Freitag, 20. September 2013

Leon Kjellsson macht die Ballettkompanie fit für Shakespeare

Die Ballettgala am 21. September rückt näher, und wenig später steht die erste große Premiere der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen an: „Shakespeare. Ein Ballett.“ am 11. Oktober. Das bedeutet viel Arbeit für die Tänzerinnen und Tänzer. Nicht nur Proben für die Vorstellungen haben sie, sondern auch das regelmäßige Training gehört fest zu ihrem Berufsalltag. Denn der Körper, dem ständig sportliche Leistungen abverlangt werden, muss fit bleiben.

In Vorbereitung von „Shakespeare. Ein Ballett“ hat sie dabei ein Däne unterstützt. Der freischaffende Ballettmeister Leon Kjellsson war eine Woche lang bei der Nordhäuser Kompanie zu Gast, um das morgendliche Training zu leiten. „Tänzer brauchen von Zeit zu Zeit anderen Input, das ist wichtig für ihre Entwicklung. Deshalb ist es gut, wenn einmal jemand anders sie trainiert“, erklärt der Gast-Trainer.

Sein Schwerpunkt liegt auf dem Training für den klassischen Tanz. Doch er muss flexibel sein und auf die Bedürfnisse der Tänzer achten. „Wenn ich ankomme, schaue ich mir zuerst Proben und eine Vorstellung an, um zu sehen, was die Tänzer brauchen. Das Training muss einen Zusammenhang haben mit dem, was sie choreographisch gerade erarbeiten“, erzählt Kjellsson.

Der Kontakt zu Ballettdirektorin Jutta Ebnother entstand bei einer Ballettgala in Würzburg, zu der Mitglieder der Nordhäuser Kompanie eingeladen waren. Die Nordhäuser Ballettchefin lud den Dänen ein, ihrer Kompanie als Gast Training zu geben. „Die Tänzer hier arbeiten sehr gut, verstehen schnell, was ich will. Dadurch ist die Arbeit entspannt, wir lachen viel beim Training. Das ist schön, weil der Beruf des Tänzers so schwer ist – das kann sich ein normaler Mensch kaum vorstellen“, beschreibt er seine Arbeit in Nordhausen.

Der gebürtige Kopenhagener war selbst Tänzer. In Deutschland lebt er seit 1975, bis 2009 war er in Festengagements, unter anderem an der Staatsoper München und an der Deutschen Oper am Rhein. Als Ballettmeister arbeitete er in Dortmund, Bonn und Basel. Seit 2009 ist er freischaffend tätig und bereist ganz Europa, um die verschiedensten professionellen Ballettkompanien zu trainieren. Unter anderem war er in Karlsruhe, Stockholm und Prag zu Gast. Zu Hause ist er in Ostfriesland nahe der Nordsee, wo er sich auf Spaziergängen oder beim Gitarrespielen erholt.

Karten für die Ballettgala am 21. September um 19.30 Uhr und für „Shakespeare. Ein Ballett.“ ab 11. Oktober gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und im Internet unter www.theater-nordhausen.de.

Fotos: Leon Kjellsson
         Training 1: Leon Kjellsson (Mitte) bei der Arbeit mit der Ballettkompanie (v. li. Amelie Lambrichts, Irene López Ros)
         Fotos Birgit Susemihl

Nun kann der Herbst genossen werden

Um es persönlicher auszudrücken: auf meinen Wanderungen von Nordhausen-Nord aus führt mein Weg öfter mal durch's nördliche Neubaugebiet. Den Wiesenweg entlang zur Gumpe und von dort über die Hochfläche nach Rüdigsdorf. Und ich begegne schon hin und wieder mal der Geschäftsführerin des Nordhäuser Tourismusvereins, Uta Reinholz, die in diesem Neubaugebiet zuhause ist. Man tauscht dann kurz einige Gedanken aus, bevor man dann seinen Weg fortsetzt.

Vor einigen Tagen nun stellte mir Uta Reinholz in Aussicht, dass der bislang sich selbst überlassene und dadurch weitgehend zugewachsene Weg auf dieser Hochfläche in Richtung Rüdigsdorf auf ihre Initiative hin „durchforstet“ werden solle. Ich konnt's kaum glauben, hatte ich doch wiederholt in einigen meiner Einträge über den Zustand dieses Weges geklagt. Und schon nicht mehr geglaubt, dass sich daran etwas ändern würde.

Doch siehe da: als ich heute Morgen wieder einmal diese Richtung einschlug, überraschte mich ein bereits teilweise „bereinigter“ Weg in Richtung Rüdigsdorf. Der immerhin wieder zuließ, Verlauf und Beschaffenheit dieses Weges zu erkennen und sicheren Schrittes zu nutzen. Auf halben Weg traf ich dann auch auf die „Brigade“, die mit Kettensägen und Motorsensen dabei war, diesen Weg wieder in einen passablen Zustand zu versetzen. Es waren Mitarbeiter des Gartenamtes der Stadt Nordhausen, von denen mich einige sogar an eine Begegnung im vergangenen Jahr an der etwas weiter entfernten Antiquareiche erinnerten. Als sie nämlich dort gerade eine neue Bankgruppe einrichteten. Nach kurzer Unterhaltung und meinen Dank für ihre Bemühungen setzte ich meinen Weg fort, nun auf etwas beschwerlicherer Wegstrecke, weil die noch der „Behandlung“ mit Säge und Sense bedurfte. Und inzwischen sicher ebenso „bereinigt“ wurde.


Ich erwähne diesen Vorgang deshalb so ausführlich, weil ich damit das persönliche Engagement von Uta Reinholz anerkenne. Das mir und sicher den einen und anderen Wanderer, der diesen Weg nach Rüdigsdorf wählt, sehr viel bessere Möglichkeit bietet, den beginnenden Herbst in jener schönen Gegend zu erleben. Wobei ich ebenso ganz persönlich bedauere, dass die gelegentlichen Wanderungen auf diesem Weg zum einst beliebten Cafè Kerwitz in Rüdigsdorf weggefallen sind. Es war stets ein äußerst gastlicher Besuchspunkt, an dem man nun jeweils mit einigen Bedauern vorbei geht.   

Donnerstag, 19. September 2013

Noch immer Klärungsbedarf?

Briefwähler haben alles schon hinter sich, was die Bundestagswahl betrifft. (Zwar trifft das auch auf die Wahl in Hessen zu, aber die soll hier mal ausgeklammert sein.) Für die Parteien und deren Kandidaten sind sie
deshalb wohl schon uninteressant geworden. Deren verstärkte Bemühungen richten sich auf die, die erst am kommenden Sonntag wählen gehen. Oder überhaupt noch unentschlossen sind, ob sie das tun sollen.

Ein Leserkommentator in der FAZ äußerte dazu u.a.: „Die Mehrheit meiner Landsleute mag eine Koalition aus Union und SPD. Wie ich liebt die Mehrheit Ruhe und Frieden. Dafür steht die große Koalition. Und da sie auch die Zukunftsaufgaben, von der endgültigen Konsolidierung des Euro bis zum Zusammenhalt der EU am besten meistern kann, ist diese Koalition das richtige Mittel der Wahl.“ (Ende des Zitats) Das ist klar und eindeutig, der Mann engagiert sich zwar zur Wahl, will aber ansonsten seine Ruhe.

Ist das aber die Lösung für mich als Wähler? Ich bin da noch am Überlegen. Obwohl ich ja unlängst noch behauptete, dass es für mich keine Zweifel gibt, wohin ich meine Kreuze setze. Es sind allerdings nicht die Vorstellungen und Absichten der Kandidaten, die sich um Stimmen der Wähler bemühen, es ist das Ergebnis der Wahl in Bayern, das mich überlegen lässt, welche Koalition ich mit meiner Entscheidung fördern soll. Denn ohne Koalition geht es in keinem Falle. Und dass ich lediglich zwischen den drei großen Parteien einen Entschluss suche, liegt an den Programmen der Parteien.


Vielleicht ist es nicht fair, wenn ich dabei zum Beispiel auch die GRÜNEN ausklammere, nur ist mir die neu entflammte Debatte um das Pädophilen-Problem so zuwider, dass ich mit dieser Partei nichts (mehr) zu tun haben möchte. Und es ist ja kein persönliches Problem des Spitzenkandidaten Jürgen Trittin, das man plötzlich wieder aus der Vergessenheit hervorholte, es ist ein Problem, das der ganzen Partei anhaftet. Im „Tagesspiegel“ war zum Beispiel am 24.08. dazu zu lesen (Auszug): „Hans-Christian Ströbele von den Grünen fordert, den Inzestparagraphen abzuschwächen, Sex unter Geschwistern solle legalisiert werden. Die grüne Jugend aber geht weiter und will auch Sex zwischen Eltern und – erwachsenen – Kindern erlauben. Das Inzestverbot behindere die sexuelle Selbstbestimmung.“ (Ende des Auszugs) Und darüber hinaus – und fast mehr noch - ist mir unverständlich, dass die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt,
Präses der evangelischen Kirche, die dieses Amt ja derzeit „nur“ ruhen lässt, keine eindeutige Stellung zu dieser ganzen Problematik bezieht. Zumindest in der Pädophilen-Affäre verlangen nach einem ZEIT-Bericht vom 17.09. sieben Unionsfrauen von der grünen Spitzenkandidatin, sich aktiver in dieser Debatte ihrer Partei zu äußern. Sie berufen sich dabei auf einen Brief, aus dem zuvor die „Leipziger Volkszeitung“ zitierte, nach der die Politikerinnen um die CSU-Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär Göring-Eckardt auffordern, sich in die Aufklärung der „Pädophilie-Verstrickungen“ ihres Kollegen Jürgen Trittin einzuschalten. „Als Mutter zweier Söhne dürfen Sie zu sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen nicht schweigen“, heißt es in dem Schreiben. Ich aber meine, auch und besonders als Präses der evangelischen Kirche müsste sich Katrin Göring-Eckardt laut und entschieden zu dem ganzen Problemkomplex äußern. Wenn nämlich die Grünen ihr Wahlziel nicht erreichen, wird Göring Eckardt vermutlich wieder in ihr kirchliches Amt zurückkehren und weitermachen, als hätte es nie eine Debatte um die „sexuelle Befreiung“ in ihrer politischen Partei gegeben. Mir jedenfalls ist diese ganze Debatte zuwider und damit auch die Grünen, soweit sie sich nicht eindeutig von allen diesen dubiosen sexuellen Ansinnen und Tendenzen distanzieren.

Mann wird vermisst

- Die Polizei bittet um Mithilfe -

Seit dem Vormittag wird der 45-jährige Thomas Büchel aus der REHA-Klinik in Bad Langensalza vermisst. Herr Büchel stammt ursprünglich aus Erfurt, wird aber seit rund zwei Wochen in der Kurklinik in Bad Langensalza behandelt.

Der Vermisste ist etwa 180 cm groß und schlank. Er hat kurze graue Haare. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er mit einer grauen Winterjacke und einer blauen Jeanshose bekleidet.
Aufgrund der Folgen einer schweren Unfallverletzung kann der Vermisste zeitweise orientierungslos sein.

Hinweise zu seinem gegenwärtigen Aufenthaltsort nimmt die Polizei in Bad Langensalza oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

„Frauen gründen anders“

Frauen gründen anders“

Nordhausen

Büro Startklar“ – Thüringer Existenzgründerinnennetzwerk – Teilprojekt des Netzwerkes Pro Gründen in Thüringen führt am Mittwoch den 25.09.2013 ein Seminar mit anschließendem Workshop zu den Themen:

Professionelle Kundenansprache!

Sicheres Auftreten!

Persönliche Kompetenzen erweitern! durch.


Wir bieten noch freie Plätze für interessierte Frauen, Gründerinnen und Jung-Unternehmerinnen an. Die Weiterbildungsveranstaltung ist kostenfrei und wird aus Mitteln des ESF finanziert
Die Weiterbildung findet in den Räumlichkeiten der BIC Nordthüringen GmbH, Alte Leipziger Straße 50, in 99734 Nordhausen in der Zeit von 9:00 Uhr bis ca. 15:00 Uhr statt.

Dozentin ist Diplom-Betriebswirtin Birgit Albers

Anmeldungen für das Seminar sind im Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e. V., Außenstelle Nordhausen, Reichsstraße 30, 99734 Nordhausen, bei Frau Ulla Blume unter

03631 475925 oder blume@bwtw.de möglich.

Genehmigung zur Abnahme der NPD-Plakate:

„Ich begrüße ausdrücklich, dass man uns jetzt Grünes Licht gegeben hat“ / „Ein guter Tag für die Demokratie und den Rechtsstaat“

Nordhausen (psv) Die Stadtverwaltung Nordhausen hat gestern an der Straße der Opfer des Faschismus  zur KZ-Gedenkstätte „Mittelbau-Dora“ alle NPD-Plakate entfernen lassen, in denen Bezug auf Sinti und Roma genommen wird. Das sagte jetzt Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh. Gleiches gelte auch für das Umfeld anderer Erinnerungsorte an die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft, wie zum Beispiel den jüdischen Friedhof.  


„Ich begrüße ausdrücklich, dass der Freistaat uns jetzt Grünes Licht gegeben hat, um endlich handeln zu können “, sagte Oberbürgermeister Dr. Zeh. „Ich bin froh insbesondere mit Blick auf die Opfer des Konzentrationslagers und deren Angehörige, für die Plakate unerträglich gewesen sein müssen. Und ich freue mich für die Gedenkstätte, die das Andenken an die Opfer lebendig und in Ehre halten. Ich sehe es zugleich als einen guten Tag für die Demokratie und den Rechtsstaat“, so der Oberbürgermeister.    

Der Landeswahlleiter Günter Krombholz informiert:

Bis Montag, den 16. September 2013, hatten rund 174.000 Wähler die Briefwahlunterlagen 
abgefordert.
Erfurt, 19. September 2013
Eine Mitteilung des Landeswahlleiters Thüringen