Mittwoch, 26. August 2015

Neue Wohnungen in Nordhausen-Nord:

Erster Neubau der Gesellschaft: SWG lädt am 5. September zum „Tag der offenen Tür“ / 35 der 50 neuen Wohnungen sind vermietet

Nordhausen (swg) Zur Besichtigung der neuen  Wohnungen in Nordhausen-Nord in der Semmelweißstraße lädt am 5. September von 12 bis 16 Uhr die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG)  Das sagte heute
SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan bei der Vorstellung der Wohnungen für die Presse.

Die drei Stadt-Häuser, auf die sich die insgesamt 50 Wohnungen verteilen, seien das erste Neubau-Projekt der SWG, so Frau Klaan. Und sie seien gefragt: Bereits 35 sind vermietet. Wir rechnen damit, dass die restlichen noch in diesem Jahr unter Vertrag gehen.“ Die ersten Mieter werden zum 1. November einziehen. „Der Standort hat aufgrund seiner bevorzugten Lage mit Ausblick bis in den Harz eine hohe Faszination. Damit erreichen wir hohe und zeitlich lange Mietbindung. Auch, weil wir einige Wohnungen anhand von Mieterwünschen geplant haben.“ Und auch aufgrund des Zuschnitts: „Sämtliche Wohnungen sind Barriere frei und großzügig geplant, haben Balkon bzw. Loggia“, sagte Frau Klaan. Hinzu komme die Top-
Lage: Nähe zum Krankenhaus, zur Straßenbahn, zu Einkaufsmöglichkeiten und die PKW-Stellplätze in der Tiefgarage.  

Architekt  Jörg Kopprasch verwies darauf, dass vom Kalkputz bis hin zu den Holzfußböden „überwiegend natürliche Baustoffe eingesetzt wurden.“ Darüber hinaus seien die Wohnungen mit Blick auf den Energieverbrauch auf dem letzten technologischen Stand. Der Mietpreis bewege sich zwischen 6 und 9 Euro. 

Bild 1:
SWG-Chefin Inge Klaan stellt den Medien eine der neuen Wohnungen vor.

Bild 2: Blick ins Treppenhaus.


Foto: Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen.

Studie zur Zeitverwendung

Eltern wünschen sich mehr Zeit für Familie


Der Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für die Familie ist groß. Ein großer Teil der Eltern (32% der Väter und 19% der Mütter) bemängeln, nicht ausreichend Zeit für ihre Kinder zu haben. Fast 80% der Väter wünschen sich, dass sich dies ändert und sie sich mehr um Kinder und Familie kümmern können.
Das ist eines der Ergebnisse der Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Statistik, Roderich Egeler, heute (Mittwoch) in Berlin vorgestellt hat.
Mit der Studie "Zeitverwendung in Deutschland 2012/2013" liegen erstmals Daten vor, die zeigen, welche Veränderungen es bei der Verwendung der Zeit von Frauen und Männern sowie von Familien in Deutschland gibt.
"Väter und Mütter sind heute stärker gefordert als früher - beruflich und privat. Vollzeit arbeiten, sich gleichzeitig um Kinder und pflegebedürftige Angehörige kümmern - das bringt die Familien an die Grenze ihrer Belastung," so Familienministerin Schwesig. "Diese Generation steht vor der Herausforderung, ihre Wünsche nach Beruf und Familienleben zu vereinbaren, sie brauchen zeitliche Entlastung. Die Zeit für die Familie muss mehr anerkannt werden", sagte die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse.
Im Vergleich zu 2001/2002 gibt es Veränderungen: Grundsätzlich ist die Stundenzahl bei Männern und Frauen für Erwerbstätigkeit gestiegen. Vergleicht man Mütter und Väter mit Menschen, die in Haushalten ohne Kinder leben zeigt sich: Sie arbeiten knapp 10 Stunden mehr - das ist vor allem auf ein höheres Pensum unbezahlter Arbeit zurückzuführen.
Gleichzeitig haben aber Mütter wie Väter auch mehr Zeit darauf verwendet, sich um Kinder zu kümmern und sich aktiv mit ihnen zu beschäftigen. Erwerbstätige Mütter verbrachten dabei ähnlich viel Zeit mit Aktivitäten wie Vorlesen oder Gespräche mit den Kindern, wie nicht erwerbstätige Mütter.
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der Erwerbsarbeit gibt es jedoch eine Lücke: Väter und Mütter in Vollzeit wollen durchschnittlich weniger Stunden arbeiten und mehr Zeit für Familie haben. Mütter und Väter, bei denen beide  Partner je 30 Stunden und mehr arbeiten, wünschen sich durchschnittlich um vier Stunden geringere Arbeitszeiten: zwischen 33 (Mütter) bzw. 38 (Väter) Stunden. Mütter in kleiner Teilzeit würden ihre Arbeitszeit dagegen gerne etwas erhöhen.
"Eltern wollen ihre Arbeit so gestalten, dass beides möglich ist: Beruf und Familie. Für jeden zweiten Vater heißt das: durchschnittlich etwas weniger zu arbeiten, für etwas mehr als ein Viertel der Mütter: etwas mehr zu arbeiten. Das zeigt, dass mein Vorschlag einer Familienarbeitszeit, bei der beide vollzeitnah arbeiten und sich um die Familie kümmern, den Nerv trifft. Die Familienarbeitszeit bietet Eltern die Chance, so zu leben wie sie es sich wünschen. Ich bin überzeugt: davon profitieren alle - Mütter, Väter und Kinder", so Schwesig.
Ein erster Schritt auf dem Weg zur Familienarbeitszeit ist das Elterngeld Plus. Es bietet Eltern flexiblere Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren und unterstützt eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbsarbeit in Teilzeit durch einen Partnerschaftsbonus.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Damit aus der geforderten Generation keine überforderte Generation wird, müssen wir Männer und Frauen darin unterstützen, ihre Zeit partnerschaftlich aufzuteilen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass dies auch der Wunsch der Eltern ist. Ich sehe das als klaren politischen Handlungsauftrag, die Familienarbeitszeit weiterzuverfolgen".
Mitteilung des BMFSFJ am 26.08.2015

Thüringer Tourismus im 1. Halbjahr 2015

Mehr Gästeankünfte und gestiegene Übernachtungszahlen

Im 1. Halbjahr 2015 empfingen die Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr 
Gästebetten (einschließlich der Campingplätze) 1,7 Millionen Gäste, die 4,4 Millionen 
Übernachtungen buchten.
Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik am 26.08.2015

GEW Thüringen mit deutlicher Kritik am Vorschlag des Erfurter Oberbürgermeisters zur Aussetzung der Schulpflicht für Flüchtlingskinder

Die GEW Thüringen beobachtet sehr kritisch die Verschärfung der ungleichen Verteilung von Bildungschancen. Das wird mit den Äußerungen des Erfurter Oberbürgermeisters, der eine Aussetzung der Schulpflicht bis zur Entscheidung des Asylantrags fordert, jedoch verschärft. Dazu die Landesvorsitzende der GEW Thüringen, Kathrin Vitzthum: „Die Abschaffung der Schulpflicht für Kinder von Asylbewerber*innen aus angeblich sicheren Herkunftsländern ist ein Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Wir haben uns verpflichtet, jedem Kind unabhängig seiner Herkunft und seines Aufenthaltsstatus Zugang zum Bildungssystem zu gewähren. Bildung ist der Schlüssel zu Integration, Teilhabe und Ankommen im Hier und Jetzt.“


Zudem biete gerade die Institution Schule den so wichtigen Grad an Verlässlichkeit und Struktur für die Kinder und Jugendlichen, deren Leben aus den Fugen geratenen ist. Und nicht zuletzt würde dieser Schulentzug gerade diejenigen treffen, die am allerwenigsten etwas für die Zustände in ihrem Heimatland und für die Entscheidung zur Flucht können.


„Statt diesen Kindern und Jugendlichen erste Chancen vorzuenthalten, sollten die staatliche Stellen schnellstmöglich die entsprechenden Bedingungen für eine weiterhin funktionierende Schule schaffen und die Lehrer*innen und Erzieher*innen in diesem Prozess nicht allein lassen“, so Kathrin Vitzthum weiter. Dazu gehört beispielsweise eine deutliche größere Anzahl an Lehrer*innen für Deutsch als Zweitsprache und an Schulsozialarbeiter*innen, aber auch das Bereitstellen von Informationen über die Herkunftskulturen der Kinder und Jugendlichen und nicht zuletzt das Aufzeigen von Beratungsmöglichkeiten vor Ort und von Ansprechpartner*innen bei den vielfältigen Problemen der neuen Schüler*innen. Hier sind das Bildungsministerium genauso in der Pflicht wie die Schulämter und die Kommunen. 

Ab Montag, 31. August, im Rathausfoyer:

 Ausstellung: „Der Weg zur deutschen Einheit“

 Nordhausen (psv) „Der Weg zur deutschen Einheit“ heißt die Ausstellung, die ab Montag, dem 31. August, im Foyer des Nordhäuser Rathauses zu sehen ist. Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh eröffnet die Plakat-Schau um 16 Uhr.

Die Bundesstiftung zur  Aufarbeitung der SED-Diktatur und  das  Auswärtige  Amt haben diese Sonderausstellung initiiert und herausgegeben. Die Stadt Nordhausen hat die 20  Plakate vom Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ zur Verfügung gestellt bekommen.

Es werden anschaulich  historische  Ereignisse der deutsch-deutschen Geschichte, die  der Friedlichen Revolution, das internationale Echo, die Fakten bis Oktober 1990 mit vielen historischen Fotografien dargestellt.


Die Eröffnung wird musikalisch von dem Nordhäuser Musiker Ronald Gäßlein begleitet und vom Team der FLOHBURG vorbereitet. Die Ausstellung wird im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „25 Jahre Friedliche Revolution in Nordhausen“ organisiert und ist bis zum 6.November zu sehen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger aber auch Schulklassen und Jugendgruppen sind herzlich zur Besichtigung eingeladen.

Sommerferien im Kindertreff „KatzMaus“ waren einfach toll

Leserbrief:


Am zweiten Ferientag starteten wir mit der Dampflok nach Ilfeld und wanderten über den Burgberg zum Harzer- Sagen – Pfad. Voller Aufregung erlebten die mitreisenden Kinder ihre erste Fahrt mit einem Dampfzug und viel zu schnell kamen wir am Ziel an. Dort wartete bereits Ulrike Tuschy auf uns. Wir eroberten gemeinsam den erlebnisreichen Pfad mit vielen versteckten fantasievollen Filzobjekten und hörten die Geschichten über die Sagenwelt des Südharzes.
In der zweiten Ferienwoche besuchten wir das Bürgerhaus. Die Kinder waren begeistert von den vielen Stufen und eroberten sie im schnellen Lauf. In der Bibliothek empfing uns Monika Gärtner und erklärte den Kindern die Anordnung der Bücher, Zeitschriften, CDs und DVDs. Nach der Buchvorstellung durchforsteten sie die Regale und relaxten mit ihren Bücherfundsachen auf den Sitzsäcken. Danach führte uns unser Tagesausflug zum Abenteuerspielplatz auf den Petersberg. Dort machten wir erst einmal Picknick und bei wunderbaren Sommer- Ferien- Wetter probierten die Kinder alle Angebote des Platzes aus.
In der dritten Ferienwoche fanden die Besucher des Gut- drauf- Tages Angebote zur Entspannung und erfuhren Interessantes über die Zusammenhänge der vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer mit den Tierkreiszeichen. Die vier Elemente beschreiben das Leben und sind dessen Ursprung und des Universums.
Boote aus Papier bauen und Wasser marsch hieß es am Montag der vierten Ferienwoche. Der Probelauf der Boote verlief am Rossmannsbach und gemeinsam mit dem Wasserexperten Ullrich Schardt testeten die Ferienkinder die Arbeitsweise eines Wasserrades mit großer Begeisterung bei 37 Grad Celsius. Ein Wassertemperaturtest wurde mit den Füßen erfolgreich absolviert. Ein super Ferienspaß im Stadtteil Nordhausen Ost mit dem Kindertreff „KatzMaus“.
Am Dienstag führte uns unsere Wanderung wieder auf den Petersberg. Ziel war der Wasser- und Abenteuerspielplatz. Geplant war ein Ausflug in die Altstadt. Die Kinder wünschten sich so sehr den Besuch des Petersberges, so dass das Vorhaben umgewandelt wurde. Das Eis essen rundete den Ferien- Spaß erfolgreich ab.
Am Freitag lernten 46 Kinder gemeinsam Bräuche und Sitten von Menschen aus der Welt kennen und beim Tanzen, Singen und Spielen gab es keine Grenzen. Bei diesem tollen Erlebnistag wurden Freundschaften geschlossen.
Reisebus plus Frühstücksbrot und pure Aufregung gleich lang ersehnte Ferienfahrt nach Sondershausen am 11. August 2015 . So lautete die Formel des Tages. Als erstes führte unsere Reise zum Schloss Sondershausen. Dort wartete eine interessante Besichtigung der antiken Räumlichkeiten, das Verkleiden mit altertümlichen Kostümen und das Üben von historischen Tänzen auf uns. Vor Begeisterung trugen sich die Kinder eigenständig in das Gästebuch ein und schrieben, dass sie im nächsten Jahr wieder kommen möchten. Der zweite Höhepunkt des Tages war das gemeinsame Essen im Restaurant Hofküche. Bei Hähnchennuggets, Pommes und einem kühlen Getränk genossen die Reisenden die Erholungspause. Denn danach ging es zum Freizeit- und Erholungspark Possen, wo Aktion angesagt war auf der Hüpfburg, im Kletterwald und dem Besuch der Tiergehege.
Sechste Ferienwoche – oh nein, nächste Woche geht es wieder los“ sagte eine Besucherin unsers Treffs. Die Antwort unseres Teams bereits in der Ferienplanung darauf : interessante Angebote und Ferienspaß live!
So starteten wir am Dienstag den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück und einer lustigen Erzählrunde, die sich bis über die Mittagszeit hin zog. Im Anschluss gingen die Baulustigen ans Werk und bauten Buden im Turnraum. Das Baumaterial bestand aus Wolldecken, Kissen, Matten, Bällen, Reifen und Tüchern. Eine Stadt der Träume wurde erschaffen und es entwickelte sich vier Stunden lang lustige Begebenheiten.
Beim dritten Kochkurs in den Ferien wurden in der Regenbogenhausküche Salate aus Frischkost zubereitet und gemeinsam verkostet.
Am Donnerstag bereiteten die Kinder Kartoffel – und Nudelsalat für das abendliche Grillfest zu. Die Attraktion des Tages war der drei stündige Trommelworkshop mit dem Musikmobil der Landesmusikakademie Sondershausen betreut durch Trommel- Klaus (Hagedorn). 35 Kinder hatten Spaß am gemeinsamen Musizieren und das Abschlusskonzert um 19:00 Uhr war „Radioreif“. Danach wurde gegrillt und bei Würstchen, Salaten und frischen Gemüse erlebten Kinder und Eltern einen tollen Ferienabend im Garten des Regenbogenhauses.
Am letzten Ferientag standen Wunschspiele, viele Gespräche und Nudeln mit einer leckeren Soße aus frischen Tomaten auf dem Programm und so fanden die Ferien einen angenehmen Ausklang.
Das Kindertreff- Team zählte in den Ferien 420 Besuche und freut sich schon jetzt auf die Herbstferien in sechs Wochen und die Zeit bis dahin. Angebote findet man in der Presse, Internet und auf der Infoseite der Stadt Nordhausen.




Sabine Jacobi
Mitarbeiterin Regenbogenhaus

Kindertreff „KatzMaus“ 

Neue Weiterbildung zum Musikgeragogen an der Landesmusikakademie Sondershausen

An der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen startet Anfang kommenden Jahres eine neue Weiterbildung zum Musikgeragogen. Die Teilnehmer lernen während des elfmonatigen Kurses „Musikgeragogik – Musik im Alter“, der in Kooperation mit der Fachhochschule Münster durchgeführt wird,  mit älteren Menschen in vielfältiger Weise musikalisch zu arbeiten. Die ersten zwölf Musikgeragogen Thüringens haben im Januar 2015 ihre Weiterbildung an der Landesmusikakademie mit einem Zertifikat abgeschlossen. Bis dahin hat es in Mitteldeutschland keine vergleichbaren Zertifikate in diesem Bereich gegeben.
Der Bedarf an musikalischer Bildung im Alter ist nach den Worten des Organisators des Kurses, Kai Schabram von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, sehr groß. Die Musik diene als emotionaler Schlüssel, Zugang zu dementen und kranken Menschen zu finden.  Musikgeragogen können offene Seniorennachmittage sowie  Singkreise und Ensemblemusik in Pflegeheimen leiten. Die Kursteilnehmer werden auch in musikalischer Sterbebegleitung geschult.  

Nähere Informationen sind unter www.landesmusikakademie-sondershausen.de oder bei der Fachhochschule Münster, Telefon 0251/8365771, erhältlich. Die Weiterbildung startet am 27. Februar 2016. Bewerbungen sind bis zum 7. Januar 2016 bei der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen, möglich.