Mittwoch, 23. Januar 2013

Was wird aus dem Rolandfest?


Gestern konnten wir es lesen – das Altstadtfest kommt.Doch was wird aus dem Rolandfest. Das größte Nordhäuser Stadtfest, weit über die Region hinaus bekannt, mit den meisten Besuchern. Meine Liebe zu diesem Fest, als ehemaliger Roland, wird nicht verwundern. Deshalb hatte ich mich schon vor einiger Zeit zu Wort gemeldet,  als ich in der Stadtverwaltung erfuhr, dass der Oberbürgermeister eine Ausschreibung heraus gegeben hat, ohne finanzielle Unterstützung in Aussicht zu stellen. Bis heute hat sich meines Wissens nichts getan. Fünf Monate vor dem Fest gibt es lediglich eine Terminverschiebung aber keinen einzigen Vertrag. Diese wurden sonst schon im November des Vorjahres geschlossen. So muss die Qualität leiden. Warum wird der bewährte Weg der letzten Jahre nicht fortgesetzt? In der Stadtverwaltung stehen erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit. Weshalb wurden die Vorbereitungen so verzögert? Soll das beliebte Stadtfest aufgrund fehlende Entscheidungen abqualifiziert werden? Darauf erwarte ich Antworten!
Peter Schwarz
ehemaliger Roland
Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus 

Ausschreibung Umsetzung Rolandsfest: Kein privater Interessent


Nordhausen (psv) Es gibt keinen privaten Interessenten für die Umsetzung des diesjährigen Nordhäuser Rolandsfestes. Das ist das Ergebnis des beschränkten Ausschreibungsverfahrens. Dessen Rückmeldefrist hatte heute Mittag geendet. Fünf Firmen waren zur Abgabe eines Angebots aufgefordert worden. Das Fest findet vom 14. bis 16. Juni statt.

In den kommenden Tagen werden Alternativen zur geplanten Form der Umsetzung des Festes diskutiert sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch mit den Stadträten des zuständigen Ausschusses. 

Dienstag, 22. Januar 2013

Wichtiges Ziel nur mit Thüringer Forst- und Holzwirtschaft erreichbar


Primas weist Kritik von NABU und BUND zurück

Erfurt – In Thüringen sollen vor allem Waldflächen aus der Nutzung genommen werden, auf denen der Holzeinschlag bereits erfolgt ist oder kein Holz unter vertretbaren betriebswirtschaftlichen Bedingungen gewonnen werden kann. Das hat der Sprecher für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas, zur Kritik der Naturschutzverbände NABU und BUND an der Umsetzung des Koalitionsvertrages zur Stilllegung von Waldflächen gefordert. Die aus der Nutzung zu nehmenden Waldflächen von insgesamt 25 000 Hektar sollten laut Koalitionsvertrag bis 2012 „unter Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze“ identifiziert sein.

Primas riet den Verbänden dringend, das Erreichte und Erreichbare nicht kleinzureden. „Thüringen war mit dem Koalitionsvertrag das erste Bundesland, das einen verbindlichen Beschluss zur Umsetzung dieses Teils der Biodiversitätsstrategie des Bundes gefasst hat“, so der Forst- und Umweltexperte. Dies sei eine Selbstverpflichtung gewesen, die aufgrund der Bedeutung des Rohstoffes Holz für die Wirtschaft und die Energiewende über Thüringen hinaus hohe Wellen geschlagen habe. Das angestrebte Ziel lasse sich nicht gegen, sondern nur mit der Forst- und Holzwirtschaft erreichen. „Der Cluster Forst und Holz hat mit rund 40 000 Beschäftigten, davon ein Großteil in den strukturschwachen ländlichen Regionen, enorme wirtschaftliche Bedeutung für Thüringen. Der Wirtschaftszweig braucht verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte Primas.

Auch vor dem Hintergrund der Neuausrichtung der Energiepolitik muss seiner Ansicht zufolge das Potenzial des Waldes so effizient wie möglich genutzt werden. „Wir sollten deshalb nicht allein auf Stilllegung setzen, sondern die Naturschutzziele in eine naturnahe Waldbewirtschaftung integrieren. So kann auf der gesamten Waldfläche Natur- und Artenschutz umgesetzt werden“, sagte der Abgeordnete.

„Ein Geburtstagsständchen für Mozart“


Die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen lädt am Sonntag, 27. Januar 2013 um 16:00 Uhr zu einem besonderen Sinfoniekonzert ins Achteckhaus ein – zu einem „Geburtstagsständchen für Mozart“. Wolfgang Amadeus Mozart war am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren worden.

Unter der musikalischen Leitung von Johannes Köhler spielt das Akademische Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein abwechslungsreiches Programm: Es erklingen die Sinfonie Nr. 104 D-Dur (London) von Joseph Haydn, die Sinfonia concertante KV. 297 b von Wolfgang Amadeus Mozart sowie die Variationen über ein Thema von Joseph Haydn von Johannes Brahms.
Das Akademische Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg setzt sich zusammen aus musikbegeisterten Studenten verschiedener Fachbereiche der Alma mater halensis und ehemaligen Studenten, die bereits ihren beruflichen Weg gefunden haben. Die Wurzeln der Orchestergeschichte reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Bereits 1779 begründete Kapellmeister Türk die Reihe der „Akademischen Konzerte“ an der Friedrichs Universität in Halle. Seit 1984 steht das aus insgesamt 60 Mitgliedern bestehende Ensemble unter der Leitung von Matthias Erben und ist regelmäßig in Deutschland sowie im europäischen Ausland unterwegs.
Karten für dieses Konzert gibt es zum Preis von 10 € (Rentner 7 €, Schüler und Studenten 5 €) an der Tageskasse. Reservierungen nimmt die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen gern telefonisch unter 03632/666280 entgegen. 

Prachtvolle Kostüme für „André Chénier“


Nicht nur musikalisch – auch optisch wird die große italienische Oper „André Chénier“ am Theater Nordhausen ein Hochgenuss. Zauberhafte Rokoko-Kostüme hat die Schneiderei des Theaters Nordhausen in den letzten Wochen und Monaten angefertigt. Entworfen hat sie Kostümbildner Udo Herbster. Am Freitag, wenn sich zum ersten Mal der Vorhang für Toni Burkhardts Inszenierung von „André Chénier“ hebt, werden die wunderschönen Kleider im Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning zum ersten Mal zu bestaunen sein. Karten gibt es noch an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Chénier-1 0176: vorne v. li. Anja Daniela Wagner (Gräfin di Coigny), Yoontaek Rhim* (Fléville)
Chénier-1 0263: Anja Daniela Wagner (Gräfin di Coigny), Sabine Mucke (Maddalena di Coigny), Opernchor

„Die Winterreise“ muss wegen Erkrankung ausfallen

Der für den 27. Januar geplante Liederabend „Die Winterreise“ mit Annette Markert und Wolfgang Kupke muss wegen Erkrankung der Sängerin leider ausfallen. Das Theater Nordhausen wird sich bemühen, das Konzert in der kommenden Spielzeit nachzuholen.

Bereits erworbene Karten können an der Theaterkasse zurückgegeben werden.

Auch das gehört zur Politik


Die Landtagswahl in Niedersachsen ist Geschichte, das Ergebnis steht fest und ich war geneigt anzunehmen, dass es wenigstens nach Vorliegen des Ergebnisses erst einmal um die politischen Auswirkungen und Konstellationen in Niedersachsen und die Folgen auf die Bundespolitik, also dem Bundesrat in Berlin, gehen würde. Doch weit gefehlt.

Schon während des Wahlabends und des spannenden Verlaufes der Hochrechnungs-Ergebnisse standen das weitere Schicksal des FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler und die Rolle des SPD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Peer Steinbrück, auf den SPD-Wahlkampf in Niedersachsen in den Vordergrund. Und das setzte sich dann in der Berichterstattung der Medien in einer Weise fort, als wäre es bei dieser Wahl überhaupt nur um diese beiden Politiker und deren weiteres Schicksal gegangen. Erst danach kam man auf die politische Einschätzung des endgültigen Wahlergebnisses.

Um sich dann aber sofort wieder personellen Entwicklungen zuzuwenden, und diesmal nahezu ausschließlich denen der FDP. Und da scheint sich der digitale Trend zu Schnelligkeit auf Kosten der Solidität bemerkbar zu machen, sowohl in der personellen Entwicklung innerhalb der Führungsriege der FDP, wie in der Berichterstattung darüber.

Las man zum Beispiel vor dieser Niedersachsenwahl, Philipp Rösler würde danach um sein Amt kämpfen, trug er nach der Wahl dieses Amt Rainer Brüderle an. Das mag taktisch motiviert gewesen sein, der Glaubwürdigkeit Röslers dient es nicht. Und Rainer Brüderle hatte sich noch zwei Tage vor der Wahl nach der Berichterstattung in einer Weise geäußert, als dränge er auf Ablösung Philipp Röslers vom Vorsitz der Partei und würde diese Ablösung durch sich selbst nicht ausschließen, lehnt er jetzt eine solche klar ab und beschränkt sich wohl auf eine Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl. Hieß es kurz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses, ein vorgezogener Parteitag der FDP (zum Schicksal Philipp Röslers) würde sich nun erübrigen, verlautet jetzt, er wird doch im März stattfinden (um die nunmehrige Konstellation von Vorsitz und Spitzenkandidatur zu beschließen). Man darf nach diesen Erfahrungen gespannt sein, wie es weiter geht, denn der Stellvertreter Röslers, Holger Zastrow, macht in einem Interwiev Heckenschützen in seiner Partei aus und erklärt zu dem angestrebten vorgezogenen Parteitag (Auszug): „Fakt ist, dass ein solches Vorziehen auch gar nicht so schnell zu machen ist. Die Satzung schreibt feste Regularien vor. Und dann sollten wir auch an die Delegierten denken, die sich ehrenamtlich auf eigene Kosten in ihrer Freizeit zu einem Parteitag aufmachen. Außerdem ist ein Sonderparteitag gar nicht mehr nötig: Von Niedersachsen geht ja eine unmissverständliche Botschaft aus.“ (Ende des Auszugs). Man kann also gespannt sein, wie es bei der FDP weitergeht. (Ohne Peer Steinbrück bei der SPD zu vergessen). Politik kann schon interessant sein.