Dienstag, 25. Juli 2017

Die Hochschule Nordhausen teilt mit:

Nordhäuserin promoviert in Liechtenstein

Nordhausen (HSPN) Nach zweistündiger Verteidigung – der Disputation – war es schließlich geschafft: Ariane Ruff wurde der Titel der Doktorin der Wissenschaft (Dr. sc.) von der Universität Liechtenstein verliehen.

Dr. Ariane Ruff promovierte zum raumverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien, ein wichtiges und aktuelles Thema der Energiewende, zu dem sie seit Jahren an der Hochschule Nordhausen forschte. Finanziert wurde ihr Vorhaben mit einem Promotionsstipendium der Hochschule Nordhausen aus dem Fonds für Chancengleichheit. Die Arbeit wurde begleitet von Professor Droege (Universität Liechtenstein), Professor Hahne (Universität Kassel) und Professor Genske (Hochschule Nordhausen).
„Wir danken der Universität Liechtenstein herzlich, dass sie uns bei der Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses unterstützt hat“, betont Professor Genske, der selbst lange eine Gastprofessur im Fürstentum innehatte.

Bild(er)unterschrift: Die Professoren Droege, Genske, Hahne und Dr. Ariane Ruff nach der Doktorprüfung (v.l.)

(Foto: privat)

Am Donnerstag halbseitige Sperrung des Taschenberges

Nordhausen (psv) Am Donnerstag, den 27. Juli,  ist der Taschenberg halbseitig gesperrt. Grund sind Tiefbauarbeiten des Wasserverbandes Nordhausen am Fahrbahnabschnitt in Höhe des Studizentrums. Das kündigte jetzt Martin Schulze von der städtischen Verkehrsbehörde an.


Der Verkehr kann hochwärts fahren. Nur wer von der Oberstadt kommt, muss die Umleitung über die Sangerhäuser Straße nehmen. Es empfiehlt sich jedoch bereits, je nach Ziel, die Baustelle über die Leimbacher Straße bzw. Töpferstraße zu umfahren.

Prüfungszeugnisse auf Englisch und Französisch

Auszubildende haben nach Paragraf 37 Berufsbildungsgesetz (BBiG) den Anspruch darauf, eine englische und eine französische Übersetzung ihres Prüfungszeugnisses zu erhalten. Eine Antragstellung ist über die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt möglich.

Dieser gesetzliche Anspruch bestehe seit April 2005, gelte jedoch nur für Abschlüsse, die seitdem erworben wurden. „Bei den Übersetzungen handelt es sich um eine reine inhaltliche Wiedergabe des Zeugnistextes. Dieser mehrsprachige Qualifikationsnachweis unterstützt die Jugendlichen bei der Bewerbung im Ausland und ermöglicht dem ausländischen Arbeitgeber einen ersten Überblick über die Fähigkeiten der Person“, informiert Diana Stolze, Leiterin der Regionalen Service-Center der Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und Kyffhäuserkreis der IHK Erfurt. Die Ausstellung des fremdsprachigen Zeugnisses müsse der ausgelernte Facharbeiter bei der IHK beantragen, bei der er seinen Abschluss erlangt hat. Der Antrag könne formlos, beispielsweise über eine E-Mail, erfolgen.

„Die Ausstellung und der Versand des Zeugnisses dauern im Normalfall nicht länger als zwei Tage. Den Absolventen entstehen hierfür keine Kosten“, ergänzt Diana Stolze. Darüber hinaus bietet die IHK Erfurt an, auch Fortbildungszeugnisse in anderen Sprachen auszuhändigen. Dies sei jedoch ein erweitertes Serviceangebot und daher nicht kostenfrei.

IHK Erfurt am 25.07.2017

Die IHK Erfurt teilt mit:

Betriebliche Deutschkurse
für Flüchtlinge sind steuerfrei

Deutschkurse für Flüchtlinge, die der beruflichen Integration dienen, können künftig steuerfrei vom Arbeitgeber finanziert werden. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hin.

„Nach der bisherigen Praxis der Finanzverwaltung führten Deutschkurse, die Arbeitgeber den bei ihnen beschäftigten Flüchtlingen angeboten haben, regelmäßig zu steuer- und abgabenpflichtigem Arbeitslohn. Diese Rechtslage widersprach jedoch dem Ziel, die berufliche Integration von Flüchtlingen voranzutreiben“, erläutert Diana Stolze, Leiterin der Regionalen Service-Center der Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und Kyffhäuserkreis.

Nach einer entsprechenden Intervention der Kammerorganisation habe das Bundesfinanzministerium reagiert und mit Schreiben vom 4. Juli 2017 klargestellt, dass berufliche Fort- oder Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers nicht zu Arbeitslohn führen, wenn diese Bildungsmaßnahmen im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden. Bei Flüchtlingen und anderen Arbeitnehmern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind Bildungsmaßnahmen zum Erwerb oder zur Verbesserung der deutschen Sprache dann dem Arbeitgeberinteresse zuzuordnen, wenn der Firmenchef die Sprachkenntnisse in dem für den Arbeitnehmer vorgesehenen Aufgabengebiet verlangt.


„Damit haben unsere Mitgliedsunternehmen endlich Rechtssicherheit, wenn sie für Flüchtlinge und zugewanderte Mitarbeiter Deutschkurse bezahlen“, betont Diana Stolze.

Montag, 24. Juli 2017

Internationaler Workshop für Kammermusik gestartet – Konzerte am Freitag und Sonntag

Mit 20 jungen Musikerinnen und Musikern  aus Japan und Deutschland ist am Montag der Internationale Workshop für Kammermusik an der Landesmusikakademie Sondershausen
gestartet. Die Violinisten und Cellisten  zwischen neun  und 26 Jahren werden von den namhaften  japanischen Musikerinnen Yasuko Ogata und Yoko Kitaura eine Woche lang unterrichtet. Elf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind extra aus Japan angereist.  Der 15-jährige Julius aus Laatzen (Niedersachsen) ist bereits  zum neunten Mal in Sondershausen dabei.

Zum Teilnehmerkonzert  laden die Musizierenden für Freitag, den 28.07.17 um 19:00 Uhr, ein. Das Abschlusskonzert findet am Sonntag, den 30.07. 17 um 17:00 Uhr, statt. Konzertkarten für sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, sind an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt für beide Konzerte zusammen kostet 12 €, ermäßigt  8€.   


( Foto: Grit König)

Unternehmensfinanzierung ohne Probleme

Aufgrund des stabilen wirtschaftlichen Umfelds und der Niedrigzinspolitik stellt sich die Finanzierungssituation für die meisten Unternehmen relativ entspannt dar. Die Bedeutung des Risikos „Finanzierung“ für die geschäftliche Entwicklung der Betriebe hat seit 2012 deutlich abgenommen. In den letzten Jahren konnten viele Firmen ihr Eigenkapital stärken und Liquiditätsreserven erhöhen. Dies sind die zentralen Aussagen einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 800 Unternehmen in Nord- und Mittelthüringen.

„Momentan sind für viele Betriebe die benötigten Kredite vergleichsweise leicht und zu besonders günstigen Zinsen zu bekommen. Zudem wird die Situation durch eine breitere Eigenkapitalbasis der Firmen verbessert“, erklärt Diana Stolze, Leiterin der Regionalen Service-Center der Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und Kyffhäuserkreis. Lediglich fünf Prozent der Befragten hätten bei der externen Unternehmensfinanzierung Probleme angegeben. Dies sei der niedrigste Wert seit Herbst 2012. Damals sahen noch 13 Prozent die Finanzierung als Risikofaktor für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens an.

Knapp die Hälfte der Unternehmer bewerte den Zugang zur Fremdfinanzierung mit gut, jeder Fünfte zumindest noch mit befriedigend. 27 Prozent der Befragten benötigten derzeit überhaupt keine externe Finanzierung.
Nur für 7 Prozent der Firmenchefs seien die Bedingungen schlecht oder wurden Kredite nicht gewährt. Maßgebliche Hürden stellten für die betroffenen Unternehmer die Anforderungen an Kreditsicherheiten und das erforderliche Eigenkapital dar.

Mitteilung der IHK Erfurt am 24.07.2017

Forschung für gute Bildung

Wie gelingt es, allen Menschen in Deutschland die gleichen Chancen auf gute Bildung zu ermöglichen? Wie können Bildungseinrichtungen mit wachsender Vielfalt in der Gesellschaft umgehen? Wie können Inklusion und Integration weiter verbessert werden? Kann Digitalisierung Impulse für eine bessere individuelle Förderung geben? Was muss ein Mensch heute lernen, um den eigenen Weg in einer zunehmend komplexer werdenden Welt zu finden? Diese Fragen sind Beispiele für Themen, die unter dem Dach  des neuen Rahmenprogramms "Empirische Bildungsforschung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bearbeitet werden: Nach ca. 10jähriger Laufzeit löst es das bisherige Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung ab.
"Die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche, die voranschreitende Globalisierung, demografische Veränderungen, die Sicherung unserer demokratischen Werte sind Herausforderungen, die auch das Bildungswesen betreffen. Wir brauchen eine exzellente Bildungsforschung, die die Wissensgrundlagen für rationale Entscheidungen in Bildungspolitik und Bildungspraxis schafft", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.
Vier Handlungsfelder stehen im Mittelpunkt des neuen Rahmenprogramms. Das BMBF leistet mit der Förderung von Forschung zur Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit, einem gelingenden Umgang mit Heterogenität in den Bildungseinrichtungen, einer sinnvollen Nutzung und Gestaltung von technologischen und digitalen Entwicklungen und schließlich zur Verbesserung der Qualität des Bildungssystems seinen Beitrag für ein zukunftsfähiges Bildungswesen. Dies geht weit über Schulforschung hinaus: Jede Lebensetappe ist in den Blick zu nehmen  - in der formalen Bildung in Kitas, Schulen, Universitäten, in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, in der Erwachsenenbildung ebenso wie non-formale und informelle Bildungsprozesse.
Ein wichtiges Ziel des neuen Programms ist der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis. Kooperation und Dialog von Akteurinnen und Akteuren aus Bildungsforschung, Bildungspraxis, Politik und Zivilgesellschaft kommt deshalb im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung ein großer Stellenwert zu: Bildungspraktikerinnen und -praktiker, aber auch Eltern sind als Partner gefragt um herauszufinden, welche Probleme im Alltag besonders drängend sind. Dadurch findet das neu gewonnene Wissen auch leichter den Weg in die Schulen, Kindertagesstätten und in die nicht institutionellen Bildungseinrichtungen.
Ein Programmbegleitgremium mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Interessensgruppen unterstützt mit fundiertem Wissen die Durchführung des Programms.
Im neuen Rahmenprogramm "Empirische Bildungsforschung" werden für die Bildungsforschung in den ersten fünf Jahren 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen: www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de
Mitteilung des BMBF am 24.07.2017