlen müsse, es sich also eher um eine sterile Ansammlung von Menschen handle, zu nicht gewollten Reaktionen führen könnte. Ich kann's jedenfalls erwarten und denke: Alles ist möglich!!!
„Harz-Kursbuch“ als Internetversion veröffentlicht (Stand 01.01.2015)
Hallo liebe Eisenbahn-, ÖPNV- und SPNV-Interessierte!
Initiative
veröffentlicht aufgrund der notwendigen Änderungen im Harz-Kursbuch
eine neue Internetversion, die den Stand vom 01.01.2015 enthält.
Download unter:
http://www.suedharzstrecke.de/downloads/Harzkursbuch%20_Winter_2014_2015_20150101.pdf
Download unter:
http://www.suedharzstrecke.de/downloads/Harzkursbuch%20_Winter_2014_2015_20150101.pdf
Freitag, 2. Januar 2015
Würde nur beim Abschied aus dem Leben?
Mich beschäftigt hier und
nachfolgend das Thema Sterbehilfe. Ausgelöst durch den „Leserbrief
des Jahres zum Thema Sterbehilfe“ der „Thüringer Allgemeine“
am letzten Tag des Jahres 2014. Nach der Lesart läge die Frage nahe,
ob sich die Auszeichnung durch das behandelte Thema erklärt, oder
durch die große Sachlichkeit, in der dieser Leserbrief gehalten ist.
Was ja selten genug der Fall ist.
Nun zieht sich ja die Diskussion zum Thema Sterbehilfe durchs gesamte Jahr 2014 unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten, von denen es eine ganze Menge gibt. Dabei verbietet sich meines Erachtens jede Polemik. Für mich schon deshalb, weil ich mich immerhin in einem Alter befinde, in denen der Abschied absehbar ist. Der tunlichst „in Würde“ erfolgen sollte. Darum geht es ja auch in diesen Leserbrief der TA. In dem der Autor meint, es gehöre zum ärztlichen Selbstverständnis eines Arztes, Menschen zu helfen, aber auch, professionelle Hilfe unter allen Umständen und gerade auch bei einem Sterbewunsch zu gewährleisten. Und diese Hilfe nicht in der schwersten Stunde eines Menschen aus formalen Gründen zu entziehen.
Demgegenüber hat Ärzte-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery bisher alle Vorstöße zurückgewiesen, Ärzte könnten zur Suizidbeihilfe herangezogen werden.
"Wer Ärzte an ‚qualitätsgesicherten, klinisch sauberen‘ Suiziden beteiligen will, verwischt die Grenze zur Tötung auf Verlangen und zur Euthanasie", sagte Montgomery im August dem Magazin "Focus".
Und die katholische Kirche? Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen rief gerade in seiner Weihnachtspredigt zur Achtung der Menschenwürde auf. Das Wort von der Würde des Menschen sei in der Diskussion um aktive Sterbehilfe oder assistierten Suizid in aller Munde. „Viele berufen sich darauf und nehmen sie für sich und ihre mitunter ideologischen Ziele in Anspruch“, gab der Bischof in seiner Weihnachtspredigt zu bedenken. „Sie sprechen über Würde, aber meinen sie auch das, was sie sagen?“
Ich will es damit bewenden lassen und nur noch bemerken, dass es im November im Bundestag eine ausführliche Debatte um das Thema Sterbehilfe gab (Übertragen auf Phönix) , die sich durch ungewöhnlich große Sachlichkeit auszeichnete. Der in diesem Jahr (November?) eine gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe folgen soll. Ob dann alle Unklarheiten beseitigt sind, bleibt abzuwarten.
Und eine letzte Bemerkung: in den USA gibt es gegenwärtig in drei Bundesstaaten die Möglichkeit des ärztlich begleiteten Suizid. In Oregon ließen sich im vergangenen Jahr 1200 Patienten in aussichtsloser Situation „erlösende“ Mittel verschreiben. Genommen haben es dann 800, wie die Gesundheitsbehörde meldete. Der allerletzte Entschluss bedarf also dann trotz der Ausweglosigkeit auch noch der Überwindung. Bekannt ist die Tragik der krebskranke Amerikanerin Brittany Maynard, die sich nach eigener Ankündigung das Leben nahm. Das aber könnte noch Thema eines eigenen Eintrags sein.
Nun zieht sich ja die Diskussion zum Thema Sterbehilfe durchs gesamte Jahr 2014 unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten, von denen es eine ganze Menge gibt. Dabei verbietet sich meines Erachtens jede Polemik. Für mich schon deshalb, weil ich mich immerhin in einem Alter befinde, in denen der Abschied absehbar ist. Der tunlichst „in Würde“ erfolgen sollte. Darum geht es ja auch in diesen Leserbrief der TA. In dem der Autor meint, es gehöre zum ärztlichen Selbstverständnis eines Arztes, Menschen zu helfen, aber auch, professionelle Hilfe unter allen Umständen und gerade auch bei einem Sterbewunsch zu gewährleisten. Und diese Hilfe nicht in der schwersten Stunde eines Menschen aus formalen Gründen zu entziehen.
Demgegenüber hat Ärzte-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery bisher alle Vorstöße zurückgewiesen, Ärzte könnten zur Suizidbeihilfe herangezogen werden.
"Wer Ärzte an ‚qualitätsgesicherten, klinisch sauberen‘ Suiziden beteiligen will, verwischt die Grenze zur Tötung auf Verlangen und zur Euthanasie", sagte Montgomery im August dem Magazin "Focus".
Und die katholische Kirche? Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen rief gerade in seiner Weihnachtspredigt zur Achtung der Menschenwürde auf. Das Wort von der Würde des Menschen sei in der Diskussion um aktive Sterbehilfe oder assistierten Suizid in aller Munde. „Viele berufen sich darauf und nehmen sie für sich und ihre mitunter ideologischen Ziele in Anspruch“, gab der Bischof in seiner Weihnachtspredigt zu bedenken. „Sie sprechen über Würde, aber meinen sie auch das, was sie sagen?“
Ich will es damit bewenden lassen und nur noch bemerken, dass es im November im Bundestag eine ausführliche Debatte um das Thema Sterbehilfe gab (Übertragen auf Phönix) , die sich durch ungewöhnlich große Sachlichkeit auszeichnete. Der in diesem Jahr (November?) eine gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe folgen soll. Ob dann alle Unklarheiten beseitigt sind, bleibt abzuwarten.
Und eine letzte Bemerkung: in den USA gibt es gegenwärtig in drei Bundesstaaten die Möglichkeit des ärztlich begleiteten Suizid. In Oregon ließen sich im vergangenen Jahr 1200 Patienten in aussichtsloser Situation „erlösende“ Mittel verschreiben. Genommen haben es dann 800, wie die Gesundheitsbehörde meldete. Der allerletzte Entschluss bedarf also dann trotz der Ausweglosigkeit auch noch der Überwindung. Bekannt ist die Tragik der krebskranke Amerikanerin Brittany Maynard, die sich nach eigener Ankündigung das Leben nahm. Das aber könnte noch Thema eines eigenen Eintrags sein.
Meinungen rund um Pegida
Nach
der bisherigen Schwemme an Mutmaßungen und Unterstellungen zu Pegida,
liegt nun das Ergebnis einer ersten Forsa-Umfrage vor. Danach finden
zwei Drittel der Bundesbürger - nämlich 67 Prozent - dass die
Gefahr einer Islamisierung Deutschlands übertrieben dargestellt
werde. 29 Prozent meinen, der Islam habe auf das Leben in diesem Land
einen so großen Einfluss, dass Protestmärsche wie die
Pegida-Montagsdemos in Dresden gerechtfertigt seien. Dieser
Auffassung sind nach einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin
Stern mit 71 Prozent vor allem die Sympathisanten der
rechtspopulistischen AfD. Forsa-Chef Manfred Güllner: "Dieser
Befund bestätigt einmal mehr, dass die Anhänger der AfD keinesfalls
die Mitte der Gesellschaft repräsentieren,
sondern eine Randgruppe mit klarer fremdenfeindlicher Tendenz sind."
13 Prozent aller Befragten würden sich gegebenenfalls an Protestmärschen gegen eine Islamisierung Deutschlands beteiligen, wenn sie in der Nähe ihres Wohnorts stattfänden. Die größte Bereitschaft, an solchen Demonstrationen teilzunehmen, findet sich unter den Anhängern der AfD (45 Prozent) und der Linken (26 Prozent). Von den Nichtwählern, die der Politik eher skeptisch gegenüber stehen, würden nur 13 Prozent mitmarschieren - was dem Durchschnitt aller Bundesbürger entspricht.
Nur zehn Prozent aller Deutschen würden bei einer der kommenden Wahlen für eine Parteistimmen, die den Islam in diesem Land bekämpft - in Ostdeutschland (15 Prozent) mehr als in Westdeutschland (9 Prozent). Auch Befragte mit Hauptschulabschluss (19 Prozent) und die Anhänger der Linken (16 Prozent) können sich das vorstellen. Lediglich von den Sympathisanten der AfD würde eine Mehrheit von 57 Prozent eine Anti-Islam-Partei wählen wollen.
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 18. Dezember 2014 im Auftrag des Magazins stern 1006 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
Quelle: Magazin „Stern“
13 Prozent aller Befragten würden sich gegebenenfalls an Protestmärschen gegen eine Islamisierung Deutschlands beteiligen, wenn sie in der Nähe ihres Wohnorts stattfänden. Die größte Bereitschaft, an solchen Demonstrationen teilzunehmen, findet sich unter den Anhängern der AfD (45 Prozent) und der Linken (26 Prozent). Von den Nichtwählern, die der Politik eher skeptisch gegenüber stehen, würden nur 13 Prozent mitmarschieren - was dem Durchschnitt aller Bundesbürger entspricht.
Nur zehn Prozent aller Deutschen würden bei einer der kommenden Wahlen für eine Parteistimmen, die den Islam in diesem Land bekämpft - in Ostdeutschland (15 Prozent) mehr als in Westdeutschland (9 Prozent). Auch Befragte mit Hauptschulabschluss (19 Prozent) und die Anhänger der Linken (16 Prozent) können sich das vorstellen. Lediglich von den Sympathisanten der AfD würde eine Mehrheit von 57 Prozent eine Anti-Islam-Partei wählen wollen.
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 18. Dezember 2014 im Auftrag des Magazins stern 1006 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
Quelle: Magazin „Stern“
Was das Jahr 2015 interessant zu machen verspricht
Bevor ich darüber sinniere, will ich erst mal allen Lesern meines Blogs alles Gute für's Jahr 2015 wünschen. Es sind derzeit relativ wenige. Kein Wunder, es gab in den letzten zwei Wochen wenig Einträge von eigener Handschrift. Auch, aber nicht nur, weil ich mich um mich selbst kümmern musste. Das aber gehört meines Erachtens nicht öffentlich gemacht. Obwohl ich ja gelegentlich von und über Facebook lese, dass man sich in diesem Netzwerk geradezu exhibitioniert. Und das scheint zunehmender Trend zu sein. Aber auch die Menschheit zunehmend zu interessieren scheint „Man trifft sich bei Facebook“ und tauscht sich auch über die persönlichsten Dinge aus. Wenn dem so ist, kann mir das gleich sein, meine Vorstellung ist es jedenfalls nicht.
Was übrigens die Zahl der Leser meines Blogs betrifft: Ich betone ja bei jeder Gelegenheit, dass ich für mich schreibe und schließlich auch, um mir meine geistige Beweglichkeit so lange wie möglich zu erhalten. Mit interessanten aktuellen Themen und vernünftigen Überlegungen dazu. Insoweit sind mir die Leser meines Blogs eine Art Regulativ. Deren variierende Zahl mir signalisiert, ob und wie meine Einträge „ankommen“. Aber eben auch, dass ich mich in jüngster Zeit zu wenig mit aktuellenThemen und Überlegungen dazu befasst habe. Den Grund dafür habe ich zwar angedeutet, aber nachdem der Kopf davon ja (noch) nicht betroffen ist, kann und will ich etwas zulegen.
Nun hatte ich mich ja in jüngster Zeit vor allem mit der „Pegida“- Problematik befasst, ohne durch das Surfen durch die Zeitungslandschaft klare Antworten zu den eigentlichen Bestrebungen und Absichten der Initiatoren erhalten zu haben. Und hatte vermutet, dass diese Problematik zumindest über den Jahreswechsel in den Hintergrund treten würde. Und habe mich geirrt. Selbst die neue Jahreslosung des Neujahrsgottesdienstes in der Dresdner Frauenkirche „Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat“, die der sächsische Landesbischof Jochen Bohl in den Mittelpunkt seiner Predigt stellte, war dieser Problematik gewidmet. Der Gottesdienst wurde vom ZDF übertragen. Und nachdem gerade dieses ZDF erst an Weihnachten die ganze Geburts- und damit Heilsgeschichte Christi als unglaubhaft nachzuweisen versuchte, wird damit meines Erachtens einmal mehr deutlich, dass es das ZDF mit seinen Sendungen und Übertragungen nicht weiter ernst nimmt.( Man muss es sich ja nicht ansehen.)
Und weil ich gerade bei Dresden und der Frauenkirche bin: Mit einer Festwoche vom 22. bis 31.10. wird die Vollendung des Wiederaufbaues der Frauenkirche am 31.10.2005 mit zahlreichen Konzerten im gewaltigen Innenraum des Gotteshauses gefeiert. Einen Vorgeschmack erhielt man schon mal während dieses Neujahrsgottesdienstes. Ich hatte während des Wiederaufbaues Gelegenheit, das Gotteshaus kennen zu lernen, wofür ich auch heute noch Prof. Heinrich Markgraf dankbar bin, den ich damals begleiten durfte.
In Leipzig wird im Juni Stadtjubiläum gefeiert. Anlass ist die erste schriftliche Erwähnung der sächsischen Handelsstadt vor 1000 Jahren. Die Verantwortlichen bündeln es mit Dauerbrennern wie Bachfest, Wave-Gotik-Festival oder Fête de la Musique und verschiedenen Sonderveranstaltungen. Ein Höhepunkt ist das Festkonzert des Gewandhausorchesters am 6. Juni. Und wie es in der Vorschau heißt, verbergen sich, wie bei einer Matroschka-Puppe, während des Stadtjubiläum weitere kleinere Jubiläen: 850 Jahre Leipziger Messe ebenso wie 850 Jahre Nikolaikirche, die durch die Friedensbewegung 1989 weltberühmt wurde. So ich es vermag, möchte ich an einigen der Jubiläen und Konzerten teilnehmen.
Aber so weit zu denken scheint mir fast etwas gewagt. Hier und zeitlich überschaubar geht es ja wohl um profanere Vorgänge: am 12. Januar soll in Sondershausen eine Marketinggesellschaft gegründet werden, in der der Südharzer Tourismusverband aufgehen (?) soll. Und dann steht ja doch auch die Wahl eines neuen Landrats (Landrätin) an, auf dessen Ergebnis ich neugierig bin. Die „Thüringer Allgemeine“ hat sich ja in ihrem Lokalteil mehrfach zu dieser Wahl geäußert. Es gibt viele weitere Ereignisse und Veranstaltungen, zum Teil noch gar nicht bekannt, also viele Anlässe, teil zu nehmen oder entsprechende Überlegungen anzustellen. Und ganz aktuell steht ja der Neujahrsempfang der Kreissparkasse und in der darauf folgenden Woche jener der Stadt Nordhausen, gemeinsam mit der Fachhochschule auf dem Programm. Gehen wirs also an.
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