Donnerstag, 7. Februar 2013

Bissiges Kabarett am 16.2. im Theater Nordhausen


Leipziger Pfeffermühle zeigt „Drei Engel für Deutschland“ – Noch Karten erhältlich

„Das Elend der Welt begann damit, dass Gott noch einmal heiratete, und zwar eine Frau, die 30 Jahre jünger war als er …“ Gott langweilt sich und seine Frau drängt ihn, doch mal wieder was zu erschaffen, zum Beispiel eine Welt, in der man (bzw. frau) auch mal shoppen gehen kann. So erschafft Gott die Erde mitsamt der Bundesrepublik Deutschland. Doch trotz Mehrparteiensystem, gelben Tonnen und All-inclusive-Reisen bleibt sie so unvollkommen, dass Gott zur Verwaltung und Nachbesserung noch schnell den öffentlichen Dienst erschaffen muss, also den Himmlischen Öffentlichen Dienst mitsamt seinen engelsgleichen Mitarbeitern in der Abteilung D wie Deutschland.

Dort arbeiten drei Engel mit dem ewigen Auftrag, die Republik vor dem Absturz zu retten. Immerwährende Arbeitsüberlastung ist an der Tagesordnung. So drehen die drei Engel die politische, soziale und kulturelle bundesdeutsche Wirklichkeit durch den kabarettistischen Fleischwolf, indem sie sich gegenseitig die Dinge erklären, in verschiedene Rollen schlüpfen, um die eine oder andere irdische Situation auf ihre Weise durchzuspielen, entweder als renitente Politesse mit dem unwiderstehlichen Charme sächsischer Volkspolizistinnen, als beratungsresistente Banker im Integrationskurs oder als A-capella-Trio für die Truppenbetreuung am Hindukusch mit einer neuen Version von „Lili Marleen“.

Und wenn die Engel – dargestellt von Manja Kloss, Rainer Koschorz und Dieter Richter – die Republik nicht retten können, so können sie sie immerhin zum Lachen bringen! Regie führte beim aktuellen Programm der Leipziger Pfeffermühle „Drei Engel für Deutschland“ Hans Holzbecher. Für das Gastspiel im Theater Nordhausen am Samstag, 16. Februar, um 19.30 Uhr gibt es noch Karten an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Fotos „Drei Engel für Deutschland“: Kabarett Leipziger Pfeffermühle

Journalismus, wohin entwickelst du dich?


Da hatte ich doch in einigen meiner Einträge beklagt, dass die durch den „Stern“ ausgelöste Sexismus-Debatte einen überdimensioniert breiten Raum in den Medien einnahm. Und nahezu jeder Redakteur – und sogar eine „Chefin vom Dienst“ beim Spiegel – die willkommene Gelegenheit nutzte, um einen möglichst spektakulären – wenn meist auch nur banalen - Beitrag zur Debatte beizusteuern. Wobei mir ja die Flut an Beiträge und Äußerungen in Facebook und Twitter „erspart“ blieben, nachdem ich ja nicht zu diesen Gemeinden gehöre.

Und nun, da diese Kampagne gegen Rainer Brüderle, um eine solche ist es ja wohl ursächlich gegangen, abgeebbt ist, scheint diese ganze Debatte einer ruhigeren, und damit vernünftigeren Denkweise Platz zu machen. Und die wirft nun ein bezeichnendes Licht auf eine Tendenz im Journalismus, die seit geraumer Zeit in den Medien Einzug gehalten hat. Während es einzelne Journalisten immerhin noch mit der Mahnung zur Sachlichkeit bewenden lassen, sehen andere in der Debatte bereits den Beweis einer Entwicklung, die mit verantwortungsvollen Journalismus nur noch wenig zu tun hat.
Im Manager-Magazin etwa ist dazu zu lesen (Auszug): Der Streit zwischen „Stern“-Journalistin Himmelreich und FDP-Politiker Brüderle taugt nicht als Startschuss für eine generelle Sexismusdebatte. Wozu die Hotelbaraffäre jedoch sehr wohl taugt, ist, sie zu einer Debatte über zu große Nähe von Journalisten und Politikern zu nutzen.“(Ende des Auszugs). Geht es dabei immerhin noch um sachlich zu begründenden Argwohn zwischen Politik- und Wirtschaftsjournalisten, liest sich die Einschätzung in „Telepolis“ schon anders (Auszug): „Der stern-Artikel „Der Herrenwitz“, aber vor allem auch die sich anschließende „Berichterstattung“ zeigen: Im journalistischen Feld hat eine passive Revolution stattgefunden. Der über viele Jahre andauernde Akt der inneren Umwälzung im journalistischen Kosmos hat zu radikalen Veränderungen geführt. Wir befinden uns jetzt in einer Ära des Postjournalismus. Darüber muss gesprochen werden, denn vielleicht ist noch etwas zu retten von dem, was früher einmal als Journalismus bekannt war. Viel dürfte es nicht mehr sein.“ (Ende des Auszugs)
Der Autor dieses „Telepolis“-Beitrags (Marcus Klöckner) beschreibt anschaulich jene Zeit des verantwortungsvollen Journalismus (auch gegenüber den Lesern) und den seitdem eingetretenen Veränderungen. Und kommt zu dem Ergebnis (Auszug): „Der "Journalismus", wie er dieser Tage in Sachen "Sexismus-Debatte" zu beobachten ist, ist das Produkt eines journalistischen Feldes, das überhaupt nicht bemerkt, wie es sich selbst enteignet hat und somit dazu beigetragen hat, dass es durch das ersetzt wird, was man nur noch als Scheinjournalismus bezeichnen kann...“(Ende des Auszugs). Jene, die nicht nur lesen um sich zu unterhalten, müssten längst den Unterschied gemerkt haben zwischen dem, was tatsächlich noch sachlich fundierter Journalismus ist, und was demgegenüber heute zwar nach wie vor als Journalismus daherkommt, aber zunehmend zum Scheinjournalismus geworden ist. Beiträge, die sich noch durch Inhalt und durch echte Argumentation kennzeichnen, werden zunehmend zu Störfeuer in der Ära des fortschreitenden Postjournalismus, meint sinngemäß Klöckner. Dem ich nach meinem Verständnis und meiner Erfahrung leicht beipflichten kann. Das ist übrigens in seiner Art (noch) nicht mit dem im „Manager-Magazin“ erwähntem Argwohn und der Mißgunst zwischen Politik- und Wirtschaftsjournalisten gemeint. Der wird mit anderem Anspruch auf einem eigenen Qualitätsfeld des Journalismus ausgetragen, zielt aber wohl in die gleiche Richtung. Ich komme noch darauf zurück. Wenn ich mich schließlich mit meiner Auffassung auf bestimmte andere Journalisten berufe dann einfach deshalb, weil ich die sich abzeichnenden, oder bereits eingetretenen Veränderungen in der Journalistik nur von der Peripherie aus beobachten kann. Die Entwicklung in diesem Bereich hat mich einfach überholt.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Margot Käßmann sprach im Audimax der Fachhochschule Nordhausen


Das Audimax der Fachhochschule Nordhausen erlebte gestern anlässlich des Auftritts von Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann einen bisher nicht erlebten Rekordbesuch Nordhäuser Bürger. Der geradezu die Überlegung aufdrängte, ob es das Interesse an dem von ihr gehaltenen Vortrag zur aktuellen Lutherdekade „Reformation und Toleranz“ war, der diesen Andrang auslöste, oder „lediglich“ die Neugier auf die Person der ehemaligen Ratsvorsitzende der EKD. Immerhin: wenn die Zuhörer des ausgezeichneten Vortrags, der es wert wäre, vollinhaltlich wiedergegeben zu werden, diesen Inhalt im täglichen Leben umsetzen würden, wäre schon viel für das Zusammenleben der Menschen in Nordhausen erreicht. Ich habe jedenfalls Margot Käßmann in Berlin angemailt mit der Bitte, mir die Möglichkeit einer Veröffentlichung ihres Vortrags zu geben.
Zum Auftakt zu dieser ersten Veranstaltung im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Nordhäuser Gespräche“ ließen die Veranstalter wissen, dass es sich dabei um eine Kooperation der Evangelischen Kirche, der Stadt und Fachhochschule Nordhausen, des Theaters Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und des Buchhauses Rose handelt. Und sich damit also grundsätzlich von den „Nordhäuser Gesprächen“ unterscheidet, die in unregelmäßigen Abständen von der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen stattfinden. Und jeweils vom jetzigen Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh moderiert werden.
Zum Vortragsgehalt verhieß die Ankündigung, Margot Käßmann würde das aktuelle Jahresthema der Lutherdekade „Reformation und Toleranz“ aufgreifen und sei dafür bekannt, komplexe historisch-theologische Sachverhalte authentisch und in sehr verständlicher und klarer Weise in die Sprache und Denkzusammenhänge unserer Zeit übersetzen zu können. Und das bestätigte sie dann mit ihrem Vortrag vollauf.
Bevor es allerdings dazu kam, hatte die Fachhochschule in Erwartung dieses Besucherandrangs unter der Regie seines Pressesprechers Arndt Schelenhaus, zusätzlich eine Übertragung des Vortrags in den Hörsaal I (Gebäude 19) bewerkstelligt. Er war es dann auch, der die Veranstaltungsbesucher anregte, auch von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Und er war es auch, der im Audimax sogar einige Sitzplätze für behinderte Besucher bereit stellte. Beides erwies sich als willkommen und wurde dankend angenommen.
Prof. Dr. Jörg Wagner, Präsident der FH, begrüßte als Hausherr die Besucher und Superintendent Michael Bornschein führte danach in den zu erwartenden Vortrag Margot Käßmanns ein, die ja bekanntlich auch Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 ist, zu dessen Vorbereitung u.a. auch dieser Vortrag gehörte.
Sie war in Begleitung eines Bischofs der evangelischen Kirche aus Tansania gekommen, der gleichfalls herzlich willkommen geheißen wurde und den Besuchern vor dem eigentlichen Vortrag ein Grußwort entbot. Und im Rahmen dessen die Situation der Christen in seinem Heimatland schilderte. Die denkbar prekär sei durch fundamentalistische Bedrohungen der Islamisten, die bis zur Unterdrückung und Verfolgung reichten. Während die Christen doch nur in Frieden mit allen anderen Menschen und Religionen leben wollten.
Dann also folgte der Vortrag von Margot Käßmann, die das Thema systematisch und rhetorisch hervorragend veranschaulichte. Und den Weg der evangelischen Kirche im Verlaufe von 500 Jahren seiner Entwicklung als oft außerordentlich schwierige und mühevolle Lerngeschichte hin zur Toleranz aufzeigte, die auch heute noch nicht abgeschlossen ist und steter Fortentwicklung bedarf. Sachlich, aber auch kritisch stellte sie klar, dass sich einst auch Luther nicht nur als Menschenfreund zeigte (etwa bei der Verfolgung der Täufer) und der evangelische Glaube in seiner Ausbreitung (zum Beispiel in die Schweiz) phasenweise als ausgesprochen schwierig erwies. Selbst oft verfolgt, verhielt man sich zeitweise nicht weniger intolerant und gewaltsam gegenüber Minderheiten, wenn es um Macht ging. Käßmann erinnerte an das ursprüngliche Verhältnis Luthers zu Kaiser, Reich und katholischer Kirche. Das u.a durch die Ablehnung des damals (1517) von der Kirche betriebenen Ablasshandels gekennzeichnet war. Und schließlich auch durch die Forderung Luthers auf Widerlegung seiner Lehren aus der Heiligen Schrift. Was ihm unter Berufung auf frühere Konzilsentscheidungen und die Lehrgewalt des Papsttums allerdings nicht zugestanden wurde. Seine Schriften wurden in der päpstlichen Bulle »Exsurge Domine« 1520 verurteilt, wonach die Kirche hoffte, die Sache sei damit vom Tisch. Vergeblich: Käßmann ließ die weitere Entwicklung in ihrem Vortrag Revue passieren und stellte fest, dass es auch zum Reformationsjubiläum 2017 gehören würde, sich der bleibenden Wirkungen dieser dunklen Schattenseiten der eigenen Tradition bewusst zu werden. Wir tun dies in dem Wissen um die Fehlbarkeit und Schuldverstrickungen aller Menschen, auch unserer Reformatoren. Die Vortragende streifte dabei in ihren Ausführungen auch die damalige dramatische Entwicklung in der Schweiz durch Zwingli und Calvin. Käßmann betonte, dass es ihr nicht darum geht, diese Entwicklung zu beschönigen, sondern diesen Prozess sachlich und auch kritisch zu würdigen.
Wofür nun dieses Themenjahr die beste Gelegenheit bietet, sich mit dem auseinander zu setzen, was Luther und all die anderen Reformatoren über Toleranz geschrieben und gedacht haben. Und wie ihre Ideen und ihr Handeln die modernen Konzepte von Gewissensfreiheit und Toleranz beeinflusst haben. Andererseits lädt „Reformation und Toleranz“ dazu ein, sich zu fragen, wie ein toleranter christlicher Glaube in unserer Zeit und unserer Gesellschaft und ganz konkret mit den anderen Religionen vor Ort gelebt werden kann. Käßmann umriss den inzwischen erreichten Stand der Ökumene. Die sich letztlich auch auf alle Glaubensrichtungen erstrecken sollte, die heute in Deutschland Wurzel geschlagen haben. Für die Evangelische Kirche jedenfalls plädiert sie für Offenheit und eben Toleranz, die sie auch für die Menschen untereinander anmahnt, ob sie nun einer Religion angehören oder auch nicht.
Dem Vortrag Käßmanns folgte eine von Prof. Wagner moderierte mäßig genutzte Diskussion, die mit Fragen, etwa zum Thema Beschneidung, einen Verlauf nahm, der eher akademisch verlief. Es folgte abschließend eine Präsentaktion durch Superintendent Bornschein an Margot Käßmann. Zu der u.a. die Überreichung eines Glases gehörte, das ganz offensichtlich an das freundschaftliche Verhältnis Martin Luthers zu Justus Jonas erinnerte. Und somit einmal mehr eine Verbindung Luthers zu Nordhausen darstellt. Ich werde darauf gelegentlich noch näher eingehen. Schließlich gehörte zu den Präsenten aber auch die jüngste Bucherscheinung der „Geschichte der Juden in Nordhausen“, die kürzlich von seinem Autor, Dr. Manfred Schröter, in der Flohburg vorgestellt worden war. Die Veranstaltung endete wie bei solchen Anlässen üblich, mit einem kirchlichem Lied: dem Kanon Dona nobis pacem. Ich habe schließlich der Frau des Bürgermeisters Jendricke zu danken, die mir von sich aus anbot, mir den Heimweg in ihrem Auto zu erleichtern.
Fotos: Schelenhaus/Seifert

Neuer StuRa an der Fachhochschule Nordhausen gewählt


Nordhausen (FHPN) Am 4. Februar hat sich an der Fachhochschule Nordhausen die gewählte Vertretung der Studenten konstituiert. Studentenrat - kurz StuRa - nennt sich das neunköpfige Gremium.

Am 16. und 17. Januar dieses Jahres wählten die Studierenden der Fachhochschule ihre Interessenvertretung. Heute trat das Gremium erstmals zusammen. Zum Vorsitzenden wurde der 23 Jahre alte Erik Jacobs, Student der Regenerativen Energietechnik, gewählt. Zusammen mit seinen acht Mitstreitern setzt er sich nun für ein Jahr für die Belange seiner Kommilitonen ein. Zu seinen Stellvertretern wurden Maria Dobritzsch und Florian Bergmann gewählt.
Hauptanliegen der Interessenvertretung ist es, das Angebot im Hochschulsport zu erweitern. Besonderes Augenmerk soll dabei den Wünschen aus der Studierendenschaft zukommen: "Schließlich sind wir nicht für uns sondern für unsere Mitstudenten gewählt worden", betonte der neue Vorsitzende. Dabei soll Wert darauf gelegt werden, dass Nachhaltigkeit und Förderung des studentischen Engagements mehr Beachtung erhält.
Auch die seit langem geplante Errichtung eines Hochschulsportvereins soll wieder auf die Agenda genommen werden. Letztlich soll auch das Zusammenleben mit den ausländischen Studierenden des Studienkollegs vertieft werden. Geplant sind gemeinsame Grillabende und Sportveranstaltungen.


Bild: Der neue StuRa
v.l.n.r.:
Christian Spies (Beisitzer), Felix Hechtel (Beisitzer), Philipp Innecken (Haushalt), Albert Kinas (Finanzen), Maria Dobritzsch (2. Vorsitzende),  Erik Jacobs (1. Vorsitzender), Josephine Hörner (Haushalt) und Anni Büchner (Finanzen). Es fehlt: Florian Bergmann (3. Vorsitzender).

Dienstag, 5. Februar 2013

BallettWerkstatt „Kameliendame“


Nur wenige Tage nach der Premiere des Balletts „Kameliendame“ lädt das Theater Nordhausen am 12. Februar um 11 Uhr zur BallettWerkstatt „Kameliendame“ ein. Bianca Sue Henne, Leiterin des Jungen Theaters, und Ballettdirektorin Jutta Ebnother stellen das Handlungsballett nach dem Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas d. J. vor und erzählen von der Arbeit der Tänzerinnen und Tänzer sowie der anderen Beteiligten an der Produktion.

Das Ballett „Kameliendame“ geht – wie die Oper „La Traviata“ – zurück auf den Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas d. J. Die Geschichte der Kurtisane Marguerite, die im Interesse seiner Familie auf ihren Geliebten Armand verzichtet, war im Theater Nordhausen in der vergangenen Spielzeit als Oper zu sehen. Spannend, wie nun die gleiche Geschichte mit den Mitteln des Tanzes erzählt wird. Wie geht man an eine solche Produktion heran? Wie sieht der Tagesablauf eines Tänzers ab? Was gehört noch alles dazu, damit ein großer Ballettabend reibungslos über die Bühne geht? Und was hat die Pianistin Alexandra Sostmann zu erzählen, die den Abend live am Flügel begleitet?

Fragen wie diese werden in der BallettWerkstatt beantwortet. Geeignet ist sie besonders auch für Schulklassen. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Probenfoto: Johanna Schnetz (Marguerite), David Roßteutscher (Armand), Foto: Tilmann Graner

Montag, 4. Februar 2013

LINKE wählte Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis 189


Die in den Kreisverbänden der Partei DIE LINKE im Bundestagswahlkreis 189 (Nordhausen-
Eichsfeld-Unstrut-Hainich) gewählten Vertreterinnen und Vertreter wählten am Sonnabend, den 2.
Februar 2013, die Kreisvorsitzende des Kreisverbandes Eichsfeld, Sigrid Hupach, zur
Direktkandidatin der Partei zur Bundestagswahl. Hupachs Kandidatur wurde von allen drei
Kreisvorständen getragen und sie erhielt bei der Wahl 25 von 26 abgegebenen gültigen Stimmen,
bei einer Stimmenthaltung.
An der VertreterInnenversammlung nahmen zahlreiche Gäste teil. Unter ihnen waren das Mitglieds
des Deutschen Bundestages, Ralph Lenkert, Landesgruppenvorsitzender der Hessischen und
Thüringer Abgeordneten der Linksfraktion im Deutschen Bundestag sowie der stellvertretende
Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen der Partei DIE LINKE, Sandro Witt.
Die Redner stimmten in ihren Redebeiträgen die anwesenden Mitglieder der drei Kreisverbände auf
die bevorstehende politische Arbeit hinsichtlich der Bundestagswahl ein. Es käme darauf an, den
Wählerinnen und Wähler deutlich zu machen, dass insbesondere DIE LINKE die Partei der sozialen
Gerechtigkeit und des Friedens ist. Jetzt, wo SPD und Grüne sowie auch die CDU vorgeben, sich um
die soziale Lage der Bürgerinnen und Bürger im Land kümmern zu wollen, sollten die Mitglieder der
Partei DIE LINKE stets darauf aufmerksam machen, wer in den letzten Jahren soziale Leistungen
beschnitten hat und deutsche Soldaten in Kriege führte. Und dass es DIE LINKE war, die sich dem
Sozialabbau in Deutschland und den Kriegseinsätzen der Bundeswehr in den Weg stellte.
Neben zahlreichen Fragen setzte sich Ralph Lenkert besonders auch noch mit dem Fracking
auseinander. Er mahnte die Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf dieses Thema wachsam zu
bleiben, da der gegenwärtige Erkundungsstopp eher auf fallende Weltmarktpreise zurück zu führen
sei.
Sandro Witt warb unter anderem darum, im Kampf gegen Rechtsextremismus, auch angesichts der
jüngsten Dresdner Urteile gegen Antifaschisten und den Aktivitäten der NPD im Eichsfeld, nicht
nach zu lassen und das bürgerschaftliche Engagement gegen rechte Ideen, Aufmärsche und
Konzerte mit zu stärken.
Jörg Kubitzki, Kreisvorsitzender im Unstrut-Hainich-Kreis und Mitglied des Landtages, betonte, dass
es darauf ankommt, im Bundestagswahlkampf auch hier in Thüringen Schlussfolgerungen aus den
letzten Landtagswahlen zu ziehen.

Nach ihrer Wahl betonte Sigrid Hupach, dass es in den nächsten Wochen und Monaten darauf
ankommt, den Wählerinnen und Wählern die politischen Vorstellungen der Partei DIE LINKE nahe zu
bringen.
Glückwünsche übermittelte auch der Nordhäuser Kreisvorsitzende der Partei. „Mit Sigrid Hupach
schicken wir eine engagierte und kompetente Kandidatin ins Rennen um den Wahlkreis. Sie hat die
volle Unterstützung des Kreisverbandes und wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf mit
ihr!“ so Alexander Scharff im Anschluss an die Wahl.
Bereits am Dienstag den 05. Februar wird Hupach ihren ersten öffentlichen Auftritt als Kandidatin
in Nordhausen absolvieren. Sie nutzt an diesem Abend den Neujahrsempfang der Nordhäuser
Linken um sich den Gästen der Veranstaltung vorzustellen.

2013 jährt sich die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG)

Carl und Fritz Kneiff, die Begründer des wertvollen Villenparks Hohenrode, waren beide aktive Mitglieder in der DDG.
Während Carl Kneiff von Anfang an dabei war, hat sein Sohn Fritz bis zu seinem Tode 1944 das Bildarchiv der DDG bearbeitet und verwaltet. Jahrzehntelang galt dieses Archiv als .verschollen. 2009 wurde es wiederentdeckt und nach Beschluss der Vollversammlung des Fördervereins der DDG zur wissenschaftlichen Bearbeitung und Verwertung übergeben.
Inzwischen wurde das Bildarchiv von Volker Bouffier – Hohenrode-Kenner und Mitglied der DDG – gesichtet und z.T. bereits bewertet.
Zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins am
         07.02.21013  um 18.00 Uhr in der Kreissparkasse Nordhausen
stellt Volker Bouffier in seinem Vortrag die Ergebnisse seiner bisherigen Recherchen vor. Dieser Vortrag wird u.a. von den Mitgliedern des Fördervereins mit Spannung erwartet.



Gisela Hartmann                                                   Dr. Friedrich Kray
Vorsitzende                                                           Stellv .Vorsitzender