Bundesweit schon vier von
zehn Firmen ohne zukünftigen Chef
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Immer
mehr Firmen finden keinen Nachfolger. Das geht aus einem aktuellen
Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hervor.
Demzufolge sind in Zukunft bundesweit vier von zehn Firmen ohne
zukünftigen Chef. Allein in Thüringen werden in den nächsten
drei Jahren etwa 2.500 Nachfolger benötigt.
Seniorchefs
halten oftmals zu lange an ihrem Posten fest und bemühen sich
deswegen zu spät um einen geeigneten Nachfolger. Viele haben
Angst vor der Erbschaftssteuer, die in den letzten Jahren
gestiegen ist, Finanzierungsproblemen bei der Firmenübergabe und
Schwierigkeiten, junge Menschen mit geeigneter Qualifikation sowie
der Bereitschaft, Verantwortung für eine Firma zu übernehmen, zu
finden – das sind die wichtigsten Ergebnisse des Reports.
Das
NUN – Netzwerk Unternehmensnachfolge Nordthüringen gibt durch
kostenfreie Individualberatung, ein jährliches Nachfolgeforum
sowie über das Nachfolgeportal nexxt-change.org Unterstützung
für Unternehmen, die einen Nachfolger suchen und Existenzgründer,
die ein bereits bestehendes Unternehmen übernehmen möchten. Die
kostenfreie Beratung wird vierteljährlich durchgeführt, nächster
Beratungstermin ist der 07.02.2013.
Koordinator
und Ansprechpartner für das Netzwerk ist das RSC Nordhausen der
IHK Erfurt, Wallrothstraße 4, erreichbar unter Tel. 03631 908210.
Udo
Rockmann
Leiter
Regionales Service-Center
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Donnerstag, 24. Januar 2013
IHK-Info: Unternehmensnachfolger gesucht!
Im Museum Tabakspeicher am 7. Februar um 19:30 Uhr:
„Kunst, Gott und die Welt“: Savonarolas Kampf mit den Medici und dem Borgia-Papst
Alexander VI. in Florenz
Nordhausen
(psv) Am Donnerstag, dem 7. Februar, laden das Kulturamt und die
Jugendkunstschule zu ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Kunst, Gott
und die Welt“ um
19:30 Uhr in das Museum Tabakspeicher ein. Der bekannte Kunsthistoriker
und Theologe Walter Martin Rehahn aus Halle präsentiert einen
Bildervortrag mit Musik zu Kampf um Macht, Reichtum und Ansehen im
Florenz des 15. Jahrhunderts.
Das
Zentrum des europäischen Handels- und Finanzwesens wurde im 15.
Jahrhundert faktisch von den Medici beherrscht. Diese Familie war
innerhalb weniger Generationen
durch Handel und Bankgeschäfte reich und überaus mächtig geworden. Die
Medici waren jedoch nicht nur Machtpolitiker, sondern zugleich
großzügige Förderer der Künste, der Musik, der Literatur und der
Philosophie. Sie ließen Florenz zur glanzvollen Hauptstadt
der Frührenaissance werden.Ende des 15. Jahrhunderts wurde dies alles
jedoch von einem einfachen Dominikanermönch auf dramatische Weise
infrage gestellt.
Girolamo Savonarola (1452-1498), trat als wortgewaltiger
Bußprediger auf und begann 1491 als Prior des Klosters San Marco in
Florenz mit der Einführung tiefgreifender Reformen. Auf sein Betreiben
hin kam es zum Erlass einer demokratischen Verfassung
und zur Einführung strenger Sittengesetze. Die Medici wurden aus der
Stadt vertrieben.
In
seinen Predigten prangerte Savonarola aber auch den moralischen Verfall
der Kurie an. Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche war zu dieser
Zeit ein ebenso gerissener
wie verruchter Papst, Alexander VI. Borgia, dessen Pontifikat von 1492 bis 150 währte.
Nach anfänglichem Zögern schlug dieser zurück und
exkommunizierte Savonarola als „einen Ungehorsamen und der Ketzerei
Verdächtigen“. Das führte letztlich zum Erstarken der Gegner und zu
Savonarolas Hinrichtung am 23. Mai 1498 (siehe Bild).
Das
Urteil der Nachwelt über ihn war und ist zwiespältig. Martin Luther hat
ihn als einen „evangelischen Heiligen“ hoch geschätzt. Es stellt sich
die Frage, ob Savonarola
ein „italienischer Luther“ hätte werden können, wäre er nicht
gescheitert? In einschlägigen Fernsehserien über die Medici und den
Borgia-Papst kam nur ein verkürztes und verzerrtes Bild des Bußpredigers
vor. Bei näherem Hinsehen erweist sich das Klischee vom
eifernden Fanatiker aber als falsch.
Der
Vortrag versucht die Lebensstationen, Motive und Wirkungen Savonarolas
nachzuzeichnen und zugleich ein anschauliches Bild dieser interessanten
kulturgeschichtlichen
Epoche Ende des 15. Jahrhunderts zu bieten.
Museum Tabakspeicher, Nordhausen, am 7. Februar 2013, um 19:30 Uhr, Eintritt: 3 Euro.
„Nordhäuser Ansichten“ in der Musikschule
Nordhausen (pln 15/13). Der Maler
und Zeichner Erich Beck zeigt Ausschnitte seines Schaffens in der
Kreismusikschule Nordhausen. Die Ausstellung „Nordhäuser Ansichten“
wird am 31. Januar um 16.30 Uhr eröffnet. Dazu lädt die Musikschule, die die
Eröffnung musikalisch mitgestalten wird, alle Interessierten herzlich ein. In
der Schau stellt Erich Beck Ein- und Ausblicke in seiner Heimatstadt Nordhausen
vor. Dabei wecken besonders die Details das Interesse des Künstlers. Bis Ende
April werden die Bilder von Erich Beck in der Kreismusikschule in der Freiherrr-vom-Stein-Straße
zu sehen.
Michael Ellis Ingram wird im Theaterrestaurant „Da Capo“ vorgestellt
Mit
Charme, Charisma und Musikalität hat er längst die Herzen des
Nordthüringer Publikums gewonnen: Michael Ellis Ingram, seit September
1. Kapellmeister der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen
GmbH. Er hatte die musikalische Leitung der Operette „Der Graf von
Luxemburg“ und des Balletts „Don Quichotte“ inne und dirigierte
zahlreiche Konzerte, zuletzt das After-Work-Konzert und das
Neujahrskonzert.
Grund
genug für den Förderverein Theater Nordhausen e. V., ihn in die
beliebte Veranstaltungsreihe „Montags im Da Capo“ einzuladen. Der
Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Götz Ehrhardt, und Angela Kalms,
Verwaltungsdirektorin des Theaters Nordhausen, werden ihm im lockeren
Gespräch Interessantes über sein Leben und seine Karriere entlocken. Und
da gibt es einiges zu erwähnen, denn der erst 27-Jährige
Vollblut-Musiker hat bereits mehrere Studien erfolgreich absolviert,
dirigiert und unterrichtet.
Wer
Michael Ellis Ingram etwas näher kennen lernen möchte, ist am Montag,
28. Januar, um 19.30 Uhr ins Theaterrestaurant „Da Capo“ eingeladen.
Neben dem Gespräch wird dort natürlich auch die Musik nicht zu kurz
kommen! Denn der 1. Kapellmeister wird Kostproben seines pianistischen
Könnens geben. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Fördervereins
Theater Nordhausen e. V. ist frei.
Foto: Agentur
Mittwoch, 23. Januar 2013
Stadtverwaltung wird 45. Rolandsfest selbst ausrichten
Nordhausen (psv)
Die Stadtverwaltung Nordhausen
wird das 45. Nordhäuser Rolandsfest selbst ausrichten. Das hat heute
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh angekündigt. Eine Ausschreibung zur
Vergabe des Fests an gewerbliche Veranstalter hatte keine Resonanz
gefunden. Das größte Volksfest Nordthüringens findet
vom 14. bis 16. Juni statt.
Die
Mitarbeiter des Bereichs Veranstaltungsmanagements des zuständigen Amts
für Kultur und Tourismus hätten bereits heute einen Entwurf für ein
Veranstaltungskonzept erarbeitet, das nun in den Gremien besprochen
werde. „Ich bin mir sicher, dass sich die Besucher auf ein schönes und
qualitativ gutes Fest freuen können“, so Dr. Zeh.
Ein Künstler mit besonderer Intention
Gestern fand in der Galerie der
Kreissparkasse Nordhausen mit Bernd Schobeß die Vernissage eines
bemerkenswerten Künstlers statt, mit dem meine Aufmerksamkeit
unwillkürlich auf die Szenerie bildender Künstler der gesamten
Harzregion gelenkt wurde.
Die Vita Bernd Schobeß, der 1945 in
Bad Suderode geboren wurde, weist ihn als Gründer der Arbeitsgruppe
„7Kunst“ und Mitglied der Berufsgruppe Bildender Künstler im
Harz (bbk/h) aus, wodurch einmal mehr deutlich wird, dass in der
Harzregion mit ihren Schwerpunkten Quedlinburg und Goslar zahlreiche
Bildende Künstler beheimatet und aktiv sind. Dass auch der Südharz
mit Nordhausen einen solchen Schwerpunkt darstellt, wird dabei
insbesondere durch die Ausstellungen in der Galerie der
Kreissparkasse Nordhausen (KSK) verdeutlicht, die mit der gestern
eröffneten Ausstellung des Künstlers Bernd Schobeß quasi den Blick
auf die genannten genannten Künstlerkreise öffnet.
Nach dieser mir aufschlussreich
scheinenden allgemeinen Einleitung nun zur gestrigen Vernissage
selbst, die erneut durch Schüler der Musikschule Nordhausen
eingeleitet und umrahmt wurde. Und auch sie gehören in ihrem
musikalischen Bereich zum künstlerischen Anspruch Nordhausens, dem
die Kreissparkasse nicht nur – aber auch – in ihrer Galerie
jungen Musikerinnen die Möglichkeit bietet, sich einem
kulturinteressierten Publikum vorzustellen. Diesmal waren es mit
Josephine Hoffmann (13), Celina Franze (12) und Emma Schorcht (12)
drei Gitarristinnen, die sich unter der Regie ihrer Musiklehrerin
Daniela Heise, erstmals mit ihren Vorträgen den Gästen der
Vernissage vorstellten. Und gefallen konnten. Und damit die Eröffnung
dieser Ausstellung musikalisch umrahmten. Und dafür anerkennenden
Beifall erhielten.
Sparkassenchef Wolfgang Asche freute
sich danach über die zahlreich gekommenen Gäste, die er herzlich
begrüßte, um ihnen dann den Künstler Bernd Schobeß vorstellte.
Und dabei erinnerte, dass dieser ja schon einmal vor Jahren seine
Bilder in der Galerie einem interessierten Personenkreis vorstellte.
Und diesmal sind es zum großen Teil Werke, die seitdem entstanden
und nach Stil und Inhalt einen Künstler mit besonderen Intentionen
offenbaren. Asche überließ es danach dem Künstler, sich selbst
vorzustellen.
Und Bernd Schobeß tat dies mit einer
Art Entschuldigung: um nicht „dummes Zeug“ zu reden, würde er
vom Blatt ablesen. Und was sich dabei offenbarte, war schon recht
aufschlussreich. Weil er für viele seiner Bilder Vorlagen von Malern
mit großen oder doch bekannten Namen früherer Jahrhunderte nutzte –
wie Salvador Dali, Edouard Manet, Vincent van Gogh aber auch Carl
Spitzweg u.a. - ohne etwa abzukupfern. Vielmehr verfälscht er in
seinen Werken deren Motive, arbeitet sie in seine Bilder ein und
gestaltet sie nach eigenen Vorstellungen. Und vermittelt damit
Vorstellungen an eine Zeit, in der beispielsweise die Darstellung
eines nackten Frauenkörpers einen Skandal auslöste, dabei aber eine
wesentlich andere, sublimere - vielleicht aber auch nur „verklemmte“
- Bedeutung hatte als dies heutzutage der Fall ist. Seine Bilder sind
also vielfach eine Verbindung früherer künstlerischer Vorstellungen
mit heutigen Gegebenheiten und einem sehr viel freierem Verständnis
vom Umgang mit- und untereinander. Schobeß führte dazu u.a. aus:
„Was könnte denn heute den Bildbetrachter
provozieren...Bestenfalls das Picknick-Motiv vor einem modernen
Parkplatz im Grünen. So malte ich Manets Bild im Kontext dieses
Gedankenspiels, wohl wissend, dass heutzutage kaum noch etwas zum
Skandal führt. Warum sollte es – in einer Zeit, in der Nacktfotos
vom möglichen britischen Thronfolger durch das Internet geistern –
Aufsehen erregen? Die Verfremdung des bekannten Bildes wird also
bestenfalls Kunstfreunde amüsieren.“
In dieser Auffassung also gestaltet
Schobeß seine Bilder mit oft collageartigen Veränderungen bekannter
Werke, die ausgestellten Bilder sind Beispiele dafür. Wofür er als
Arbeitstitel eben „Kunst- und Zeitsprünge“ wählte. Und
damit den Betrachter oder auch Kenner klassischer Werke tatsächlich
zu verunsichern vermag, weil er das Vertraute mit Elementen aus dem
Werk eines anderen Künstlers verknüpft und zu einen neuen Bild
verschmelzen lässt. Und launig bemerkte er, sich selbst in Bilder
einzufügen, in Bildwelten hinein zu mogeln, wie einzelne Bilder
erkennen lassen. Es entstehen aber auch Bildwelten, die von anderen
künstlerischen Bereichen angeregt werden, wie etwa von Daniel
Kehlmanns genialen Roman „Die Vermessung der Welt“. Bei Schobeß
wurde daraus „Skeptische Blicke bei der Vermessung der Wüste“.
Der Vorstandchef
der Kreissparkasse dankte dem Künstler für seine Vorstellung und
rundete das Bild des Künstlers mit der Vervollständigung dessen
Vita: Danach war Schobeß (Jahrgang 1945) bis 1990 Fachschuldozent
für Kunst, danach hatte er das Lehramt am GutsMuths-Gymnasium
Quedlinburg inne und war Fachleiter für Kunst in Sachsen-Anhalt. Der
Künstler ist seit 2010 freischaffend mit Atelier und
Produzentengalerie. Bleibt ergänzend hinzuzufügen, dass seine
Galerie in Bad Suderode freitags und sonntags von 14 bis 16 Uhr
geöffnet ist. Seine Bilder sowohl in seiner Galerie, als auch in der
gestern eröffneten Ausstellung sind käuflich zu erwerben.
Die Ausstellung
ist in ihrer Art jedenfalls ebenso außer- wie ungewöhnlich und ganz
sicher des Besuchens wert. Sie kann bis zum 28.02.2013 besucht
werden.
„Weib, Weib und Gesang“
Faschingskonzert des Loh-Orchesters sorgt für ausgelassene Stimmung
„Wein,
Weib und Gesang“ nach Johann Strauß‘ gleichnamigem Walzer steht als
Motto dem diesjährigen Faschingskonzert des Loh-Orchesters Sondershausen
voran. Unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Michael
Ellis Ingram präsentieren das Loh-Orchester, Solisten und der Opernchor
des Theaters Nordhausen einen bunten Reigen ausgelassener
Stimmungsmusik.
Neben
sinnlichen Walzern und feurigen Polkas von Johann Strauß erwartet
Zuhörer auch die glutvoll-aufreizende Musik des Spaniers Manuel de
Falla. Heitere Laune verbreitet der Opernchor mit Ausschnitten aus
Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ und dem „Bierchor“ aus Bedřich
Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“. Herzensmusik aus Carl Millöckers
Operette „Der Bettelstudent“, aus Johann Strauß’ „Eine Nacht in Venedig“
und Franz Lehárs „Der Zarewitsch“ geben Brigitte Roth (Sopran) und
Thomas Kohl (Bassbariton) zum Besten. Für Unterhaltung sorgt nicht
zuletzt Markus Seidensticker, Schauspieler am Theater Rudolstadt, der
mit Witz und Charme durch das Programm führt.
Das
Faschingskonzert findet am 9. Februar um 19.30 Uhr im Theater
Nordhausen und am 12. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Kunst
Sondershausen statt. Karten gibt es an der Theaterkasse
(Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36
32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater
Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Foto: Faschingskonzert 2012, Foto: Birgit Susemihl
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