Dienstag, 14. August 2012

Wer erhält den Nordhäuser Theaterpreis?

Geheimnis wird in der Operngala gelüftet – Auszeichnung in diesem Jahr zum 6. Mal verliehen

Am 8. September ist es soweit: In der Premiere der Operngala wird bekanntgegeben, wer in diesem Jahr den Nordhäuser Theaterpreis erhält. Gestiftet wird er von der Sparkassenstiftung der Kreissparkasse Nordhausen und dem Förderverein Theater Nordhausen e. V. Mit dem Nordhäuser Theaterpreis werden Künstler des Theaters Nordhausen für ihre Arbeit ausgezeichnet. In diesem Jahr wird erstmals die neue Landrätin Birgit Keller den Theaterpreis überreichen und die Laudatio auf den Preisträger oder die Preisträgerin halten. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird seit 2007 verliehen.

Insgesamt sieben Persönlichkeiten aus der Rolandstadt wurden bisher mit dem Nordhäuser Theaterpreis ausgezeichnet. Die erste Preisträgerin war Ballettdirektorin Jutta Ebnother, die für ihre äußerst erfolgreiche Arbeit mit der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen in eigenen Choreographien und durch das Engagement von Gastchoreographen geehrt wurde.

2008 wurde Sopranistin Sabine Mucke mit dem Theaterpreis geehrt. Seit 1996 am Theater Nordhausen engagiert, sang und spielte sie sich mit Rollen wie Madame Butterfly, Mimi in „La Bohème“ und in der vergangenen Spielzeit Ellen Orford in „Peter Grimes“ in die Herzen des Publikums. Zurzeit probiert sie die Rolle der Mutter in der Märchenoper „Hänsel und Gretel“, die am 21. September Premiere hat.

Ihr folgten die beiden Schauspielerinnen Uta Haase und die bereits verstorbene Sigrid Herforth, die den Preis 2009 gemeinsam erhielten. Sie waren dem Theater Nordhausen lange als Mitglieder des Schauspielensembles verbunden. Doch auch nach der Schließung der eigenständigen Schauspielsparte waren die beiden Künstlerinnen auf der Bühne zu erleben und begeisterten ihr Publikum in Opern, Operetten und Kinderstücken, so zum Beispiel in „Die kleine Meerjungfrau“.

Im vierten Jahr des Nordhäuser Theaterpreises teilten sich wieder zwei Künstler die Auszeichnung: Kostümbildnerin Elisabeth Stolze-Bley und Ausstattungsleiter und Bühnenbildner Wolfgang Kurima Rauschning. Unzählige Bühnen- und Kostümbilder in Oper, Operette, Ballett und Kinderstücken tragen ihre künstlerische Handschrift. Zuletzt waren Elisabeth Stolze-Bleys farbenfrohe und detailgetreu entworfene Kostüme in „Die Entführung aus dem Serail“ im Schlosshof Sondershausen zu sehen. Wolfgang Kurima Rauschning erregte in der zu Ende gegangenen Spielzeit unter anderem mit dem atmosphärisch dichten und phantasievollen Bühnenbild zur Oper „Peter Grimes“ Aufsehen.

Die bisher letzte Preisträgerin ist Bianca Sue Henne, Leiterin des Jungen Theaters und Regisseurin vieler Kinderstücke im TuD sowie Produktionen des Theaterjugendclubs. Sie inszeniert derzeit „Hänsel und Gretel“ für die Eröffnungspremiere der neuen Spielzeit. In der verbleibenden Zeit schreibt sie das Libretto der Kinderoper „Kannst du pfeifen, Johanna“, die am 23. März 2013 Premiere hat. Ihre Stückfassung von „Die kleine Meerjungfrau“ nach Hans Christian Andersens berühmten Märchen wurde vom Verlag Felix Bloch Erben gar in seinen Katalog aufgenommen und kann jetzt von anderen Theatern nachinszeniert werden. Ein Teil des Preisgeldes ist in die Finanzierung der Fortbildung im Bereich Figurentheater geflossen, die Bianca Sue Henne gerade absolviert.

Nun wird es wieder spannend: Wer wird in diesem Jahr die begehrte Auszeichnung erhalten? Wessen Name ist im goldenen Umschlag, den Landrätin Birgit Keller auf der Bühne der Operngala öffnen wird? Wer dabei sein möchte, wenn das Geheimnis gelüftet wird, sollte sich schnell Karten für die Premiere der Operngala sichern. Es gibt sie an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Foto: 2011 erhielt Bianca Sue Henne den Nordhäuser Theaterpreis. V. li. Wolfgang Asche (Kreissparkasse Nordhausen), Bianca Sue Henne, Landrat Joachim Claus, Intendant Lars Tietje. Foto: Birgit Susemihl

Auch SPD-Politiker auf Sommertour

 Im Rahmen seiner Sommertour besucht der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Höhn, am Dienstag den 21. August den Landkreis Nordhausen und den Landkreis Heiligenstadt.
Ab 18.00 Uhr lädt er alle Kommunalpolitiker sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger in das Hotel „Zur Tanne“ (Bahnhofstraße 2, 37308 Heiligenstadt) ein, um die Halbzeitbilanz der SPD-Fraktion vorzustellen und darüber zu diskutieren.

Fotowettbewerb "Naturparkmomente"

 Der Naturpark Südharz, reich an Artenvielfalt, schöner Natur und Landschaft, versprüht zudem einen ganz besonderen kultur- und naturhistorischem Reiz. Vor allem für Hobbyfotografen, eröffnet sich hierbei ein nahezu grenzenloses Spektrum an Motiven.
Das hat sich der Südharzer Tourismusverband, in seiner Funktion als Träger des Naturpark Südharz, zum Anlass genommen, einen Fotowettbewerb, mit dem Thema "Naturparkmomente" zu initiieren. Um die Schönheit und Vielfalt angemessen darstellen zu können, gibt es bei der Auswahl der Motive auch keinerlei Beschränkungen.
Schöne Landschaftsaufnahmen, Panoramaaufnahmen, Schnappschüsse von interessanten Gebäuden, Makroaufnahmen von Tieren und Pflanzen. Alles ist möglich.
Die Mühe und der Aufwand für das Finden der schönsten Motive soll natürlich auch belohnt werden. Neben der Verewigung der 12 schönsten Motive im Naturparkkalender für das Jahr 2013, warten auf die drei Gewinner, äußerst attraktive Preise. Von einer Einfahrt in das Steinkohle-Besucherbergwerk Rabensteiner Stollen, über einen Verzehrgutschein im Burggasthof Ruine Hohnstein, bis hin zu einer Dampflokfahrt durch den Naturpark Südharz bis hinauf zum Brocken und zurück. Jeweils für 2 Personen.
Der Fotowettbewerb läuft noch bis einschließlich 15. Oktober und jedes Foto hat die gleichen Gewinnchancen. Unter Angabe von Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, sowie Ort der Aufnahme und Bildtitel können pro Teilnehmer maximal 5 Motive an infonaturpark-suedharz.de gesandt werden.
Christian Schelauske, Südharzer Tourismusverband e.V.

Fit für`s Ausland


Nordhausen (FHPN) Als erster Studierender der Fachhochschule Nordhausen hat Christian Spötter eine bilinguale Bachelorarbeit auf Deutsch und Englisch mit einem Praktikum in Norwegen absolviert.

Kürzlich verteidigte Christian Spötter, Student der FH Nordhausen im Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik, seine zweisprachige Bachelorarbeit. Sein Bachelorstudium mit internationaler Berufserfahrung abzuschließen, war dem aus Herzberg stammenden Studenten besonders wichtig. Die Studiendekanin des Studiengangs Umwelt- und Recyclingtechnik Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz legt in den Zeiten einer wachsenden Globalisierung auch im Bereich der Umwelttechnik großen Wert auf eine internationale Ausrichtung des Studiengangs. Aus diesem Grund werden die Studierenden neben umwelt-, recycling- und verfahrenstechnischen Themen umfangreich in Englisch unterrichtet.
Bei einer Vorlesung von Professorin Schade-Dannewitz stieß Christian Spötter auf das norwegische Bergwerksunternehmen Titania A/S. Er war auf Anhieb von der Verfahrenstechnik des Unternehmens begeistert und beschloss, eine englisch-deutsche Bachelorarbeit mit einem umfassenden Arbeitspraktikum in Norwegen zu absolvieren.
Die FHN konnte zu diesem Zweck eine Kooperationsarbeit zwischen dem norwegischen Unternehmen und seiner verfahrenstechnischen Laborabteilung ausarbeiten.
Christian Spötter schrieb einen Teil seiner Bachelorarbeit im norwegischen Hauge i Dalane, wo er acht Wochen lang Versuchsreihen mit einem physikalisch-chemischen Trennverfahren durchführte. Das Verfahren wird als Flotation bezeichnet.
Die Ergebnisse seiner Untersuchungen legte Christian Spötter in seiner Bachelorarbeit dem Unternehmen vor.
Seine abschließende Bachelorverteidigung an der FH Nordhausen absolvierte der Student im August 2012 mit der Note 1,15.

Bild:
Christian Spötter nach der erfolgreichen Verteidigung seiner Bachelorarbeit bei Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz.

Montag, 13. August 2012

Jetzt kann die Aufarbeitung beginnen


Liegengeblieben ist bei mir durch die Olympiade in London eigentlich wenig, obwohl ich sehr viel Zeit vor dem Fernseher zubrachte, um die Wettbewerbe zu verfolgen. Nur habe ich darüber die größte Zahl der Berichte über Themen, die mich interessieren, einfach in einem Ordner meines Archivs gesammelt. Und die gilt es jetzt sachlich richtig zuzuordnen und dabei zu überdenken, ob und welche Gedanken sich mir dazu dabei aufdrängen. Und welche Schlüsse zu ziehen sind. Falls ich überhaupt zu Schlüssen komme.

Dabei sind ja schon die gesammelten Berichte zur Olympiade so umfang- und teils auch aufschlussreich oder/und problematisch, dass ja die Zeit – trotz Rentnerdasein – kaum reicht, um klare Vorstellungen zu erarbeiten. Es sei denn, ich halte die Entwicklung im Weltgeschehen, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auch weiter nur im Archiv fest in der Hoffnung, irgendwann Zeit zum Überdenken zu finden.

Und das alles, weil mich diese Olympiade samt vieler ihrer Nebenerscheinungen so in ihren Bann zog und beschäftigte, dass eben vieles andere vernachlässigt wurde. Mir aber auch Einsichten zu mir selber brachte, die mich beschäftigen: dass ich zum Beispiel viel zu nüchtern bin, um die Gestiken oder Blödeleien vieler SportlerInnen bei ihren Vorstellungen vor dem jeweiligen Wettbewerb cool oder amüsant zu finden. Oder die Überschwenglichkeit im Falle des Sieges oder guten Abschneidens im Ergebnis eines solchen Wettbewerbes. Andererseits beschäftigt mich, dass sich nicht wenige der Teilnehmer vor einem Wettbewerb bekreuzigten. Und ebenso danach. Ist oder war das eine Floskel oder wirkliche Gottgläubigkeit oder -vertrauen?

Das aber verflüchtigt sich wohl sehr bald wieder. Anderes – auch manche Begleit- oder Randerscheinungen wirken fort. Ich will versuchen einzuordnen, was mich bei dieser Olympiade beschäftigte oder beeindruckte, um es dann in einen Beitrag zu fassen. Und ebenso Themen aus anderen Bereichen, bei denen es eben zwar nur reichte, um sie ins Archiv zu stellen, ohne dass mir Zeit blieb, auch gleich darüber nachzudenken. Was ich ja eigentlich sonst tue. Bleibt abzuwarten, ob es mir gelingt, denn noch immer sind es ja Berichte als Fazite und Nachbetrachtungen der Medien zur Olympiade, die da angeboten und kommentiert werden. Also erst einmal sondieren.

Donnerstag, 9. August 2012

Umtriebige Landrätin


Nordhausen (pln). Landrätin Keller hat in dieser Woche ihre Reisen in die Nachbarkreise fortgesetzt. Am 07.08.2012 traf sie im Landratsamt in Mühlhausen auf Landrat Harald Zanker, Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis.

Einen Tag später besuchte Landrätin Keller den Ersten Kreisrat im Landkreis Osterode am Harz, Gero Geißlreiter, in seinem Büro. Hier interessierte Frau Keller die besondere Situation, die mit einer bevorstehenden Fusion des Landkreises Osterode am Harz zusammenhängt.

Der eigentliche Landrat des Landkreises Osterode am Harz, Bernhard Reuter, führt die Geschäfte bereits als Landrat im Landkreis Göttingen, weshalb in Osterode kein Landrat neu gewählt wird. Osterode wird sich in absehbarer Zeit zu einer Fusion entscheiden, sagte Geißlreiter.

Hintergrund dieser Gespräche sind für Landrätin Keller insbesondere die Nachfragen zu den Erfahrungen zur interkommunalen Zusammenarbeit.

Dabei geht Landrätin Keller davon aus, dass für sie alle Möglichkeiten denkbar sind, eben auch über Bundesländergrenzen hinweg, die zu effizienterer Arbeitsweise der Kreisverwaltung Nordhausen führen können.

So könnte sich der Erste Kreisrat Gero Geißlreiter z. B. vorstellen auf dem Gebiet gemeinsamer Beschaffung von Technik oder auch Fahrzeugen Überlegungen anzustellen.

Auch Landrat Harald Zanker möchte von den Erfahrungen der bisherigen interkommunalen Zusammenarbeit der Landkreise Nordhausen und Kyffhäuserkreis partizipieren und ist ebenfalls offen für weitere Gespräche und Kooperation in diesem Zusammenhang.

Festliche Operngala eröffnet die Spielzeit 2012/2013

Vorgeschmack auf die Höhepunkte der Spielzeit mit Sabine Mucke, Anja Daniela Wagner, Elena Puszta, Hugo Mallet und anderen

Festlich beginnt die neue Spielzeit im Theater Nordhausen mit der traditionellen Operngala. Das Loh-Orchester Sondershausen und Solisten des Musiktheaters sowie der Opernchor begrüßen ihr Publikum am 8. September um 19.30 Uhr zur Premiere. Einen ersten Vorgeschmack auf die Opern und Operetten der neuen Saison gibt es an diesem Abend. Und ein neuer Künstler stellt sich erstmals dem Nordthüringer Publikum vor: Michael Ellis Ingram, der neue 1. Kapellmeister, mit dem sich Generalmusikdirektor Markus L. Frank das Dirigentenpodium teilt.

Mit einem absoluten Höhepunkt der Spielzeit beginnt die diesjährige Operngala: Erste Ausschnitte aus Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ verweisen bereits auf die kommenden Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen. Der bekannte Matrosenchor „Steuermann lass die Wacht“ steht ebenso auf dem Programm wie die Arie des Holländers „Die Frist ist um“, der Chor „Summ‘ und brumm‘ du gutes Rädchen“ und das Lied des Steuermanns „Mit Gewitter und Sturm aus fernem Meer“. In diesem Programmteil gibt es ein Wiedersehen mit Hugo Mallet und Kai Günther, die den Nordhäusern aus „Der Bajazzo/Gianni Schicchi“ bekannt sind.

Ein Leckerbissen der italienischen Oper ist „André Chénier“ von Umberto Giordano. An Puccinis großartige „Tosca“ erinnernd, geht es auch hier um die Liebe in politisch brisanten Zeiten. Sabine Mucke ist als Madeleine mit der Arie „La Mamma morta“ zu erleben. Weitere Arien aus der großen Oper tragen Hugo Mallet und Kai Günther vor.

Erste Eindrücke gibt es auch von der diesjährigen Operette „Der Graf von Luxemburg“ und aus der Eröffnungspremiere der Spielzeit: „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. So ist eine erste Begegnung mit der Knusperhexe zu erwarten, wenn Anja Daniela Wagner ihr Lied „Ich bin Rosina Leckermaul“ singt. Auch Hänsel (Katja Bildt vom Thüringer Opernstudio) und Gretel (Elena Pustza) stellen sich in der Operngala dem Publikum vor.

Karten für die Premiere der Operngala am 8. September und die weiteren Vorstellungen am 12. September um 19.30 Uhr, am 23. September um 14.30 Uhr und am 7. Oktober um 18 Uhr im Theater Nordhausen sowie am 15. September um 19.30 Uhr im Achteckhaus Sondershausen gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Foto: Sabine Mucke in der Operngala 2011, Foto: Birgit Susemihl