Mittwoch, 10. Oktober 2012

Kunst als Mittel zum Zweck?


Wären gestern in der Galerie der Kreissparkasse nicht die Stuhlreihen gewesen wie bei Vortragsveranstaltungen üblich, hätte man leicht annehmen können, es würde eine Date- Party gefeiert werden: der Boden war übersät mit Herzen in roten und rosa Farben und das passte eigentlich zum Motto der Veranstaltung: „Auf der Suche nach Liebe“. Tatsächlich aber das der Titel der Kunstausstellung, die an diesen Abend eröffnet wurde.

Sechs russischen Künstlern ist diese Ausstellung gewidmet, die auf Vermittlung der Kuratorin Nina Modowina zustande kam und die auch die dafür nötigen Vorbereitungen getroffen hatte. Und wie sich alsbald zeigte, war die Akzeptanz durch das Nordhäuser Publikum ganz beachtlich.

Den Auftakt bildete der Liedermacher Ronald Gäßlein mit einigen seiner Kompositionen, denen Wolfgang Asche, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Nordhausen, der die Gäste begrüßte und eine erste Einführung in die Ausstellung gab. Dass er nach wie vor an dieser Übung festhält wird allgemein geschätzt, hatte man doch vermutet, dass er mit der Übernahme der Vorstandschaftschaft diese Übung aufgeben würde.

In seiner Begrüßung hob er besonders die Kuratorin hervor, die die Künstlergruppe ebenso wie deren Arbeiten auswählte. Ständige Besucher der Ausstellungen erinnern sich dabei, dass einzelne der Künstler – wie etwa Olga Kowtun – schon in früheren Jahren in der Galerie ausstellten. Bedauert wurde allerdings in diesem Zusammenhang, dass nur einer – nämlich Waldemar Weimer – bei der Vernissage anwesend war. Der allerdings mit einer ganz beträchtlichen Anzahl an Bildern – und einigen sehr markanten – vertreten ist. Auch ihn galt das Willkommen Asches und schließlich auch dem Laudator Uwe Koch.

Nun fällt es als Berichterstatter zwar nicht schwer, diese Ausstellung nach Bildern, Collagen und Installationen zu beschreiben und auch die Techniken zu benennen, in denen die ilder ausgeführt sind. Über Motivation und Anliegen der Künstler zu ihren Exponaten im Zusammenhang mit dem Titel der Ausstellung deutliche Aussagen treffen zu wollen, dagegen sehr. Es kann nur ein Versuch sein.

Dieser Titel lautet also, wie erwähnt „Auf der Suche nach Liebe“ Es sind Exponate, Malereien und Grafiken, in unterschiedlicher Größe und Techniken ausgeführt (Mischtechnik, Öl auf Leinwand, Acryl auf Karton uam.) Collagen und Installationen, künstlerisch ausgeführt und dargestellt. Sie alle haben das gleiche Anliegen. Bevor darauf näher eingegangen wird, sei angemerkt, dass es bisher in der Galerie der Kreissparkasse wenig Ausstellungen gegeben hat, die in mir derart viele Assoziationen und nachdenkliche Gedanken geweckt haben.

Es sei mir auch nachgesehen, dass ich mich bei der Einschätzung all dessen, was da ausgestellt ist, weniger an der Laudatio des Uwe Koch orientiere, als an der Einführung zu dieser Ausstellung durch Wolfgang Asche. Der immerhin über ein profundes Kunstverständnis und -wissen verfügt. Und ich orientiere mich deshalb an ihm, weil Uwe Koch im Grunde gar keine Laudatio hielt, sondern einen halbstündigen Vortrag, in dem er mehr einen Kreis zog zwischen Physik und Philosophie. Einen guten Vortrag übrigens, wie ich meine, der aber nach Inhalt, Niveau und allgemeinem Verständnis beträchtlich von einer Laudatio abwich. Und über eine solche hinausging. Und einer gesonderten Erörterung wert wäre.

Trotzdem: Koch begann seinen Vortrag mit der Feststellung, dass derjenige, der sucht, einen Mangel hat. Das mag so sein, womit dann aber alles, das er dafür einsetzt, zweckbestimmt sein dürfte. Verliert dann aber das künstlerische Mittel, das hier dafür eingesetzt ist, nicht an seinem eigentlichen Wert?

Wolfgang Asche dagegen zitierte in seiner Einführung die Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Ingrid Mössinger, die da meint: „Durch Kunst ergibt sich zwangsläufig eine Annäherung. Die Kunst hat etwas übergreifendes, grenzüberschreitendes. Sie ist ein schöner Anlass, sich zu treffen.“ Auch bei ihr war Anlass dieser Feststellung eine bemerkenswerte Ausstellung russischer Künstler im Frühjahr dieses Jahres.

Asche wies dann auf das Motto dieser Ausstellung hin, unter dem die Arbeiten ausgewählt wurden und führte dazu sinngemäß aus, dass uns dieses Thema doch im Grunde ein Leben lang beschäftigt: sowohl als Kind, als auch als Erwachsene sind wir auf der Suche. Und auch er weist darauf hin, dass die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten das Thema aus unterschiedlichen Richtungen, Techniken und Stilrichtungen beleuchten. Von kleinformatigen Serien bis hin zu großflächigen Werken, von farbintensiver, lebendiger Bildersprache bis hin zu eher leisen, monochromen Arbeiten – die Künstler zeigen sich stilistisch in unterschiedlichen Ausprägungen und ebensolcher Vielfalt.

Dem ist zuzustimmen. Und ermöglicht dem Betrachter, die ausgestellten Bilder und Installationen wohlwollend oder auch kritisch einzuschätzen. Wolfgang Asche kam dabei noch einmal auf Ingrid Mössinger zurück, nach der sich durch die Kunst fast zwangsläufig Annäherung ergibt: Annäherung an die Werke, an die Künstler (so sie anwesend sind), aber auch Annäherung der erschienenen Gäste untereinander - im Austausch der Meinungen – und, wie am gestrigen Abend, mit der Kuratorin Nina Mordowina.
Uwe Koch hingegen animierte in seinem Vortrag nicht zur unmittelbaren Annäherung, sondern brachte im Verlaufe (und im Auszug) neben der Kunst auch Überlegungen des Kitsches zur Sprache. Und tatsächlich drängt manches in dieser Ausstellung zu derart differenzierter Betrachtung. Ist eine solche Sichtweise aber angemessen, wenn es um die Suche nach Liebe geht?

Viele der ausgestellten Bilder wirken durch die gewählte Technik und farbliche Ausführung warm, anheimelnd, ja, auch erotisch. Ihren eigentlichen Ausdruck und ihr Anliegen aber erhalten sie vielfach erst durch die jeweiligen Bildtitel.: „Begegnung mit der Liebe“, „Sehnsucht“, „Auf der Suche“, „Das Haus des Frohsinns“ oder „Ich denke an Dich“ sind einige davon, die emotionale Empfindungen wecken. Verbietet sich dann aber nicht, zu überlegen, ob es sich um Kunst oder Kitsch handelt? Ist die künstlerisch ausgedrückte Suche und Sehnsucht nach Liebe – falls man die nicht schon von vornherein als kitschig bezeichnen mag – nicht immer erst emotional und erst viel später (wenn überhaupt) rational zu verstehen?
So gesehen – meine ich – ist diese gestern eröffnete Ausstellung außerordentlich aufschlussreich, kann auch durchaus emotional wirken und nachdenklich stimmen und ist immer des Besuchens wert. Die Dauer der Ausstellung geht bis zum 09.11.1012

Bevor aber diesmal dieser Eintrag geschlossen wird, soll endlich auch mal den jeweils zwei jungen Servicefrauen aus dem Personal der KSK gedankt sein, die bei jeder Vernissage für das Angebot an Getränken sorgen. Auch diese Annehmlichkeit bedarf des Dankes

Montag, 8. Oktober 2012

Der Park lädt zum Mitmachen ein


Das wunderschöne Herbstwetter wollen die Mitglieder des Fördervereins für einen Arbeitseinsatz im Park nutzen.
Bürger, die gern mit helfen möchten sind herzlich willkommen.
Wir treffen uns am Mittwoch, den 10.10.12 von 8.00 bis 13.00 Uhr im Park Hohenrode zum großen Herbstarbeitseinsatz.
  • Schneidarbeiten
  • Holz stapeln
  • Totholz sammeln
  • und Vieles mehr
Pausenversorgung vom Grill

Gisela Hartmann
Vorsitzende

Sonntag, 7. Oktober 2012

Erntedank, angemessen gefeiert


Wer am Freitag früh die St. Blasii-Kirche betrat, wusste auf den ersten Blick, dass Erntedank gefeiert werden wird. Der gesamte Aufgang zum Altarraum und dieser selbst waren in einer Weise ausgeschmückt der verriet, dass dieser Dank durch die Vielfalt der allein schon hier zusammengestellten Gaben der Natur ebenso berechtigt wie notwendig war. Von Menschen zumindest, die gottgläubig sind. Das tatsächliche Geschehen, das an diesem Vormittag folgte, war dann auch darauf abgestimmt und einfach großartig

Die Lebenshilfe hatte sich diese umfangreiche Erntedank-Ausschmückung angelegen sein lassen und mit ihren Schutzbefohlenen allen Ehrgeiz in diese dekorative Ausgestaltung gelegt. Und viele der Menschen, die unter der Trägerschaft oder auch unmittelbar in ihren Einrichtungen umsorgt und betreut werden, waren auch die Teilnehmer an diesem Gottesdienst, feierten und gestaltete ihn unter der Regie von Pfarrerin Elisabeth Alpers von Biela. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass sie es wie kaum jemand anderer versteht (neben ihren Mann Johannes von Biela), mit Menschen unterschiedlichsten Alters und körperlicher wie geistiger Verfassung umzugehen. Hier waren sie alle versammelt, die jüngsten (mit Müttern oder Vätern), die älteren und viele, viele Menschen mit den unterschiedlichsten Arten von Behinderungen. Und dementsprechend verlief dieser Gottesdienst unter dem Motto „Die Vielfalt der Menschen“.

Entsprechend dem Anliegen dieses Gottesdienstes – und der Tageszeit – wurde zum Auftakt das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ intoniert. Und das nicht nur in deutscher Sprache, die Vielfalt der Menschen bezieht sich ja auch auf ihr Herkommen, sondern auch in englisch, französisch und sogar suaheli. Und schon damit vermochte die Pfarrerin nicht nur Mitsingende, sondern auch eine erheiterte Hörerschaft zu gewinnen. So eingestimmt, gelang es ihr auch leicht und in gleicher Weise, dieser Hörerschaft sowohl den Sinn des Erntedanks zu erklären und unter Hinweis auf die Ausgestalung des Kirchenraumes zu veranschaulichen, und auch die Vielfalt der Menschen zu verdeutlichen.
Dazu trug speziell ein Sketch bei (von Behinderten gespielt), bei dem das Verhältnis des „Irgendwie anders“ (Name der Hauptperson) zu seinen Mitmenschen dargestellt wurde. Das schließlich in dem Lied gipfelte „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“. Und alle Menschen, große und kleine, junge und alte, dünne und dicke, die Pfarrerin von Biela jeweils unter den Teilnehmern zum Aufstehen animierte, um das zu verdeutlichen, was Inhalt dieses – in Variationen gefasste – Lied beinhaltet. Auch dabei fiel auf, wie gekonnt und natürlich die Pfarrerin Regie zu führen und ihre Zuhörer in (fast) lautlose Spannung zu versetzen oder zum Mitmachen anzuregen vermochte. Zumindest phasenweise.
Nach dem Beifall für die Darsteller des Sketches und dem eigene Mitmachen folgte eine etwas tiefergehende – aber immer leicht nachvollziehbare - Erläuterung zu dieser Vielfalt in der Welt und unter den Menschen, die Verständnis und Toleranz auslösen und bewirken sollte. Hier und während dieses Gottesdienstes wurde es anschaulich gelebt und praktiziert. Und dazu passte auch wiederum das Lief „Ich will Dir Danksagen, mein Herr“. Spätestens hier soll auch Kirchenmusiker Michael Kremzow erwähnt sein, der an der Orgel auf der Empore, als auch am Harmonium im Altarraum das musikalische Geschehen bestimmend begleitete und dafür jeweils eilends seine Positionen wechselte.

Und dann bereicherte Tilly Pape, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, mit einen ebenso sinnvollen wie auf Heiterkeit gestimmten Vortrag das gottesdienstliche Geschehen. In dem sie die Schöpfungsgeschichte der Welt und der Menschen erläuterte. Wobei ich mich unwillkürlich an einen wenige Tage zuvor in der Fachhochschule gehörten Vortrag erinnerte, in dem Prof. Wesselak über das „Wissen der Welt“ referierte und u.a. die „Schedel'sche Weltgeschichte“ von 1493 vorstellte, in der in einem dicken Folianten in allerdings sehr nüchterner Art des ausgehenden Mittelalters und im Verständnis seiner Zeit eben diese Schöpfungsgeschichte mit der bildlichen Darstellung der Erschaffung Evas aus der Rippe des Adam enthalten ist. Tilly Pape erläuterte diese Geschichte, auf die Aufnahmefähigkeit und -bereitschaft ihre Zuhörer abgestimmt und dabei in heiterer Weise verständlich vorgetragen. In der Vorstellung eines Garten Eden, in dem – zunächst jedenfalls – eitel Friede und Eintracht allenthalben herrschte, wie sich das einstens zugetragen haben könnte. Auch sie erhielt dafür viel Beifall der im Gotteshaus versammelten Gemeinschaft, nachdem sie auch noch auf Tochter und Enkelin (im Kinderwagen) aufmerksam gemacht hatte, die sich ebenfalls unter den Teilnehmern befanden.
Nach dem gemeinsam gebeteten „Vater unser“ und dem Segen durch die Pfarrerin klang der so gestaltete Erntedankgottesdienst mit dem Lied „Sei behütet“ aus und verabschiedete Pfarrerin Elisabeth Aspers von Biela die Teilnehmer, dabei beim Verlassen der Kirche noch ein kleine Überraschung in Aussicht stellend. Die sich für mich als Papierröllchen entpuppte, das noch einmal einen Dank enthielt: Lieber Gott, hab' Dank für die ganze Welt, mit allem, was du uns schenkst!“ Es war ein Gottesdienst mit Menschen, deren Dank unter den unterschiedlichsten Bedingungen bedenkenswert ist. Und mich zutiefst beeindruckte

Samstag, 6. Oktober 2012

Arbeiten im Alter – geht das einfach so?


Es wird in letzter Zeit viel über die alternde Gesellschaft beraten, diskutiert und geschrieben, wobei das Thema Arbeiten im Alter recht breiten Raum einnimmt. Danach soll es zahlreiche Menschen geben, die glauben, länger arbeiten zu müssen, um ein besseres Auslangen zu haben. Und es gibt andere, die über das Renteneintrittsalter hinaus weiter arbeiten (wollen), weil sie sich einfach dazu in der Lage sehen. Und/oder weil es ihnen Freude macht. Oder ihnen zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Manchmal vermischen sich wohl auch mehrere Gründe miteinander. Ich meine, jeder sollte sein Leben im Alter so gestalten können, wie er es für sinnvoll oder nötig hält.
 Nun gehöre ich ja zu dieser Personengruppe, mit 82 Jahren vielleicht schon etwas älter, aber immerhin noch gern tätig im Rahmen meiner Möglichkeit. Die ihre Grenze allerdings dort findet, wo ich auf das Verständnis und die Rücksicht meiner Mitmenschen angewiesen bin. Hier kann und will ich ein gravierendes Beispiel beschreiben. 
Im Zusammenhang mit dem Festakt anlässlich der deutschen Einheit am 3. Oktober im Theater Nordhausen. Der mit gleichzeitiger Würdigung einer Anzahl ehrenamtlich tätiger Personen inhaltlich eine zusätzliche Bereicherung erfuhr. Ich war Teilnehmer, auch mit der Absicht, darüber zu berichten.
Da hatte ich allerdings – wieder einmal –  nicht mit der Agilität (Irrlichterei) des Pressesprechers der Stadt Nordhausen, Patrick Grabe gerechnet, der das Geschehen von allen nur möglichen Blickwinkeln (und auch frontal) begleitete und im Bild festhielt. Während ich darauf beschränkt bin, von einem einmal gewählten Platz das Geschehen zu verfolgen. Deshalb war es mir angesichts der recht unorthodoxen Verhaltensweise Grabes nur dann möglich, selbst ein Bild aufzunehmen, wenn das Motiv (die Personen) gerade mal nicht vom Pressesprecher verdeckt wurde, oder die Ebene höher lag. Eine Erfahrung übrigens, die ich (leider) wiederholt schon bei Veranstaltungen machen musste, die ähnlich verliefen. Zwar reklamierte ich wiederholt so geartete Verhaltensweisen und kritisierte sie auch schon in meinem Blog, allerdings ohne jegliche nachhaltige Wirkung, außer emotionalen Reaktionen des Kritisierten.
Nun wäre das noch hinnehmbar, wenn der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Patrick Grabe diese von ihm unter diesen Umständen gemachten Bilder zur Verwendung zugänglich machen, der Öffentlichkeit offererieren und/oder zu einem von ihm verfassten Bericht verwenden würde. Womit der Öffentlichkeitsarbeit auch insofern Genüge getan würde. Doch nichts dergleichen: weder sah ich, noch die Öffentlichkeit eines seiner Bilder, und schon gar keinen Bericht. Was mit sich brachte, dass ich gehindert war, einen anschaulichen Bericht zu verfassen – ich vermochte kein einziges Gruppenbild von den ob ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Geehrten zu machen (siehe Bild 2 dieses Eintrags) noch wurde sonst ein ausführlicher Bericht vom Festakt angeboten. Es blieb bei der Veröffentlichung der Ansprache des Nordhäuser Oberbürgermeisters Dr. Klaus Zeh. Die ich zwar als recht aufschlussreich empfand, aber doch nur ein Teil des Festaktes darstellte. Und das halte ich für absolut unzureichend. Und bemängle das gleichzeitig als erzwungene Einschränkung meiner Tätigkeit als Berichterstatter (z.B. für die nnz). Und ist nur ein Beispiel von zahlreichen anderen, die sich zwischenzeitlich ansammelten.
Mir bleibt anzumerken, dass ich aufgrund derartiger Erfahrungen Veranstaltungen meide, die einen ähnlichen Verlauf befürchten lassen, doch kann das keine Lösung sein. Ergo bleibt mir in der Konsequenz nur die Überlegung, mein Engagement als Journalist und Berichterstatter aus genannten Gründen aufzugeben. Was ich geradezu grotesk fände, weil doch der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Sachgebietsleiter der Stadtverwaltung die Arbeit von Redakteuren und Journalisten vor allem ermöglichen und erleichtern sollte, statt sie zu beeinträchtigen. Und dafür nichts anbietet, was sie ersetzen könnte. Wofür gerade dieser Festakt am 3. Oktober im Theater Nordhausen ein augenfälliges Beispiel darstellt.
Bevor ich meine Überlegung über die Aufgabe meiner Tätigkeit fortsetze, will ich die Meinung des Nordhäuser Oberbürgermeisters Dr. Klaus Zeh erbitten, dem doch eigentlich an einem einvernehmlichen, guten Verhältnis des Pressesprechers (der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit) mit den hier tätigen Journalisten gelegen sein müsste. Auch wenn das einige Rücksicht im besonderen Fall erfordert.
Eingestellt am 5. Okt. 12,36 Uhr
 

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Eine Ansprache, die mich nachdenklich stimmte


Eine Ansprache, die mich nachdenklich stimmt

Gestern feierte man zum wiederholten Male den Tag der Deutschen Einheit – in München und in vielen anderen Städten Deutschlands. In Nordhausen fand der Festakt im Theater statt und als Thema beschäftigt er mich auch heute noch. Aus den verschiedensten Gründen. Und das will ich auch erklären.

Im Theater Nordhausen verband man den Festakt wie schon in den Jahren zuvor mit der Ehrung einiger Ehrenamtlicher, was sich zwar einmal mehr als sinnvoll erwies, aber für mich einigermaßen uneffektiv verlief. Dazu aber später mehr.

Die Ansprache anlässlich dieses Festaktes hielt nach dem musikalischen Auftakt durch ein Gitarrenquintett unter der Leitung von Daniela Heise – die später zu den Ehrenamts-Geehrten gehörte – und der „Habanera“ aus Carmen von George Bizet Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh. Und weil mich der Inhalt dieser Ansprache nachhaltig beschäftigt, will ich sie auch nach dem zugemailten Text vollinhaltlich wiedergeben:

Ich freue mich, dass ich Sie alle ganz herzlich in unserem Theater zu unserem jährlichen Festakt anlässlich des Tages der Deutschen Einheit begrüßen darf. Ich tue das sehr gern und es ist mir eine besondere Ehre.
Auch in diesem Jahr werden wir wieder in guter Tradition diejenigen ehren, die sich in dieser Stadt in besonderer Weise für das Gemeinwohl engagieren. Sie tun es in der Regel meist still und ohne nach Geld zu fragen. An diesem Abend wollen wir Sie ins Rampenlicht holen. Wir wollen Ihnen „Danke“ sagen aus ganzem Herzen und im Namen der Menschen dieser Stadt, auch dass Sie ihren Dienst niemals auch nur im Entferntesten nur dafür getan hätten.
Ganz besonders herzlich begrüße ich zu unserer heutigen Feier unsere Gäste aus Bingen: Zum einen meinen Amtskollegen Herrn Feser – seien Sie herzlich willkommen, zum anderen die jungen Musikschülerinnen und Musikschüler der dortigen Kreismusikschule, die gemeinsam mit den Nordhäuser Musikschülern und jungen Künstlern aus dem Kyffhäuserkreis für die kulturelle Bereicherung und Umrahmung unseres Festakts sorgen.
Mit Bingen am Rhein verbindet uns mehr, als man denkt! Bingen ist eine große kreisangehörige Stadt wie Nordhausen, deshalb darf sich das Stadtoberhaupt auch Oberbürgermeister nennen, Bingen war 2008 Landesgartenschaustadt wie Nordhausen 2004, Bingen hat ebenfalls eine Fachhochschule und ‚last but not least‘: Bernhard Vogel war Ihr Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und er war es auch bei uns in Thüringen. Uns fehlt zwar der Rhein, da ist unsere Zorge noch entwicklungsfähig. Und Weinpflanzen könnten vielleicht auch irgendwann bei uns heimisch werden, die Berge dafür haben wir schon!
Dass die Musikschüler heute Abend gemeinsam auf der Bühne stehen, hat seinen Grund in einem Musikprojekt, das vor einem Jahr begonnen wurde. Schön, dass Ihr bei uns seid. Schön, dass Ihr auch gemeinsam musiziert. Wir freuen uns auf Euren Auftritt!
22 Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung: Es wäre zu diesem Zeitpunkt von der 40-jährigen Geschichte der DDR schon mehr als die Hälfte verstrichen. Es erlaubt mit Abstand mach klareren Blick!
Da ich heute das erste Mal an einem 3.Oktober hier stehe, erlaube ich mir, mit meinen sehr persönlichen Empfindungen zum Festtag zu beginnen:
Trotz des Abstandes von 22 Jahren ist für mich der 3.Oktober als Tag der Deutschen immer noch, auch neben allen Umbrüchen und Verwerfungen in diesem Land, ein ganz besonderer Tag. Ich hätte in meinen kühnsten Träumen bis zu meinem 36.Geburtstag 1988 nicht zu hoffen gewagt, dass ich ihn jemals erleben würde. Eine solche Prophezeiung hätte ich damals nicht einmal kabarettistisch ertragen, so bitter und sarkastisch hätte ich das empfunden.
1989 mit 37 Jahren befanden wir uns bereits mitten in der friedlichen Revolution und mit knapp 38 Jahren hatten wir 1990 bereits die Wiedervereinigung errungen. Dichter kann eine Geschichtliche Epoche kaum ablaufen, friedlicher und ohne dass ein Schuss gefallen war auch nicht. Wir Deutsche können stolz darauf sein! Wir Ostdeutsche haben die friedliche Revolution in das wiedervereinigte Deutschland eingebracht und die Westdeutschen die freiheitlichste und beste Verfassung, die Deutschland jemals hatte. Ich bin froh, dass ich gerade unter diesem Grundgesetz leben darf, auch wenn mancher manches darin noch mangelhaft empfinden mag.
Im Übrigen lehne ich das Wort „Wende“ für diese Zeit entschieden ab und ich streiche das Wort aus jedem Schriftsatz, der mir vorgelegt wird, heraus. Erstens wurde das Wort „Wende“ von Egon Krenz geprägt. So viel Ehre steht dem letzten Generalsekretär der SED und Wahlfälscher vom 7.Mai 1989 nicht zu. Außerdem war es eine Revolution, auch wenn sie zum Glück ohne Blutvergießen und friedlich verlief – eine Revolution, die den Deutschen sogar untypischer Weise noch gelungen ist.
Für mich ist die Wiedervereinigung nach wie vor ein Wunder. Nach menschlichem Ermessen hätte sie nicht gelingen können, zu viel hing am seidenen Faden. Dass Politik und allen voran Helmut Kohl und Michael Gorbatschow und die Verantwortlichen der „2 plus 4 Verträge“ positiv dazu beigetragen haben, sei hier nur am Rande vermerkt. Das Glück war dieses Mal in der Geschichte unserer Nation auf unserer Seite!
Trotz meiner Euphorie und meines Enthusiasmus zu den Ereignissen von 1989/1990 ist mir bewusst, dass diese Zeit von anderen auch ganz anders empfunden wird: Die Einheit, die für mich als Glücksfall in der deutschen Geschichte steht, ist für andere die größte Niederlage – der Zusammenbruch eines sozialistischen Traumes oder auch nur des persönlichen Machtverlustes. Wieder andere haben von einem eigenen neuen Weg geträumt – einem Sozialismus mit „menschlichem Antlitz“ oder nach einem dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Wobei ich hier anmerken möchte: Weitere Experimente diffuser Gesellschaftsordnungen hätten die Menschen wohl kaum ertragen. Im Übrigen ist die soziale Marktwirtschaft meines Erachtens der dritte Weg zwischen zentralistischer Wirtschaft und ungezügeltem Kapitalismus. Wir müssen dazu beitragen, dass die soziale Marktwirtschaft auch wirklich sozial bleibt!
Ich will auch alle diejenigen nicht verschweigen, die die Einheit herbei gesehnt hatten, die aber nicht zu den sogenannten Gewinnern der Einheit zählen, u.a. wegen des Verlustes ihrer Arbeitsplätze, ihrer Netzwerke und manchmal auch ihrer Freundschaften.
Allen genannten mit ihren unterschiedlichsten Empfindungen möchte ich zurufen: Ja, es wurden auch manche Fehler bei der Wiedervereinigung gemacht. Es gab aber leider auch kein Lehrbuch: „Wie mache ich aus einer Planwirtschaft eine soziale Marktwirtschaft und aus einer zentralistischen Gesellschaft eine plurale Gesellschaft!“ Den umgekehrten Weg von der Marktwirtschaft zur zentralistischen Wirtschaft, den kannten wir. Andersherum gab es keine Erfahrungen. Hier kann ich nur sagen: Die nächste Wiedervereinigung machen wir dann besser! Aber hoffentlich müssen wir das nie machen!
Ich will diejenigen nicht vergessen, die kurz vor oder nach der Wiedervereinigung geboren wurden oder aus anderen Ländern und Kulturen zu uns kommen. Für diese Menschen sind die Geschichten von der DDR wie bei unserer Generation die Geschichten unserer Eltern von vor dem Krieg. All denen möchte ich zurufen: Seien Sie nachsichtig und sehen sie uns unserer Nostalgie, die uns bei diesem Thema erfasst, nach. Wir haben sie unseren Eltern auch nachgesehen. Aber lernen Sie dennoch aus unserer gemeinsamen Geschichte!
Alle diese verschiedenen Menschen mit ihren verschiedenen Empfindungen leben in unserer Gesellschaft, leben hier in Nordhausen zusammen. Sie müssen zusammen leben, ob sie es wollen oder nicht. Und da stellt sich mir die Frage nach dem, was unsere Gesellschaft, was auch unsere Stadt letztlich zusammen hält.
Sie werden es ahnen: Ich habe keine abschließende Antwort darauf. Das würde auch den Rahmen der heutigen Veranstaltung sprengen. Aber ich will einige Punkte aufzählen, die mir wichtig sind:
Erstens: Freiheit ist die Basis unserer Gesellschaft. Ohne Freiheit könnte sich die Gesellschaft nicht weiter entwickeln. Ich zitiere Michael Gorbatschow: „Wir brauchen die Freiheit wie die Luft zum Atmen“. Leider wird dieser Wert heute zu wenig geschätzt. Wir haben die Erfahrung gemacht: Freiheit ist alltäglicher, als unser Traum von ihr! Im Alltag spüren wir die Freiheit leider kaum mehr. Dennoch bleibt Freiheit die Grundlage unseres Gemeinwesens. Freiheit ist auch verletzlich, sie muss beschützt werden. Aber, und hier stimme ich unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck zu: Zur Freiheit gehört auch Verantwortung. Freiheit und Verantwortung sind die beiden Seiten einer Medaille. Bei so manchem anonyme Internetforum kann man sagen: Ja, Pressefreiheit ist da verwirklicht, aber mit Verantwortung hat der Inhalt nicht immer etwas zu tun. Wenn ich dort unter dem Deckmantel der Anonymität lese: „Nordhäuser zeigt Gesicht“, dann komme ich einfach nur ins Grübeln. Auch Schmähvideos gegen andere Personengruppen z.B. Muslime, die ehrverletzend sind, haben zwar mit Pressefreiheit etwas zu tun, aber nichts mit Verantwortung.
Zweitens: Mit der Freiheit haben wir eine Gesellschaftsordnung aufgebaut, die großen Wert auf Pluralismus legt. Was heißt: Jeder möge nach seiner Fasson glücklich werden. Aber wir haben es selbst schon erlebt: Plurale Strukturen, wenn sie auch noch gepaart sind mit einer „radikalen Moderne“ mit seiner hohen Veränderungsgeschwindigkeit, entwickeln eine enorme zentrifugale Kraft. Sie treiben eine Gesellschaft auseinander. Deshalb ist Pluralismus „an sich“ kein Wert, wenn er nicht gepaart ist mit der Toleranz. Pluralismus und Toleranz sind zwei Seiten einer Medaille. Wir müssen ertragen, dass es andere Meinungen, verschiedene Interessen und verschiedene Lebensstile auch in dieser Stadt gibt. Diese Interessen können sich auch in Bürgerinitiativen artikulieren. Eine Gesellschaft ohne Toleranz führt zur Ausgrenzung und Gewalt.
Toleranz darf aber nicht zur Beliebigkeit führen. Die Toleranz hört für mich auf gegenüber den Feinden der Toleranz. Extremisten gleich welcher Art, haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Wenn sich Rechtsextremisten in unserer Gesellschaft breit machen, dann ist die Toleranz am Ende und wir werden denen die Stirn bieten. Und ich ergänze – das gilt auch für alle anderen Extremisten und Fundamentalisten.
Drittens: Aus der Freiheit des Menschen ergibt sich auch die Achtung vor der Würde jedes einzelnen. Ich bin dankbar, dass der erste Artikel unseres Grundgesetzes sich mit der Würde jedes Menschen auseinandersetzt. In der DDR-Verfassung war das anders. Dort wurden in Artikel 1 erst einmal die Machtfragen in der DDR geklärt und der Führungsanspruch der SED festgeschrieben. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht unter Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Bundespräsident Johannes Rau forderte seinerzeit in Erfurt: Die Würde des Menschen verlangt nicht nur, einander zu achten, sondern auch, aufeinander zu achten!
Hieraus ergibt sich m.E. eine unerschöpfliche Quelle von gesellschaftlichem Miteinander. Wenn wir nicht wollen, dass eine Ich- und Ellenbogenmentalität um sich greift, sich keine `Atomisierung´ der Gesellschaft vollzieht und eine Auflösung sozialer Bindungen geschieht, dann müssen sich die Menschen in der Gesellschaft engagieren. In allen Bereichen der Gesellschaft, ob in Politik, Kunst und Kultur, Sport oder im Sozialen, überall werden Menschen gebraucht, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren.
Es ist falsch, von einer „Krise des Ehrenamtes“ zu sprechen: 22 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in irgendeinem Bereich und in irgendeiner Form freiwillig bzw. ehrenamtlich. Das sind 34 Prozent der über 14-jährigen in unserem Land! Und noch besser: Bei den 14- bis 24-jährigen – also bei Jugendlichen, die so oft als träge und desinteressiert abqualifiziert werden – sind es sogar 37 Prozent! Vieles, was im Verborgenen geschieht, ist dabei noch nicht einmal erfasst.
Thüringen liegt mit 32 Prozent etwas unter dem deutschen Durchschnitt, aber unter den jungen Ländern an der Spitze! Die Statistik für Nordhausen kenne ich leider nicht.
Das Ehrenamt ist nicht mehr nur Dienst- und Pflichterfüllung. Es ist immer mehr Instrument bei der Suche nach Entfaltung. Wer sich sozial engagiert, ist mit seinem Leben zufriedener. Diese Befriedigung jedes Ehrenamtlichen, eine sinnvolle Tätigkeit geleistet zu haben, wiegt mehr als nur bloße Beschäftigung. Ehrenamt kann neue Lebensperspektiven eröffnen: Auch Menschen ohne Arbeit engagieren sich freiwillig, für einige wird das Ehrenamt sogar zum Sprungbrett zurück in die Erwerbstätigkeit.
Wir müssen feststellen: Die Gemeinschaft kann ohne die Ehrenamtlichen nur schwer funktionieren. Sie ist auf Ihre Dienste angewiesen. Sie, sehr geehrte Damen und Herren sind ein gutes Beispiel dafür! Was Sie tun und können, ist unbezahlbar.
An dieser Stelle sei es mir gestattet, dass ich auch das ehrenamtliche Engagement in der Politik hervorhebe. Politik geschieht zum überwiegenden Teil ehrenamtlich. Nur wenige können sich auch mit Politik Geld verdienen. Deshalb möchte ich den Stadt- und Gemeinderatsmitgliedern an dieser Stelle ausdrücklich meinen herzlichen Dank aussprechen. Auch ihr Dienst ist unbezahlbar!
Sie, und alle, die wir heute ehren, haben mit ihrer Tat und ihrem Einsatz zugleich den Schritt getan hinaus aus den angeblich so anonymen Strukturen der globalisierten Massengesellschaft. Sie haben Verantwortung übernommen und aktiv mitgestaltet. Sie haben die „Erlebnisgesellschaft“ für sich positiv zum Erlebnis gemacht.
Eine lebendige Republik erhält sich weniger durch einzelne heldenhafte, als durch viele aktive Bürger“, steht geschrieben. Diese Errungenschaft übrigens, sich als Bürger frei entfalten zu können, sich einer Sache anzudienen, die man selbst für richtig hält und die nicht allein deshalb richtig ist, weil sie in eine Ideologie passt, halte ich für die wichtigen Errungenschaften der friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit.


Die wir heute ehren, sagen eben nicht zu den anderen, „Nun macht Ihr mal“, sondern „Jetzt mache ich“. Sie haben Verantwortung nicht irgendwohin delegiert, um dann bequem zu kritisieren. Sie haben mitgetan und Sie haben sich selbst verantwortlich gefühlt für das, was sie tun und für die Gemeinschaft. Sie haben ein Stück Zuständigkeit für das Leben in und für unsere Stadt im Ganzen übernommen. Sie haben sich ein Stück Nordhausen für sich ganz persönlich erobert und zu eigen gemacht. Sie haben der Gemeinschaft gedient und Gemeinschaft geschaffen. Sie haben die Freiheitsrechte der Demokratie nicht nur als Abwehrrechte gehen den Staat, sondern als Recht zur Mitgestaltung des öffentlichen Lebens genutzt.
Ich habe die Leichtigkeit des Seins verloren – aber meinen Weg gefunden“. Diesen Satz habe ich jüngst in einem Buch gefunden, das sich mit 16 Thüringer Lebensgeschichten und die friedlichen Revolution 1989/1990 beschäftigt. Das trifft auf Sie, sehr geehrte ehrenamtlich Tätige sicher nur zur Hälfte zu: Durch Ihre offensichtliche Zufriedenheit mit dem, was Sie der Gemeinschaft geben, könnten Sie sagen, dass sie auch ‚die Leichtigkeit des Seins wieder gefunden haben‘ über die Erfüllung Ihres aktiven Tuns.
Danke für Ihre Arbeit,
Danke für Ihr Mittun und
Danke dass Sie heute hier sind.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Primas zur Umweltsprechertagung in München


Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Egon Primas, MdL, weilt derzeit in München zur Tagung der umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU Fraktionen in den Landtagen, des Deutschen Bundestages und des Europaparlamentes.

In einem Gespräch mit dem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Peter Altmaier, MdB, diskutieren die Parlamentarier unter anderem über die Energiewende in Deutschland, die sichere Entsorgung Wärme entwickelnder radioaktiver Abfälle und den Stand der Verhandlungen im Vermittlungsausschuss zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden.

„Thüringen nimmt im Vergleich zu den anderen Bundesländern bei der Nutzung regenerativer Energien eine Vorreiterrolle ein. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch beträgt derzeit 19,1 % (Stand 2010). Biomasse ist mit 85% dabei die wichtigste regenerative Energie in Thüringen. Sie liefert einen zuverlässigen Beitrag zur Energieversorgung“, so Primas.

Weiter überzeugen sich die Umweltpolitiker im Walchenseekraftwerk Kochel und in der Versuchsanstalt Obernach der Technischen Universität München über die ökologische Nutzung der Wasserkraft.

So, so, Dirk Bach ist tot


Kollegen und Fans sind schockiert, schreibt Spiegel.online zum Tod des Moderators und Schauspielers Dirk Bach. Weil ich aber weder ein Kollege noch ein Fan Dirk Bach's war, bin ich auch nicht schockiert. Und mache mir eigentlich erst jetzt nach dem Echo auf seinen Tod Gedanken über diesen Menschen, den ich immer nur für einen Kasper gehalten habe.
Zu Unrecht, wie es scheint. Und muss eingestehen, dass ich voreingenommen war, diesen Mann gegenüber. Obwohl ich doch sonst für mich in Anspruch nehme, abgeklärt und sachlich auch Vorgängen gegenüber wie diesen zu sein. Ähnlich geht es mir ja auch gegenüber seiner Kollegin aus dem Dschungelcamp, Sonja Zietlow. Und Ursache ist diese Unterhaltungsserie Dschungelcamp, von der ich zwar keine einzige Folge gesehen habe, weil mir die jeweiligen Einführungen durch Bach und Zietlow reichten, um auf andere Programme oder überhaupt abzuschalten. Und weil mir schon diese Auftritte ein Greuel waren, hab' ich auch immer dann umgeschaltet, wenn eine von Beiden oder beide zusammen irgendwo auftauchten.
Ich nehme also nach den Echos zum Tod Bachs zur Kenntnis, dass er ein guter und beliebter Moderator, Komiker und Schauspieler war, der eine Bereicherung in dieser Szenerie gewesen ist. Er hat zwar nichts davon, mir aber hilft es (vielleicht), noch etwas gelassener gegenüber Menschen und Vorgängen gegenüber zu sein, die mir gefühlsmäßig suspekt sind. Punkt.