Dienstag, 3. April 2012

Lepak sieht Autohof Bleicherode mit gemischten Gefühlen

„Die Schaffung von 120 Arbeitsplätzen durch die Errichtung des Autohofs an der A38 bei Bleicherode wäre natürlich mehr als begrüßenswert. Auch dem kommunalen Haushalt täte dies gut. Allerdings frage ich mich, wie viele Menschen wohl dadurch in Bleicherode und Umgebung ihren Arbeitsplatz verlieren werden“, gibt Jens Lepak, LINKE- Bürgermeisterkandidat und Mitglied des Stadtrates in Bleicherode zu bedenken.
Lepak befürchtet, dass weiter Kaufkraft durch den Autohof aus Bleicherodes Innenstadt gezogen werde und sieht sich durch die Aussage des Investors Hilken bestätigt, der dies nicht auszuschließen vermochte. „Wir haben in Bleicherode bereits schöne Cafés, kleine und auch größere Läden. Die Unternehmerinnen und Unternehmen in Bleicherodes Innenstadt dürfen durch den Bau nicht ins Abseits gestellt werden“, betont Lepak und bekräftigt erneut, dass das „Löwentorcenter Dienstleister für die Innenstadt werden und bleiben solle“. In Bleicherode sieht Lepak „einen ungeschliffenen Edelstein“, den es gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zu polieren gelte. „Konkurrenz belebt natürlich das Geschäft und das ist auch gut so“, so Lepak, „ Aber die Nutzung und Besiedelung eines Industrie- und Gewerbegebietes darf nicht um jeden Preis passieren!“
Der LINKE – Bürgermeisterkandidat würde sich ein Zusammenarbeiten mit den bereits ansässigen Unternehmern in Bleicherode wünschen. „Ich glaube, dass es für alle eine zufriedenstellende Lösung geben kann, wenn man ins Gespräch kommen würde. Auch deshalb sage ich, dass wir in Bleicherode einen runden Tisch der Wirtschaft brauchen, an dem solche Konzepte der Stadt auch mit allen besprochen werden können.“
Lepak hatte bei der letzten Stadtratssitzung gegen das Konzept des Autohofs gestimmt und hofft weiterhin auf die Einbeziehung der Bleicheröder Unternehmer. „Würde das Konzept zu Gunsten der Bleicheröder verbessert werden, wäre ich der Erste, der sich über diesen Autohof ungeteilt freuen würde“, so Lepak abschließend.

Erinnern an die Bombardierung Nordhausen

Als Gradmesser des Erinnerns wurde die gestrige Podiumsdiskussion im Audimax der Fachhochschule angekündigt. Ein aufschlussreiches späteres Erinnern an diese Veranstaltung auch für mich, wenn auch in ganz anderem Sinne als dem Thema und Verlauf dieser Podiumsdiskussion im Audimax. Es wird mir eine Lehre sein:

Und das einfach deshalb, weil nach Schluss der Veranstaltung der letzte fahrplanmäßige Bus längst abgefahren war und ich keine Mitfahrgelegenheit für Nachhause fand. Schließlich musste ich den gesamten Weg zu Fuß zurücklegen. Nachdem mir die Straßenbahn am Bebelplatz und auch an der Alexander Puschkin-Straße „vor der Nase“ davonfuhr. Eineinhalb Stunden benötigte ich und der Weg fiel mir zunehmend schwer. Ich stelle das hier fest, um verständlich zu machen, dass ich zukünftig keine Veranstaltung mehr besuchen werde, wenn ich nicht von vornherein sicher sein kann, für den Nachhause-Weg eine Fahrgelegenheit nutzen zu können.

Mozart im Schlosshof Sondershausen

„Die Entführung aus dem Serail“ unter freiem Himmel – Vorverkauf läuft bereits

Ein besonderer Genuss erwartet alle Besucher der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen in diesem Jahr. Die Festspiele präsentieren vom 29. Juni bis zum 21. Juli 2012 die orientalischste aller Mozart-Opern: „Die Entführung aus dem Serail“. Die Liebesgeschichte um den spanischen Edelmann Belmonte, der seine Verlobte aus dem Serail des türkischen Bassa Selim zu befreien versucht, verwandelt den Schlosshof Sondershausen in einen zauberhaften Ort zwischen Orient und Okzident. Betörende Arien und virtuosen Ensembleszenen, gespickt mit schillernder türkischer Janitscharenmusik, lassen die abendlichen Open-Air-Vorstellungen zu einem besonderen Erlebnis werden.

Das Festspielensemble – junge Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland – werden begleitet vom traditionsreichen Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Alexander Stessin. Die Regie führt Toni Burkhardt, Oberspielleiter am Theater Nordhausen. Für das Bühnenbild ist Udo Herbster verantwortlich, die Kostüme entwirft Elisabeth Stolze-Bley.

Die Oper erzählt ein orientalisches Abenteuer: Piraten haben Konstanze, ihre Zofe Blonde und den Diener des spanischen Edelmanns Belmonte entführt und an Bassa Selim verkauft. Konstanze verweigert sich dem Bassa, der um ihre Liebe wirbt, und hält ihrem Verlobten Belmonte die Treue. Dieser findet die Entführten und setzt mit Hilfe Pedrillos alles daran, sie zu befreien …

Rund um die Vorstellungen gibt es im Schlosshof Sondershausen noch einiges zu erleben. Die Gastronomie hat jeden Abend anderthalb Stunden vor der Vorstellung geöffnet. Das Team des Schlossrestaurants um Sternekoch Ralf Kronmüller freut sich darauf, die Festspielbesucher mit Getränken und kleinen Speisen zu verwöhnen. Im Schlossrestaurant selbst wird ein orientalisches Menü angeboten. Vor Beginn der Vorstellung, in der Pause und nach der Oper werden die Gänge serviert. So verbinden sich Kunstgenuss und Kulinarik aufs Angenehmste und der Sommerabend im Schlosshof wird zu einem Erlebnis für alle Sinne.

An vier Abenden wird gemeinsam mit dem Publikum ein Fest gefeiert: Nach der Premiere gibt es eine stilvolle Premierenfeier im Schlosshof, an den beiden Samstagen in der Festspielsaison gibt es ein Künstlerfest, und natürlich verabschieden sich die Schlossfestspiele mit dem großen Abschiedsfest von ihren Zuschauern. Der Eintritt zu den Festen ist für die Festspielbesucher frei.

Hochkarätige Open-Air-Konzerte runden das Programm der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen ab. Am 11. Juli ist wieder „Rock meets Classic“ zu erleben. Opernsänger, eine Rockband und das Loh-Orchester spielen bekannte Rocksongs von Tina Turner, Queen, Elvis, Frank Sinatra und vielen anderen, aber auch „verrockte“ Klassik-Hits wie „Nessun dorma“. Am 18. Juli findet im Schlosshof Sondershausen die Galanacht der italienischen Oper statt. Hier ist unter anderem Cristina-Antoaneta Pasaroiu zu erleben, die das Publikum als „La Traviata“ im Theater Nordhausen begeisterte.

Erstmals gibt es in diesem Sommer auch ein Stück für Kinder. Im Schloss Sondershausen können Besucher ab vier Jahren „Mein Zauberflötchen“ nach Wolfgang Amadeus Mozart erleben. Vom 30. Juni bis zum 19. Juli gibt es insgesamt 9 Vorstellungen.

Der Vorverkauf für die Schlossfestspiele läuft bereits auf Hochtouren. Karten für die insgesamt zehn Open-Air-Vorstellungen und die beiden Konzerte im Schlosshof Sondershausen gibt es an der Theaterkasse des Theaters Nordhausen (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11), im Ticket Shop Thüringen, in den Pressehäusern der Zeitungsgruppe Thüringen, in den angeschlossenen Touristinformationen in Thüringen und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, die die Festspiele veranstaltet.

Foto: Die Festspielbühne im Schlosshof Sondershausen, Foto: Tilmann Graner

Montag, 2. April 2012

2. Aktionstag zur kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2012: Lesemarathon vor dem Rathaus

Nordhausen (psv) Im November 2001 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. Mai zum "Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung" ausgerufen und bezieht sich dabei auf die Allgemeine Erklärung der UNESCO zur kulturellen Vielfalt. Der Welttag soll dazu anregen, das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt zu stärken sowie die Werte kultureller Vielfalt besser zu verstehen.


Aus diesem Grund hat der Deutsche Kulturrat den Aktionstag "Kultur gut stärken" auf den 21. Mai gelegt und wird an diesem Tag sowie am vorausgehenden Wochenende bundesweit zum zweiten Mal stattfinden.


Auch im diesem Jahr sollen unter dem Motto "Kultur gut stärken" Aktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Tage der offenen Tür, Demonstrationen und vieles andere mehr stattfinden.


Mit einem Lesemarathon wird die Stadt Nordhausen auf dem Rathausplatz/Markt am Montag, dem 21. Mai 2012, von 9:00 bis 19:00 Uhr, auf den Welttag der kulturellen Vielfalt aufmerksam machen und sucht in diesem Zusammenhang noch Lesewillige. Ihre Teilnahme am Lesemarathon haben Frau Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen, Herr Lars Tietje, Intendant der Theater Nordhausen / LOH-Orchester Sondershausen GmbH sowie Herr Jens Feuerriegel, verantwortlicher Redaktionsleiter der Thüringer Allgemeine für den Bereich Nordhausen bereits erklärt.


Wer bereit ist, am Aktionstag „Kultur gut stärken“ vorzulesen, der meldet sich bitte unter folgendem Kontakt: Stadt Nordhausen, Amt für Kultur und Tourismus, Frau Barbara Roesch, Markt 15 99734 Nordhausen, Telefon. 03631/696309, E-Mail: LAP@nordhausen.de


Der Deutsche Kulturrat, seine Mitgliedsorganisationen und deren Mitglieder wollen an diesem Tag anschaulich machen, was kulturelle Vielfalt bedeutet, welches gesellschaftliche, kulturelle und künstlerische Potenzial in ihr liegt und wie kulturelle Vielfalt auch in Zukunft mit Leben gefüllt werden kann. Allzu oft geht es zurzeit in den kulturpolitischen Debatten nur noch darum, wie das Bestehende gesichert werden kann. Die Sorge vor Einsparungen lässt uns teilweise wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange zittern.


Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Der erste Aktionstag im Mai vergangenen Jahres war ein voller Erfolg. Ich freue mich, dass wir auch im Jahr 2012 den Tag der kulturellen Vielfalt „Kultur gut stärken“ begehen werden. Damit der zweite Aktionstag ebenso vielfältig, bunt, spannend und wirksam wird, möchte ich alle Kulturakteure aufrufen, sich zu engagieren. Neben den vielen Aktionen vor Ort wird es im kommenden Jahr auch erstmals eine zentrale kulturpolitische Veranstaltung in Berlin geben. Sie dürfen gespannt sein!"


Jeder kann an dem Aktionstag "Kultur gut stärken" mitmachen, ob große oder kleine kulturelle Initiativen, ob mit internationaler oder mit regionaler Ausstrahlung. Alle sind aufgefordert, egal ob Kultureinrichtung, Künstler oder Kulturvereine, ihre Stimme für den Erhalt der kulturellen Vielfalt zu erheben.

1085 Jahre Nordhausen - Feierlaune an längster Geburtstagstafel am 13. Mai 2012

Nordhausen (psv) Mit einer langen Freiluft-Festtafel will die Stadt Nordhausen am Sonntag, dem 13. Mai, den 1085. Stadtgeburtstag feiern. Darüber hinaus gibt es am Rathaus Bühnenprogramm von 13 bis 17 Uhr eine buntes Bühnenprogramm.  Die Geburtstagstafel soll sich quer durch die Stadt ziehen.

„Wir laden dazu alle Bürger, Familien, Haus- und Sportgemeinschaften, Firmen und Vereine ein, um gemeinsam an der bislang längsten Geburtstagstafel zu feiern. Die Bewirtung mit eigens mitgebrachtem Kaffee, Kuchen kann jede `Feiergemeinschaft“ für ihre Gäste selbst übernehmen. Zum symbolischen Mietpreis von 5 € können bereit gestellte Bierzeltgarnituren gemietet werden, die jeweils für 6-8 Geburtstagsgäste Platz bieten. So kann zum Beispiel eine Familienfeier  an dieser Tafel abgehalten werden“, sagte Rosemarie Hilger vom städtischen Kulturamt.

Wer Interesse hat, an der Geburtstagstafel zu feiern, kann ab sofort bis zum 10. April 2012 in der Stadtinformation Nordhausen am Rathaus  oder telefonisch unter 03631 696 221 buchen.

Auf den 13. Mai 927 datiert eine Urkunde, mit der König Heinrich I seiner Frau Erbgüter schenkt, darunter das heutige Nordhausen. Die Urkunde selbst existiert nicht mehr, gilt aber als Dokument der Ersterwähnung Nordhausens.  Der Stadtgeburtstag wird noch einmal mit einem Festumzug am 10. Juni im Rahmen des Nordhäuser Rolandsfestes begangen.

Der Messias in Nordhausen 2012

Es scheint einfach nötig, dieser sicher nicht nur vom Berichterstatter als großartig empfundenen Aufführung des „Messias“- Oratoriums der Nordhäuser Kantorei in der St. Blasii-Kirche am Samstag wenigstens kurz einen Gedanken zu diesem Musikwerk von Georg Friedrich Händel voranzustellen.

Erinnerlich ist dem Autor, was Hugo Leichtentritt vor vielen Jahren zu Händel schrieb. nämlich die Gefühlswirkungen des „Messias“ der anheimelnde Ton, die rührende Reinheit und Schönheit dieser Weisen, die unbeirrbare Stärke des Vertrauens auf seinen Erlöser, und alles, was aus Händels Klängen spricht, so einfach, so unwiderstehlich und überzeugend wie sonst in keinem Werk der gesamten musikalischen Kunst. Und das in der gestrigen Aufführung sehr eindrucksvoll und nachhaltig dargeboten wurde.
Das Oratorium des Messias gehört ganz sicher zu den mächtigsten und populärsten Werken dieser Gattung.und schien für die vorösterliche Zeit wie geschaffen, nachdem Kirchenmusiker Michael Kremzow die der weihnachtlichen Zeit zugeordnete Geschichte der Geburt Christi aus dem 1. Teil und einige weitere Passagen gestrichen hatte. Was schließlich auch der zumutbaren Zeit des Werkes zugute kam. Unter seiner Leitung bot der insgesamt gesehen energiegeladen wirkende Klangkörper, bestehend aus dem aus etwa 80 Sängerinnen und Sängern bestehenden Chor der Nordhäuser Kantorei, dem Mitteldeutschen Kammerorchester und den Solisten Bettina Horsch (Sopran), Viola Kremzow (Alt), Marian Kalus (Tenor) und dem für den ursprünglich vorgesehenen und erkrankten Manuel Helmeke eingesprungenen Bassisten Dominic Große einen kirchenmusikalischen Hörgenuss wie er eindrucksvoller kaum vorstellbar ist. Der – natürlich – beim berühmten „Halleluja“ besonders eindrucksvoll zur Geltung kam. Und einen Beifall auslöste, von dem freilich offen blieb, ob er ausschließlich der geradezu triumphalen Passage galt, oder einem vermeintlichen Finale.

Beifall nämlich hätten dann alle Einzelvorträge der Solisten und die anderen triumphalen Passagen des Chores verdient. Um nicht missverstanden zu werden: es ist unüblich, in Kirchenkonzerten einzelne Passagen und Einsätze mit Beifall zu bedenken. Und auch nach dem tatsächlichem Ausklang ist normaler weise eine Pause der Besinnung und Verinnerlichung angemessen. Die hier das offensichtlich beifallfreudige Publikum gar nicht erst eintreten ließ.
Wie oben erwähnt, gestaltete der Chor die stimmenstarken Passagen als auch die verhaltenen, gefühlvollen Partien packend wie eindrucksvoll. Tod und Auferstehung sowie die Verheißung des ewigen Lebens, die thematischen Schwerpunkte in Händels Oratorium, konnte so von den voll besetzten Bankreihen leicht nachempfunden werden. Als großartig wirkte aber auch die instrumentale Begleitung durch das Mitteldeutsche Kammerorchester, gleichermaßen unter dem Dirigat Michael Kremzows.

Die Solisten einer individuellen Befindung zu unterziehen verbietet sich eigentlich angesichts des Gesamteindrucks, den die Mitwirkenden in ihrer Gesamtheit vermittelten. Sie verdienten ohne Vorbehalte gleichermaßen den nach Ausklang der letzten Töne aufbrausenden, lang anhaltenden Beifall der Zuhörer und die ihnen überreichten Blumensträuße. Es war eine hervorragende Aufführung, für die Michael Kremzow samt allen Mitwirkenden uneingeschränkte Anerkennung verdient.

Studieren an der FH Nordhausen

Am Samstag präsentierte sich die Fachhochschule Nordhausen bei ihrem diesjährigen Informationstag den Besuchern in angemessener, nämlich besten Verfassung. Das betraf nicht nur den Campus selbst, sondern alle ihre sach- also studienbezogenen Einrichtungen – Hörsaalgebäude, Forschungseinrichtungen, Labore, Bibliothek, dem August.Kramer-Institut – sondern auch solche, die das Studentenleben erleichtern, bereichern und darüber hinaus annehmlich machen. Dazu gehören Mensa, Wohnbereiche, Kita und auch Sporthalle und Studentenclub

Mit dieser noch unvollständigen Aufzählung soll bewusst gemacht werden, dass die noch immer junge Fachhochschule Nordhausen in den 15 Jahren ihres Bestehens eine nahezu beispiellose Entwicklung nahm, die sie unter die führenden Hochschulen in Deutschland brachte.

Und was sich den Interessenten am Samstag an Einrichtungen bot, wurde inhaltlich bei der Eröffnung des Informationstages durch den Präsidenten der FHN, Prof. Dr. Jörg Wagner im Hörsaal 1 (Gebäude 19) anschaulich erklärt und erläutert. Er freute sich sichtlich, dass sich auf seine entsprechende Frage ergab, dass sich unter den Zuhörern Interessenten befanden, die sogar aus Entfernungen von mehr als 100 km nach Nordhausen gekommen waren, um zu sondieren, ob die Fachhochschule als Studienplatz für sie in Frage kommt.

Und Prof. Wagner hatte dafür eigentlich alles zu bieten, was Nordhausen als Studienort attraktiv macht. Nach der Beschreibung der Einrichtungen erläuterte er die beiden Studienbereiche Ingenieurwissenschaften und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit ihren derzeit 15 Bachelor- bzw. Master-Studiengängen, den Lehrenden, deren Drittmitteleinwerbung, um daran anschließend die Internationalität der Fachhochschule hervorzuheben. Die einmal in der Verbindung zu über 60 Partnerhochschulen in vielen europäischen und auch außereuropäischen Ländern besteht, in den jährlich stattfindenden internationalen Projekttagen und zum anderen in mehr als 200 Studierenden aus anderen Ländern. Dass inzwischen mehr als 2500 junge Menschen an der FHN studieren, ist weiterer Beweis ihrer Attraktivität.

Nachdem der FH-Präsident eine Übersicht über die sachbezogenen Internas seiner Hochschule aufgeführt hatte, vergaß er nicht, die angenehmen Seiten des Studentenlebens an der FHN aufzuzählen. Zu denen Campusfeste, Open air Veranstaltungen (am Kiesteich) und sonstige Unterhaltungsangebote gehören. „Und für jene, die schon während des Studiums Familienpolitik betreiben wollen, wird das durch die FH-zugehörende Kita erleichtert.“

Nach dieser doch recht ausführlichen Übersicht der Studien- und Gestaltungsmöglichkeiten an der FHN durch deren Präsidenten, stellte Dr. Schmidt-Röh, Geschäftsführer des Studentenwerkes Thüringen den Interessenten das Studentenwerk vor, dem dann im weiteren Programmablauf in entsprechend gekennzeichneten Räumen die Vorstellung der Studiengänge durch deren Dekane folgte. Dabei war es dann schon nötig, dass die Interessenten eine Vorentscheidung zu ihren Studium-Absichten trafen, weil diese Vorstellungen zur gleichen Zeit erfolgten.

Um der eigenen Information willen, entschied ich mich für den Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik, der von Dr.Ing. Sylvia Schade-Dannewitz, der „dienstältesten“ Professorin an der Fachhochschule Nordhausen, erklärt wurde. Und verließ ihren Vortrag , einmal mehr überzeugt, dass an dieser Hochschule nicht nur hervorragende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium geboten werden, sondern auch wirklich umfassendes Wissen. Wer diese Hochschule mit dem entsprechenden Bachelor- oder gar Masterabschluss verlässt, kann das in dem Bewusstsein tun, für alle einschlägigen Aufgaben - und darüber hinaus – in der Wirtschaft und in Unternehmen gewachsen zu sein.

Was sonst mit dem Leben als Studierender an der FHN zusammenhängt, geboten wird und möglich ist, wurde an vielen Ständen im Eingangsbereich und innerhalb des Hauses 19 veranschaulicht und beworben. Es dürften für Studierende wenig Wünsche offen bleiben.