Montag, 2. Dezember 2013

Zweite Runde im Lese-Start-Projekt: Auftakt am 6. Dezember in der Bibliothek

Nordhausen (psv) Mit dem bundesweiten Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ möchten das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen  vor allem Kinder und Familien für das Lesen und Vorlesen begeistern.

Den Auftakt für die zweite Runde „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ in Nordhausen begleitet Kulturdezernentin Hannelore Haase am 6. Dezember 2013, 15 Uhr in der Stadtbibliothek.

Hierzu sind alle Familien mit ihren dreijährigen Kindern herzlich eingeladen. Wem es an diesem Tag nicht möglich ist, sich das Lesestart-Set in der Bibliothek abzuholen, der hat auch in den kommenden Wochen noch die Gelegenheit dazu. Nähere Informationen zur Auftaktveranstaltung und zum Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ erhalten die Nordhäuser Familien mit dreijährigen Kindern auch direkt in der Stadtbibliothek unter der Telefonnummer 03631 983795.

Bereits 2011 startete das Projekt mit der ersten Phase – alle Familien mit einjährigen Kindern wurden eingeladen, sich ein kostenfreies Lesestart-Set bei den Kinderärzten abzuholen. Nun wird der zweite Meilenstein für alle Familien mit Kindern, die 2010 geboren wurden, gelegt: die inzwischen Dreijährigen und ihre Eltern erhalten ein altersgerecht zusammengestelltes erneut kostenfreies Lesestart-Set in der Nordhäuser Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange.


In einer bunt bedruckten Tasche versammeln sich ein buntes Vorlese-Bilderbuch „Tschüss, kleines Muffelmonster!“, ein Ratgeber für Eltern mit nützlichen Tipps rund ums Vorlesen und Erzählen von Geschichten sowie interessante Buchempfehlungen. 

Wegen des großen Erfolges: „Der Nussknacker“ ist wieder da

Ballettkompanie des Theaters Nordhausen zeigt ab 5.12. Ballettmärchen – Vorverkauf läuft auf Hochtouren

Im Herbst und Winter 2011 war das Ballett „Der Nussknacker“ von Peter I. Tschaikowsky in der Choreographie von Jochen Heckmann ein riesiger Erfolg am Theater Nordhausen. Und deshalb wird das poetische, getanzte Märchen nach der Erzählung „Nussknacker und Mausekönig“ von E.T.A. Hoffmann ab 5. Dezember wieder gezeigt.

Das Mädchen Marie bekommt vom eigentümlichen Onkel Drosselmeyer zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt. Der hinterlässt bei ihr einen so starken Eindruck, dass sie in der Nacht nicht schlafen kann und mit ihm in eine Traumwelt aufbricht … Jochen Heckmann, international preisgekrönter Choreograph und Tänzer, lässt Marie, das träumende Kind, das noch an Märchen glaubt, eine Welt erleben, die viel schöner ist als ihre Realität.

Als Marie ist die spanische Tänzerin Irene López Ros zu erleben, langjähriges Mitglied der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen. Ihr zur Seite steht als Nussknacker David Roßteutscher. Das Loh-Orchester Sondershausen spielt die zauberhafte Ballettmusik von Tschaikowsky unter der Leitung des 1. Kapellmeisters Michael Ellis Ingram.

Insgesamt gibt es im Dezember fünf Vorstellungen. Karten für die Vorstellungen am 21.12. um 18 Uhr und am 25.12. um 15 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 32/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Am 5.12. um 10 Uhr, am 6.12. um 18 Uhr und am 17.12. um 10 Uhr gibt es nur noch mit sehr viel Glück einige Restkarten.

Für die Vorstellung am Nikolaustag, dem 6. Dezember, wird auf alle Eintrittskarten zum Normalpreis ein Spendenaufschlag von fünf Euro erhoben, der der Nordhäuser Tafel e. V. zugute kommt.


Foto: Irene López Ros (Marie), David Roßteutscher (Nussknacker); Foto: Tilmann Graner

Expertin im Bereich „Nachhaltige Entwicklung“ gewonnen

Nordhausen (FHPN) Mit der Ernennung von Prof. Dr. Dagmar Everding erhält der Fachbereich Ingenieurwissenschaften an der FH Nordhausen professionelle Verstärkung für den neuen Masterstudiengang "Energetisch-ökologischer Stadtumbau".

Die Architektin und Planerin Prof. Dr. Dagmar Everding wurde 1954 geboren und wuchs im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen auf. Nach ihrem Studium der Architektur (Wohnbau, Stadtentwicklung, Baugeschichte) an der Technischen Universität Berlin von 1973 bis 1978 absolvierte sie ein Referendariat bei der Bezirksregierung Köln.
Im Anschluss war sie 11 Jahre lang im Stadtplanungsamt der Stadt Bottrop, u. a. in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der Internationalen Bauausstellung „Emscher Park“, tätig.
Seit 1992 arbeitete Dagmar Everding in der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen, zunächst im Bauministerium mit dem Schwerpunkt ökologisches und energiesparendes Bauen und barrierefreies Bauen.
Es folgte die Promotion von 1994 bis 1998 an der GHS Kassel über „Lokale und regionale Erneuerungsprozesse im Ruhrgebiet“ (Lehren aus der Erneuerung in Berlin-Kreuzberg und im nördlichen Ruhrgebiet). Anschließend war Dagmar Everding 4 Jahre lang für Forschungen zum Solaren Städtebau beurlaubt.
Zuletzt war sie in der Landesplanungsbehörde Nordrhein-Westfalen als Leiterin des Referats „Regionalentwicklung, Raumbeobachtung, Demografischer Wandel“ beschäftigt.
Parallel führte sie diverse Lehraufträge aus, hielt Vorträge und veröffentlichte Publikationen. Seit 1. Dezember 2013 ist Dagmar Everding Professorin für Dezentrale Strukturen und Systeme unter anderem im neuen Masterstudiengang "Energetisch-ökologischer Stadtumbau" an der Fachhochschule Nordhausen, der zum Sommersemester 2014 erstmalig an den Start geht.  Die „Neunordhäuserin“ freut sich auf die neuen Herausforderungen bei der Umsetzung des Gedankens der „Nachhaltigen Entwicklung“ und bei der Ausbildung künftiger Experten in diesem Bereich. „Für die Entwicklung und das Management energetisch-ökologischer Stadtumbauprojekte werden  Ingenieure benötigt, die über das fachliche Know-how verfügen, aber zusätzlich auch über den Tellerrand technischer Lösungsorientierung hinausblicken können und  mit den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kernfragen des Stadtumbaus und der Stadtentwicklungspolitik vertraut sind“, betont die frisch gebackene Professorin.


Bild: Ernennung von Prof. Dr. Dagmar Everding durch den Präsidenten der FH Nordhausen, Prof. Dr. Jörg Wagner

Weihnachtslesung am 12. Dezember im Kunsthaus Meyenburg

Nordhausen (psv) Wen es interessiert, warum Martin Luther am Weihnachtsmann schuld ist, warum man in Polen am Heiligen Abend fastet und in welche Richtung man Dienstweihnachtsbäume verkeilen muss, für den ist die weihnachtliche Lesung im Kunsthaus Meyenburg genau das Richtige.
„Weihnachten und andere Notstände“ ist die Lesung von Susanne Hinsching und Anja Eisner betitelt, die neugierig auf „ weihnachtliche Notstände“ in der Karibik, ins Institut und im Seniorenheim blickt.
In epischer Breite wird es höllisch und fabelhafte Tiere kommen lyrisch daher.
Die weihnachtliche Lesung, die das Kunsthaus Meyenburg in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Meyenburg Förderverein e.V. veranstaltet, findet am 12.12.2013, um 19.30 Uhr im Kunsthaus-Keller statt. Die Eintrittskarten sind für 8 € ab sofort im Kunsthaus Meyenburg erhältlich.

Bild: Weihnachtslesung 2012

Sonntag, 1. Dezember 2013

Kleiner Bummel zum 1. Advent

In Nordhausen bereitet man sich wie überall landauf, landab auf Weihnachten vor. Am Theaterplatz hat der diesjährige Adventmarkt begonnen, in zahlreichen Einrichtungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen gibt es kleinere Weihnachtsmärkte, im Tabakspeicher wurde eine sehr beachtliche Handarbeits-Ausstellung eröffnet
und viele Geschäfte haben in ihren Schaufenster Weihnachtskrippen Platz gemacht. Es gibt also viele Möglichkeiten, sich auf die Advent- und Vorweihnachtszeit einstimmen zu lassen, sofern man sie nicht schon von zuhause mitbringt.
Mein Weg führte also zunächst zur K&S-Seniorenresidenz, in der man schon am Eingang von einem Glühweinstand empfangen wurde. Ein recht anregender Empfang der gleich im Foyer mit einer ganzen Anzahl geschmack- und genussvoller Stände mit den unterschiedlichsten Angeboten weihnachtlich lockte. Bewohner der Residenz und deren Gäste zeigten sich in zunehmender Zahl interessiert und angesprochen, wie leicht zu erkennen war.
Nach der Residenz entschloss ich mich zu einen Besuch des Tabakspeichers und überließ den Adventmarkt am Theaterplatz erst einmal den „erkorenen“ oder auch selbst empfundenen Scouts.
Brigitte Scholz hatte dort gerade zuvor ihre vorweihnachtliche Ausstellung
eröffnet und die Teilnehmer an der Veranstaltung unterhielten sich noch lebhaft über die an Stellwänden in großer Zahl angebrachten Arbeiten an Gobelin- bzw. Buntstickereien. Eine handwerklich ganz beachtliche Qualität an Stickereien, die zu früheren Zeiten häufig von Frauen praktiziert, heute aber wohl immer weniger ausgeübt wird. Und schon deshalb wert, in Ausstellungen vorgestellt zu werden.

Brigitte Scholz erklärte mir ihre umfangreichen Arbeiten und auch Geschichte und Technik der Buntstickerei. Die ich hier nicht wiedergeben will, weil ich ihre Erläuterungen mehr als Anregung nahm, mich weiter bei Wikipedia über diese handwerkliche Fertigkeit zu informieren. Und das kann schließlich auch jeder Interessent, der die Ausstellung besucht und sich informieren lassen mag. Brigitte Scholz steht dafür am Freitag Nachmittag gern zur Verfügung.

Der Rückweg führte mich an einigen Geschäften vorbei, in deren Schaufenstern Weihnachtskrippen ausgestellt waren, für die Pfarrer Richard Hentrich von der Nordhäuser Domgemeinde in jedem Jahr mit Erfolg wirbt. Das geschmack- und niveauvollste Umfeld für eine solche Krippe fand ich in einem Schaufenster der Buchhandlung Rose. Es war ein kleiner, aber gehaltvoller Bummel durch das adventliche Nordhausen. Und der Abschluss soll nun das Adventkonzert im ZDF aus der Dresdner Frauenkirche bilden.

Ein Interview, das die Gemüter erregte

Es soll heute um 12 Uhr auf RTL noch einmal gesendet werden: Das Interview der ZDF-Moderatorin Marietta Slomka mit Sigmar Gabriel, dem Vorsitzenden der SPD und Verhandlungsführer bei den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl im September. Über dessen Ergebnis die SPD-Mitglieder derzeit zur Abstimmung aufgerufen sind.

Ich habe dieses Interview (noch) nicht gesehen und müsste deshalb eigentlich abwarten, wie es auf mich wirkt, wenn ich es mir heute Mittag ansehe. Wenn sich da nicht durch die zahlreichen Berichte und Kommentare in den Medien grundlegende Überlegungen zum Verhältnis von Journalisten und deren Interviewpartnern – hier also einem Politiker – ergeben und sich mir einmal mehr aufdrängen würden. Die eigentlich durch dieses Interview „lediglich“ bestätigt werden.

Zunächst ergibt sich aus dem Echo, das dieses Interview in den Medien auslöste, dass der Interviewte schlechte Karten hat, wenn es danach zu Diskussionen kommt: er bekommt dann in der Regel das ganze Gewicht der schreibenden Zunft zu spüren – was ja nicht einmal unbedingt immer zu seinen Lasten geht – und er hat es gfls. mit der Solidarität der Mehrheit eines ganzen Berufsstandes zu tun, nämlich der der Journalisten. Und da hat ein Einzelner natürlich keine Chance wenn er sich dem Vorwurf ausgesetzt sieht, sich „ungebührlich“ - etwa aufmüpfig oder widerborstig - dem Interviewer gegenüber verhalten zu haben. Als markantes Beispiel gilt ja wohl noch immer das Interview des Sportreporters Waldemar Hartmann in 2003 mit Rudi Völler – damals Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft. Weil es eben selten genug vorkommt, dass sich der Interviewte aus der Rolle des Befragten (Verhörten) in die eines Partners „auf Augenhöhe“ begibt. Wenn nämlich der ausgeübte Fragedruck des Interviewers zu groß oder gar penetrant wird. Oder wirkt. Und Maritta Slomka wird ja bescheinigt, dass sie stets „hart zur Sache“ geht. In einem Bericht zu diesem Interview im “heute journal”hieß es immerhin, dass es hohe Wellen schlug. Weil es so ganz anders war, als das sonst übliche Phrasen-Geplänkel zwischen Journalisten und Politikern. Also wirklich mal ein „echtes“? Ich bin neugierig.


Nun äußerten sich zu diesem Disput u.a. zwei Autoren in der „Süddeutschen Zeitung“ (Nakissa Salavati und Michael König), bei dem eine andere Eigenheit journalistischer Übung offensichtlich wird: je nach Argumentationsbedarf interpretiert man die Aussagen eines Interviewten – hier also Sigmar Gabriels - nach dem eigentlichen und gewollten Sinn einer Aussage. Mitunter aber wird man sophistisch und bemüht dann schon mal das „altehrwürdige Deutsche Wörterbuch der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm“. Um etwa den Begriff „Quatsch“ exakt zu definieren. Es bedeute eine "breiartige quatschende masse, straszenkoth u. dgl.". Gabriel wirft diese Masse angeblich der ZDF-Moderatorin Marietta Slomka entgegen, als die zu bedenken gibt, vergleichsweise wenige SPD-Mitglieder entschieden über eine Koalition für ganz Deutschland. Und weil Gabriel in einer bestimmten anderen Passage Slomkas von „Blödsinn“ sprach, wissen die Autoren, dass das ein „elitäres“ Wort sei, ein kumpelhaftes, volksnahes. Und darum wäre es dem SPD-Chef gegangen: volksnah zu sein. Obwohl im Duden nur von sinnlosen, törichten Reden oder Handeln die Rede ist, nicht aber von volksnah oder kumpelhaft. Ob nun sinngemäß oder wortklauberisch, einem Interviewten könnte man nur raten, auf der Hut zu sein. Er wird im Falle eines Falles in der journalistischen Nachbetrachtung kaum je eine reelle Chance haben. Im Falle dieses Interviews ist es ja schon ungewöhnlich und beachtlich, dass sich Politiker aus der SPD und anderer Parteien gegen die Art der „Befragung“ verwahrten. Nützen wird es ihnen nichts. Und nun bin ich neugierig, welchen Eindruck dieses Interview auf mich machen wird.  

Musikalischer Weihnachtszauber mit dem Loh-Orchester Sondershausen und dem Opernchor

Wohl kaum ein Fest wird so sehr von Musik begleitet wie Weihnachten. Zu zauberhafter Weihnachtsmusik unter dem Motto „Weihnachtsträume“ laden in der Adventszeit und an den Festtagen das Loh-Orchester Sondershausen und der Opernchor des Theaters Nordhausen Familien herzlich ein. Zu hören sind stimmungsvolle und feierliche Arrangements traditioneller Weihnachtslieder wie „In dulci jubilo“, „Heilige Nacht“ und „We Wish You a Merry Christmas“. Hinzu kommen Melodien von Johann Sebastian Bach, Astor Piazzolla und vielen mehr.

Ein besonderes Highlight nicht zuletzt für die jüngsten Konzertbesucher ist die Titelmusik aus dem bekannten Märchenfilm „Drei Nüsse für Aschenbrödel“.

Am Ende des Konzertes sind alle großen und kleinen Besucherinnen und Besucher zum Mitsingen eingeladen: Gemeinsam mit dem Loh-Orchester und dem Opernchor werden alle gemeinsam beliebte Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ anstimmen. Die musikalische Leitung des Weihnachtskonzerts hat Chordirektorin Elena Pierini.

Bei diesem festlichen Konzert für die ganze Familie gibt es für Kinder eine Ermäßigung von rund 50% auf allen Plätzen.

Das Weihnachtskonzert „Weihnachtsträume“ findet am 14. Dezember um 18 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen sowie am 23. und 26. Dezember um 18 Uhr im Theater Nordhausen statt. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Foto: Tilmann Graner