Mittwoch, 2. Juli 2014

Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser für 2015 gesichert

Erster wichtiger Schritt zur nachhaltigen Sicherung


Mit der Veranschlagung von 16 Millionen Euro im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2015 wird die Weiterförderung aller 450 Mehrgenerationenhäuser im gleichnamigen Aktionsprogramm des Bundes für 2015 gesichert.
"Die Finanzierung für 2015 ist ein erster Schritt zu einer nachhaltigen Sicherung der Mehrgenerationenhäuser", sagt Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig. "Mein Ziel ist, die Häuser nachhaltig zu sichern und mit den Ländern und Kommunen eine gemeinsame Lösung für die dauerhafte Etablierung der Häuser zu finden. Mehrgenerationenhäuser stärken den Zusammenhalt in der Gesellschaft und helfen die Folgen des demografischen Wandels aktiv zu gestalten."
Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte für Menschen aller Generationen. Mit den inhaltlichen Schwerpunkten Alter und Pflege, Integration und Bildung, Haushaltsnahe Dienstleistungen und Freiwilliges Engagement bieten die Häuser eine verlässliche Infrastruktur, die freiwilliges Engagement fördert und gesellschaftliche Teilhabe unterstützt.
Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser nehmen seit 01.01.2012 am laufenden Aktionsprogramm des Bundes teil. Jedes Haus erhält einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Davon fließen bis Ende 2014 aus Bundesmitteln bzw. Geldern des Europäischen Sozialfonds (ESF) 30.000 Euro; die weiteren 10.000 Euro übernehmen Land oder Kommune.

Naturpark-Wettbewerb des Regionalverbandes Harz e. V.

Heimatmuseen im Fokus

Der vom Regionalverband Harz e. V. ausgeschriebene Wettbewerb um den Harzer Naturparkpreis 2015 steht unter dem Motto „Heimatmuseen in der Harzregion“. Bis zum 10. Juli können sich Städte und Gemeinden, Vereine und Verbände oder Stiftungen im Gebiet des Regionalverbandes Harz e. V. um den Preis bewerben.
Der Preisträger erhält einen Sachpreis im Wert von bis zu 500 €. Sieger und Platzierte (bis zu sieben) werden in einem auflagenstarken Faltblatt dargestellt.
Weitere Informationen unter www.harzregion.de/naturpark


Hintergrund:
Der Harz und seine Umgebung bieten eine Fülle eindrucksvoller Kultur- und Naturlandschaften, Fachwerkstädte, Kirchen, Schlösser und Burgen, Zeugen des Bergbaus, seltene Pflanzen und eine reiche Tierwelt. All dies ist am authentischen Ort zu besuchen und zu begreifen. Gleichwohl galt es schon immer, Gegenstände, Funde oder verstreut und schwer zugängliche Belegstücke zu sichern, zu sammeln, zu systematisieren und zu präsentieren. Denkmale fanden eine neue Nutzung als Orte der Präsentation dieser Sammlungen, zusätzliche Museumsneubauten wurden errichtet. Häufig waren es Privatpersonen und Vereine, auf die Sammlungen zurückzuführen sind. Aber auch Stiftungen, Städte, Universitäten und Länder widmen sich dieser Aufgabe. Unsere Region weist heute eine hohe Dichte an Museen auf.

Museen sind die Hüter der Vergangenheit, das Spiegelbild unserer kulturellen Gegenwart….“ (Ringstorff). Sie präsentieren naturkundliche, bergbauliche oder geologische Sammlungen, befassen sich mit dem dörflichen Leben und der Entwicklung der Landwirtschaft, dokumentieren die historische Entwicklung des Ortes und seiner Umgebung, stellen Biographisches zu berühmten Persönlichkeiten aus oder Ergebnisse der künstlerischen Auseinandersetzungen mit Stadt und Landschaft.

Der Regionalverband Harz möchte sich mit seinem Naturpark-Wettbewerb 2015 den kleineren, meist ehrenamtlich betriebenen Heimatmuseen widmen. Sie werden von Enthusiasmus getragen, haben es aber nicht immer leicht, Gehör zu finden und wahrgenommen zu werden. Welche Ziele verfolgen sie, wie präsentieren sie ihre Exponate, wie werden sie betrieben und finanziert, wie sprechen sie Besucher an und wie machen sie auf sich aufmerksam? Wird eine Beziehung zur umgebenden Natur hergestellt?

Diesen Fragen möchte der Naturpark-Wettbewerb 2015 nachgehen.

CDU-Fraktion: Respekt für Rücktritt von Jürgen Gnauck

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag respektiert und begrüßt die Entscheidung von Staatskanzleiminister Jürgen Gnauck, seine Ämter heute zur Verfügung zu stellen. CDU-Fraktionschef Mike Mohring sprach von einem notwendigen Schritt, damit im Wahlkampf die positive Bilanz der CDU-geführten Regierung nicht dauerhaft von Negativschlagzeilen und vermeintlichen Affären überschattet wird.

CDU-Fraktionschef Mike Mohring zum Rücktritt: „Ich zolle der Entscheidung Jürgen Gnaucks Respekt, halte sie aber auch für notwendig. Die Häufung von Berichten über staatsanwaltschaftliche Ermittlungen sind im aufziehenden Wahlkampf eine besondere Belastung. An der Basis und auch in der CDU-Fraktion haben viele ein sicheres Gespür, dass eine Konzentration auf Sachthemen parallel dazu nicht möglich wäre.“
 Mohring weiter: „Wir wollen im Wettbewerb um die besten Ideen für Thüringen Wahlkampf machen und keine Personaldebatten führen. Das ist uns nun möglich und gibt uns die Kraft, die Inhaltsleere der politischen Mitbewerber zu offenbaren.“

Weitergezogen auf der Via Romea. . .

. . .sind die Pilgersleute des Fördervereins "Romweg Abt Albert von Stade" (Via Romea), die gestern auf ihrer Route dieses Namens von Hasselfelde kommend, in Nordhausen eintrafen. Und wie gestern schon bemerkt, setzte die Gruppe heute ihren Weg auf dieser Via Romea in Richtung Schmalkalden fort, bis Ebeleben geleitet von Hans-Jürgen Grönke. Schließlich ist Nordhausen Mitglied im Förderverein "Romweg Abt Albert von Stade", und schon deshalb ist es ein Akt der Verbundenheit, dass einer ihrer Vertreter der Gruppe das Geleit gibt.

Gestartet war sie zur zweiten Deutschlandwanderung auf dem Pilgerweg "Via Romea" am Sonntag in Wernigerode, verabschiedet mit den besten Wünschen von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff. Und wie gestern ebenfalls festgehalten, befindet sich unter den Teilnehmer – durchweg Menschen gesetzteren Alters – auch der Wiederentdecker dieser Via Romea, der italienische Ethmologe Giovanni Caselli, der wohl auch zu den im Jahre 2009 in Hornburg und Wernigerode gegründeten Förderverein gehörte, deren Mitglieder und Freunde nun auf diesem geschichtsträchtigen Weg pilgern. Um – unmittelbar von Hasselfelde gekommen - nun von Nordhausen ihren Weg über Ebeleben, Gotha und Friedrichroda nach Schmalkalden fortzusetzen, wo sie am Samstag, den 5. Juli, in Schmalkalden ankommen und ihre Tour beenden werden.

Ich war der Einladung gefolgt und bei ihrer Verabschiedung dabei, hatte mich mit einigen von ihnen unterhalten und auch gelesen, was die hiesige Stadtverwaltung und auch Reporter darüber berichteten. Trotzdem wußte ich zunächst nicht so recht, wie dieser Pilgerzug nach Anliegen und Bedeutung einzuschätzen ist. Auch deshalb, weil nach meiner bisherigen Meinung ein Pilgerzug vornehmlich aus religiösen Gründen stattfindet und die Teilnehmer entweder ein gemeinsames Anliegen zum Zielort tragen, oder ein persönliches Anliegen (Bitte, Gelübde, Buße odgl.) verwirklichen. Ein Pilgerzug führt danach in aller Regel in einen meist weit entfernten Zielort und endet dort in einem Gottesdienst in einer Kirche, ähnlich einer Wallfahrt.

Im Falle der Via Romea aber scheint nicht ein religiöses Anliegen im Vordergrund zu stehen – weder befand sich unter den Teilnehmern ein Kirchenvertreter (soweit ich feststellen konnte), noch wurden sie in Nordhausen von einem solchen begrüßt oder verabschiedet. Vielmehr hat es sich der Förderverein zur Aufgabe gemacht, den Weg der „Via Romea“ zu erforschen und ihn, den Menschen der heutigen Zeit, wieder ins Bewusstsein zu bringen. Und wie mir von Wernigerode auf Anfrage mitgeteilt wurde, ist ein Ziel des Fördervereins die Anerkennung des Weges als Europäische Kulturstraße. Die „Via Romea“ soll aufgrund ihres Streckenverlaufes durch vier deutsche Bundesländer (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern) und  drei europäische Staaten (Deutschland, Österreich, Italien) zur Völkerverständigung der Menschen in Europa beitragen. In den vergangenen Jahren entstanden schon viele Kontakte zwischen deutschen, norwegischen,österreichischen und italienischen Pilgerfreunden, die auch schon mehrere gemeinsame (Teil-)Wanderungen auf der „Via Romea“ durchgeführt haben.


Mir bleibt als letzte Bemerkung eine gewisse Verwunderung, dass Nordhausen als Mitglied des Förderverein "Romweg Abt Albert von Stade" (Via Romea) bisher zumindest wenig beitrug, um diesen geschichtsträchtigen Weg bekannt zu machen. Und nicht einmal die entsprechenden Wegweiser zu pflegen vermag (siehe Gumpenquerung). Und diese lediglich anlässlich des Pilgerzuges notdürftig instand setzte.

Goldene Konfirmation: Gefeiert im kirchengeschichtlich-ökumenischen Rahmen

Viele Jubelkonfirmationen wurden in den letzten Wochen gefeiert. Doch welcher ehemalige Konfirmand kann schon von sich sagen, dass sein Jubiläum in dem ältesten sakralen Bauwerk im Landkreis Nordhausen begangen wurde – der St. Marienkirche auf dem Frauenberge
(Beatae Mariae virginis in monte), geweiht um 720. Konfirmiert im Jahre 1964 durch den damaligen Pfarrer Herrn Wisch erhielten nun nach 50 Jahren die neun Ehemaligen erneut den Segen von der kürzlich in Ellrich ihr Amt aufgenommenen Pfarrerin Frau Hilde Jüngling.

Ein Treffen am Vorabend im “Schwarzen Adler”, das mit Recht ökumenisch genannt werden konnte, denn auch die ehemaligen Mitschüler und Nichtprotestanten waren eingeladen, diente dem Wiedersehen – in einigen Fällen nach vielen Jahren – und für Pfarrerin Jüngling auch dem Kennenlernen. Hervorzuheben wäre an dieser Stelle, dass sich die Gastgeberin spontan zu einer Spende für die kürzlich nach Ellrich in die Johanniskirche gekommene Orgel entschloss, die am 10. Juli um 17 Uhr zum ersten Mal im Rahmen der Orgelweihe erklingen wird.

Dienstag, 1. Juli 2014

Inspirationen in Nordhausens historischem Stadtteil:

 Aus Gruppe „Sonstiges“  wurde „Kreative Altstadt“:  Nach erfolgreicher Aktion „Bunte Stühle“ sollen jetzt Rosenstöcke der Altstadt weiteres Flair geben

Nordhausen (psv) Nach der Aktion „Bunte Stühle für die Altstadt“ sollen unter dem Titel „Rosen für die Altstadt“ jetzt Rosenstöcke vor den Geschäften im historischen Stadtteil von Nordhausen diesen weiter beleben. Geboren wurde auch diese  Idee in der 10-köpfigen Arbeitsgruppe „Kreative Altstadt“, einem Zusammenschluss von Grundstückseigentümern und Geschäftsleuten aus der Altstadt sowie Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung.

„Zusammengefunden haben wir uns nach der 1. Altstadtkonferenz des Oberbürgermeisters. Wir wollten nicht
nur meckern, sondern gestalten. Mit der  gemeinsamen Stuhlaktion haben wir gezeigt, dass das klappt – besser als gedacht. Denn die Nachfragen nach den Stühlen der Jugendkunstschule reißt bis heute nicht ab“, sagte Dr. Cornelia Klose, Leiterin des Museums „Flohburg“ beim 4. Treffen der Gruppe in der Konfiserie  „Kidogo“ in der Rosengasse (siehe Bild, v.l.n.r.: Architektin Pia Wienrich, Dr. Cornelia Klose, Mario Manolow von der Stadtverwaltung, Sabine Dautz von der Stadtverwaltung, Margitta Erb von der Confiserie Geschäft „Kidogo“ und Ruth Hagene vom Geschäft „Rund ums Kind“ )


Für das Projekt „Rosen für die Altstadt“ wollen die beteiligten Haus- und Geschäftseigentümer Rosenstöcke kaufen. Für die Rankgitter suchen die Mitglieder der Gruppe derzeit Sponsoren. Gefertigt werden sollen die Gitter von der Schmiede-Firma Thüne. „Zehn Interessenten gibt es bereits für die Rosen – das ist ein sehr guter Anfang“, so Frau Dr. Klose. Die ersten Rosen sollen noch in diesem Jahr die Altstadt schmücken. 

„Rock meets Classic“ im Schlosshof Sondershausen

Nach dem großen Erfolg beim Rolandsfest zwei Konzerte zu den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen

Auf dem Rolandsfest war es der absolute Höhepunkt: Die diesjährige Ausgabe von „Rock meets Classic“ des Loh-Orchesters Sonderhausen. Bis auf den letzten Stehplatz gefüllt war der Nordhäuser Theaterplatz beim Rolandsfest, als das Loh-Orchester, verstärkt durch eine Rockband und fünf Sänger, die ersten Takte von Karats „Der blaue Planet“ intonierte. Einen Überraschungs-Stargast gab es auch: Intendant Lars Tietje führte nicht nur durch das Programm, sondern bereicherte die eigens für das Konzert zusammengestellte Band an der E-Gitarre!

Noch zweimal ist das grandiose Crossover-Konzert in dieser besonderen Besetzung zu erleben: am Dienstag, 15. Juli, und am Donnerstag, 17. Juli, findet es jeweils um 20 Uhr im Rahmen der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen im Schlosshof statt. Als Solisten werden wieder Anja Daniela Wagner, Bettina Bogdany, Claudia Braun, Marvin Scott und Reinwald Kranner glänzen. Die musikalische Leitung über Orchester, Band und Sänger hat Kai Tietje, bekannt von den früheren Ausgaben von „Rock meets Classic“.

Erstmals spielt Ostrock eine große Rolle. Außer dem Eröffnungstitel von Karat bringt das Loh-Orchester mit „Wer die Rose ehrt“ von Renft“, Ute Freudenbergs „Jugendliebe“ und dem „Solo Sunny Song“ aus dem gleichnamigen Film die Zuschauer zum Träumen.

Zu den Klassik-Hits, mit denen das Loh-Orchester die Zuschauer begeistert, gehört unter anderem ein Stück
aus Carl Orffs „Carmina Burana“, das Anja Daniela Wagner darbietet. Natürlich darf auch „Nessun dorma“ aus Puccinis „Turandot“ nicht fehlen – gesungen von den beiden Tenören Marvin Scott und Reinwald Kranner.

Marvin Scott und Bettina Bogdany bezaubern mit einer gefühlvollen Version von Meat Loafs „I Would Do Anything For Love“. Songs von Queen, ABBA, Whitney Houston und vielen anderen runden das Programm ab und sorgen für beste Rock-meets-Classic-Atmosphäre im stimmungsvollen Ambiente des Schlosshofs Sondershausen.

Karten für „Rock meets Classic“ am 15. und 17. Juli um 20 Uhr gibt es an der Theaterkasse in Nordhausen (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Touristinformation Sondershausen (Tel. 0 36 32/78 81 11), im Internet unter www.schlossfestspiele-sondershausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Fotos: RmC-3: „Rock meets Classic“ im Schlosshof Sondershausen 2012; Foto: Tino Sieland
RMC Wagner Scott: Wieder mit dabei sind Anja Daniela Wagner und Marvin Scott; Foto: Birgit Susemihl