Montag, 3. April 2017

Ostereiersuche auf der Ebersburg

Am Ostersonntag, 16. April um 11 Uhr lädt der Verein für lebendiges Mittelalter wieder zum Ostereiersuchen auf die Ebersburg bei Herrmannsacker ein. Die gemeinsame Suche nach den vielen bunt gefärbten Eiern ist inzwischen schon zu einer beliebten Tradition geworden. Treffpunkt für alle eifrigen Sucher ist um 11 Uhr der Eingangsbereich der Burg. Auch wenn einige hundert Ostereier zwischen den Mauern der Ebersburg versteckt sind, sind diese schnell gefunden - deshalb sollte man pünktlich sein und den Weg hinauf zur Burg mit einplanen. Die Kosten für die lustige Eiersuche trägt der Verein. Der Eintritt ist frei, der Verein freut sich über eine Spende für den Erhalt der Ebersburg. Parkmöglichkeiten bestehen am Gasthaus Zur Sägemühle, von wo aus die Ebersburg über einen Waldweg gut erreichbar ist.

Nachwuchs für die Berufsfeuerwehr:

Bürgermeisterin ernennt und befördert neun junge Beamte


Nordhausen (psv) Bürgermeisterin Jutta Krauth hat jetzt Stefan Bergmann, Martin Bühling und Patrick Richter  zum Brandmeister-Anwärter und Christian Anders  zum Brandoberinspektor-
Anwärter unter Berufung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf ernannt (im Bild 1 von links nach rechts).

Ebenso konnte sie Marcus Weise, Alexander Mestmacher, Chris Franke und  Mathias Reinhardt nach bestandener Laufbahnprüfung ins Beamtenverhältnis auf Probe zum Brandmeister und Matthias Gropengießer zum Oberbrandinspektor, ernennen (im Bild 2 von links nach rechts).


Nach dem Ablegen der Eidesformel gratulierte die Bürgermeisterin gemeinsam mit Thomas Schinköth von der Berufsfeuerwehr (rechts im Bild)  den jungen Leuten und wünschte ihnen eine erfolgreiche Arbeit bei der Berufsfeuerwehr. Mit Blick auf die neue Feuerwache sagte sie den jungen Leuten, dass sie sich im Frühjahr 2020  auf den Einzug in eine neue moderne Einrichtung mit optimalen Arbeitsbedingungen  freuen können.
Alle Ernennungen treten am 1. April 2017 in Kraft.

(Fotos: Ilona Bergmann, Pressestelle Stadtverwaltung Nordhausen)

Förderanträge bis Ende April möglich

Im Programm "nebenan angekommen" können bis zum 30. April Projektideen für eine Förderung beim Landratsamt eingereicht werden. Gemeinsam mit der Thüringer Ehrenamtsstiftung betreut das Landratsamt Nordhausen das Programm "nebenan angekommen". Über diesen Engagementfonds sollen Initiativen und Projekte engagierter Nachbarschaften auf unkompliziertem Wege finanziell unterstützt werden. Nachbarschaftstreffen, Tandemprojekte oder Willkommensfeste sollen hier schnelle und unbürokratische Hilfen finden. Dabei sollen Menschen bzw. Familien mit Migrationshintergrund und/oder Fluchterfahrung einbezogen werden. Es geht vordergründig um die Integration in nachbarschaftliche Netzwerke. Hierunter zählen zum Beispiel Sprach- und Integrationslotsen, Nachbarschaftsfeste, Willkommensveranstaltungen, interkulturelle Kochabende oder kulturvermittelnde Ansätze wie zum Beispiel (Vor-)Lesenachmittage, Theaterworkshops, Veranstaltungen in Stadtteilgärten, Skateboard-, Fahrrad-, Schwimmkurse oder  Musikprojekte. Möglich sind dafür Zuwendungen bis zu 1.000 Euro je Antrag. Gefördert werden u.a. der Aufwandsersatz für ehrenamtlich Engagierte, Honorare, Material-, Sach- und Druckkosten. Auf der Internetseite des Landratsamtes www.landratsamt-nordhausen.de/nebenan-angekommen.html kann das Antragsformular heruntergeladen werden. Dort stehen auch weitere Infos sowie die Kontaktdaten zum Landratsamt.
Mitteilung des Landratsamtes Nordhausen am 03.04.2017

Gedenken an Nordhausens Bombardierung vor 72 Jahren:

„Denn nur,  wenn alle dafür sorgen, dass die Erinnerung wach gehalten wird, dann ist auch die Zukunft unserer Stadt als friedliche, tolerante und menschenfreundliche gesichert.“

Nordhausen (psv) Die Stadt Nordhausen hat heute den Opfern der Bombardierung am 3. und 4. April 1945 gedacht. Damals waren 8800 Menschen gestorben.

Der Tag begann mit Zeitzeugengesprächen  im Lesesaal des Bürgerhauses mit  Schülergruppen der Regelschule  „Käthe Kollwitz“ und des Gymnasiums „Wilhelm von Humboldt“. Rund 100 Menschen legten dann am Mittag an der Gedenkstele vor dem Rathaus für die  Opfer der Bombardierung weiße Rosen und Gestecke ab.

„Gestern stand unsere Stadt ein weiteres Mal für kurze Zeit still. Ein Bombenblindgänger, der in
jenen Tagen  im April des Jahres 1945 niederging, wurde gehoben und entschärft.  Vor allem für die älteren Menschen werden in diesen Momenten wohl jene schrecklichen Stunden  des 3. und 4. April 1945 wieder lebendig geworden sein“, sagte Bürgermeisterin Jutta Krauth. 

„Uns allen wurde abermals deutlich, welche Zerstörungskraft dieser Krieg, den  Deutsche über Europa gebracht haben, für Europa und damit letztlich auch für Nordhausen hatte.  Mit diesem Gedenken erinnern wir auch daran, dass unsere Stadt zerstört wurde, weil der von
Deutschland ausgegangene Krieg zurückgekehrt war“, so Frau Krauth weiter.

Sie sei den Schülerinnen und Schülern dankbar, die diesen für Nordhausen so schicksalhaften, aber auch schwierigen Gedenktag gestaltet haben.  „Sie sind ein Teil der Kultur des Erinnerns und gegen das Vergessen! Denn nur wenn alle dafür sorgen, dass die Erinnerung wach gehalten wird, dann ist auch die Zukunft unserer Stadt als friedliche, tolerante und menschenfreundliche gesichert.“

Mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute  gedachte die Stadt Nordhausen heute der Opfer der Bombardierung vor 72 Jahren. Zuvor gab es Zeitzeugengespräch in der Bibliothek.
Fotos: P. Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen

Bundesbildungsministerium baut digitale Talentförderung aus

Für Schülerinnen und Schüler, die mit Begeisterung programmieren wollen, gibt es ab Mai eine neue Herausforderung: den neuen "Jugendwettbewerb Informatik", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Wettbewerb wendet sich an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, die erste Kenntnisse im algorithmischen Denken und Programmieren unter Beweis stellen wollen. Rund um den Wettbewerb werden Kindern und Jugendlichen viele passende Lernangebote gemacht, in der Regel online und kostenfrei: vom Informatik-Grundlagenkurs bei code.org bis zum Programmierkurs "CS Circles".

"Programmieren macht Spaß und ist gar nicht so kompliziert wie gedacht - das merken Schülerinnen und Schüler beim spielerischen Zugang zu Informatik meist schnell. Mit dem neuen Jugendwettbewerb können Programmier-Fans jetzt ihr Talent fürs logische Kombinieren weiter ausprobieren", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. "Der Jugendwettbewerb Informatik ergänzt das breite Angebot der bundesweiten Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler, die das Bundesbildungsministerium fördert. Manchmal prägt die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb den ganzen späteren Werdegang, zum Beispiel wenn sich aus der Begeisterung fürs Experimentieren eine Faszination für Wissenschaft und Forschung entwickelt."

Das BMBF fördert verschiedene Kinder- und Jugendwettbewerbe von "Jugend forscht" über den Bundeswettbewerb Fremdsprachen oder das "Treffen junger Autoren" bis hin zu "Jugend komponiert" oder "Jugend gründet". Die BMBF-geförderten Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF), zu denen auch der neue Wettbewerb gehört, erreichen jährlich rund 300.000 Kinder und Jugendliche an mehr als 1800 Schulen. Die Arbeit von BWINF wird breit unterstützt: Träger sind die Gesellschaft für Informatik e.V., der Fraunhofer IUK-Verbund und das Max-Planck-Institut für Informatik. Mit dem neuen "Jugendwettbewerb Informatik" wird mit Blick auf die Schwierigkeitsstufen im Angebot der Informatikwettbewerbe eine Lücke geschlossen: Der "Informatik-Biber", an dem allein 2016 mehr als 290.000 Schülerinnen und Schüler teilnahmen, vermittelt seit mehr als zehn Jahren die Faszination des digitalen Denkens in der Informatik und erfordert keine Vorkenntnisse. Der "Bundeswettbewerb Informatik" dagegen fördert und fordert seit 1980 Talente, die in der Lage sind, eigenständig informatische Probleme anzugehen und mithilfe von Programmen zu lösen. Der neue Jugendwettbewerb liegt im Anspruch nun dazwischen: Er soll Kinder und Jugendliche anregen, ihr beim "Informatik-Biber" gezeigtes Interesse weiter zu verfolgen und die digitalen Kompetenzen zu erwerben, die nötig sind, um das eigene Talent auszubauen und vielleicht später beim "Bundeswettbewerb Informatik" zu beweisen.

Start des neuen Förderformats ist der 15. Mai 2017. In der ersten Runde des "Jugendwettbewerbs Informatik" werden über die zugehörige Onlineplattform beispielsweise Roboter gesteuert oder die Bewegungen einer virtuellen Schildkröte programmiert. Mehr als einen Web-Browser und Internetzugang benötigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür nicht. In der zweiten Runde nach den Sommerferien Anfang September sind die Besten dann gefordert, komplexere Aufgaben mit eigenen Mitteln zu bearbeiten. Wer es sich zutraut, kann sich dann auch an Aufgaben des renommierten "Bundeswettbewerbs Informatik" heranwagen, der zeitgleich startet.
Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.bmbf.de/de/ueber-die-schule-hinaus-jugendwettbewerbe-bieten-mehr-885.html
https://www.bwinf.de/jugendwettbewerb/
Mitteilung des BMBF am 03.04.2017

Dank an die Beteiligten:

„Eine ruhige und professionelle Evakuierung “ / Sicherheit vermittelt in einer schwierigen Situation

Nordhausen (psv) „Es war eine professionelle Evakuierung, die mit der Entschärfung ein gutes Ende gefunden hat“. Das sagte Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh nach der gestrigen Entschärfung einer englischen Fliegerbombe. „Wir danken allen Beteiligten – ob hauptamtlich oder im Ehrenamt.“ 

„Beeindruckend war erneut die fachlich hervorragende-, beruhigende und kompetente Routine aller beteiligten Einsatzkräfte. Dieses ruhige Vorgehen hat den Menschen Sicherheit in einer schwierigen Situation gegeben, vor allem den älteren Menschen, die noch Zeugen der Bombardierung unserer Stadt vor 72 waren“, sagte Nordhausens Bürgermeisterin Jutta Krauth,
die die Einsatzleitung hatte. „Alle Räder haben ineinander gegriffen. Es gab ein gutes Zusammenspiel. Wir danken den betroffenen Firmen für ihr Verständnis.“

Ein besonderer Dank gelte den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Sundhausen, NDH-Mitte, Stempeda, Herreden, Krimderode, Hörningen, Leimbach, Bielen, Steinbrücken, Petersdorf  sowie den ehrenamtlichen Helfern des DRK.  „Sie haben ihre Freizeit geopfert für den Dienst am Gemeinwesen. Das war wohltuend. Vielen Dank!“, so die Bürgermeisterin. „Damit war Ende gewährleistet, dass Sprengmeister Andreas West und seine Kollegen Klaus Nessel und Werner Schmidt ihre Arbeit zu einem guten Ende für unsere Stadt führen konnten.“

Insgesamt 200 Menschen waren im Zuge der Entschärfung im Einsatz – von den städtischen Feuerwehren, der Polizei, der Deutschen Bahn, der EVN, den Unternehmen der Stadtwerke und des Wasserverbandes sowie des Stadtentwässerungsbetriebs und der Stadtverwaltung sowie der  Hilfsorganisationen.

Stellvertretend für alle Einsatzkräfte bekamen  Sprengmeister Andreas West und seine Kollegen  Klaus Nessel und Werner Schmidt am Fundort der Bombe Blumen und eine kleines Präsent.


Foto: P. Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen

Samstag, 1. April 2017

Gemeinschaftssinn beweist sich vornehmlich unter schwierigen Verhältnissen

Diesen Beweis lieferte gerade in diesen Tagen die Stadt- und Gästeführergilde Nordhausen gegenüber ihrem Mitglied Dorothee Schwarz mit der Ehrenmitgliedschaft ihres Vereins.
Dazu mag mir ein Rückblick auf die Geschichte dieses Vereins (und seines nun geehrten Mitglieds) erlaubt sein. Dessen ursächliche Entstehung zurückgeht auf einen entsprechenden Aufruf der Stadt Nordhausen und des damaligen Südthüringer Tourismusverbandes, nach dem interessierte Nordhäuser Bürger gesucht wurden, die sich berufen fühlen könnten, sich zu Stadt- und Gästeführern ausbilden zu lassen. Mit Erfolg: Es meldeten sich Bürger überwiegend gesetzteren Alters, durchweg in Nordhausen als ihrer Heimatstadt verwurzelt, die die Zerstörung ihrer Stadt 1945 und ihren
Wiederaufbau noch selbst erlebten. Und eine Aufgabe darin zu sehen vermochten, „ihre“ Stadt mit ihrer Umgebung nach einer entsprechenden Ausbildung Besuchern und Gästen vorzustellen und mit ihr bekannt zu machen. Und bereit waren, diese Aufgabe zu übernehmen, ohne dies von vornherein von einer entsprechenden Honorierung abhängig zu machen, also auf ehrenamtlicher Basis.

Nach ihrer Grundausbildung entschlossen sich die neuen Stadt- und GästeführerInnen, ihre künftige Tätigkeit auf Vereinsbasis auszuüben und gründeten im Mai 1995 die
Stadt- und Gästeführer Gilde Nordhausen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte u.a. Dorothee Schwarz, - zunächst Schriftführerein (später Schatzmeisterin) – während Klaus Grossmann zum Vorsitzenden gewählt wurde. Während die zunächst 28 Mitglieder in der Folgezeit ihre selbst gestellten satzungsgemäßen Aufgaben realisierten, vervollkomneten sie gleichzeitigihre Kenntnisse und ihr Wissen, wobei sie naturgemäß eigene Schwerpunkte und Profile entwickelten. Dorothee Schwarz zum Beispiel ließ sich zusätzlich zur Kirchenführerin ausbilden, während andere zusätzlich
Reisebegleiter oder auch Naturführer wurden, stets aber auf der Grundlage von Stadtführungen.
Die öffentliche Wahrnehmung ihrer Tätigkeiten brachte mit sich, dass Dorothee Schwarz 2011 zu den Ehrenamts- Geehrten durch die Stadt Nordhausen gehörte. In der offiziellen Begründung dazu hieß es damals(Auszug): „Dorothea Schwarz ist seit Bestehen der Nordhäuser Stadt- und Gästeführergilde ein aktives Mitglied. Sie besitzt die besondere Gabe, sich auf die unterschiedlichsten Besucher und Interessengruppen bei Stadtführungen
einzustellen, wobei sie ihr umfangreiches Wissen zur Geschichte von Nordhausen anschaulich weiterzugeben vermag.
Durch ihr freundliches Wesen und ihr kompetentes Wissen begeistert sie so manchen Besucher für unsere Rolandstadt. In ihrer weiteren Funktion als Schatzmeisterin verwaltet sie sorgfältig und gewissenhaft die Finanzen der Nordhäuser Stadt- und Gästeführergilde.“(Ende des Auszugs).


Ihr Engagement als Stadt- und Gästeführer war ihr also erkennbar ebenso Herzensangelegenheit wie ihre Aufgabe in der Vereinsarbeit als Schatzmeisterin. Beides übte sie mit Hingabe und mit Verantwortung aus, bis sie vergangenes Jahr unvermittelt einen Schlaganfall erlitt, der das Ende ihrer aktiven Tätigkeit in der Gilde bedeutete.
Nicht aber im Bewusstsein der Gildemitglieder, die „ihrer“ Dorothee nun eine besondere Ehrung bereiteten: Gildemeister Winfried Wehrhan und sein Vertreter Heinz Degener besuchten sie vergangene Woche im Arnoldheim und überraschten sie mit der Mitteilung, dass sie von den Gildemitgliedern in Anerkennung ihrer Verdienste um die Gilde und deren Aufgaben zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Eine Urkunde, die ihr gleichzeitig überreicht wurde, bestätigt diese Ernennung.
Ich verpasste diesen Akt der Urkunden-Übergabe, erlebte aber mit, wie sehr sich die Geehrte samt ihrer Pflegerinnen – hier mit Schwester Andrea – über die Ehrung auch danach noch freute. Und kann ihr dazu nur von ganzen Herzen gratulieren.