Dienstag, 12. Februar 2013

Auslobung Wettbewerb “Unternehmerin/Unternehmer 2013“


NDH / Kyffhäuser Auch in diesem Jahr ehrt der Kreisverband des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) zum 14. Mal erfolgreiche Mittelständler. Gesucht werden besonders erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, die die Zukunft ihrer Firma mit Mut, Optimismus, Weitblick und Nachhaltigkeit sowie Familienfreundlichkeit gestalten. „Wir wollen ihr unternehmerisches Engagement in Wirtschaft und Gesellschaft anerkennen und ihre Vorbildrolle als Leistungsträger würdigen“, beschreibt Volker Beiersdorf, Leiter des BVMW-Kreisverbandes, die Ziele des Wettbewerbs.
„Mit der Auszeichnung möchten wir mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer öffentlich ehren, die das Risiko ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit persönlich tragen. Es geht uns darum, durch die Anerkennung der Leistungen beispielgebender Mittelständler zur Gründung einer eigenen wirtschaftlichen Existenz und zur Übernahme von Firmen Mut zu machen und dadurch der Jugend eine Perspektive aufzeigen“, so Beiersdorf.
Vorgeschlagen werden können Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Kreisen Nordhausen
und Kyffhäuser, die einen beispielgebenden unternehmerischen Erfolg aufweisen und die sich auch außerhalb ihres Unternehmens in ihrer Stadt bzw. Gemeinde des Kreises in vorbildlicher Weise engagieren.
Nominierungen können vornehmen:
              - Kommunalpolitiker, wie Bürgermeister, Landräte
              - Behörden, Verwaltungen, Organisationen, Banken
              - regionale Kammern und Verbände
              - Einzelpersonen und Mitarbeiter der Unternehmen
              - Leiter der BVMW-Kreisverbände.
Eine unabhängige Jury aus Vertretern der kommunalen Verwaltung, Vorstände der Banken,
Medien und Unternehmer entscheiden auf der Grundlage der Bewertungskriterien über die
„Unternehmerin/Unternehmer des Jahres 2013“ des Kreises.
Die Ehrung erfolgt in einem würdigen öffentlichen Rahmen. Die Preisträgerin/der Preisträger erwirbt gleichzeitig die Nominierung für den zentralen Ausscheid „Thüringer Unternehmerin/ Unternehmer des Jahres 2013“. Diese Auszeichnung erfolgt am 12.10.2013 im Rahmen des 20. Thüringer Wirtschaftsballs im Kaisersaal der Landeshauptstadt Erfurt.
Die Wettbewerbsbedingungen sowie die Antragsformulare erhalten Sie im Internet unter:

Volker Beiersdorf
Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. ( BVMW )
Kreisverband Kyffhäuser / Nordhausen
Kasseler Str. 4
99974 Mühlhausen
Tel.                  03601 44 25 66
Fax                  03601 40 34 14
Email             volker.beiersdorf@bvmw.de

Montag, 11. Februar 2013

Nordhäuser Museumsnacht am 9. März 2013


Nordhausen (psv) Am 9. März wird die diesjährige Nordhäuser Museumsnacht mit der Vernissage zur Ausstellung  „Zwiesprache – Ernst Barlach und Alexander Dettmar“ im Kunsthaus Meyenburg um 18 Uhr durch Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh  eröffnet. Das kündigte jetzt die Dezernentin für Kultur, Bildung und Generationen, Hannelore Haase, an, die schon jetzt alle Nachtschwärmer dazu herzlich einlädt.

Nach der Vernissage und einer Ausstellungsführung sowie einem Gespräch mit dem Künstler Alexander Dettmar führen Künstler des Theaters die Besucher um 21 Uhr durch die Welt des Musicals.
Das Museum Tabakspeicher beginnt um 18:30 Uhr mit Geschichten zum Harzer-Sagen-Pfad. Ein Menuett -Schnellkurs für kleine und große Leute  bietet das Tanzstudio Radeva um 19 Uhr an. Es folgen um 20:30 Uhr ein Musikquiz und um 20:45 Uhr drei schaurig-schöne  Geschichten, gelesen von Schauspieler Frank Sieckel. Zum Abschluss spielt bis 24 Uhr die L.E. Boggie Band aus Leipzig.
 
Die Flohburg | Das Nordhausen Museum  zeigt neben seiner großen stadtgeschichtlichen
Sammlung von 18 bis 22  Uhr historische Spiele rund um Nordhausen. Zwischendurch gibt’s
Lieder aus Nordhausen mit der Sopranistin Brigitte Roth, die  am Klavier durch Nivia Hillerin-
Filges vom Theater Nordhausen begleitet wird, Musik im Bistro von Ronald Gäßlein und um 20
Uhr eine Führung durchs Museum mit dem Thema: „Frauen in der Geschichte unserer Stadt“.
Jeweils um 20 und 21.30 Uhr spricht Beate Ruhe von der Kindertagesstätte  „Domschlösschen“
über Fröbels Leben und Wirken in Nordhausen. Um 22 Uhr wird der Film „Nachts im Museum“
gezeigt.

Führungen gibt es ebenfalls im Museumsdepot im Walkenrieder Hof und  im IFA – Museum,
Montaniastraße 13. Hier gibt es außerdem bei  böhmischer und deutscher  Blasmusik mit der
Touring-Blaskapelle Nordhausen einen Wettbewerb, einen Vortrag und Videovorführungen. In
der „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei“ in der  Grimmelallee 11, wird um 19:30 Uhr das
Lustspiel von Achim Lenz „Trinke! Was klar ist!“mit Uta Haase, Thomas Kohl und Kolja
Hosemann aufgeführt. Lieder von Zarah Leander präsentiert um  21.30 Uhr die Sopranistin Anja
Daniela  Wagner mit Annette  Franzke am Klavier vom Theater Nordhausen.

Veranstaltungs- Flyer und Tickets gibt es ab Mitte Februar in der Stadtinformation und in den beteiligten Einrichtungen.
 
Eintritt: 5,00 €, ermäßigt : 3,00 € (Schüler, Azubis, Studenten, Inhaber Nordhausen Pass)
Zur Vorstellung wird in der Traditionsbrennerei ein zusätzlicher Preis von 13,00 € erhoben.
(Karten dazu im Theater Nordhausen, den Vorverkaufsstellen und in der
Traditionsbrennerei)

Fotowettbewerb


Fotowettbewerb

Naturpark Harz in Niedersachsen im Bild

Der Regionalverband Harz sucht die schönsten Fotos aus dem Gebiet des Naturparks Harz in Niedersachsen. Der Naturpark erstreckt sich über die Landkreise Goslar und Osterode am Harz. Er wird begrenzt im Westen von B 243 und der B 248, im Norden von der B 82 und der B 6, im Osten und Süden von der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt bzw. Thüringen. Der Nationalpark Harz ist nicht Teil des Naturparkes!

Der Naturpark hat viele natürliche Schätze zu bieten, steckt aber auch voller Geheimtipps. Als Naturparkträger lädt der Regionalverband Harz Hobby- und Berufsfotografen dazu ein, diese Schätze auf ihren Bildern zu zeigen. Jeder Fotograf darf höchstens ein Bild in einer der folgenden Kategorien einreichen (maximal also acht Fotos):

1. Menschen im Naturpark Harz
2. Unverwechselbare Naturlandschaft Harz
3. Unverwechselbare Kulturlandschaft Harz
4. Winter im Naturpark Harz
5. Frühling im Naturpark Harz
6. Sommer im Naturpark Harz
7. Herbst im Naturpark Harz
8. Pflanzen/Tiere im Naturpark Harz.

Auf den Bildern soll die Einzigartigkeit des Naturparks Harz in Niedersachsen zum Ausdruck kommen. Ausdrücklich erwünscht sind auch Fotos, die Wanderer oder andere Aktive im Naturpark Harz abbilden. Aus allen acht Kategorien wird ein Gesamtsieger ausgewählt. Der Hauptpreis ist dotiert mit 300,00 Euro. Die Sieger in den übrigen sieben Kategorien erhalten jeweils 100,00 Euro. Über die Vergabe der Preise entscheidet der Naturparkausschuss des Regionalverbandes Harz. Der Fotowettbewerb wird ermöglicht durch eine Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Die Fotos sind auf CD/DVD oder USB-Stick mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi beim Regionalverband Harz e. V. in 06484 Quedlinburg, Hohe Straße 6 einzureichen. Die Bilder müssen aktuell und bisher unveröffentlicht sein. Erkennbar abgebildete Personen müssen ihr Einverständnis zur Weitergabe und Veröffentlichung des jeweiligen Fotos erklärt haben. Einsendeschluss ist der 30. August 2013 (Posteingang).

Weitere Informationen und die detaillierten Teilnahmebedingungen unter: www.harzregion.de/naturpark/foto

Zu unserem Bild: Der Alte vom Berge über dem Okertal - unverwechselbarer Teil des Naturparks Harz in Niedersachsen. Foto: George/RVH

Moderne Kunst im Natur- und Geopark


Ausstellungen 2013

Quedlinburg. Eine Auswahl von 14 besonderen Ausstellungen in der Natur- und Geoparkregion hat der Regionalverband Harz zu einem Jahresprogramm für Kunstliebhaber zusammengefasst. Das dazu soeben erschienene Faltblatt ist bereits das sechste dieser Art.
Los geht es mit der Ausstellung „Glanzstücke moderner Kunst“ im Mönchehaus Museum Goslar (15. Februar bis 28. April). Gezeigt werden Werke der Kaiserringpreisträger 1975-2012. Vom 9. März bis zum 12. Mai halten dann im Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen Plastiken von Ernst Barlach und Gemälde von Alexander Dettmar  Zwiesprache. Im Schloss Wallhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) werden Skulpturen des schweizerischen Bildhauers Fredy J. Ambroschütz zu sehen sein (5. April bis 27. Oktober). Vom ländlichen Leben in Bulgarien erzählen vom 9. April bis zum 13. Juni die Bilder von Kiril Apostoloff in den Räumen der Stadtsparkasse Bad Sachsa (Landkreis Osterode am Harz). Die Stadtsparkasse hat freundlicherweise auch den Druck des Faltblattes unterstützt. Eine Hommage an Karl Blossfeldt sind die Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus dem Carlswerk Mägdesprung des Fotografen Chris Wohlfeldt. Die Ausstellung ist vom 21 April bis 30. Oktober im Carlswerk im Landkreis Harz zu sehen.  
Weitere Ausstellungen: Galeriekapelle des Hüttenmuseums Thale, Schloss Stolberg, Europa-Rosarium Sangerhausen, Forum des Kreishauses Goslar, Museum Heineanum Halberstadt, Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg, Städtisches Museum Seesen,  Museum Aschersleben sowie die Ausstellung „Natur – Mensch“ in Sankt Andreasberg.
Das Faltblatt kann ab sofort auf der Internetseite www.harzregion.de bestellt werden.

Abbildung: Titelseite des Faltblattes

Samstag, 9. Februar 2013

Förderverein Park Hohenrode schaute zurück auf 2012


Die am Donnerstag im Sitzungsraum der Kreissparkasse Nordhausen stattgefundene Jahreshauptversammlung des Fördervereins Park Hohenrode ließ einmal mehr deutlich werden, welche deutschlandweite Bedeutung diesem Park unter dendrologischen Gesichtspukten zukommt. Das ist die eine Seite der fortschreitenden Rekultivierung. Es gibt allerdings eine weitere Seite, die gestern in personellen und menschlichen Sinne spürbar wurde. Und die ist bedenkenswert, wie ich meine.

Die Versammlung war gut vorbereitet, auch gut besucht, nur blieb der Vorstandstisch merkwürdiger- oder auch bezeichnenderweise unbesetzt. Die Mitglieder des Vorstands schienen sich zu scheuen, am Tisch Platz zu nehmen, wohl weil der Platz der Vorsitzenden leer bleiben musste: Gisela Hartmann liegt im Krankenhaus. Und mittels eines gebeamten Bildes wünschte man ihr gute Besserung. Dass auch Jochen Einenckel in der gleichen Situation ist und demzufolge fehlte, soll der Vollständigkeit halber bemerkt werden.
Der Vorgang im Falle Hartmann ist bezeichnend, weil er deutlich macht, dass mit ihrem Ausfall als Vorsitzende des Fördervereins der spiritus rector des gesamten Projektes Park Hohenrode fehlte. Und während sich dieses Fehlen spürbar durch die gesamte Veranstaltung zog, mag sich mancher Teilnehmer gefragt haben, welche Folgen ein länger währender oder gar bleibender Ausfall Gisela Hartmanns als Triebfeder dieses Fördervereins und damit für das Projekt Park Hohenrode wohl haben würde. Der aber ist Gott sei Dank und hoffentlich noch lange nicht zu gewärtigen.

In praktischer Abarbeitung der Tagesordnung – das sei ausdrücklich betont – wurde Gisela Hartmann doch sehr gut vertreten durch Dr. Friedrich Kray, der ja auch in der Hierarchie des Vereinsvorstands ihr Stellvertreter ist. Nach dem Eingangsprocedere (Begrüßung der Gäste, Vorstellung der Tagesordnung, deren Akzeptierung durch die Mitglieder und Feststellung der Beschlussfähigkeit), hielt Dr. Kray auch den Tätigkeitsbericht, der im wesentlichen in der Erläutertung einer Vielzahl gebeamter Bilder bestand, die das Geschehen innerhalb des Parks im vergangenem Jahr geradezu umfassend und detailliert illustrierten. Und veranschaulichten, dass von vielen Einzelpersonen, Schulklassen, Bürgerarbeitern und freiwillig Dienstleistenden im Park fortlaufend gearbeitet und gestaltet wurde (der einst dominierende Riesenbärenklau inzwischen keine nennenswerte Rolle mehr spielt) und sich die – eingerüstete - Villa ebenso wie das Kutscherhaus in der Rekonstruktion bzw. Umgestaltung befindet.
 Es gab aber auch neben Arbeitseinsätzen und -abläufen Freudvolles zu berichten, dass nämlich neben dem inzwischen jährlich stattfindenden Parkfest (mit Hutparade) ein Brückenfest stattfand mit dem die Sanierung der Verlobungsbrücke gefeiert wurde. Das Lesecafe wurde eröffnet (bei dem es sich derzeit nicht um eine ständige gastronomische Einrichtung handelt, die Öffnungszeiten verstehen sich wohl durch kleinere oder größere Veranstaltungen, die jeweils angezeigt werden), Katrin Göring-Eckardt (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages) übernahm dort die Schirmherrschaft für den Park und die Schauspielerin Susanne Bormann wurde zur Botschafterin des Parks Hohenrode ernannt. Der Münchner Konzertmeister Florian Sonnleitner gab auch im Jahr 2012 ein Konzert, diesmal allerdings – aus Rücksicht auf seine „Guarneri“-Geige – nicht in der Villa wie im Vorjahr, sondern in der Kirche St. Blasii. Dr. Kray schilderte alles -einschließlich der Beteiligung am Weihnachtsmarkt vor dem Theater - aus eigenem Erleben, hatte er doch die Aktivitäten und Vorgänge selbst im Bild festgehalten und für die hier gezeigte Präsentation zusammengestellt. Seinen Bericht schloss er mit dem Hinweisen auf die ebenfalls im Jahre 2012 herausgegebene „Parkaktie“ – gestaltet von dem Nordhäuser Grafikkünstler Axel Schumann – die in verschiedenen Stückelungen zum Kauf beworben wird. Und die inzwischen abgeschlossenen Kooperationsverträge des Fördervereins mit den folgenden Institutionen und Einrichtungen, die erkennen lassen, auf welchem Niveau sich die Zusammenarbeit des Fördervereins allein in Nordhausen bewegt. Und diese Partner sind
                                                                     Fachhochschule Nordhausen
   Südharz-Klinikum
   Theater Nordhausen
   Humboldt-Gymnasium
   Kreismusikschule und
   Pro.vita-Akademie


Dem Tätigkeitsbericht schloss sich der Finanzbericht durch Schatzmeister Wolfgang Asche (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse) an, der sein Zahlenwerk ebenfalls gebeamt veranschaulichte. Es muss hier nicht betont werden, dass die Richtigkeit seiner Buchführung ohne Vorbehalte durch die Kassenprüfer bestätigt wurde. Die immens angewachsene Geld- und Zahlenentwicklung durch den Geschäftsbetrieb des Fördervereins, durch Fördermittel, Zuwendungen und Spenden ebenso wie durch viele, viele Ausgabenposten, nötigt jeden Sachkenner Respekt ab, angesichts deren Erfassung und Verwaltung, die doch im wesentlichen ehrenamtlich geschieht. Asche stellte klar, dass sich sein Bericht auf den Förderverein begrenzt und nicht auch auf die Bürgerstiftung gleichen Namens. Dem Vorstand wurde nach ihren Berichten insgesamt nach Aufruf durch Andreas Lesser Entlastung erteilt.


Diesem sachlichen Teil der Tagesordnung folgte ein Festvortrag, in dem Volker Bouffier (nicht verwandt oder verschwägert mit dem hessischen Ministerpräsidenten) das Thema „Die Geschichte der Bildersammlung der DDG (Dendrologische Gesellschaft) in Zuammenschau mit dem Leben und Werk Fritz Kneiffs“ behandelte. In geraffter, aber doch recht anschaulicher Form handelte er dieses Thema ab, in dem viele Parks in Deutschland mit bemerkenswerten Baumbeständen angesprochen und vorgestellt wurden, die Fritz Kneiff akribisch genau festgehalten und beschrieben hat. Dass dabei auch der Park Hohenrode mit zahlreichen Baum-Besonderheiten Erwähnung fand, mag die Zuhörer besonders gefreut haben. Obwohl Bouffier auch wissen ließ, dass dieser Baumbestand durch besonders kalte Winter in den vierziger und sechziger Jahren empfindliche Ausfälle durch Erfrieren von insbesondere exotische Gehölzen zu verzeichnen hatte. Schließlich fand auch ein Schrank (mit großem Bildbestand) Erwähnung, der einst aus einem der Bäume gefertigt wurde und zum Archivbestand in Nordhausen gehört.

Die Versammlung schloss u.a. mit dem Hinweis einer neuerlich, von Tura Jursa künstlerisch gefertigten Holztafel zum Lesecafe, die demnächst dort feierlich angebracht werden wird. Wolfgang Asche verabschiedete die Versammlungsteilnehmer, nicht ohne noch einmal der erkrankten Gisela Hartmann gute Genesung gewünscht zu haben. Sie wird vermisst.

Freitag, 8. Februar 2013

„Eines der schönsten romantischen Klavierstücke“


Silke Avenhaus spielt Robert Schumann mit dem Loh-Orchester Sondershausen

Bei einem gemeinsamen Konzert war Generalmusikdirektor Markus L. Frank so beeindruckt von ihrem poetischen Klavierspiel, dass ihm klar war: Mit Silke Avenhaus würde er irgendwann Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll aufführen! Jetzt ist es soweit: Im 4. Sinfoniekonzert am 16. und 17. Februar ist die Pianistin Silke Avenhaus zu Gast beim Loh-Orchester Sondershausen

„Es ist eines der schönsten und größten romantischen Klavierstücke, die es gibt“, urteilt die in Karlsruhe geborene Künstlerin. Und sie schätzt die Freiheit, die dieses Konzert ihr als Pianistin einräumt. Schumann schrieb zunächst eine einsätzige Fantasie, die er später zu einem dreisätzigen Konzert ausarbeitete. „Das Fantasieren kann man so richtig genießen, es ist ein tolles Erlebnis. Schumann komponierte einen engen Dialog zwischen Klavier und Orchester, deshalb ist es so wichtig, dass man sich mit dem Dirigenten gut versteht“.

Silke Avenhaus ist eine international gefragte Pianistin, die besonders im romantischen Klavierrepertoire zu Hause ist. Zahlreiche CDs hat sie in den letzten Jahren aufgenommen und mit vielen renommierten Orchestern und Musikern Konzerte gegeben. Als Kind lernte sie zunächst Blockflöte. Doch als sie gerade mal sechs Jahre alt war, meinte ihr Lehrer: „Dieses Kind soll mit Klavier beginnen!“ Und das tat es dann auch. Silke Avenhaus studierte bei Bianca Bodalia und Klaus Schilde an der Hochschule für Musik München, in den Vereinigten Staaten bei György Sebök an der Indiana University Bloomington, bei Sándor Végh und András Schiff.

Heute spielt sie nicht nur auf zahlreichen Konzertpodien, sie lehrt auch an der Hochschule für Musik in München und widmet sich intensiv der Vermittlung von klassischer Musik an Kinder: „Diese Musik ermöglicht einen direkten Zugang zur Seele. Sie ist ein Gegenpol zu den technischen Dingen unseres heutigen Lebens, durch die man häufig nicht mehr im Kontakt zu sich selber steht.“

Neben dem Klavierkonzert a-Moll von Robert Schumann steht im 4. Sinfoniekonzert unter dem Motto „Romantische Fantasien“ die große Symphonie fantastique, ein atemberaubender Geniestreich des jungen Hector Berlioz, auf dem Programm. Zur Eröffnung erklingt die Ouvertüre zu Heinrich Marschners wahrhaft gespenstischer Oper „Der Vampyr“.

Die Konzerte finden am 16. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen und am 17. Februar um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt. Neugierige sind jeweils um 18.45 Uhr im Foyer herzlich zu einer Konzerteinführung mit Markus L. Frank und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eingeladen. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Fotos:
Portrait_Avenhaus: Foto: Marco Borggreve

Politisches und kirchliches Engagement: Wo verläuft die Grenze?

Dr. Dr. hc. Margot Käßmann hinterließ mit ihrem Vortrag „Reformation und Toleranz“ am Dienstag im Rahmen der „Nordhäuser Gespräche“ tiefe und überzeugende Eindrücke bei Zuhörern, die tatsächlich um des Themas willen ins Audimax der Fachhochschule Nordhausen gekommen waren. Er wäre es wert, Grundlage für weitere Gespräche und Diskussionen im Kreise engagierter Christen in Nordhausen gemacht zu werden. Ich werde die Kooperatoren dieser „Nordhäuser Gespräche" jedenfalls dazu anregen.

Nun beziehen sich diese Eindrücke ja doch unwillkürlich und ganz grundsätzlich auf die von Margot Käßmann übernommene Aufgabe als „Botschafterin des Lutherjubiläums 2017“, die sie mit nicht weniger Elan und Überzeugungskraft wahrnimmt. Und überall dort, wo sie als das auftritt, auch nachhaltige Spuren hinterlässt. Die danach der Vertiefung und Verbreiterung bedürften, also der Unterstützung auf jeder Ebene der evangelischen Kirche.

Und damit komme ich auf ein Problem, das in meiner Vorstellung mit der Nominierung Katrin Göring-Eckardts - Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Präses der Synode der EKD - zur Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Grüne für die Bundestagswahl 2013 entstanden ist. Göring Eckardt hat nach ihrer Nominierung im November vergangenen Jahres ihr Amt als Präses ruhen lassen, um sich ganz ihrer diesbezüglichen politischen Aufgabe widmen zu können. Das mag unter parteipolitischen Gesichtspunkten notwendig und zu rechtfertigen sein, nicht aber unter dem Gesichtspunkt ihres kirchlichen Amtes, gerade in Hinblick auf die Vorbereitungen des Lutherjubiläums 2017. Und einer – wie ich meine notwendigen – Unterstützung des Engagements Margot Käßmanns in deren Aufgabe als Botschafterin. Ich trug mich mit der Absicht, Dr. Käßmann am Dienstag in der ihrem Vortrag folgenden Diskussion darauf anzusprechen, der Themenverlauf des Vortrags schloss dies dann allerdings aus.

Es kann meines Erachtens nicht sein, dass die nunmehrige Spitzenkandidatin der Grünen Katrin Göring-Eckardt, mit einerseits guten Aussichten auf einen Ministerposten nach der Bundestagswahl das Amt des Präses der EKD dann endgültig aufgibt, sich aber andererseits die Option auf eine Weiterführung offen hält für den Fall eines für sie ungünstigen Ausgangs der Wahl. Auch wenn dieses Amt ehrenamtlich, aber unter hohem Imagewert, ausgeübt wird.

Katrin Göring-Eckardt beabsichtigt, für ihre Partei in Hinblick auf die Bundestagswahl „zu kämpfen“. Auch das ist unter parteipolitischen Gesichtspunkten verständlich und vielleicht auch notwendig. Wie sich aber der (politisch gemeinte) Begriff „kämpfen“ unter dem von Margot Käßmann dargestellten humanistischen Begriff „Toleranz“ vereinbaren lässt, müsste mir eigentlich noch erklärt werden. Zu ihrer Qualifikation (Ihren Stärken) äußerte Göring-Eckardt in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ (10.11.12) wie folgt (Zitat): „Eine meiner Stärken liegt sicher darin, dass ich in den vergangenen Jahren Erfahrungen auch außerhalb der Politik gesammelt habe, in Zivilgesellschaft und Kirche. Ich kann ganz gut vor vielen reden, aber auch in einem kleinen Kreis mit fünf Gesprächsteilnehmern. Ich kann überzeugen und stehe für sachliche Auseinandersetzung, nicht für einen persönlich-verletzenden Stil. Ich setze auf Argumente und ich lasse mich auch überzeugen. Manche nennen das leise Töne. Dazu sage ich: Es geht um Klarheit und Glaubwürdigkeit, in jeder Lautstärke...“ (Ende des Zitats). Genau das aber sind mE Erfordernisse, um (auch) als Präses der Synode und in Hinblick auf das Lutherjubiläum 2017 als Flankierung Margot Käßmanns tätig zu sein.

Man kennt Katrin Göring-Eckardt in Nordhausen sehr gut und schätzt sie. (Auch als Schirmherrin des Parks Hohenrode.) Ihr Wort hat Gewicht wie überall in Thüringen und sonstwo. Kann es dann sein, dass diese Potenziale zugunsten ihres politischen Engagements über viele Monate für die Kirche einfach ruhen? Ich meine jedenfalls dass es korrekt und konsequent wäre, ihr kirchliches Engagement aufzugeben, um einer geeigneten Nachfolgerin (Nachfolger) Gelegenheit zu geben, ihre Arbeit im Interesse der Kirche und des Lutherjubiläums 2017 kontinuierlich und mit allem Einsatz fortzuführen. Bei Karin Göring-Eckardt fehlt mir jedenfalls inzwischen der Glaube eines solchen Engagements. Auch für den Fall, dass die Bundestagswahl zu einem negativen Ergebnis für sie führt.