Montag, 3. September 2018

Grüne erteilen Kundgebungen vor Privathäusern klare Absage

Anlässlich der heutigen Demonstration in Erfurt-Marbach gegen die geplante Moschee erklären Stephanie Erben und Denis Peisker, Landessprecher*innen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:

"Wir verurteilen die Kundgebung unmittelbar vor dem Privathaus der Landtagsabgeordneten Astrid Rothe-Beinlich auf das Schärfste. Dies ist ein Eingriff in die Privatsphäre und eine neue Qualität der Bedrohung. Wir erwarten von den Ordnungsbehörden, die Privatsphäre eines jeden Menschen zu schützen. Die Aktion ist ein weiterer Tabubruch, der nicht  zugelassen werden darf. Besonders perfide ist, dass die Teilnehmer*innen der Aktion der Initiative "Erfurt zeigt Gesicht" maskiert durch Erfurt-Marbach ziehen durften." 


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen am 03.09.2018

Gedenken zum Weltfriedenstag am 1. September

Nordhausen (psv) Am Weltfriedenstag, dem 1. September, hat Oberbürgermeister Kai Buchmann an der Stele vor dem Rathaus Blumen in Erinnerung an den Beginn des 2. Weltkrieges mit dem Überfall der Deutschen Wehrmacht 1939 auf Polen niederlegt.

Er erinnerte an diesem Tag neben dem Beginn des 2. Weltkrieges aber auch auf zwei weitere prägende Ereignisse der deutschen und europäischen Geschichte; zum einen der Beginn und das Ende des 30-jährige Krieges von 1618 bis 1648 sowie der 100 Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges 1918.

„Ich gehöre einer Generation an, die weder Krieg noch dessen Auswirkungen wie Hunger, Unsicherheit und Flucht am eigenen Leib erfahren mussten. Die Generation meiner Eltern ebenso wenig wie - ich darf meiner Hoffnung Ausdruck verleihen - die Generation meiner Kinder und deren Kinder. Dafür bin ich unendlich dankbar!“, sagte der Oberbürgermeister.

Es zeige sich aber auch, dass Krieg für den weit überwiegenden Teil unserer Gesellschaft zu einer Abstraktion geworden ist, die man nur aus den allabendlichen Bildern der Krisengebiete in den Nachrichtensendungen sehe.

„Aus diesem Grund müssen wir das Erinnern an die Phasen der vollständigen Abkehr von Zivilisation und Humanität wachhalten und in solchen Veranstaltungen wie diesen Zeichen setzen für Frieden, Toleranz, Rechtstaatlichkeit und Freiheit.“

Fotos: Pressestelle Stadtverwaltung Nordhausen

Drittes Kurze Meile Sommerkonzert und Flohmarkt

Die dritte und letzte Veranstaltung für dieses Jahr der Reihe „Kurze Meile Sommerkonzerte“ findet am 08. September mit der „Walter Mitty Blues Band“ statt.

An diesem Tag leistet der Jazzclub auch einen Beitrag zum Thema „Heimatshoppen“ in Nordhausen. Von 16 bis 19 Uhr wird ein „Jazzflohmarkt“ in der KURZEN MEILE veranstaltet. Hier können CD`s, Bücher und viele weitere Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs für wenig Geld erworben werden. Die Einnahmen dienen der Unterstützung des Jazzclub Nordhausen e.V., um auch weiterhin den kulturellen Ausgleich in der Stadt Nordhausen zu gewährleisten.

Die Livemusik beginnt dann pünklich um 19.30 Uhr. Von der derben Gangart des Bluesrock geprägt ist das Programm der Walter Mitty Blues Band. Hinter dem etwas kryptisch anmutenden Namen, des als Geheimtipp geltenden Powertrios, verbergen sich gestandene Musiker, die sich 2015 aus anderen in der Szene bestens bekannten Bands, etwa Calling Card, Seasick und Claro, rekrutierten. Mit markanter Gitarre, fettem Bass und kräftigen Drums erzeugen sie einen mächtigen Sound und liefern ein kurzweiliges Set handfester Versionen internationaler Blues- und Rocknummern.
Der Eintritt ist frei, die Versorgung wird mit guten Weinen, Bier vom Fass und Bratwurst abgesichert, auch das Fettbrot mit Gürkchen fehlt nicht. Also auf in die Kurze Meile (Barfüßerstraße) in Nordhausen.

Der Kartenvorverkauf im Theater Nordhausen für den JazzRabazz mit Klaus Doldinger und weiteren 8 Bands läuft bereits und Karten für die anderen Konzerte des 35. Nordhäuser Jazzfestes sind unter 03631/97 31 72 oder zappa1959@aol.com bestellbar. Die Konzerte zum 35. Nordhäuser Jazzfest lesen Sie auf www. jazzclub-nordhausen.de.


Sonntag, 2. September 2018

Nordhäuser Theaterpreis für Ivan Alboresi

Ivan Alboresi, Ballettdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, ist heute Abend mit dem Nordhäuser Theaterpreis ausgezeichnet worden. Der mit 1000 Euro dotierte Preis wird von der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theater Nordhausen e. V. verliehen. Landrat Matthias Jendricke, Vorsitzender des Stiftungsrats, überreichte den Preis in der Premiere der Operngala.

Ivan Alboresi wurde im italienischen Salerno geboren und wuchs in Mirandola/Modena auf. Er absolvierte seine Tanzausbildung in klassischem und modernem Ballett sowie Jazz an der Accademia del Teatro Nuovo di Torino und an der John Cranko Akademie in Stuttgart. Engagements als Tänzer führten ihn unter anderem nach Wiesbaden, Ulm, Pforzheim, Marburg und St. Gallen. Von 2001 bis 2014 war er festes Mitglied der Ballettcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg. Hier begann er auch zu choreographieren und arbeitete als Regisseur. Seine Arbeit als Choreograph und Regisseur, für die er mehrmals ausgezeichnet wurde, führte ihn an die Oper Nizza, das Theater Erfurt, das Mainfranken Theater Würzburg und die Theater Ulm, Freiberg/Döbeln und Hof. Zuletzt schuf er eine neue Choreographie für Benjamin Brittens „Tod in Venedig“ am Tiroler Landestheater Linz.

In der Spielzeit 2003/2004 wurde Ivan Alboresi als erster Tänzer überhaupt mit dem Theaterpreis des Theaterfördervereins Würzburg ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2009 den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg.

Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er Ballettdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und feiert mit dem Ballett TN LOS! große Erfolge. Die Ballettcompagnie ist sowohl in der Region als auch überregional sehr beliebt und erhält zahlreiche Einladungen zu Galas in ganz Deutschland. Für das Ballett TN LOS! schuf er abendfüllende Choreographien zu Tschaikowskys „Schwanensee“ und Prokofjews „Romeo und Julia“, entdeckte in „Die Seele erzählt nicht, sie tanzt“ den Barockkomponisten Westhoff für die Ballettbühne und schuf die Choreographie zur Uraufführung der Ballettkomposition „Die Kraniche des Ibykus“ von Composer in Residence Christoph Ehrenfellner. Seine Inszenierung des Musicals „Dracula“ wurde zum Publikumsmagneten, für die Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen inszenierte er nicht weniger erfolgreich „Die Comedian Harmonists“. In der neuen Spielzeit folgen die Ballette „Ein Sommernachtstraum“ und „Der Tod und das Mädchen“, die Inszenierungen „Cabaret“ und bei den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen „Jesus Christ Superstar“ sowie „Die Fledermaus“ am Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln.

Herzlich gratulierten Barbara Rinke, Vorsitzende des Fördervereins Theater Nordhausen e. V., Landrat Matthias Jendricke, Intendant Daniel Klajner und Wolfgang Asche, Vorstand der Kreissparkasse Nordhausen, Ivan Alboresi. „Wir freuen uns auf die nächsten Ballettabende“, so Wolfgang Asche in seiner Ansprache.


Foto: v. li. Wolfgang Asche, Barbara Rinke, Ivan Alboresi, Matthias Jendricke, Daniel Klajner; Foto: Birgit Susemihl

Samstag, 1. September 2018

Peisker zum Programmentwurf zur Europawahl 2019 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der Bundesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat am heutigen Freitagnachmittag seinen Entwurf des Europawahlprogramms vorgestellt. Denis Peisker, Landessprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, erklärt hierzu:

„Die Grünen geben ein klares Bekenntnis zu einem starken und handlungsfähigen Europa. Die Wahl im kommenden Jahr ist richtungsweisend – für die Umwelt- und Sozialpolitik in Deutschland und Europa, aber auch und vor allem für das Friedensprojekt Europa selbst. Das Ziel ist klar: Wir wollen Europa verteidigen gegen nationalistische und autoritäre Strömungen, die Rechtsstaat, Demokratie und Frieden gefährden“, so Peisker.

„In Thüringen wird die Europawahl Ende Mai eine besondere Rolle spielen, weil sie mit den Kommunalwahlen zusammenfällt. Die Zusammenhänge zwischen Europa und Kommune, zwischen oberster und unterster Verwaltungsebene, bekommen so eine noch größere Bedeutung“, ist sich der grüne Landessprecher sicher. „Eine klare Maxime ist, dass die Kommunen ihre Entscheidungs- und Handlungsfreiheit genießen können und zugleich vor der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge geschützt werden.“

„Ein gesichertes Mitspracherecht von Kommunen, Regionen und Nichtregierungsorganisationen beim EU-Gesetzgebungsverfahren sowie gemeinsame Standards in der Sozial-, Umwelt-, Handels- und Außenpolitik, aber auch was Steuern und Menschenrechte betrifft, sind die Eckpfeiler für ein gelingendes Europa. Denn auch wenn es bei vielen in Vergessenheit geraten ist: Ein geeintes und starkes Europa, das für Frieden und Solidarität steht, ist das Beste, was den Menschen in Deutschland und auch in Thüringen passieren kann“, betont Peisker.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen am 31.08.2018

Stadt Nordhausen: Einordnung der Übertragung des Albert-Kuntz-Sportparks und der Widerspruchsverfahren zur Kreisumlage

Nordhausen (psv) Die Stadt Nordhausen hat beim Thema der Fördermittelbeantragung zur Sanierung des Albert-Kuntz-Sportparks (AKS) immer kommuniziert, alles dafür zu tun, um die bereitgestellten Landesfördermittel für die Region zu sichern. Diese sind zwischen dem 01.01. und 31.12.2018 beim zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft bzw. bei der Landesbaubehörde (TLBV) zu beantragen. Hierzu erfolgten bereits unterjährig Abstimmungen zwischen Stadt und Land über Form, Fristen und Inhalte des Antrages. Nicht zuletzt die Berechnung des Kostenrahmens durch die beiden Prinzipstudien – Vorgehen entsprechend Theatersanierung – ist ein essentieller Baustein dieser Fördermittelbeantragung. Eine andere Vorgehensweise wäre dem Landkreis auch nicht möglich.


1.       Kosten- und Zeitrahmen der Sanierung des AKS
Oberbürgermeister Kai Buchmann begrüßt die Einsicht des Landrates, dass das Projekt der Sanierung des AKS als ein Regionalligastadion (mit Erweiterungsoption für die 3. Liga) mindestens 15 Mio. Euro kosten wird. Ebenso ist die realistische (Zwischen-) Bauzeit bis mindestens 2022 nunmehr durch das Landratsamt anerkannt (Vgl. TA-Bericht vom 25.08.2018).
Die beiden seitens der Stadt in 2018 beauftragten Prinzipstudien - auf Grundlage des Raumbuches des Vereins Wacker 90 Nordhausen und der Habau-Studie für ein Regionalligastadion (beauftragt durch den Verein in 2015) - berechnen diesen Kostenrahmen inklusive Risikoreserve und geben die Zeitschiene vor.
Belastbare Zahlen für ein Drittligastadion gibt es bisher überhaupt nicht, ebenso wenig wie die dafür jährlich anfallenden Betriebskosten bei verschiedenen Ausbaustufen, zum Beispiel mit oder ohne Rasenheizung, Anforderungen des jeweiligen Ligabetriebs an Sicherheit, Sanitäreinrichtungen, Infrastruktur, etc.


2.       Konzeptionelle Umsetzung der Sanierung des AKS
Die Stadtverwaltung hatte bereits bei einem ersten Abgleich des Raumbuches des Vereins einen höheren Finanzierungsbedarf festgestellt als eingeplant war. Insofern wurde geprüft, ob eine sinnvolle Planung von Bauabschnitten und somit eine schrittweise Realisierung der Sanierung des AKS im Kostenrahmen möglich sei. Normalerweise schließt die Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Freistaats Thüringen (RLBau) eine Aufteilung von Großen Baumaßnahmen in kleine Teilprojekte aus. Ebenso muss laut Vorlage des Fördermittelantrags die Finanzierung und der Kostenrahmen bei Bauprojekten im Vorhinein abgesichert sein.
Tatsächlich wäre es aus Sicht des Oberbürgermeisters ein „Schildbürgerstreich“, wenn der derzeitig bestehende Finanzierungsrahmen von aktuell 8,2 Mio. Euro für „ein halbes Stadion“ ausgegeben würde, ohne eine Folgefinanzierung vorab sichergestellt zu haben. Das würde das Ansehen unserer Region wirklich aufs Spiel setzen.


3.       Realisierungsrisiken des Stadionausbaus 3. Liga am Standort
Die 3. Liga hat der Verein Wacker 90 Nordhausen als Ziel ausgegeben. Bisher war die Planung eines Stadions für den Drittligabetrieb für die Stadtverwaltung kein Thema. Die Habau-Studie sowie das vorgelegte Raumbuch gingen jeweils von einem 5000 Zuschauer fassenden Regionalligastadion aus. Im Zuge der Diskussionen der letzten Wochen beschäftigt sich die Stadt nunmehr konkret mit der Vorplanung eines Stadions für die 3. Liga in Nordhausen.
Die beiden beauftragten Büros haben in den Prinzipstudien auf die Problemlage und das Realisierungsrisiko eines drittligatauglichen Stadions am jetzigen Standort hingewiesen. Weder die Stadtverwaltung noch der Landrat selbst können bei der Ausbau- und Erweiterungsoption, z. B. die notwendigen schalltechnischen Grundsatzuntersuchungen außer Acht lassen. Insofern widersprechen die Aussage des Landrats, dass „Lärm irrelevant sei“, den Risikobetrachtungen der Prinzipstudien und an dieser Stelle dem gesunden Menschenverstand (Vgl. TA-Bericht vom 24.08.2018).

Sicherlich können die Einwohner von Krimderode „ein Lied davon singen“, wie Stadion- und Verkehrslärm die Lebensqualität beeinträchtigen können.

Des Weiteren sind die örtlichen Gegebenheiten nicht geeignet, um die notwendigen Nutzungen und Verkehrsflächen sicherheitstechnisch angemessen und funktional sinnvoll umzusetzen. Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte können bisher nur schwer unvorhergesehene Situationen beherrschen, die in der 3. Liga eher noch zunehmen werden.


4.       Auszüge der Rahmenbedingungen der Übertragung des AKS an den Landkreis Nordhausen
Auf ureigenen Vorschlag des Landrates, hatte der Stadtrat in der Sitzung vom 28.06.2018 beschlossen, den Oberbürgermeister mit den Verhandlungen zur Übertragung des AKS (unter der Weiterzahlung der jetzigen Betriebskosten) von der Stadt nach § 11 Absatz 2 des Thüringer Sportfördergesetzes auf den Landkreis zu beauftragen (Vgl. NNZ-Beitrag vom 13.06.2018). Die Vertragsgrundlage nach § 11 Absatz 2 des Thüringer Sportfördergesetzes steht nach einer ersten Rückmeldung aus dem Thüringer Landesverwaltungsamt (30.08.2018) nunmehr in Frage.
Laut letztem Vertragsentwurf des Landratsamtes soll zudem eine direkte Übertragung an eine kreiseigene Eigengesellschaft (Servicegesellschaft GmbH) erfolgen. Ob dies rechtlich und fördertechnisch überhaupt möglich ist, wurde sicherlich im Landratsamt geprüft. Die Stadtverwaltung ist sich in dieser Angelegenheit hingegen unsicher und befragt aktuell u. a. hierzu das TLVWA.
Auch werden der Stadt Nordhausen und somit den Steuerzahlern in weiteren Passagen des letzten Vertragsentwurfs des Landkreises unkalkulierbare Risiken aus den Nebenbestimmungen der Baugenehmigung übertragen. Die Stadt würde dann die derzeit noch unabsehbaren Kosten für Auflagen und Bedingungen einer Baugenehmigung, dies reicht von Stellplätzen über Schallschutz bis z. B. Vorgaben des Abwasseranschlusses, Brandschutz, Löschwassereinspeisung etc., wiederum selbst tragen, dann aber auf fremden Grund?!?


5.       Vermengung der Übertragung des AKS mit dem Kreisumlagestreit
Für die Stadt Nordhausen und den Oberbürgermeister ist es unverständlich, warum die Kreisumlagediskussion in den Übertragungsprozess des AKS einfließen muss. Die Stadt hat für die Jahre 2012, 2014, 2016, 2017 Widerspruch gegen die Kreisumlagebescheide eingelegt. Die Stadt ist ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Landkreis immer nachgegangen (in Summe der vier Jahre: 53,7 Mio. Euro). Es handelt sich um Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die der Landkreis bereits vereinnahmt hat. Dieses Steuergeld fehlte bisher den Nordhäuserinnen und Nordhäusern für dringende Investitionsmaßnahmen.

„Einen Millionenwert einfach in Paketen/Deals wegzuverhandeln, da hört der Spaß für mich als Oberbürgermeister auf“, so Kai Buchmann. Den AKS nun als „Mittel zum Zweck“ zu nutzen, um ein bereits festgestelltes, fehlerhaftes Verwaltungshandeln im Landratsamt nachträglich auszubügeln ist mehr als unredlich. „Ein Vertrag, der diesen Winkelzug beinhaltet, muss erst einmal rechtlich in alle Richtungen abgesichert werden“, fügt Buchmann an. Hier lässt sich die Stadt Nordhausen von der zuständigen Rechtsaufsicht im Landesverwaltungsamt, sowohl rechtlich als auch haushaltsrechtlich, beraten.

Die Rechtsposition der Stadt ist rechtlich abgesichert. Hierzu wird ausdrücklich auf die Entscheidung des OVG Weimar bzgl. des Kreis- und Schulumlagestreits zwischen Landkreis und der Stadt Bleicherode zu Gunsten der Stadt Bleicherode verwiesen.


6.       Abschließende Betrachtung
Tatsächlich ist die Stadtverwaltung bei all den aufgezeigten Problemen irritiert, dass zum einen der Verein sein finanzielles Engagement im Stadionprojekt nicht vergrößern kann oder will. Denn vor allem der Verein und sein Hauptsponsor drängen auf den Aufstieg in die 3. Liga und das noch unbedingt in dieser Spielzeit. Für dieses Ziel hat der Verein viel in neue Spieler investiert und sicherlich die Folgen des Aufstiegs finanziell vorab geklärt.

Zum anderen ist es aus Sicht der Stadt Nordhausen nicht erklärbar, dass jede Diskussion bzgl. eines Alternativstandorts seitens des Vereins und des Landrats ohne vernünftigen Grund von vornherein abgelehnt wird. Die Stadtverwaltung würde viel mehr das Entwicklungspotenzial an einem Neustandort, beispielsweise am einstigen Ernst-Thälmann-Stadion, näher prüfen.

Der jetzige AKS würde dann weiterhin mit seinen vier Trainingsplätzen für Nordhäuser Vereine sowie als Nachwuchszentrum zur Verfügung stehen und dahingehend entwickelt werden können. Dies bedeutet auch eine Sanierung des Hauptgebäudes, die die Stadt als Eigentümer seit Langem plant.

Dres. Pientka berichten:

Heimat – tragendes Motiv der Andacht zum Heimat- und Schützenfest

Erneute anonyme Spende von 1.000 EUR für die Kanzel

Es waren bewegende Worte, die Karl-Heinz Kindervater in dieseer Andacht predigte – und das tragende Motiv war „HEIMAT“. Dies war nicht nur persönlich gemeint – Herr Kindervater wohnt und arbeitete lange Zeit in Erfurt, ist aber im Herzen immer Ellrich verbunden geblieben. Heimat kann man nicht definieren, nicht mit einem Wort beschreiben. Heimat ist Gefühl und
dieses Gefühl ist subjektiv, es ist privat wie intim, individuell ist es auch. Es hat eine Farbe, einen Geruch, es hat Bilder. Als Sehnsuchtsort begegnet uns unsere Heimat unterwegs als Heimweh. Oder als Sehnsucht aus der Heimat in die Fremde – als Fernweh. Schon als Kinder haben wir gesungen: „Uns’re Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer ….“ Unser Altbundespräsident Gauck sagte einmal in einem Gespräch den Unterzeichnenden: „Heimat ist, wenn ich bei meiner Großmutter bin und den Kuchenteig aus der Schüssel mit dem Finger auslecken konnte!“ Die Verbundenheit mit der Heimat ist nicht wegzureden, kann mit keiner modischen Strömung oder politischen Ausrichtung verändert oder gar getilgt werden. In den 80-er Jahren formulierte es sehr schön der für den Bezirk Erfurt Verantwortliche für Denkmalspflege: „Wenn Sie Besuch bekommen, dann führen Sie diesen nicht in den Stadtteil, der aus Wohnscheiben neu gebaut wurde, sondern zum alten Marktplatz und zu der Kirche des Ortes“. Und genau dorthin führte es die Besucher dieser Andacht. Sie wie die meisten Ellricher stehen zu ihrer Marktkirche und dem Bestreben zweier Vereine, diese wieder in (fast) alter Schönheit und mit den Doppeltürmen erstehen zu lassen. Vielleicht ist dies nicht in zwei oder fünf Jahren zu schaffen. Man sollte aber bedenken, dass für die Fertigstellung des berühmten Kölner Domes 800 Jahre benötigt wurden. Zwischenzeitlich
ist auch die Frauenbergkirche aus der Nische ihres Schattendaseins gerückt. Dass sie die älteste Steinkirche Thüringens ist und es nur noch eine weitere gibt, die mit einem Beinhaus aufwarten kann, war sogar dem MDR einen Beitrag wert. Diese ehrenamtliche Arbeit erfolgt auch in dem Bestreben, diese Heimat schöner, attraktiver zu machen, das Gefühl „HEIMAT“ weiter zu stärken. Auch der Spendenaufruf zur Restaurierung der Kanzel der Johanniskirche zeigt weiter Wirkung. Vor wenigen Tagen ging erneut ein Betrag von 1.000 EUR ein – wieder anonym, leider. Die Kirchgemeinde und der Verein zum Wiederaufbau wie auch das Ehepaar Pientka, das zu dieser Aktion aufrief, möchten sich auch mit diesen Zeilen bedanken. Ob es die Andacht war, die wieder das Gefühl HEIMAT stärker hervortreten lies und damit die Bereitschaft einen persönlichen Beitrag zu leisten, wird wohl nie zu erfahren sein. Das DANKE zu diesem großen finanziellen Beitrag möchten wir aber mit voller Absicht in Großbuchstaben schreiben.

Dres. Hannelore und Wolfgang R. Pientka Mitglieder des Wiederaufbauvereins der Johanniskirche