Mittwoch, 4. Februar 2015

Jedes Grad Frost im Januar erhöht die Arbeitslosigkeit um 14.000 Personen

Sinkt die Durchschnittstemperatur im Januar in den Frostbereich, führt jedes Grad weniger zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 14.000 Personen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom Dienstag hervor, die den Einfluss des Wetters seit 2006 näher betrachtet. Wenn die Durchschnittstemperatur dagegen oberhalb des Frostbereichs liegt, bedeutet das insgesamt eine geringere Arbeitslosigkeit von 4.000 Personen. Dies war auch der Effekt im Januar 2015, der von milden Temperaturen geprägt war.
Im Jahresverlauf zeigen sich üblicherweise saisonbedingte Schwankungen in den Arbeitslosenzahlen, die in den Arbeitsmarktstatistiken durch Saisonbereinigungsverfahren berücksichtigt werden. Die Autoren der Studie haben nun untersucht, wie ein besonders harter oder besonders milder Winter auf den Arbeitsmarkt wirkt. Von Dezember bis April sind je nach Monat unterschiedliche Wetterfaktoren entscheidend. Im Dezember und Januar ist es die Temperatur, von Februar bis April dann der Schnee. Eine ein Zentimeter höhere Schneedecke bedeutet im Februar durchschnittlich 3.400 Arbeitslose mehr, im März 4.000. In einem vollkommen schneefreien Februar würde die Arbeitslosigkeit um 15.000 Personen sinken, im März um 14.000. Im Verlauf von vier Monaten nach einer besonderen Wetterlage gehen die Effekte am Arbeitsmarkt aber wieder zurück.

Weiterhin haben die Forscher herausgefunden, dass der Einfluss des Wetters seit der Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes im Jahr 2006 gesunken ist. Die Witterungseffekte auf den Arbeitsmarkt betragen seitdem nur noch zwei Drittel des beobachteten Wertes im Zeitraum von 1991 bis 2005.

Branchen mit Tätigkeiten, die überwiegend im Freien ausgeführt werden, sind erwartungsgemäß stärker vom Wetter beeinflusst. Die Branchen Land- und Forstwirtschaft und Fischerei sowie das Baugewerbe sind von Tagen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt beeinträchtigt, während beispielsweise das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) eher von der Schneehöhe betroffen ist.
Miriam Dreschel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)
Eine Mitteilung des idw – wissenschaftlichen Dienstes am 03.02.2015

Dienstag, 3. Februar 2015

Weiterbildungsangebote der IHK –

Frühlingszeit ist Weiterbildungszeit!

Die Industrie- und Handelskammer Erfurt bietet in den nächsten Wochen diverse Seminare zu unterschiedlichsten Themen an. Alle Seminare werden von 09:00 bis 16:00 Uhr in modernen Schulungsräumen der IHK Erfurt, Arnstädter Straße 34, durchgeführt; kompetente Dozenten und praxiserprobte Trainer stehen hierfür zur Verfügung.

Detaillierte Informationen zu angebotenen Seminaren finden Sie auf unserer Homepage www.erfurt.ihk.de (Aus-und Weiterbildung). Hier finden Sie auch gleich das passende Anmeldeformular.

Haben mehrere Mitarbeiter den gleichen Weiterbildungsbedarf, dann bieten wir auch gern ein firmeninternes Training an.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Frau Kristin Gräfin von Faber-Castell, IHK Erfurt, unter Tel. 0361 3484-148 oder Mail faber-castell@erfurt.ihk.de .

Udo Rockmann
Leiter Regionales Service-Center

Förderverein Park Hohenrode lädt ein

Am 05.02.2015 um 18.00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Park Hohenrode im Konferenzraum der Kreissparkasse Nordhausen, Kornmarkt 9
statt.

Alle Mitglieder und Nordhäuser, die gern Vereinsmitglied werden wollen sind herzlich eingeladen.

Erstmals Musikgeragogen an der Landesmusikakademie ausgebildet

Die ersten zwölf Musikgeragogen Thüringens haben ihre einjährige Weiterbildung an der Landesmusikakademie Sondershausen mit einem Zertifikat abgeschlossen. Die Frauen und Männer sind jetzt befähigt, mit älteren Menschen in vielfältiger Weise musikalisch zu arbeiten, sagte Musikwissenschaftler Kai Marius Schabram von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Bis jetzt habe es in Mitteldeutschland keine vergleichbaren Zertifikate in diesem Bereich gegeben.
Der Bedarf an musikalischer Bildung im Alter ist nach den Worten Schabrams sehr groß. Die Musik diene dabei als emotionaler Schlüssel, Zugang zu dementen und kranken Menschen zu finden. Das Angebot der Musikgeragogen reiche von der Organisation von offenen Seniorennachmittagen sowie  Singkreisen und Ensemblemusik in Pflegeheimen. Die Kursteilnehmer seien auch in musikalischer Sterbebegleitung geschult worden.  

Die neuen Musikgeragogen sind ausgebildete Alten- und Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Musiker und  Musikpädagogen. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Kurs an sieben Wochenenden ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung. Ein neuer Weiterbildungskurs „Musikgeragogik – Musik im Alter“, der in Kooperation mit der Fachhochschule Münster durchgeführt wird,  findet voraussichtlich Ende 2015 statt. Interessenten können sich unter weiterbildung@fh-muenster.de melden.  

Hand in Hand – Gelernte Theorie in die Praxis umsetzen

Nordhausen (FHPN) Studierende des Masterstudiengangs „Innovations- und Changemanagement“ an der Hochschule Nordhausen stellten ihr frisch erlerntes Wissen in der Praxis unter Beweis und gaben der Brauer Reisen GmbH wertvolle Anregungen zum Kundenmanagement.

Das Modul „Customer Relationship Management“ des Masterstudiengangs „Innovations- und Changemanagement“ nimmt den Kunden der heutigen Zeit ins Visier. Wie treffen Kunden ihre Kaufentscheidungen? Wie gewinne ich das wertvolle Vertrauen meiner Kunden? Wodurch binde ich meine Kunden an das Unternehmen? Das sind zum Beispiel Fragen, die die Dozentin Dr. Kareen Schlangen mit den Studierenden eingehend in der Vorlesung diskutiert.
Damit die Vorlesungsinhalte nicht nur theoretisch erlernt werden, sind Fallstudien ein interessantes Lehrmedium, um das neue Wissen direkt in die Praxis umzusetzen. Besonders wertvoll sind daher Partner aus der regionalen Wirtschaft, die aktuelle Fragestellungen ihres unternehmerischen Alltags
zur Verfügung stellen. In diesem Semester stand der Hochschule Nordhausen die Brauer Reisen GmbH aus Nordhausen zur Seite. Die Brauer Reisen GmbH ist ein im Jahr 1990 gegründetes Unternehmen der Omnibustouristik. Mit vier Reisebussen bietet die Brauer Reisen GmbH über ihren eigenen Katalog Busreisen unterschiedlichster Art an.
Zwei Studierendenteams wurden im Oktober 2014 beauftragt, die Fallstudien zu den Themen der Gewinnung neuer Zielgruppen und Bindung bestehender Kunden sowie die Ausweitung der Vertriebs- und Kommunikationskanäle in den neuen Medien zu bearbeiten. Dazu ist es in einem ersten Schritt wichtig, das Unternehmen kennen zu lernen. Es folgten eine Betriebsbesichtigung, mehrere Interviews mit der Geschäftsführung und Mitarbeiter des Unternehmens sowie das Erleben der angebotenen Leistungen. So nahmen die Studierenden an einer Fahrt zum Dresdner Weihnachtsmarkt und am jährlichen Stammkundentreffen des Unternehmens auf dem Kyffhäuser teil. Ziel war es, die Mitarbeiter und Kunden zu analysieren, um Ansatzpunkte für eine Optimierung der Dienstleistungsprozesse abzuleiten. „Es ist mir jedes Mal eine Freude zu beobachten, mit welchem Engagement und welcher Motivation die Studierenden an eine direkte Fragestellung aus der betrieblichen Praxis herangehen. Sie arbeiten weit über das geforderte Maß hinaus und sind mit viel Herzblut bei der Sache“, schwärmt Dr. Kareen Schlangen, die die Fallstudie als fachlicher Mentor begleitet.
Die Präsentation der Ergebnisse fand Ende Januar vor der Geschäftsführung der Brauer Reisen GmbH statt. Eindrucksvoll zeigten die Studierenden ihre Analysen und abgeleiteten Handlungsempfehlungen. Zum Beispiel bieten sich die Studierenden der Hochschule Nordhausen als ein neues Zielgruppensegment an, um die regionalen Schönheiten ihres Studienortes bequem und
gemeinsam in der Gruppe kennen zu lernen. Zudem ist das Vertriebssystem der Brauer Reisen GmbH um ein Online-Buchungssystem mit der Zunahme der Onlineaktivitäten der Generation 65+ zu erweitern. Auch ein Investieren in die sozialen Medien erleichtert ein Empfehlungsmarketing um ein Vielfaches. Eine Auflistung innovativer Maßnahmen zur Wertschätzung der treuen Stammkunden und Bindung neuer Kunden rundete die Ergebnisdarstellung ab. „Die Arbeit mit den motivierten Studierenden der Hochschule Nordhausen hat mir viel Freude bereitet. Allein das interessierte und zum Teil kritische Hinterfragen hat unserer Firma wichtige Anregungen für die Zukunft gegeben. So ist seit Jahresbeginn eine Analyse-Software auf unserer Website implementiert. Erste Ergebnisse zeigen unter anderem die Anzahl der täglichen Besucher und die Verweildauer auf den einzelnen Seiten. So lässt sich in Zukunft verfolgen, wie unsere Kundschaft immer mehr diesen Vertriebsweg nutzt“, verkündete Jürgen Brauer, Senior-Chef der Brauer Reisen GmbH. Neben der Bewertung der Leistungen mit einer Abschlussnote erhielten die Studierenden ein Referenzschreiben über das erfolgreich bearbeitete Praxisprojekt.


Bilder: Studierende des Studiengangs Innovations- und Changemanagement“ stellen ihre Projektergebnisse vor


(Fotos: HSN)

Es ist normal, verschieden zu sein

Rat der EKD veröffentlicht Orientierungshilfe zur Inklusion

26. Januar 2015

Logo der EKD
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat unter dem Titel „Es ist normal, verschieden zu sein. Inklusion leben in Kirche und Gesellschaft“ eine neue Orientierungshilfe veröffentlicht. Sie reflektiert die sozial- und bildungspolitischen Herausforderungen durch die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und deren Konsequenzen besonders für die evangelische Kirche und ihre Diakonie.

Mit dem Wort Inklusion wird ein Paradigmenwechsel markiert. Es geht nicht mehr um die Integration einer kleinen abweichenden Minderheitsgruppe in die ‚normale‘ Mehrheit. Vielmehr soll die Gemeinschaft so gestaltet werden, dass niemand aufgrund seiner Andersartigkeit herausfällt oder ausgegrenzt wird“, stellt  der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, im Vorwort der Orientierungshilfe fest. „Mit dieser Orientierungshilfe möchte der Rat der EKD Menschen in Kirche und Diakonie, aber auch politische Verantwortungsträger und persönlich Betroffene ermutigen, sich in den Diskurs um eine inklusive Weiterentwicklung des Gemeinwesens einzubringen“, so der Ratsvorsitzende. „Mut und Kreativität sind dabei genauso gefragt wie Professionalität und ein sensibler Umgang mit Vielfalt.“

Die Orientierungshilfe umfasst fünf Kapitel, die
  • Inklusion als einen Paradigmenwechsel beschreiben,
  • theologische Orientierungen zur Inklusion vermitteln,
  • grundlegende Aufgaben von Inklusion benennen,
  • Aufgaben von Inklusion in verschiedenen Handlungsfeldern konkretisieren,
  • Chancen von Inklusion für Kirche und Gemeinde aufzeigen.
Mit ihrer Orientierungshilfe wendet sich die EKD an alle, die sich in Kirche und Diakonie, Politik und Gesellschaft, Bildung und Erziehung oder familiär und persönlich mit den Fragen der Inklusion auseinandersetzen. Sie wurde von einer vom Rat der EKD eingesetzten Kommission erarbeitet, der Experten aus Kirche, Diakonie, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft angehörten.

Die Orientierungshilfe „Es ist normal, verschieden zu sein. Inklusion leben in Kirche und Gesellschaft“ ist erschienen im Gütersloher Verlagshaus, 2014, ISBN 978-3-579-05975-4, hat 192 Seiten und kann zum Preis von 7,99 € über den Buchhandel bezogen werden. Unter der Internet-Adressewww.ekd.de/inklusion-leben steht die Orientierungshilfe zum Herunterladen bereit.


Hannover, 26. Januar 2015

Neuer Kompositionsstipendiat eingetroffen – Australier und Serbin komponieren in Sondershausen

Der neue Kompositionsstipendiat der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen hat am Montag seine Arbeit aufgenommen. Innerhalb von drei Monaten will der 27-jährige Alex Vaughan aus Australien ein Werk komponieren, das 2016 vom Loh-Orchester Sondershausen uraufgeführt wird. Voraussichtlich im Herbst  wird die zweite Stipendiatin, Jelena Dabic aus Serbien, für ein Vierteljahr nach Sondershausen kommen. Das Stipendium in Höhe von  jeweils 5000 Euro ermöglicht es den  Musikern, an der Landesmusikakademie intensiv künstlerisch zu arbeiten.

Der Australier Vaugham studiert seit 2009 Komposition an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT  Weimar. In den vergangenen fünf Jahren hat er über 30 Werke komponiert, darunter sechs Kompositionen für Orchester. Seine Stücke wurden in Weimar, Halberstadt, Rudolstadt und Eisenach uraufgeführt. Die beiden neuen Stipendiaten setzten sich gegen zehn weitere Bewerber durch.

Das Kompositionsstipendium, das 2012 erstmals an zwei junge deutsche Komponisten vergeben wurde,  wurde in diesem Jahr zum letzten Mal ausgeschrieben. 2013 hatten eine Spanierin und ein Schwede das Stipendium gewonnen. Ihre Werke wurden im Frühjahr 2014 uraufgeführt. Am 11. April diesen Jahres findet die Uraufführung der Werke der Stipendiaten vom Vorjahr statt. Damals komponierten ein Deutscher und ein Südkoreaner in Sondershausen. 


Das Stipendium, das von der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen in Kooperation mit der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH  ausgelobt wurde, ist für begabte und interessierte vorwiegend jüngere, noch nicht etablierte Komponistinnen und Komponisten gedacht,  denen ein intensiver künstlerischer Arbeitsprozess ermöglicht werden soll. Von den 5000 Euro Stipendium werden 3500 Euro für den Aufenthalt an der Akademie verwendet. Die restlichen 1500 Euro werden ausgezahlt, wenn die beim Loh-Orchester Sondershausen eingereichte Komposition durch den Generalmusikdirektor angenommen wird.