Montag, 5. Mai 2014

„Stadtentwicklung mit gestalten – Ein Leitbild für Nordhausen“:

Oberbürgermeister bittet zur Teilnahme im Bürgergremium
Nordhausen (psv) Die Nordhäuserinnen und Nordhäuser sind eingeladen, sich an der Entwicklung eines Leitbildes für die Stadt zu beteiligen. „Das Leitbild ist wichtiger Bestandteil der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes bis zum Jahr 2030. Dabei geht es darum, Ideen zu sammeln und eine Vision zu entwickeln, wie Nordhausen in der Zukunft aussehen soll und welchen Anforderungen die Stadt gerecht werden muss“, sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh. Im Rahmen von vier abendlichen Werkstätten sollen Bürger und Interessenvertreter gemeinsam Potenziale entdecken, Ziele formulieren und ein Leitbild entwickeln, auf deren Grundlage in den nächsten 15 Jahren die Stadtentwicklung basiert.

Im ISEK werden die Belange der wesentlichen, die Stadtentwicklung betreffenden Fachthemen, wie z.B. Bevölkerung, Soziales, Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Kultur, Verkehr, Klima und Umwelt sowie Energie verbunden.

„Wir würden uns freuen, wenn sich viele Menschen melden, um im Bürgergremium mitzuwirken. Wir wünschen uns allerdings eine kontinuierliche Mitarbeit und Teilnahme an allen vier Werkstatt-Terminen. Der erste Workshop ist am 5. Mai von 18 bis ca. 22 Uhr. Die weiteren Workshops finden zur gleichen Zeit am 5. Juni, am 10. September und am 25. November statt“, sagte der Oberbürgermeister. 


Wer bei der Erarbeitung des neuen Leitbildes mitwirken möchte, kann sich mit dem Kontaktformular auf der städtischen Internetseite (www.nordhausen.de/news/isek2030/isek2030.php) oder unter stadtkonzepte@nordhausen.de bzw. bei Petra Diemer unter Tel. 696-308 bis zum 25. April anmelden“, so der Oberbürgermeister. 

Sonntag, 4. Mai 2014

Naturparkpreis wichtiges Signal?


Unter diesem Titel berichteten die lokalen Zeitungen einschließlich der „Wochenchronik“ in den vergangenen Tagen über die Verleihung dieses Naturparkpreises an den Förderverein Karstwanderweg Nordhausen. Wenn dieser Bericht – der auf eine Pressemitteilung des Landratsamtes Nordhausen zurückgeht – jetzt auch hier zu lesen ist, dann sicher nicht, um als Nachzügler noch mit „dabei zu sein“, sondern als Vorspann zu meinen eigenen Eindrücken und um die für meinen Eintrag vorgesehenen Bilder nicht ganz in der Luft hängen zu lassen. Diese Mitteilung aus dem Landratsamt also lautet:

Nordhausen (pln 81/14).  Zum Naturparkpreis Harz hat Landrätin Birgit Keller jetzt dem Förderverein Karstwanderweg Nordhausen gratuliert. Der
Regionalverband Harz (RVH) hat den Preis dem Förderverein verliehen, der sich gemeinsam dem Verein Südharzer Karstlandschaft in Sachsen-Anhalt und dem Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg in Niedersachsen für den überregionalen Wanderweg engagiert. Der Regionalverband hat damit den ehrenamtlichen Einsatz  in den vergangenen mehr als zwanzig Jahren gewürdigt. Die Karstvereine haben den Naturparkpreis überraschend beim Walpurgisempfang des RVH gewonnen und sich damit gegen mehr als 20 Mitbewerber durchgesetzt. Auch Landrätin Birgit Keller wusste vorher nichts von dem Preis. "Umso größer war die Überraschung und die Freude natürlich. Ich bin einfach froh, dass wir hier auf unserer Seite einen wichtigen Beitrag leisten für den
Karstwanderweg", sagt Birgit Keller. "Für mich ist der Preis ein Ansporn und ein Zeichen, dass wir richtig liegen. Unser Landkreis lebt von solchen Höhepunkten und den Menschen, die sich darum kümmern. Deshalb gilt mein ganz besonderer Dank Herrn Heise als Vorsitzenden des Fördervereins und allen Mitgliedern."
Der rund 230 Kilometer lange Weg ist seit 2011 als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland vom Deutschen Wanderverband zertifiziert, was ohne das Engagement der Fördervereine nicht möglich gewesen wäre. Damit ist er neben dem Harzer Hexenstieg der einzige Qualitätswanderweg im Harz. In diesem Jahr steht die Nachzertifizierung an, die auch maßgeblich der Naturpark Südharz unterstützt und natürlich die Vereinsmitglieder, insbesondere die
ehrenamtlichen Bestandserfasser und Wegpaten. Um das Qualitätssiegel zu behalten, müssen zum Beispiel die Markierung, die Beschilderung und die Sitzgruppen am Weg begutachtet und wenn erforderlich ersetzt und repariert werden. Auch das Freischneiden des Weges gehört dazu. 53 Kilometer des Karstweges führen durch den Landkreis Nordhausen. Der Landkreis ist Träger des Weges und auch Mitglied im hiesigen Förderverein. Die Vereine, die sich in den drei Bundesländern für den Karstwanderweg engagieren, gestalten u.a. jedes Jahr
ein Programm mit geführten Sonntagswanderungen. Auch die Vermarktung des Weges ist eine wichtige Aufgabe. So präsentieren sich die Region Nordhausen, der Naturpark Südharz und die Karstvereine im Sommer beim Deutschen Wandertag in Bad Harzburg.
"Wir wollen den Preis auch nutzen, um für den Weg und unsere Region touristisch zu werben", so Birgit Keller. Um den Karstwanderweg im Landkreis Nordhausen gezielt weiterzuentwickeln, hat der Nordhäuser Förderverein
gemeinsam mit dem Landkreis in den vergangenen drei Jahren ein aufwändiges Förderprojekt im Programm Entwicklung Natur und Landschaft, kurz ENL, mit einem Umfang von rund 45.000 Euro umgesetzt. Ziele waren es, die Besucherlenkung zu verbessern und Naturschutzthemen zum Karstwanderweg Südharz zu vermitteln. Entstanden sind in dem Projekt beispielsweise 13 Informationstafeln, von denen noch einige in diesem Frühjahr am Weg aufgestellt werden, fünf Informationsflyer, u.a. Tipps für Wanderrouten rund um den
Karstvereinen und besondere Ausflugsziele im Karst wie der Kelle. Der Förderverein hat umweltpädagogische Projekte in Schulen veranstaltet und Nist- und Bruthilfen beispielsweise für Siebenschläfer und Fledermäuse angebracht. Aus einem Fotowettbewerb ist ein Bildband entstanden und es gibt eine neue Wanderausstellung zur Südharzer Karstlandschaft.
Foto:
André Richter vom Naturpark Südharz, Sabine Mehne und Andreas Heise vom Vorstand des Fördervereins und Landrätin Keller vor einer der neuen Info-Tafeln, die demnächst am Karstwanderweg aufgestellt werden.
Soweit also dieser recht erfreulich und optimistisch wirkende
Bericht aus dem Landratsamt Nordhausen.
Nun ist dieser Naturparkpreis Harz das eine, die anstehende Nachzertifizierung des Karstwanderweges, seine Instandhaltung und touristische Vermarktung das andere. Der letzte Absatz jenes offiziellen Berichtes lässt wissen ( Auszug) "Wir wollen den Preis auch nutzen, um für den Weg und unsere Region touristisch zu werben", so Birgit Keller. Um den Karstwanderweg im Landkreis Nordhausen gezielt weiterzuentwickeln, hat der Nordhäuser Förderverein
gemeinsam mit dem Landkreis in den vergangenen drei Jahren ein aufwändiges Förderprojekt im Programm Entwicklung Natur und Landschaft, kurz ENL, mit einem Umfang von rund 45.000 Euro umgesetzt. Ziele waren es, die Besucherlenkung zu verbessern und Naturschutzthemen zum Karstwanderweg Südharz zu vermitteln“ (Ende des Auszugs) Dazu allerdings erinnere ich mich unwillkürlich an einen ganzseitigen Bericht der „Nordhäuser Allgemeine“ vom 02.11.13, der überschrieben ist mit: „Der Karstwanderweg fristet ein Schattendasein:
Förderverein ist mit Wegunterhaltung überfordert“ Und im Text heißt es (Auszug): „Im Gegensatz zum nahen Harzer Hexenstieg zwischen Osterode und Thale fristet der Karstwanderweg ein Schattendasein - obgleich auch er vom Deutschen Wanderverband als "Qualitätswanderweg" zertifiziert wurde. Obgleich er eine tragende Säule des Naturparks Südharz ist... Der Karstwanderweg ist kaum bekannt - dies zu ändern, dafür wird zu wenig getan“ (Ende des Auzugs). Und kurz darauf, nämlich am 22.11.13 liest man in der gleichen Zeitung einen Leserbrief von Bodo Schwarzberg (Auszug): "Nachdem ich von einem Nordhäuser auf die massive Beeinträchtigung des Karstwanderweges zwischen der Straße Woffleben-Hörningen und dem Igelsumpf durch forstliche Maßnahmen
aufmerksam gemacht worden war, machte ich mir gestern selbst ein Bild. Das was ich vorfand, war deutlich schlimmer, als erwartet: Auf schätzungsweise mindestens 700 Metern Länge wurde der seit 2011 zertifizierte "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" faktisch zerstört...“ (Ende des Auszugs) Was da vom Zustand des Karstwanderweges Ende des Jahres 2013 berichtet wird, ist teils katastrophal, teils bedauerlich. Und hinsichtlich seiner Bekanntheit: siehe NA-Bericht. Was kann, was soll man davon halten?
Dazu bleibt mir zu bemerken, dass ich den Karstwanderweg in seiner gesamten Länge nicht kenne und deshalb auch keinen eigenen Eindruck wiedergeben kann. Dafür kenne ich einen Teil im Landkreis Nordhausen umso besser. Und der Bericht aus dem Landratsamt am 29. April war mir Anlass, mich nicht nur an diesen Teil zu erinnern, sondern – soweit möglich – zu aktualisieren. Und unter dem Gesichtspunkt baldiger Nachzertifizierung auf mich wirken zu lassen. Und die mir bekannten Teile hier zusammenzustellen. Wobei die Zuwege aus allen dem Karstwanderweg benachbarten Orten von Steigertal bis Niedersachswerfen unberücksichtigt sind. Ich kenne sie fast alle.
Und ich bevorzuge also den Teil von Steigertal bis Krimderode. Über
die Glockensteine, Hohnsdorfer Schlotte, Roßmannsbachtal, Harzunger Holz, über die Hochfläche bei Harzungen, durch die Rüdigsdorfer Schweiz zu Flehmüllers Eiche. Dabei sind mir in all der Zeit – sommers wie winters – außer hin und wieder einem Jogger – kaum Wanderer begegnet, das in der NA betonte Schattendasein dieses Karstwanderweges hat also schon eine gewisse Bedeutung. Und einen Wegewart oder -paten habe ich noch nie gesehen. Dabei sind die Wegemarkierungen ausgezeichnet, zahlreiche Infotafeln vermitteln einen guten
Überblick über landschaftliche Ausblicke und jeweilige geologische Beschaffenheiten der Landschaft. Und der Zustand des Weges durch dieses Gebiet reicht nach meiner Erfahrung von recht gut begehbar (die Hochflächen) über naturbelassene Strecken (z.B. zum Harzunger Holz) bis katastrophal in den Waldstücken. Und wenn in dem Bericht vom 02.11 13 in der NA zu „Fakten zum Weg“ bemerkt wird, dass festes Schuhwerk für eine Wanderung vonnöten und Touren mit Kinderwagen nicht geeignet sind, dann ist zu ersterer
Bemerkung zu sagen, dass man eigentlich stets festes Schuhwerk bei Wanderungen tragen sollte. Und Wanderungen mit Kinderwagen ganz allgemein problematisch sein dürften. Dagegen könnte ich für die mir bekannte Strecke hinzufügen, dass der Weg für alte Menschen und (Geh-) Behinderte abschnittsweise schon recht beschwerlich ist. Und man zu Zeiten von Waldarbeiten und danach besser wegbleibt (siehe Schwarzberg-Leserbrief). Und das trifft auf nahezu alle Wege zu im Naherholungsgebiet von Nordhausen.

 Das, wie bemerkt, sind subjektive Erfahrungen und Eindrücke, die ich mit meinen jüngsten Wanderungen aktualisierte. Was natürlich in keiner Weise reicht, um diesen Karstewanderweg ganz allgemein einschätzen zu können. Ich denke allerdings, dass der Förderverein und alle, die ihn aktiv unterstützen, noch viel zu tun haben, um eine positive Nachzertifizierung dieses Wanderweges zu bewirken.

Samstag, 3. Mai 2014

Die erste Maiwoche 2014 ist dem Park Hohenrode gewidmet

von Montag, d. 05.Mai bis Sonntag d. 11. Mai

Wie in jedem Jahr veranstaltet der Förderverein Park Hohenrode eine ganze Woche mit Lernen, Arbeiten und Feiern im Park.

Am Montag, d. 05.05. in der Zeit von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr findet ein Baumseminar mit dem Baumbiologen Dr. Günther Merg statt.
  1. Thema: Einführung in die Welt des Arboretums
  2. Führung im Arboretum Park Hohenrode
Von Dienstag, d. 06.05. bis Donnerstag den 08.05. in der Zeit von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr praktische Tätigkeiten in den Gebäuden und im Park .
Frohes Schaffen mit Schülern des Pestalozzi-Förderzentrums, Vereinsmitgliedern und Bürgern.
Natürlich mit einer gemütlichen Frühstückspause.
Am Sonntag, d. 11.05. von 14.00 bis 17.00 Uhr Führungen und Feiern im Park und im Cafe mit Überraschungen zum Muttertag.
Jedermann ist herzlich eingeladen.



Gisela Hartmann

Vorsitzende

Freitag, 2. Mai 2014

Noch gibt es den „Tag der Arbeit“ . . .

. . . doch ausgerechnet die Linkspartei stellt diesen Begriff bereits in Frage und fordert einen neuen Namen. „Wir sollten darüber nachdenken, ob >Tag der Arbeit< noch der richtige Name für diesen Tag ist", sagte Parteichefin Katja Kipping der „Welt" (Zitat): „Viele Menschen würden sich inzwischen nicht mehr vor allem über ihre Arbeit definieren. Sie würden zwar immer noch gern demonstrieren gehen, aber „für vergnüglichere Dinge als Arbeit" (Ende des Zitats). Und wenn ich mir die Kundgebungsverläufe der vergangenen Jahre in Nordhausen vergegenwärtige, könnte ich der Chefin der LINKEN bei ihrem ersten Argument zustimmen, beim zweiten – nämlich der Freude am Demonstrieren – aber nicht.

Und dabei sehe ich mich bei der gestrigen Mai-Kundgebung vor dem Nordhäuser Rathaus bestätigt: es war nur noch ein Häuflein gegenüber früheren Jahren, die sich eingefunden hatten, um sich mit ihrer Teilnahme zur Arbeiterklasse und den Zielen der Gewerkschaft zu bekennen.
Und waren es früher Bundes- und Landesvertreter der Parteien – etwa Steffen Lemme von der SPD – oder auch mal die frühere Nordhäuser Oberbürgermeisterin, war es diesmal „gerade mal“ die Betriebsratchefin von Marktkauf, Gabriele Quensel, die sich bemühte, die gewerkschaftlichen Forderungen unters teilnehmende Volk zu bringen.

Nichts gegen die Verdi-Frau, sie gab sich redlich Mühe, wenn auch ihre Ansprache etwas kürzer (geraffter)hätte sein können. Nur passte man sich mit ihr als Betriebsrätin eben im Teilnehmerniveau der immer weiter zurückgehenden Zahl an. Und was sie sagte – zu Betriebsratswahlen, Erwartungen an die Koalition zu Mindestlohn ohne Ausnahmeregeln, Zeitarbeit und zur Europawahl – waren bekannte Forderungen und Erwartungen, die man längst kennt. Im übrigen kam zumindest den größeren Parteien – CDU, SPD, LINKE – diese Kundgebung gerade recht, um sie vermehrt für
ihre Werbung zur Kommunalwahl am 25. Mai zu nutzen. Darüber trat fast der eigentliche Sinn dieser gewerkschaftlichen Veranstaltung unter dem Motto «Gute Arbeit - Soziales Europa» in den Hintergrund.


Nicht überall allerdings war die Teilnehmerzahl an den Kundgebungen im Lande so dürftig wie in Nordhausen: 400.000 Menschen haben in Deutschland die Kundgebungen der Gewerkschaften zum 1. Mai besucht. In Berlin und Hamburg kam es dabei in fast schon gewohnter Weise am Rande linksautonomer Veranstaltungen zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch im Ausland gab es Mai-Kundgebungen: In Moskau marschierten mehr als 100.000 Menschen auf der größten Mai-Parade seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. In Istanbul ging die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor, wie der MDR berichtete. Dann lieber doch ein
beschaulicher Verlauf wie hier in Nordhausen. Der nach der Ansprache der Verdi-Frau musikalisch fortgesetzt wurde. Den aber erlebte ich schon nicht mehr, mir war es nur um Inhalte gegangen.

Der Mai ist gekommen . . .

. . . und der beginnt seit Menschengedenken für die Gewerkschaften mit dem „Tag der Arbeit“ und den damit verbundenen Kundgebungen. An denen in Deutschland nach einer MDR-Meldung wieder über 400.000 Menschen teilnahmen.

Bevor ich meine Eindrücke zur Kundgebung in Nordhausen formuliere, hier zunächst ein Bericht der IG Metall, die eine positive Bilanz der Kundgebungen in Mittel- und Nordthüringen zieht



Mittel- und Nordthüringen. Auf den Kundgebungen thematisierten die Redner_innen der IG Metall wo sie die Ansatzpunkte für ein sozialeres Europa und mehr gute Arbeit im Freistaat sehen.
Die IG Metall Erfurt und Nordhausen stellte auf folgenden Kundgebungen die Redner_innen:



  • Weimar - Bernd Spitzbart, 1. Bevollmächtigter IGM Erfurt und Nordhausen
  • Sondershausen - Alexander Scharff, 2. Bevollmächtigter IGM Nordhausen
  • Sömmerda - Daniela Fischer, IGM Erfurt und Nordhausen
  • Mühlhausen - Andreas Nolte, IGM Erfurt



  • Gera: Kirsten Joachim Breuer, 2. Bevollmächtigter IGM Erfurt



In ihren Reden sprachen sich die Gewerkschafter_innen gegen Rechtsextremismus, Fremdenhass und Intoleranz aus. Sie warben im Wahljahr 2014 für Demokratie und Teilhabe und für mehr Sozialstaatlichkeit und ein soziales Europa. Zentrale Punkte dabei seien die Umsetzung der Rente nach 45 Beitragsjahren, wie im Koalitionsvertrag vereinbart sowie die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes ohne Abstriche und Ausnahmen.
Spitzbarth meinte hierzu: „Wir lassen nicht zu, dass eine nach 20 Jahren erstmal in die richtige Richtung gehende Politik durch Lobbyisten kaputtgeredet wird. Wir fordern einen konsequenten Schlussstrich mit den Rentenkürzungen der letzten Jahre und Schluss mit der Verlängerung der Lebensarbeitszeit.“
Weiter machten die Redner_innen klar, dass die niedrigen Löhne, die längste Arbeitszeiten bundesweit im Freistaat sowie das Desaster um die Blockade beim Bildungsfreistellungsgesetz die eigentliche Demographie-Falle für Thüringen seien.
„Die beiden Bundesautobahnen A71 und A38 haben sich zu Verkehrsadern entwickelt, über die der Freistaat kontinuierlich ausblutet. Wir brauchen dringen einen Politikwechsel“, So Spitzbarth.
Die aktuelle EU-Politik der Kanzlerin Merkel sei eine Politik der Zerstörung der Tarifautonomie und der sozialen Sicherungssysteme. Die Gewerkschafter_innen forderten ein Europa in dem die Jugend eine Chance hat, die Menschen nicht in Arbeitslosigkeit und Altersarmut getrieben würden und ein soziales Europa. Dazu hätten die Bürgerinnen und Bürger mit der Europawahl die Chance wählen zu gehen und so dafür zu sorgen, dass Europa sozialer wird.




verantwortlich: Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter IG Metall Erfurt und Nordhausen

Donnerstag, 1. Mai 2014

Auch Heilkunst ist Kunst ….

.. und so fühlt sich der KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN berufen, Frau Kathrin Mucke bereits vor der offiziellen Eröffnung der MEYENBURG-APOTHEKE in der Stolberger Straße Anfang Mai zu gratulieren. Nun kennen viele Bürger von Nordhausen und Niedersachswerfen Frau Mucke eben nicht nur als Leiterin der Marien-Apotheke in Niedersachswerfen, der Apotheke am Theater in Nordhausen und des Salzdoms, wo man
„kuren kann ohne zu verreisen“, sondern auch als aktives und hoch engagiertes Mitglied im Förderverein des Theaters Nordhausen und auch im KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN. Als Geschenk überreichte der KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN einen fast einhundert Jahre alten Mörser, der bislang in einer Ecke einer Werkstatt in Ellrich unter Spinnweben sein Dasein fristete.
.

Und so freuen sich Frau Dr. Hannelore Pientka vom KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN und Frau Mucke über dieses Geschenk, das einen Ehrenplatz finden soll, und der Verein auch über die wenn auch indirekte Werbung für unser Kunsthaus, denn ab Mai ziert das Logo in ähnlicher Form nicht nur das Kunsthaus und die offiziellen Dokumente und Ausweise des Vereins, sondern eben auch die MEYENBURG-APOTHEKE in der Stolberger
Straße. Und wie man auf dem Bild sehen kann, trifft das bekannte Zitat von Klaus Klages „Das Lachen die beste Medizin ist, finden Apotheker lächerlich“ eben nicht zu. Und mit Hinweis auf die im September beginnende Käthe-Kollwitz-Ausstellung und dem Ausspruch von Käthe Kollwitz „Sattfrüchte sollen nicht vermahlen werden“ mag eben dieser Mörser nur der Zubereitung von speziellen Arzneien dienen, vielleicht auch der Demonstration alter Herstellungsmethoden von Pülverchen und anderer Medizin, wobei mancher an Alchemie denken mag und damit der Heilkunst an sich. Und da Heilkunst auch eine Kunst ist, ist der Bogen zwischen der MEYENBURG-APOTHEKE, dem Kunsthaus Meyenburg und dem KUNSTHAUS MEYENBURG FÖRDERVEREIN nicht nur geschlagen, sondern offensichtlich.

Florierender Kunsthaus Meyenburg-Förderverein

Während am gestrigen Abend an vielen Orten im und am Rande des Harz Walpurgis mit viel Musik, umtriebigen Hexen und wohl auch Mummenschanz gefeiert wurde, war die Stimmung im Keller des Kunsthauses Meyenburg zwar gelöst, ausgelassen aber war sie nicht. Das hätte
auch nicht zur Mentalität der dort Versammelten gepasst. Und schon gar nicht zum Zweck der Veranstaltung: der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Kunsthaus Meyenburg e.V.

Das wiederum ist im Grunde und bekanntermaßen eine sehr sachliche Angelegenheit, deren Gestaltung aber doch Spielräume birgt, die nur genutzt werden müssen, um einen solchen Ablauf nicht gar zu trocken verlaufen zu lassen.

Und der Vorsitzenden des Vereins, Dr. Wolfgang Pientka kennt sie und nutzt sie, in jedweder Hinsicht. Und wie er das bewerkstelligt, ist schon erlebenswert, selbst auf der Grundlage einer so nüchternen Tagesordnung.

Eröffnet wurde die Versammlung von der Leiterin des Kunsthauses, Susanne Hinsching, gleichzeitig
Versammlungsleiterin dieser Veranstaltung, die dann aber dann den inhaltlichen Ablauf im wesentlichen Dr. Pientka überließ. Der also dann als Vereinsvorsitzender mit seinem Tätigkeitsbericht zunächst wissen ließ, dass der Verein aktuell 54 Mitglieder zählt, bei einer „angepeilten“ Zahl von zunächst 60 als solide personelle Grundlage des weiteren erfolgreichen Wirkens. Wobei man darüber hinaus jedes neue Mitglied willkommen heißen wird, wenn es nur für die Kunst und ein natürlich-niveauvolles gesellschaftliches Miteinander aufgeschlossen
ist. So, wie sich das bisher unter der Regie des Vorsitzenden und der Kunsthistorikerin Susanne Hinsching bisher entwickelte.

Auf den Tätigkeitsbericht muss hier nicht weiter eingegangen werden, über die Veranstaltungen, die im Berichtsjahr im wesentlichen Thema waren – z.B. Begleitung der Ausstellungen im Kunsthaus, Kunst & Kaffee- Events, Vorträge und Kammermusikabende - wurde hier jeweils ausführlich berichtet. Dass sie ausnahmslos großen Anklang fanden, wurde dabei betont. Und ohne dass es hier Thema war, darf immerhin bemerkt werden, dass es die Organisatoren der Veranstaltungen verstehen, auf den Anspruch und die Erwartungen „ihres“ Publikums, seien es Mitglieder oder Interessenten, in einer Weise einzugehen, die angemessen ist und verstanden wird. Das muss gekonnt sein. Und wird sich fortsetzen, wie dem Programm des
Vereins der nächsten Zeit zu entnehmen ist. Der im abschließenden Teil der Vorträge vorgestellt wurde.

Dazu gehörte der Kassenbericht, vorgetragen von Schatzmeisterin, N. Stein, deren Ausgeglichenheit und Richtigkeit von Kassenprüferin Elke Kaiser bestätigt wurde.

Nach der Diskussion zu den Berichten – auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen werde - erfolgte die Entlastung des Vorstands und danach die Vorstellung der kommenden Veranstaltungen, nämlich am

17. Mai 2014: 16. Nordhäuser Jazzfrühling (20:00 Uhr)
Trio AGUAS – Konzert in Kooperation mit dem JAZZ-Club Nordhausen

18. Mai 2014: 37.Internationaler Museumstag im Kunsthaus Meyenburg

Chorkonzert der Damen des Opernchores des Theaters Nordhausen unter der Leitung von Chordirektorin Elena Pierini mit dem Stück "Ceremony of Carols" von Benjamin Britten (18:00 Uhr)

21. Mai 2014: Offener Abend des Fördervereins mit Vortrag „Frauen in der Kunst“ – gehalten von Susanne Hinsching

22. Mai 2014 3. Konzert in der Reihe „KAMMERKONZERT IM KUNSTHAUS“ Bläserquintett HOLZSPIELART sowie Bildbetrachtung „abgestürzt“ von Tanja Pohl.

28. Mai 2014 Nächste Veranstaltung „KUNST & KAFFEE“ (15 Uhr) Thema wird noch bekanntgegeben

06. Juni 2014 Vernissage der Ausstellung „Tiefgrün und zartbitter“ - Gerd Mackensen. Zeichnung. Malerei. Skulptur (19 Uhr)

25. Juni 2014 Offener Abend des Fördervereins mit Vortrag „Mit Brief und Siegel“ - Die Geschichte der Urkunden aus Sicht des Stadtarchivs und des Standesamtes – gehalten von Herrn Dr. Theilemann (Leiter des Stadtarchivs) und Frau Heidel (Leiterin des Standesamtes)

Weitere begleitende Veranstaltungen sind vorgesehen

Damit endete der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung. Fand diese schon in einer durchaus gelockerten Atmosphäre statt – wie oben bemerkt - verlief der anschließende Teil recht unterhaltsam und gesellig. Dazu trugen neben dieser schon bestehenden Stimmung auch die von den Mitgliedern mitgebrachten kulinarischen Beiträge und der Weiß- und Rotwein bei, für die wiederum Dr. Pientka gesorgt hatte. Seine Verbindung zu renommierten Winzern bewirkt ein Sponsoring dieser Art, das, wie bei solchen Anlässen, den Mitgliedern recht anregend zugute kommt. Auch so kann man Walpurgis zu feiern.