Mehr Getreide, weniger
Winterraps auf Thüringens Feldern
Die Thüringer Landwirte bestellten nach dem
vorläufigen Ergebnis der
Bodennutzungshaupterhebung im Jahr 2019 auf knapp
63 Prozent der 605 000 Hektar umfassenden
Ackerfläche Getreide. Damit stehen nach
Mitteilung des Thüringer Landesamtes für
Statistik zur diesjährigen Ernte mit 378 900
Hektar Getreide zur Körnergewinnung
(einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix)
22 700 Hektar bzw. 6 Prozent mehr als im
Vorjahr im Feld.
Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik
Erfurt, 25. Juli 2019
Donnerstag, 25. Juli 2019
Änderungen beim JazzRabazz 2019
Leider wurde seitens
des Managements von Maceo Parker das angekündigte Konzert in
Nordhausen abgesagt. Die Ursache war ein Planungsfehler und dieser
wurde dem Jazzclub Nordhausen erst jetzt mitgeteilt. Wir bleiben aber
für 2020 dran.
Das diesjährige
Hauptprogramm wurde also kurzfristig neu zusammengestellt und bietet
mit Kinga Głyk (PL) und Donny McCaslin (USA) zwei internationale
Spitzenbands des modernen Jazz. Es wird zwei komplette Konzerte
hintereinander geben (natürlich mit Pause) und dadurch der Abend
schon um 19 Uhr beginnen. Der Start des zweiten Teils der
Veranstaltung im Vorderhaus verschiebt sich auf ca. 22.15 Uhr. Die
erworbenen Karten behalten natürlich ihre Gültigkeit.
Der Bass ist eine
Frau! Klanggewalt sonorer Art sei reine Männersache, hieß es lange
Zeit bis zu Kinga Głyk, ein neues Wunderkind des Jazz. Diese
junge Frau ist das Internet Phänomen schlechthin. Was Andere im Pop
und Mainstream Bereich bereits vorgemacht haben, ist im Jazz
beispiellos. Und plötzlich ist sie da, eine echte Musikerin, jung,
hübsch, hochtalentiert, deren Internet Klickzahlen durch die Decke
schießen. Kinga Glyk ist mit ihren 20 Jahren nicht nur die einzige
Frontfrau einer Jazzband in ihrer Heimat Polen, sondern die derzeit
größte Jazz-Sensation auf allen sozialen Netzwerken
europaweit. Eigentlich begann ihre Karriere mit 12 Jahren,
als Ihr Vater – selbst Schlagzeuger – ihr Talent entdeckte und
sie zum Mitglied des Glyk Familientrios PIK machte. Heute – mit
ihrer neuen bei Warner Music erscheinenden dritten Platte „Dream“
und vielen Konzerten im Rücken – ist die junge Frau ein Star in
ihrem Land und brennt darauf, die europäischen Club- und
Festivalbühnen zu erobern.
Man muss sich
vorstellen, Weather Report oder mindestens das Zawinul Syndicate
weilten noch unter uns und hätten sich über all die Jahre zu dem
entwickelt, was es hier mit Donny McCaslin zu hören gibt.
Kurz bevor David
Bowie im Januar 2016 starb veröffentlichte er sein letztes
Album Blackstar.
Während das Album
zum einen das Ende des legendären Künstlers repräsentiert, stellt
es zum anderen einen Neuanfang für den Jazz-Musiker Donny
McCaslin dar, der mit seinem Saxophon die visionäre Fusion
verschiedener Musikstile mitbeeinflusste.
Jetzt kommt McCaslin
mit einem neuen Album, Blow., zurück, auf dem
Bowies Einfluss und McCaslins künstlerische Entwicklung ganz klar zu
hören sind. „Bevor ich mit Bowie zusammen gearbeitet habe schienen
diese Dinge unmöglich für mich“, erzählt McCaslin über Blow.,
das gewagteste Album seiner 20-jährigen, GRAMMY-nominierten
Karriere. „Der Zuspruch zu diesem Projekt und die wunderbare
künstlerische Umsetzung – jetzt kommt es mir so vor als sei alles
möglich.“ Das wird HEISS. Das wird GUT. Das wird WOW!
Im weiteren Programm
ab ca. 22.15 Uhr sind dann unter anderen Günter Heinz, Mr. Skull,
Toni & The Holy Rollers, Tommie Harris Soultrain, Cotton
Men Blues Band und das Jazztrio HOT STRINGS“auf
den kleineren Bühnen im Theater zu erleben.
Der Kartenvorverkauf
im Theater Nordhausen für den JazzRabazz am 16. November 2019 ist
wieder eröffnet. Der Jazzclub Nordhausen freut sich mit den
Besuchern auf das tolles Programm an diesem Abend.
www.jazzclub-nordhuasen.de
Gelungener Vortrag über Finnland in der ‚Netzwerkkirche‘
Trotz
der Hitze kamen zur Freude der Kirchgemeinde Ellrich und der
Vortragenden mehr Besucher in die Johanniskirche als erwartet. Zu den
drei Stuhlreihen mussten zwei weitere Reihen aufgebaut, die Leinwand
und der Standort des Beamers verschoben werden. Das alles tat aber
der Atmosphäre keinen Abbruch, denn zu dem vermeintlich kühlen Land
im Norden Europas passte die angenehme Kühle der Johanniskirche. Wer
das Ehepaar Pientka aus vielen Vorträgen im Kunsthaus kennt, weiß
um die lockere Vortragsweise. Mit viel Witz, einigen
Anekdoten, aber
auch mit konkreten Zahlen wurde über Finnland und die Episoden, fast
schon Abenteuer berichtet, die die Vortragenden auf ihren drei
Finnlandreisen erlebten. Von den ‚internationalen Klöppelwochen‘
in Rauma, den Tango begeisterten Finnen, über die Vielzahl
stationärer ‚Blitzer‘ und den drastischen Strafen – bei hohem
Einkommen beispielsweise 30.000 EUR bei Übertretung mit 30 km/h –
bis hin zu den Schülern und Studenten, die in den Sommerferien fast
alle Serviceleistungen übernehmen, da in Finnland ähnlich wie in
der DDR die Sommerferien in den Schulen einheitlich sind und die
Finnen in ihre „Mökkis‘ – die finnischen Ferienhäuser –
fahren. Von 4-Sterne-Hotels bis zu Cafés mit internationalen Gästen
– überall sind die finnischen Jugendlichen, die in den Schulen bis
zu vier Sprache gelehrt bekommen
haben, präsent und verdienen sich
Geld. Zum Abschluss gab es viel Beifall und Lakritz sowie Chips aus
Finnland. Die Spendenbox war reichlich gefüllt, denn das Ehepaar
Pientka warb um Spenden für die Weiterführung der Arbeiten in den
beiden Kirchen. Die Anregungen hinsichtlich Akustik wurden
entgegengenommen und beim nächsten Vortrag werden die Bestuhlung und
der Standort der Technik geändert. Alles in allem ein gelungener
Auftakt der geplanten Vortragsreihe! Der Pfarrer Jochen Lenz und auch
der anwesende Superintendent Andreas Schwarze waren mehr als
zufrieden. Nicht zu vergessen – angekündigt wurden von den
Pientkas schon die nächsten Veranstaltungen im Monat August – und
zwar das Orgelkonzert am 17.8. und der nächste Vortrag am 29.8.2019.
Das Orgelkonzert wird als
„Orgelspaziergang“ in den drei Kirchen
– der Frauenbergkirche, der katholischen Bonifatiuskirche und zum
Abschluss in der Johanniskirche – der ‚Netzwerkkirche‘ –
veranstaltet. Als Organist ist Bernhard Barth aus Brandenburg zu
hören, der auch international schon konzertiert hat. Der nächste
Vortrag wird sich dem Thema „Ellrich – Stadt des Segelflugs“
widmen. Vortragen wird Gunnar Pflug, selbst aktiver Segelflieger;
begleitet wird er von einem Zeitzeugen, einem ehemaligen
Segelflieger, der 1943 selbst in Ellrich geflogen ist. Mehr zu den
Veranstalten demnächst in gesonderter Werbung.
Hannelore
und Wolfgang R. Pientka
Mittwoch, 24. Juli 2019
Stadtverwaltung versteigert am 31. Juli wieder Fahrräder
Nordhausen (psv) Am kommenden Mittwoch (31.
Juli) findet wieder eine öffentliche Versteigerung von Fundfahrrädern im
Gebäudeinnenhof des Neuen Rathauses, Markt 15, statt. Von 14 bis 16 Uhr
können hier zirka 30 Fahrräder von jedermann
günstig ersteigert werden.
Ein Verzeichnis der zur Versteigerung
vorgesehenen Fundfahrräder, die bis zum 31. Januar 2019 beim Ordnungsamt
der Stadt Nordhausen abgegeben wurden, liegt im Sachgebiet
Bürgerservice der Stadt Nordhausen, Markt 15, aus. Verlierer oder
Finder können ihre Rechtsansprüche vor dem oben genannten Termin im
Bürgerservice der Stadt Nordhausen geltend machen.
Buch „Taubenpost - Die Lutz König Sammlung“ an Stadtbibliothek übergeben
Nordhausen (psv) Für Tauben in Form der
Friedenstaube ist Nordhausen dank seiner Ehrenbürgerin Erika Schirmer
überregional bekannt. Nordhausen verfügt aber auch beim Thema Tauben
über einen „Hidden Champion“ – einen internationalen Spitzenreiter:
Für sein Lebenswerk des Briefmarkensammelns zum Thema Tauben (Kategorie
Wildtiere und Botanik) erhielt der Leimbacher Lutz König kürzlich den
Ritterschlag unter den internationalen Briefmarkensammlern. Die
Buchreihe EDITION D´OR 57, die vom internationalen
Netzwerk „The Global Philatelic Network“ herausgegeben wird, würdigt
seine Sammlung im Band „Taubenpost – Die Lutz König Sammlung“ als
philatelistisches Lebenswerk der bedeutendsten Briefmarken-Sammlungen
unserer Zeit und krönt somit sein Lebenswerk. Im Rahmen
der internationalen Feier des 150. Geburtstags der Royal Philatelic
Society London (RPSL) wurde das Buch „Taubenpost – Die Lutz König
Sammlung“ am 29. Mai 2019 in Stockholm erstmals der Öffentlichkeit
präsentiert. Die feierliche Übergabe fand im Auditorium
des Waterfront Congress Centre mit Laudatio durch den Geschäftsführer
des Global Philatelic Network statt. Seit einigen Jahren ist Lutz König
Mitglied der überaus renommierten Briefmarkenvereinigung RPSL.
Die Faszination der Tauben einerseits und
Briefmarken andererseits hat Lutz König früh ergriffen: „Meine aus
Kindertagen stammende Faszination für Motiv-Marken mit Tieren ist auch
im Erwachsenenalter ungebrochen“, so der Leimbacher. Eine
Motivsammlung beleuchtet ein bestimmtes Bildthema aus
unterschiedlichsten Richtungen meist unabhängig von geografischen oder
zeitlichen Parametern. „Als Sammler versuche ich mittels der
Postwertzeichen aber auch Ganzsachen, Stempelabschlägen oder auch
handschriftlichen
Entwertungen einen Gesamtüberblick über das gewählte Motiv zu liefern“,
fasst Lutz König seine Passion zusammen.
Jetzt hat er Bibliotheksleiterin Hildegard Seidel
das Buch für den Bestand in der Stadtbibliothek übergeben. „Für uns ist
das Buch ein großer Schatz“, bedankt sich Frau Seidel. Lutz König sei
der erste Deutsche, dessen thematische Sammlung
als Buch unter der Edition D’OR 57 herausgegeben wurde, erklärt sie.
„Das ist eine große Ehre!“.
Die Sammlung Königs wurde mehrfach mit den
renommiertesten Auszeichnungen prämiert. So hat er viermal an
Weltausstellungen teilgenommen, wobei er dreimal mit der höchsten
Auszeichnung „Groß-Gold“ geehrt wurde. Daneben schlug sich die einmalige
Sammlung Königs auch in Titelgewinnen bei Deutschen Meister- und
Europameisterschaften der Thematischen Philatelie nieder. Die logische
Konsequenz und auch um den zukünftigen Sammler-Generationen das
philatelistische Lebenswerk zugänglich zu machen, sei nun
die Herausgabe des Buches als ein künstlerisch anspruchsvolles
Gesamtwerk und ein wissenschaftliches Nachschlagewerk zugleich, so
Seidel.
Foto: Lutz König mit „Groß-Gold-Medaille“ schenkt der Stadtbibliothek das Buch „Taubenpost“.
(Foto: Pressestelle Stadtverwaltung Nordhausen)
„Unvergessen!“- Sieben Nordhäuser Künstler wieder im Rampenlicht
Teil 2: Martin Domke
|
Nordhausen (psv) Die ehemalige freie Reichstadt
Nordhausen blickt zurück auf eine spannende Vergangenheit und ist
mindestens deutschlandweit für seine Kornbrandtradition bekannt. Der
Facettenreichtum Nordhausens drückt sich auch im vielfältigen
Kulturgut aus.
So war die Stadt für viele Grafiker, Maler und andere
Künstler eine inspirierende Wirkungsstätte. Die aktuelle Ausstellung im
Kunsthaus Meyenburg widmet sich nun jenen Künstlerinnen und Künstlern.
Aus diesem Anlass werden die sieben Künstler
einzeln betrachtet.
Wer durch Nordhausens Zentrum und die Oberstadt
spaziert, kommt an den Werken von Martin Domke nicht vorbei. Den von ihm
geschaffenen Bleiglasfenster der St. Blasii-Kirche wird größte
öffentliche Wahrnehmung zu Teil und auch im Garten des
Kunsthaus Meyenburg ist er seit vielen Jahren mit zwei Bronzeplastiken,
der „Doppelkatze“ und
„Einäugiger Harlekin“ vertreten.
„Einäugiger Harlekin“ vertreten.
Neben dem Bleiglasfenster der St. Blasii-Kirche in
Nordhausen, schuf er auch jene in der Friedenskirche in Düsseldorf oder
in der Waiblinger Michaelskirche. „Bestechend ist die besondere
Leuchtkraft und der Ausdruck der Fenster. Das entscheidend
"Neue" in seiner Glaskunst war seine Rückkehr zu einer ursprünglich
mittelalterlichen Technik. Domke hatte sich auferlegt, jedes noch so
kleine Detail - wie Finger und Augen - nicht aufzumalen, sondern sie mit
Blei zu unterteilen.“, betont Susanne Hinsching,
Leiterin des Kunsthaus Meyenburg.
Neugierig? Die Werke des Nordhäuser Künstlers sowie
weiterer Nordhäuser sind in der Sonderausstellung „Unvergessen!“ im
Kunsthaus Meyenburg anzuschauen. Gelegenheit dazu besteht bis zum 8.
September 2019.
CDU-Fraktion fordert Akteneinsicht für DDR-Zwangsadoptierte und leibliche Eltern
Wirkner: „Folgen von DDR-Zwangsadoptionen endlich aufklären“
Erfurt – Die CDU-Fraktion wird sich im Thüringer
Landtag für die Betroffenen von DDR-Zwangsadoptionen einsetzen. Darüber
hat Herbert Wirkner, Sprecher der Fraktion für die Opfer des
SED-Regimes, heute in Erfurt informiert. Per Plenarantrag
fordert die Union die Thüringer Landesregierung auf, eine
Bundesratsinitiative Sachsens für ein Auskunfts- und Akteneinsichtsrecht
für zwangsadoptierte Kinder und deren leibliche Eltern zu unterstützen.
„29 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Geschichte
der Kinder, die ohne Einwilligung ihrer leiblichen Eltern adoptiert
oder sogar für tot erklärt wurden, nach wie vor ein unaufgearbeitetes
Kapitel des DDR-Unrechts. Diese Kinder haben ein Recht darauf, zu
erfahren, wer ihre leiblichen Eltern sind“, erklärte
Wirkner. Für die CDU-Fraktion machte der Abgeordnete deutlich, dass
auch die betroffenen Eltern, in deren Elternrecht massiv eingegriffen
wurde, ein Recht darauf haben müssen, durch Auskünfte und Einsichtnahme
in die entsprechenden Adoptions-, Adoptionsvermittlungs-
und Jugendamtsakten in Erfahrung zu bringen, was mit ihren Kindern
passiert ist und wo diese jetzt sind. Zudem fordert Wirkner von der
Landesregierung, auf eine Verlängerung der entsprechenden
Aktenaufbewahrungsfristen sowie eine wissenschaftliche Hauptstudie
zur historischen Aufarbeitung dieser Thematik hinzuwirken.
Gleichzeitig setzt sich die sozialpolitische
Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Meißner, dafür ein, dass die
Landesregierung die Möglichkeit einer psychologischen Begleitung der
betroffenen Familien schafft. „Der SED-Staat hat
massiv in das Elternrecht der Opfer eingegriffen. Viele Betroffene
wissen noch immer nicht, wer ihre leiblichen Kinder oder Eltern sind.
Für sie sind die Vorfälle bis heute mit großem Leid und Unsicherheit
verbunden“, machte Meißner deutlich.
Hintergrund:
Bei Aufhebungsverfahren von Zwangsadoptionen
haben die Betroffenen oft praktische Schwierigkeiten, um die dafür
erforderlichen Auskünfte zu bekommen. Als Grund dafür wird in der Regel
angeführt, dass bereits am 2. Oktober 1993 die überaus
kurz bemessene Drei-Jahres-Ausschlussfrist für eine Überprüfung und
Aufhebung der nicht nach rechtsstaatlichen Vorgaben erfolgten
DDR-Zwangsadoptionen abgelaufen ist. Um den betroffenen leiblichen
Eltern und Kindern zu ihrem Recht auf Kenntnis der eigenen
Abstammung bzw. zur Durchsetzung ihres Elternrechts zu verhelfen, aber
auch für die Betroffenen eine Kontaktaufnahme zumindest zu ermöglichen,
soll durch eine Änderung des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen
Gesetzbuch für die Betroffenen ein Auskunfts- und
Akteneinsichtsrecht geschaffen werden. Einen entsprechenden
Gesetzentwurf hat der Freistaat Sachsen am 7. Juni 2019 im Bundesrat
eingebracht.
Felix Voigt
Stellv. Pressesprecher
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