Donnerstag, 3. Januar 2013

Sternsinger im Rathaus


Nordhausen (psv) Die Sternsinger der Domgemeinde waren heute im Rathaus und wünschten Gottes Segen zum neuen Jahr. Sie schreiben nach altem Brauch den Segensspruch an die Tür des Oberbürgermeisters Dr. Klaus Zeh: 20 * C+M+B+ 13 „Christus segne dieses Haus".
Mit einer Spende in Höhe von 100,00 Euro beteiligt sich die Stadt Nordhausen an der Aktion Dreikönigssingen in diesem Jahr an einem Hilfsprojekt für eine Schule in Nigeria, mit der Dompfarrer Richard Hentrich im direkten Kontakt steht. 
Die diesjährige Sternsinger-Aktion steht unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein" und unterstützt Kinderhilfsprojekte in Afrika und in der ganzen Welt.

Zum Bild:  Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, Dezernentin Hannelore Haase und Bürgermeister Matthias Jendricke (2. Reihe v.l.n.r.) empfingen die Sternsinger Belen, Meave, Maja, Hannah und Ronja (vorn v.l.n.r.), die von  Martin Astler (hinten 2. Von rechts)  begleitet wurden. (Foto: Ilona Bergmann, Pressestelle Stadt Nordhausen)

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Nicht auf Arbeitsmarkterfolgen ausruhen


Berlin, 3. Januar 2013. Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:

Der Arbeitsmarkt zeigt sich zur Jahreswende trotz der konjunkturellen Eintrübung robust, auch wenn die Beschäftigungsentwicklung an Schwung verloren hat. Dieser Trend wird sich 2013 fortsetzen. Die Politik darf sich nicht auf den Arbeitsmarkterfolgen ausruhen. Eine Erholung des Arbeitsmarkts ist kein Automatismus: Die positiven Effekte der Arbeitsmarktreformen müssen immer wieder erarbeitet werden, und die europäische Staatsschuldenkrise birgt noch immer erhebliche Risiken.

Gerade Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose können und müssen bessere Teilhabechancen erhalten. Dazu benötigen wir einen ausgewogenen Beschäftigungsmix, in dem die Potenziale flexibler Beschäftigungsformen konsequent und verantwortlich genutzt werden. Deshalb schadet jedes Zurückdrehen der Reformen der Agenda 2010 insbesondere den am meisten Benachteiligten und ist gerade aus sozialen Gründen strikt abzulehnen. Wir müssen darüber hinaus die erfolgreiche produktivitätsorientierte, flexible und differenzierte Lohnpolitik der vergangenen Jahre fortsetzen. Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn wäre eine gefährliche Beschäftigungshürde.

Die Bundesregierung muss zudem für den Fall Vorsorge treffen, dass sich die Konjunktur deutlich stärker abkühlt, als derzeit zu erwarten ist. Die Sonderregelungen aus der letzten Krise zum sogenannten Kurzarbeitergeld plus müssen im Fall der Fälle umgehend zur Verfügung stehen. Dafür ist eine gesetzliche Regelung erforderlich, die die Bundesregierung ermächtigt, das Kurzarbeitergeld plus per Verordnung sofort in Kraft zu setzen. Außerdem muss die Kurzarbeiterregelung auch auf die Zeitarbeit erstreckt werden.

Gratulation für Dietrich Rose


Unlängst hatte ich hier schon meine Meinung zu dieser Wahl des „Südharzer des Jahres“ nach Vorstellungen der Lokalredaktion der „Thüringer Allgemeine“geäußert. Sie hat sich nicht geändert, auch wenn ich Dietrich Rose zu dieser Wahl gratuliere. Weil sein Engagement in Kultur und insbesondere der Literatur in Nordhausen bemerkenswert ist.
Man muss nicht darüber diskutieren, ob das reicht, um unter objektiven Gesichtspunkten „Südharzer des Jahres“ zu werden. Schon deshalb, weil die zur Wahl gestellten KandidatInnen durch die Lokalredaktion der TA nach Kriterien erfolgte, die eher willkürlich, jedenfalls aber subjektiv gewesen sein dürfte. Und damit lediglich der allgemeinen Konzeption der Lokalredaktion der TA entsprochen haben dürfte. Ich könnte auch nur darüber spekulieren – was ich ja tunlichst vermeide – ob die Zahl von 368 TA-Lesern, die sich an dieser Wahl beteiligten, angesichts der von der Redaktion getroffenen Auswahl der KandidatInnen und der Zahl ihrer Abonnenten, ein Renommee für die TA darstellt. Und wie sich die „unterlegenen“ KandidatInnen fühlen angesichts ihrer nicht näher angegebenen Stimmenzahl. Wenn ich allerdings lese, dass sich nach dem Stimmenanteil für den zweiten und dritten Platz die weiteren Stimmen überraschend gleichmäßig auf die anderen Kandidaten verteilt haben sollen, findet sich also etwa die Ex-Ob Barbara Rinke – immerhin für die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nordhausen vorgeschlagen – oder der FH-Professor Dr. Viktor Wesselak, in unmittelbarer Gesellschaft des Storchenvaters von Görsbach oder des Nachwuchsleiters des SV Germania Heringen. Nichts gegen diese und die anderen Kandidaten, nur scheint mir eine derartige Einschätzung doch reichlich undifferenziert. Vielleicht aber spielte da der Bekanntheits- oder Beliebtheitsgrad eine Rolle. Aber auch das wäre schon wieder Spekulation.

Wie dem auch sei, ich kann dem ganzen Projekt keine wirkliche Ernsthaftigkeit abgewinnen, dazu war die ganze Angelegenheit zu oberflächlich. Als beiläufiger Jahresabschluss-Gag aber kann es sicher gelten. Schlussbemerkung: Warum hat man nicht Jens Feuerriegel mit zur Wahl gestellt, der doch immerhin die Geschicke der Lokalredaktion der „Thüringer Allgemeine“ seit der Wende und bis vor Kurzem lenkte!?

Musical-Hits und Stepptanz mit Gaines Hall


Star aus „CRAZY FOR YOU® gibt Konzert im Theater Nordhausen

Musical-Fans aufgepasst: Einen besonderen Leckerbissen bietet das Theater Nordhausen am kommenden Freitag, 4. Januar. Musical-Star Gaines Hall, in Nordhausen längst kein Unbekannter mehr, lädt zu seinem Soloabend „Gaines Hall in Concert“. Auf dem Programm stehen Musical-Hits vom Broadway, umrahmt von Gaines Halls atemberaubenden Stepptanzkünsten.

In Nordhausen war Gaines Hall in „CRAZY FOR YOU® – Das neue Gershwin®-Musical“ als Bobby Child zu erleben. Außerdem begeisterte er die Gäste des letzten Nordhäuser Bühnenballs. Nun gibt es wieder die Gelegenheit, den charmanten Entertainer live zu erleben.


Karten für das Konzert am 4. Januar um 19.30 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Großunternehmen Fachhochschule?


Eine Fleißarbeit war das ganz gewiss, was die „Thüringer Allgemeine“ in ihrem Lokalteil vom 22. bis 28 Dezember als Bilanz 2012 im Südharz ihren Lesern offerierte. In Protokollform ist das Geschehen festgehalten und gibt mit einer Fülle an Einträgen Aufschlüsse über nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Und scherzhalber wurde mir bei Überlassung der entsprechenden Ausgaben dieser Zeitung – die ich jeweils aus zweiter Hand erhalte – empfohlen, mich über das Geschehen sorgfältig kundig zu machen.

Nun war es mir zwar möglich, diese Aufzählung zu überfliegen, aber wirklich bewusst zur Kenntnis nehmen konnte ich zunächst nur Vorgänge, zu denen ich schon zuvor einen sachlichen Bezug hatte. Zum Beispiel zur Fachhochschule Nordhausen. Und da las ich in einem Eintrag vom 22. Oktober folgendes: „Laut einer Studie schafft oder erhält die Fachhochschule Nordhausen 5400 Arbeitsplätze, wovon knapp 400 in Unternehmen und damit außerhalb der Fachhochschule bestehen.“ Weil mir das aber doch reichlich unwahrscheinlich schien, bat ich den Pressesprecher der FH, Arndt Schelenhaus, um Auskunft. Und erhielt sie in Form der Studie (erstellt von Prof. Dr. Jörg Arnsmeyer am 20.09.12) auf die die Zahlen der TA offenbar basieren. Dort aber heißt es in Abschnitt IV: „Die Fachhochschule Nordhausen (kurz: FHN) ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region Nordthüringen. Sie schafft oder erhält über 500 Arbeitsplätze in der Region, wovon über 350 in Unternehmen und damit außerhalb der FHN bestehen.“ Und das ist doch ein beachtlicher Unterschied, der eigentlich der Klärung bedürfte. Dass im übrigen der Südharz nicht identisch ist mit Nordthüringen, soll dabei nur am Rande erwähnt sein.

Durch diese Ungereimtheit aufmerksam geworden, fielen mir bei kritischerer Lesart einige weitere Ungereimtheiten auf, die indessen unerwähnt bleiben sollen, geht es bei dieser tabellarischen Aufstellung doch mehr um eine Übersicht und weniger um ein Protokoll, das auch einer Prüfung auf inhaltliche Richtigkeit standhalten soll. Ein schaler Beigeschmack stellt sich bei mir aber doch ein, weil ich derartige Oberflächlichkeiten in meiner Berichterstattung tunlichst vermeide.

Merkwürdiges Politikergeplänkel

Vor mehr als zwanzig Jahren freute man sich in Deutschland und insbesondere in Berlin über die Wiedervereinigung, die unter anderem Menschen zusammenkommen ließ, die in den Jahren davor durch eine Grenze mitten durch Deutschland getrennt waren. Die Zeitungen waren damals übervoll mit Geschichten von Menschen die glücklich waren, reisen und sich begegnen zu können, wann immer sie das Bedürfnis dazu hatten.

Und nun beklagt sich mit Wolfgang Thierse ein Politiker, der damals in der ersten Reihe jener Menschen stand, dass es inzwischen Bürger aus einem anderen Bundesland gibt, die es nicht bei gelegentlichen Besuchen in der Bundeshauptstadt beließen, sondern sich dort mit der Zeit dauerhaft ansiedelten und inzwischen das gesellschaftliche Leben und den Umgang miteinander mitbestimmen. Und die Medien greifen das Räsonieren dieses Politikers geradezu gierig auf und lassen es durch ihre Berichterstattung fast zu einer Affaire zwischen einzelnen Politikern werden.

Es ist schon merkwürdig, wie ich finde, dass man in einer Zeit, in der Menschen aus den verschiedensten Ländern nach Deutschland strömen und das Thema Integration groß geschrieben wird, dass Menschen innerhalb Deutschlands ihre angestammte Heimat verlassen, um sich – aus welchen Gründen auch immer - in einem anderen Teil dieses Landes niederlassen, ein Disput darüber entbrennt, dass Schwaben in einigen Teilen Berlins durch Dialekt und Lebensweise auffallen.

Und genau das war nun für Wolfgang Thierse Anlass, über diesen zunehmenden Zuzug aus Baden-Württemberg in die Bundeshauptstadt zu räsonieren. In der "Berliner Morgenpost" meinte er, er wohne seit 40 Jahren ununterbrochen im Stadtteil Prenzlauer Berg, wo aber inzwischen 90 Prozent seiner Nachbarn Zugezogene seien. "Ich sage ironisch: Ich muss als einer der letzten Eingeborenen dort wohl allmählich unter Artenschutz gestellt werden."
Was sonst er noch beklagte, soll hier nicht weiter erzählt werden, nahezu alle großen Zeitungen berichten darüber. Und dort ist auch zu lesen, wer alles inzwischen aus Politikerkreisen aus dem Südwesten Deutschlands darauf reagierte, zum Teil heftig, zum Teil ironisch oder mit Häme. Und ich frage mich, ob man jene Zeit um 1989 vergessen hat? Es gibt ganz sicher mehr Menschen, die aus den neuen Bundesländern in den Westen verzogen sind als umgekehrt. Nur scheint es, dass sie jeweils nur solange toleriert werden, solange sie nicht auffallen und sich anpassen. Sobald sie gesellschaftlich in Erscheinung treten, scheint es problematisch zu werden. Selbst in Berlin und für Politiker, die sich mal über die Wiedervereinigung freuten.

Dienstag, 1. Januar 2013

2013: Das Beste daraus machen


Dazu zähle ich schon, Allen zu danken, die mir im verflossenen Jahr geholfen haben, mich als Zeitgenossen in den Bereichen des täglichen Lebens zu betätigen und zu bestätigen, die mir wichtig und interessant scheinen. Dazu gehört mein persönliches Befinden ebenso wie die Wertschätzung meiner Bekannten, die mir nahe stehen. Und die Fähigkeit, mich weiter in bestimmten Interessengebieten in sachlicher und fairer Weise zu engagieren. Und bevor ich darauf näher eingehe, wünsche ich allen meinen Bekannten – die mir also nahe stehen – für dieses Jahr 2013 alles erdenklich Gute und bitte um ihr weiteres Wohlwollen und ihr Verständnis.

Und wenn manches des eben Artikulierten nach Floskel oder pathetisch klingt, dann will ich zur Erklärung bemerken, dass ich mich mit meinem Intellekt – so groß oder klein er auch sein mag – und meiner gesellschaftlichen Regsamkeit für nicht mehr flexibel genug halte, um allen vorgeblich bedeutungsvollen Entwicklungen der jüngeren Zeit noch das richtige Verständnis entgegenbringen zu können. Irgendwo bin ich wohl nach eigener Einsicht stehen geblieben und vermag dem Fortschritt – oder was dafür gehalten wird – nicht mehr zu folgen. Leser meines Blogs, so es sie gibt, mögen das wohl schon gemerkt haben. Und in meinen zukünftigen Einträgen wird das sicher noch deutlicher zum Ausdruck kommen. Ich halte das nicht für Sturheit oder (Alters-)Starrsinn, mir fehlt nur die Einsicht in den Sinn mancher Entwicklungen. Dass man zum Beispiel allenthalben für Facebook wirbt und hunderte von Freundschaften – oder was man dafür hält – für erstrebenswert hält. Niemand kann mir den tieferen Sinn dafür erklären. Und so gibt es eine ganze Reihe von Entwicklungen, in denen ich keinen wirklichen Sinn erkennen kann. Aber ebenso wenig allgemeinen Trends zu folgen, nur um „in“ zu sein. Ich wende mich deshalb nicht gegen die eine oder andere Entwicklung, ich kann ihr nur nicht folgen. Und dafür bitte ich um Verständnis.

Also, es ist Neujahr und üblich, mit guten Vorsätzen ins Neue Jahr zu gehen. Auch eine Gewohnheit, der man gern folgt. Und um wenigstens den Versuch zu machen, dieser Gewohnheit zu folgen, wollte ich mir vornehmen, mich zukünftig auf einige wenige Themen zu beschränken. Und die dann umso intensiver zu behandeln. Nachdem ich aber unwillkürlich schon in den ersten Stunden des Neuen Jahres gegen eine solche Absicht verstieß, erspare ich mir, gute Vorsätze zu entwickeln, die dann möglicherweise doch nicht lange vorhalten. Es mag also bei der allgemeinen Absicht bleiben, aus dem Jahr 2013 das Bestmögliche zu machen. Ich hoffe, es gelingt mir einigermaßen.