Montag, 25. Juni 2012

Gedanken zu einer Sonderausstellung


Sie gelten der am Freitag im Kunsthaus Meyenburg eröffneten Sonderausstellung unter dem Titel „Abstraktion trifft Realismus“, die für die gekommenen Gäste interessante Aufschlüsse zum Thema „realistische“ im Verhältnis zu „abstrakter“ Kunst gebracht haben dürfte. Für einen gesellschaftlich ambitionierten Teilnehmer wie dem Autor dieses Beitrags ergaben sich allerdings vor diesen Aufschlüssen Überlegungen, die sich ihm angesichts der Bedeutung dieser Ausstellung aufdrängten.

Eingeladen zu dieser in mehrfacher Hinsicht aufschlussreichen Ausstellung hatte für die Stadt Nordhausen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Was sicher in den ausgestellten, thematisch veranschaulichenden Grafiken aus dem außerordentlich reichen Bestand des Kunsthauses und damit der Stadt Nordhausen seinen Grund hatte. Es war im übrigen die letzte, recht anspruchsvolle Kunstausstellung, zu der Barbara Rinke in ihrer Eigenschaft als Stadtoberhaupt eingeladen hatte. Umso mehr war damit die Hoffnung verbunden, dass sie auch selbst an dieser Vernissage teilnehmen werde.– vielleicht sogar neben einer mehr oder weniger großen Zahl an MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung oder Mitgliedern des Stadtrates. Wie man das sonst von bedeutenden kommunalen Veranstaltungen kennt. Etwa kürzlich vom Richtfest der Kulturbibliothek. Und ganz gewiss von der offiziellen Verabschiedungsveranstaltung im Audimax der Hochschule. Wie geführten Gesprächen zu entnehmen war, gab es neben kunstinteressierten Gästen der Vernissage auch gesellschaftlich ambitionierte, die sich gefreut hätten, Gelegenheit zu erhalten, die doch bekanntlich um Kultur und Kunst verdiente langjährige Oberbürgermeisterin in dieser künstlerisch höchst anspruchsvollen Umgebung verabschieden zu können.
Es war indessen – außer der Leiterin des städtischen Kulturamtes, Dr. Cornelia Klose – aus jenen Kreisen niemand gekommen . Und so blieb es ein auf das eigentliche Thema fixiertes Ereignis. Und Dr. Klose vorbehalten, die Gäste zu begrüßen und sie mit dem außerordentlich umfangreichen Bestand an originalen Exponaten – etwa der Künstlerin Ilsetraut Glock Grabe – und Grafiken vieler namhafter Künstler bekannt zu machen, die das Kunsthaus besitzt. Um dann unter Hinweis auf die für die Ausstellung ausgewählten Grafiken überzuleiten auf die Laudatio der Leiterin des Kunsthauses Meyenburg, Kunsthistorikerin Susanne Hinsching. Zu der später noch ausführlich zu berichtet sein wird.

Das Bedauern gilt aber auch gegenüber dem zukünftigen Nordhäuser Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh: es wäre eine angemessene Gelegenheit gewesen, sich mit einer Teilnahme an dieser Veranstaltung zum künstlerischen Anspruch der Stadt Nordhausen zu bekennen. Um in diesem Sinne OB Barbara Rinke zu verabschieden. Um gleichzeitig überzuleiten auf das eigene, zukünftige Engagement in Sachen Kunst. Niemand von ihnen war gekommen. Und auch keiner der bildenden Künstler, denen man doch sonst öfter bei Ausstellungen im Kunsthaus Meyenburg begegnet. Immerhin konnte man sich über die Teilnahme des Repräsentanten der gestaltenden Kunst in Nordhausen, Theaterintendant Lars Tietje mit seiner Pressereferentin Birgit Susemihl freuen. .

Nun fiel bei der gestrigen Eröffnung der Ausstellung ganz allgemein auf, dass die Zahl der Gäste nicht die Höhe erreichte, die man von Ausstellungen von Einzelkünstlern kennt. Vor allem nämlich dann, wenn es sich um einen hier bekannten Künstler handelt.Was allerdings seinen Grund auch darin gehabt haben könnte, dass das allgemeine öffentliche Interesse am Freitag Abend in ganz andere Richtung ging. Was allerdings spekulativ wäre, was nicht Sache des Betrachtenden ist. Jene aber, die in doch immer noch großer Zahl gekommen waren, hörten eine hervorragende Laudatio zum Thema der Ausstellung, die manchen Besucher ein (noch) besseres Verständnis von abstrakter im Verhältnis zu realistischer Kunst vermittelt haben dürfte. Und jedenfalls Aufschlüsse bei der anschließenden Betrachtung der ausgestellten Grafiken erleichtert haben müsste. Auch darauf soll noch ausführlicher eingegangen werden.

Zwischen Laudatio und anschließender Gelegenheit der Grafik-Betrachtungen aber sahen die Gäste noch eine Ballettminiatur unter dem Motto „Xim.xim oder Regen auf Mallorca“ die anlässlich dieser Vernissage entstand und einstudiert wurde. Und einmal mehr das gute Verhältnis zwischen Kunsthaus Meyenburg und dem Theater zum Ausdruck brachte. Eine etwas ungewöhnliche Art Ballett, über das ebenfalls noch einiges zu berichten sein wird. Mir bleibt schließlich zu danken für die erfahrene Rücksicht vor allem durch Susanne Hinsching und Dr. Cornelia Klose. Die räumlichen Verhältnisse des Kunsthauses bringen nun einmal mit sich, dass (geh-)behinderte Gäste auf Rücksicht angewiesen sind.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Choreographie zur Vernissage im Kunsthaus Meyenburg


Xim-Xim oder Regen auf Mallorca“ eröffnet Ausstellung „Abstraktion trifft Realismus“ am Freitag

Die bereits bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Theater Nordhausen und dem Kunsthaus Meyenburg wird bei der Vernissage der Ausstellung „Abstraktion trifft Realismus“ am Freitag fortgesetzt. Eigens für die Ausstellungseröffnung entstand die Choreographie „Xim-Xim oder Regen auf Mallorca“ von Auke Swen, die bereits am vergangenen Freitag in der Premiere des Kammertanzabends „Perspektiven getanzter Art“ ihre Uraufführung erlebte. „Es ist bereits eine Tradition, dass die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen anlässlich der Sommerausstellung auftritt“, freut sich Susanne Hinsching, Leiterin des Kunsthauses Meyenburg.

Die Idee zu dieser Arbeit entstand, als Susanne Hinsching der Chefdramaturgin des Theaters Anja Eisner vom Konzept der nächsten Ausstellung erzählte. Gegenübergestellt werden abstrakte und realistische Werke. Anja Eisner hatte sofort die Vision, dass sich daraus ein Ballett machen lassen müsste. Eine Grundidee und eine Musik, in der sich abstrakte mit realistischeren Passagen abwechseln, waren schnell gefunden. Als Choreograph wurde Auke Swen ausgewählt. Seine erste eigene Choreographie wurde auch zum Bestandteil des Kammertanzabends „Perspektiven getanzter Art“.

Doch ihre eigentliche Bestimmung findet die humorvoll und detailgetreu getanzte Geschichte von einem Regentag nun am 22. Juni um 19 Uhr bei der Vernissage im Kunsthaus Meyenburg.

Foto: v. li. David Rossteutscher und Auke Swen in „Xim-Xim oder Regen auf Mallorca“, Foto Tilmann Graner

Egon Primas zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt

CDU-Fraktion regelt die Mandatsnachfolge für Dr. Klaus Zeh

Die CDU-Landtagsfraktion hat den Nordhäuser Abgeordneten Egon Primas heute zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Egon Primas
Primas tritt in dieser Funktion zum 1. Juli die Nachfolge von Dr. Klaus Zeh an, der am gleichen Tag sein Amt als neuer Oberbürgermeister von Nordhausen antritt. „Nordthüringen hat damit weiter eine Stimme im Fraktionsvorstand. Alle Regionen des Landes sollen gleichmäßig vertreten sein. Egon Primas steht außerdem wie kein anderer für den ländlichen Raum in Thüringen“, so Mohring.

Primas wird die Interessen der Fraktion damit zugleich auch im Ältestenrat des Thüringer Landtags vertreten. Weitere bisher von Dr. Zeh für die CDU-Fraktion wahrgenommene Funktionen und Ämter werden sich die Abgeordneten Gerold Wucherpfennig und die für Zeh nachrückende Evelyn Groß teilen. Die dazu erforderlichen Wahlen führte die Fraktion ebenfalls in ihrer heutigen Sitzung durch. So wird Wucherpfennig medienpolitischer Sprecher der Fraktion und Mitglied der Versammlung Thüringer Landesmedienanstalten. Ferner wird der Eichsfelder Abgeordnete künftig dem Europausschuss angehören.

Evelyn Groß wird im Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt- und Naturschutz und im Haushalts- und Finanzausschuss mitarbeiten. Sie wird die Fraktion im Kuratorium der Landeszentrale für Politische Bildung vertreten und Dr. Zeh als Beauftrage für Kirchenfragen und Religionspolitik und für die Opfer des Stalinismus und der SED-Diktatur folgen. Dem Koalitionsausschuss wird weiterhin Dr. Zeh angehören. „Wenn in der Koalition über die politisch strittigen Fragen gesprochen wird, soll die kommunale Familie mit am Tisch sitzen“, sagte Mohring.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Am 1. Juli im Audimax der Fachhochschule:


Frau Rinke und Dr. Zeh laden zur Verabschiedung, Amtsübergabe und Neubeginn

Nordhausen (psv) „Es war der gemeinsame Wunsch von Herrn Dr. Zeh und mir, seinen Amtsbeginn als Oberbürgermeister und meinen Abschied nach 18 Dienstjahren mit den Menschen unserer Stadt feierlich zu begehen. Deshalb laden wir alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser am 1. Juli um 17 Uhr, zur feierlichen Amtsübergabe in das Audimax der Fachhochschule ein“, sagte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. „Es wird kein aufwändiger Festakt, aber ein förmlicher und auch festlicher Abschied und Neubeginn, wie es aus meiner Sicht einem Wechsel in diesem Amt angemessen ist. An diesem Tage möchte ich symbolisch mit der Übergabe der Amtskette die Geschäfte an Herrn Dr. Zeh übertragen, möchte auch die Gelegenheit nutzen, Danke zu sagen. Ich habe die Aufgabe mit Lust und Liebe angenommen, konnte sie aber nur gemeinsam mit vielen anderen Menschen bewältigen.“ Sie freue sich, so Frau Rinke, dass die Fachhochschule die Räume zur Verfügung gestellt habe und dass das Theater für die kulturelle Umrahmung sorgen werde.

Gestern hatte der designierte Oberbürgermeister Dr. Zeh an der Amtsleiterberatung der Stadtverwaltung teilgenommen. Inhalt dieser Sitzung war die Auswertung der Übergabeprotokolle der einzelnen Ämter im Zuge des Oberbürgermeisterswechsels. Dabei wurden laufende und noch umzusetzende Vorhaben diskutiert sowie die Projekt-Prioritäten der Fachbereiche und der Bearbeitungsstand von Stadtratsbeschlüssen. Nach der Amtsleiterrunde trafen sich Frau Rinke und Dr. Zeh zu einem weiteren Vier-Augen-Gespräch mit Blick auf die Übergabe der Amtsgeschäfte.

Am 28. Juni werden sich Frau Rinke und Dr. Zeh auf einer Belegschaftsversammlung der Stadtverwaltung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabschieden bzw. sich ihnen vorstellen.

MIT fordert Landesmittel für infrastrukturelle Maßnahmen

Zu ihrer Vorstandssitzung trafen sich die Mitglieder des Kreisvorstandes der Mittelstandsvereinbarung (MIT) auf der Baustelle der neu entstehenden Kulturbibliothek in Nordhausen.
Unter sachkundiger Führung des Geschäftsführers der bauausführenden Waresa Bau GmbH, Herrn Silvio Wagner, erhielten die Mittelständler einen Überblick über die eingesetzte Technologie und den damit verbunden Arbeiten. Zum Abschluss zollten die Vorständler der Firma Waresa Bau GmbH mit ihren Mitarbeitern Respekt für diese anspruchsvolle Baumaßnahme, gerade in Hinblick auf Bauzeit und Größe.

Während der anschließenden Vorstandssitzung im Ratskeller der Stadt Nordhausen verständigten sich die Vorständler neben weiteren Tagesordnungspunkten darauf, in Abstimmung mit den anderen Wirtschaftsverbänden die Forderung an die Landesregierung heranzutragen, den Kommunen ausreichend finanzielle Mittel für die Sanierung von Schulen und Straßen sowie Brücken in der Stadt und im Landkreis Nordhausen zur Verfügung zu stellen. Hier müsste dringend von Landesseite eine Prioritätenabstimmung erfolgen, so der Kreisvorsitzende Niels Neu. Bevor der Freistaat Stadionneubauten in Erfurt und Jena für ca. 50 Millionen Euro in Auftrag gibt oder andere Prestigeprojekte fördert, müsse zunächst sichergestellt sein, dass alle Schulen und Kindergärten in Thüringen sich in einem dem heutigen Standard entsprechenden Zustand befinden.
In Auswertung des durch die MIT durchgeführten Verkehrsforums am 19.03.2012 mit dem Straßenbauamt Leinefelde und dem zuständigen Bauminister Carius werben die Vorständler für eine bessere finanzielle Ausstattung auch im Verkehrsbereich, um die in Planung befindlichen Verkehrsprojekte, beispielsweise die Ortsumfahrungen Nordhausen, Harztor- Ilfeld-Niedersachswerfen endlich zu realisieren.

Der als Gast anwesende Landtagsabgeordnete Egon Primas erläuterte, dass durch das zuletzt aufgelegte Konjunkturprogramm einige Schulen im Landkreis eine energetische Sanierung erfahren haben. Primas schlug vor, jetzt ein weiteres Konjunkturpaket in Richtung Straßensanierung und Innenausbau von Schulen einzufordern.
Die Vorständler verständigten sich darauf eine ihrer nächsten Veranstaltungen in einer der betroffenen Schule durchzuführen, um der Unternehmerschaft vor Ort die Zustände aufzuzeigen und um Unterstützung für ihre Forderung in Richtung Erfurt zu werben. Des Weiteren wird durch eine Fotodokumentation ein Ausschnitt über die sanierungsbedürftigen Straßen und Brücken, wie zum Beispiel, im Stadtgebiet zwischen Sundhausen und Bielen dargestellt.

Dienstag, 19. Juni 2012

Beschäftigungen im Ausland


Informationsveranstaltung der Auslandsvermittlung
 
 

Arbeiten im Ausland ist für viele Menschen durchaus eine Option. Jedes Jahr zieht es Tausende in unterschiedliche Länder um dort berufliche Wege zu gehen.
Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) informiert
                       am Mittwoch, den 27. Juni 2012
zum Thema „Leben und Arbeiten in Europa“ in der
Agentur für Arbeit Nordhausen
Uferstr. 2
Beginn ist um 10.00 Uhr
Es geht diesmal um Anmelde- und Einreisemodalitäten, Anerkennung von Qualifikationen, Steuer- und Sozialversicherungsfragen und um finanzielle Unterstützung. Natürlich besteht auch an diesem Tag die Möglichkeit ein individuelles Gespräch zu führen.       
Eine Anmeldung ist bis 22.06.2012 unter 0361/302 1515 oder per E-Mail unter zav-erfurt-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de erforderlich.
Mit dem Bus zu den Schlossfestspielen

Bustransfer von Nordhausen zu den Sonntagsvorstellungen der „Entführung aus dem Serail“ – Karten an der Theaterkasse und den Vorverkaufsstellen

Eine besonders bequeme Anreisemöglichkeit zu den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen gibt es auch in diesem Jahr. Zu den beiden Sonntagsvorstellungen der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ wird ein Bus von Nordhausen nach Sondershausen fahren. Abfahrt ist am Sonntag, 8. Juli, und am Sonntag, 15. Juli, jeweils um 16.30 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Straße gegenüber dem Theater. Die Vorstellung im Schlosshof beginnt an diesen beiden Tagen um 18 Uhr. Im Anschluss an die Vorstellung fährt der Bus zurück nach Nordhausen.

Wer bequem mit dem Bus zu den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen fahren möchte, erhält die Fahrkarten zum Preis von acht Euro pro Person an der Theaterkasse in Nordhausen, Tel. (0 36 31) 98 34 52.

Foto: Impression von den Schlossfestspielen 2009, Foto Tilmann Graner