Donnerstag, 5. Januar 2023

 Ab 1. Januar 2023: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss bei Arbeitslosigkeit weiterhin vorgelegt werden

 

 

Arbeitgeber sind ab Anfang Januar 2023 verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeitsdaten ihrer gesetzlich versicherten Beschäftigten elektronisch bei den Krankenkassen abzurufen. Arbeitnehmer müssen sich dann lediglich noch „krankmelden“, die Pflicht zur Vorlage der Bescheinigung ist gesetzlich nicht mehr vorgesehen.

 

Für Kundinnen und Kunden der Agenturen und Jobcenter gilt diese Neuerung ab dem 1. Januar 2023 allerdings nicht. Sie müssen weiterhin eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) im Krankheitsfall oder bei Arbeitsunfähigkeit vorlegen.

 

Die Bundesagentur für Arbeit weist arbeitslose Kundinnen und Kunden darauf hin, die AUB aktiv bei ihrem Arzt einzufordern. Erst ab dem 1. Januar 2024 sind auch die Agenturen für Arbeit gesetzlich berechtigt, die AUB elektronisch bei den Krankenkassen abzurufen.

 

Die Vorlage einer AUB ist für Kundinnen und Kunden wichtig, damit sie weiterhin Leistungen erhalten können. Auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen müssen eine AUB im Krankheitsfalle weiterhin ihrer Agentur für Arbeit, ihrem Jobcenter bzw. dem Maßnahme- oder Bildungsträger vorlegen.

 

Kundinnen und Kunden können auch auf digitalem Weg ihre AUB einreichen. Im Bereich der eServices lassen sich über die sogenannten Veränderungsmitteilungen Arbeitsunfähigkeiten bequem anzeigen und hochladen. Die Bescheinigungen können Kundinnen und Kunden der Agenturen für Arbeit zudem auch in der Kunden-App BA-mobil hochladen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

   Andrea Springer

    Pressesprecherin
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    Telefax:  03631 650210-418
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Mittwoch, 4. Januar 2023

 CDU-Fraktion drängt auf schnellere Einführung von Bodycams in Thüringen

Voigt: „Sicherheit der Polizeibeamten kann nicht bis 2025 warten“

 Erfurt – „Nicht zuletzt das Chaos in der Silvesternacht hat gezeigt: Die Sicherheit unserer Polizeibeamten kann nicht bis 2025 warten. Auch die Thüringer Polizei braucht Bodycams – jetzt, und nicht erst irgendwann.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Mario Voigt, die Landesregierung aufgefordert, zügig eine Änderung des Polizeiaufgabengesetzes vorzulegen, welche die Beschaffungsprobleme bei der Einführung von Bodycams in Thüringen behebt. „Dass Thüringen es als einziges Bundesland nicht schafft, seine Polizistinnen und Polizisten mit dieser Technik zu schützen, nur weil Linke und Grüne nicht mitziehen, ist ein unhaltbarer Zustand. Der Innenminister hat unsere volle Unterstützung, dieses Problem durch eine Gesetzesänderung zu lösen“, sagte Voigt. In den Verhandlungen zur Ausgestaltung des Gesetzes hatten Linke und Grüne ihre Zustimmung von bestimmten technischen Spezifikationen für die Kameras abhängig gemacht. Deren Umsetzung verzögert die Beschaffung der Geräte jedoch bis mindestens 2025, wie das Innenministerium jetzt bekannt gab.

 „Seit Jahren fahren Linke und Grüne eine regelrechte Verhinderungstaktik und haben immer wieder neue Gründe gefunden, beim Thüringer Sonderweg zu bleiben und die Einführung von Bodycams zu verhindern und zu verschleppen“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Die Kameras können nicht nur helfen Angriffe auf Polizisten aufzuklären, sondern haben auch von vornherein eine deeskalierende Wirkung. Zudem bieten sie nicht nur den Beamten, sondern auch den Bürgern mehr Sicherheit. Linke und Grüne haben jedoch offenbar nicht wirklich Interesse am Schutz der Einsatzkräfte.“ Die Vorgabe, dass sich die Kameras automatisch beim Ziehen der Dienstwaffe aktivieren müssen, sei eine technische Hürde, die kein anderes Bundesland außer Thüringen aufstelle. „Bis entsprechende technische Lösungen gefunden sind, muss es eine Übergangslösung geben. Deshalb erwarte ich von der Landesregierung, dass sie die gesetzlichen Voraussetzungen für den sofortigen Einsatz der Kameras schafft“, so Voigt.

 Felix Voigt

Pressesprecher

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 Neujahrskonzert des Jazzclub Nordhausen mit „The Clarinet Trio“


Der Jazzclub Nordhausen startet in das Jahr 2023 wie gewohnt mit einem besonderen Konzert.

Das romantische Blasinstrument, die Klarinette, steht diesmal im Mittelpunkt.

Am 14. Januar um 20 Uhr im Jazzclub JazzMangel in der Barfüßerstraße 3 in Nordhausen, steht „The Clarinet Trio“ (Jürgen Kupke – clarinet, Michael Thieke - alto clarinet, clarinet, Gebhard Ullmann - bass clarinet) auf der Bühne.



Das wohl Augenfälligste an der Musik des Clarinet Trios ist die Besetzung: Drei Klarinetten pur. Kein Streicher, kein Piano, kein Schlagzeug. Ein Trio im klassischen Sinn, ohne Zugeständnisse an Entertainment-Schnickschnack. Also auch keine Elektronik. Und ebenso keine billigen Appelle an Zeitgeist, oder was sonst Stimmung macht.

Das Clarinet Trio spielt Musik für geschlossene Augen. Schon mit den ersten Tönen drängen sich Bilder in den Kopf. Das Trio erzeugt Musik von starker atmosphärischer Dichte. Wie aus dem Nichts dringen einzelne langanhaltende Töne. Im Spiel mit der Lautstärke lässt sich Dramatik erahnen. Stille. Dann erneut Klänge, die sich die Stille ertasten, ihr aber auch Raum zur eigenen Entfaltung bieten. Die Musik kommt ideenreich komponiert und sensibel improvisiert daher. Sie kann auch growlen, laut malen und melodisch swingen. Sie braucht keine ‚special effects‘. Sie besticht durch Ideenreichtum und meisterliche Spieltechnik.

Das Spiel des Trios besticht durch flüssige Virtuosität in entspannter Atmosphäre. Es widerspiegelt einen ebenso weiten Bereich von Erfahrungen wie Interessen.



Die Klarinette. - Für viele das romantische Blasinstrument an sich, stand anfänglich, in den ungestümen Tagen des Free Jazz, im Schatten ihrer wilden Schwester, dem Tenorsaxophon (John Coltrane, Archie Shepp, Ornette Coleman, Pharoah Sanders). Erst später wurde die Klarinettenfamilie für die neue Musik ausgelotet. Musiker wie Eric Dolphy und David Murray bevorzugten dabei die Bassklarinette. Im vorliegenden Trio gibt es eine dieser für die Entwicklung des neuen Jazz so wichtigen Bassklarinette sowie die seltene Altklarinette.


Das Clarinet Trio konzertierte mit großem Erfolg im Mutterland der Klarinette, in Frankreich und wurde zu Festivals wie Bath, Vancouver, Montreal, Nevers, Montreal, Mexico City, Grenoble, Nimes, Groningen, Rudolstadt, Vancouver, Seattle, San Francisco, Brugge eingeladen.

Transformations and Further Passages heißt die 6. CD und das neue Programm zum 25- jährigen Jubiläum des Trios. Es enthält Kompositionen aus den 1950er und 60er Jahren von Albert Mangelsdorff, Joki Freund/Jutta Hipp, Karl Berger, den Kühn Brüdern, E.L. Petrowsky und Manfred Schoof.



Webseite:

https://www.gebhard-ullmann.com/projects/clarinet-trio.html


Das Konzert beginnt 20 Uhr, Einlass ist 19.00 Uhr. Karten 15/5 € als Vorbestellung gibt es ab sofort über zappa1959@aol.com und dann an der Abendkasse (18/5 €).

Der Jazzclub Nordhausen freut sich gemeinsam mit der Band auf seine Gäste zum Neujahrskonzert 2023. Die Versorgung ist abgesichert (FBmG).


www.jazzclub-nordhausen.de


 Telefonsprechtag der Berufsberatung für

Erwachsene am 5. Januar 2023

 

 Auch im neuen Jahr bietet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wieder Telefonsprechtage für Erwachsene an, die sich an alle Thüringerinnen und Thüringer richten.

Strukturwandel, Energiewende, Digitalisierung und Demografie bewirken, dass Beschäftigte laufend Neues erlernen müssen. Berufliche Inhalte verändern sich und die Anforderungen nehmen zu. Berufliche Orientierung und Weiterentwicklung ist deshalb im gesamten Erwerbsleben wichtig. Die Berufsberatung begleitet und unterstützt diesen Prozess.

 

Der nächste telefonische Sprechtag findet bereits

am Donnerstag, den 5. Januar 2023,

von 9 bis 18 Uhr statt.

Tel: 0361 30 22222.

Mit freundlichen Grüßen

 

     Andrea Springer

    Pressesprecherin
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    Besucheradresse
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    Uferstraße 2
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Montag, 2. Januar 2023

 


Pressemitteilung
„Das Parlament“ - Interview mit Prof. Johannes Vogel: „Die Liste der Sünden ist lang“

Prof. Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin, im Interview zum Thema Artenschutz mit der Wochenzeitung „Das Parlament“

 (Erscheinungstag 02. Januar 2023)
- bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung -

Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin, hat eine kritische Bilanz der Weltnaturkonferenz gezogen, die im Dezember zu Ende ging. „Leider ist es nach wie vor so, dass die überragende Wichtigkeit des Themas in der Politik überhaupt nicht angekommen ist“, stellte Vogel fest. Hier gehe es „um den Ast, auf dem wir alle sitzen und an dem wir alle kräftig sägen. Wenn der bricht, dann ist es vorbei. Das ist noch nicht verstanden worden.“ Vogel begrüßte die Zusagen in Höhe von 20 Milliarden Euro jährlich ab 2025 für die armen Länder: „Das ist jede Menge Geld, keine Frage“, sagte Vogel. Aber man müsse das in Relation setzen: Derzeit gebe die Welt mindestens 150-mal so viel Geld zur Zerstörung der Natur aus - 3,1 Billionen Dollar jährlich - wie sie in Montreal für den Naturschutz zugesagt habe. Vogel appellierte an das Parlament: „Jetzt wäre doch die Zeit, dass der Bundestag eine Enquete-Kommission zum Thema einrichtet und Deutschland in den nächsten Jahren eine nationale Debatte zum Thema führt.“ Die Herausforderung seiI auch als Chance für die Demokratie zu begreifen.


DAS INTERVIEW IM WORTLAUT

Das Parlament: Herr Vogel, knapp zwei Wochen haben rund 5.000 Delegierte aus fast 200 Ländern in Montreal getagt, gestritten und gerungen, 120 Minister wurden eingeflogen – und am Ende steht ein neues Artenschutzabkommen. War die 15. Weltnaturkonferenz ein Erfolg?
Johannes Vogel: Leider ist es nach wie vor so, dass die überragende Wichtigkeit des Themas in der Politik überhaupt nicht angekommen ist. Anders als beim Klimagipfel in Scharm el Scheich vor wenigen Wochen ist außer dem gastgebenden kanadischen Premier Trudeau kein einziges Staatsoberhaupt gekommen. Das ist kein gutes Zeichen. Denn hier geht es um den Ast, auf dem wir alle sitzen und an dem wir alle kräftig sägen. Wenn der bricht, dann ist es vorbei. Das ist noch nicht verstanden worden.

Das Parlament: Warum ist das so?
Johannes Vogel: Als Menschen, so wie wir uns entwickelt haben in den letzten zwei Millionen Jahren, denken wir, dass die Natur – sei es das Klima, das Tier, die Pflanze, der Boden oder das Wasser – einfach da ist und wir sie nutzen können. Es fehlt das Bewusstsein, wie wertvoll eine funktionierende Natur für uns ist. Wir begreifen nicht, dass wir diese riesige Erde und die komplexe Natur so verändern, dass die Folgen für menschliches Leben dramatisch sein können.

Das Parlament: Das neue Artenschutzabkommen definiert 23 Ziele…
Johannes Vogel: … wir haben vor zwölf Jahren eine ähnliche Jubelveranstaltung in Japan gehabt, mit zahlreichen Vereinbarungen, von denen keine einzige eingehalten wurde. Das darf uns nicht nochmal passieren.

Das Parlament: Gibt es Anlass zu der Hoffnung, dass das nicht wieder passiert?
Johannes Vogel: Ja. Es gibt jetzt eine viel größere Aufmerksamkeit für das Thema. Klimawandel ist in den letzten Jahren parteienübergreifend zu einem Thema für die Politik geworden, weil es Wählerstimmen brachte. Ich glaube, dass Natur und Biodiversität in den nächsten Jahren einen ähnlichen Effekt auslösen werden.

Das Parlament: In Montreal wurde hart ums Geld gestritten. Bundeskanzler Scholz hatte schon vor Konferenzbeginn angekündigt, Deutschlands Beitrag auf 1,5 Milliarden Euro jährlich verdoppeln zu wollen. Insgesamt gibt es nun Zusagen in Höhe von 20 Milliarden Euro für die armen Länder, in denen 80 Prozent der artenreichsten Regionen der Erde liegen. Das klingt nach viel Geld – aber reicht es?
Johannes Vogel: Das ist jede Menge Geld, keine Frage. Und es ist toll, dass die Bundesregierung hier international sichtbar vorwegmarschiert. Wir müssen das Geld aber in Relation setzen: Derzeit gibt die Welt mindestens 150-mal so viel Geld zur Zerstörung der Natur aus - 3,1 Billionen Dollar jährlich - wie sie in Montreal für den Naturschutz zugesagt hat.

Das Parlament: Woran denken Sie dabei?
Johannes Vogel: Es werden zum Beispiel riesige Summen investiert, um nicht nachhaltige Landwirtschaft zu pushen, Wälder zu roden, Gewässer zu regulieren, unberührte Böden umzubrechen und nicht nachhaltige Fischerei. zu subventionieren. Europa ist hier tatkräftig dabei. Die Liste der Sünden ist lang. Das ist das eine. Das andere ist: Der deutsche Beitrag, 1,5 Milliarden Euro, entspricht gerademal den Kosten für sechs Wochen kostenlose Corona-Tests für die Bürger während der Pandemie. Corona insgesamt hat noch viel, viel mehr gekostet. Corona war     eine Auswirkung des Klimawandels plus einer nicht nachhaltigen Nutzung von Natur: Der Klimawandel hat die Verbreitungsgebiete der Fledermäuse verschoben, und beim Wildtierhandel und -Verzehr kam es zur Übertragung des Erregers. Ich würde sagen: Für uns als - kapitalistische - Gesellschaft würde es sich rechnen, in den Schutz von Natur zu investieren, anstatt im Nachhinein ein Vielfaches dafür zu bezahlen, dass wir nicht achtsam mit ihr umgegangen sind.

Das Parlament: Was muss die Politik konkret tun?
Johannes Vogel: Eine lebenswerte Zukunft wird vor allem von uns große Anstrengungen und ein Umdenken verlangen. Der Geldtransfer von Nord nach Süd ist das eine. Das andere ist: In Deutschland, Europa, in der ganzen nördlichen Hemisphäre müssen wir insgesamt sehr viel ressourcenschonender und bescheidener wirtschaften. Ich weiß nicht, wie der Schaden, der jetzt angerichtet wird, am Ende bezahlt werden soll. Wenn das so weitergeht, befürchte ich, hält unser Wirtschaftssystem und auch unsere Demokratie das nicht aus.

Das Parlament: Als eines der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz gilt die Vereinbarung mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen bis 2030 unter Schutz zu stellen. Was ist davon zu halten?
Johannes Vogel: Lassen Sie uns einmal nicht über andere, sondern über Deutschland reden: Hier haben wir 18 Prozent der Landfläche unter verschiedenen Schutzstatus zusammengefasst. Nur für zwei Prozent gilt, dass man der Natur freien Lauf lässt. In den anderen 16 Prozent sind verschiedene Formen von Fischerei,   land- oder forstwirtschaftlicher Nutzung möglich. Mit solchen Maßnahmen sind in den letzten Jahrzehnten 70 bis 85 Prozent der Biomasse von Insekten verloren gegangen - eine Hiobsbotschaft. Es zeigt, dass nur mit Schutzgebieten das Artensterben nicht reduziert oder aufgehalten werden kann. Alle Flächen und Meere der Welt müssen naturfreundlicher genutzt werden. Und das geht insbesondere, wenn wir unsere Ernährung umstellen.

Das Parlament: Gibt es etwas, dass Sie hoffen lässt?
Johannes Vogel: Ja, unsere wissensbasierte Demokratie. Ich glaube, dass es ähnlich wie beim Klima-Thema neue breite gesellschaftliche Strömungen und neue Koalitionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft für ein verändertes Verhältnis von Mensch und Natur geben – und da am Ende auch die Politik mitgehen wird. Dafür könnte die Konferenz ein Startschuss gewesen sein. Wir haben in Montreal zum Beispiel das erste Mal gesehen, dass Business sich für das Thema Biodiversität interessiert. Wirtschaft und Finanzwirtschaft sehen voraus, dass es früher oder später Regulierungen geben wird, Ziele, die zu erreichen, Gesetze, die einzuhalten sind – darauf bereitet man sich vor.

Das Parlament: Welche Schritte sollte die Bundesregierung jetzt als nächstes gehen?
Johannes Vogel: Ich hätte eher einen Wunsch an das Parlament. Jetzt wäre doch die Zeit, dass der Bundestag eine Enquete-Kommission zum Thema einrichtet und Deutschland in den nächsten Jahren eine nationale Debatte zum Thema führt. Ich war Co-Vorsitzender des   Wissenschaftsjahres 2022 „Nachgefragt“: Vier Fünftel aller 14.000 Fragen aus der Gesellschaft an die Wissenschaft drehten sich um die Themen Klima, Natur, Gesundheit - eben das übergeordnete Thema „Gesunder Mensch - Gesunder Planet“. Dieses immense Interesse sollte das Parlament nutzen, um das Thema groß zu machen. Die Herausforderung ist auch als Chance für unsere Demokratie zu begreifen.

Das Parlament: Inwiefern?
Johannes Vogel: Ich glaube, dass die globalen Großkrisen mit Blick auf Natur und Klima viel enger mit dem Überleben unserer Demokratie verknüpft sind als die Politik sich eingestehen will.

Das Parlament: Können Sie das erklären?
Johannes Vogel: Nur eine Gesellschaft, die zusammenhält, trägt in sich die Kraft großen Herausforderungen zu trotzen – wie wir in der Ukraine gerade sehen. Auf der anderen Seite sehen wir auch,   wie Corona unsere Gesellschaft verändert hat. Der Putschversuch sogenannter  Querdenkers und Reichsbürger zeigt das deutlich. Man kann also sehen, wie die wissensbasierte Bekämpfung einer Pandemie, die durch nicht nachhaltige Nutzung von Natur ausgelöst wurde, zu einer Radikalisierung eines Teils der Bevölkerung geführt hat und dann  zu demokratiefeindlichen Aktionen. Was passiert erst, wenn Pandemien, Hitzejahre oder ausfallende Ernten zur Norm werden? Für mich ist deshalb eine nachhaltige Nutzung der Welt unmittelbar damit verbunden, dass wir ein gutes und demokratisches Leben führen können.

Das Gespräch führte Michael Schmidt.

Johannes Vogel ist Professor für Biodiversität und Public Science an der Humboldt-Universität, Mitglied der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin.


Deutscher Bundestag
Pressestelle

Sonntag, 1. Januar 2023

 Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

31.12.2022
212

 

Zum Tod von Papst em. Benedikt XVI.

Eröffnung des Kondolenzbuches in der Apostolischen Nuntiatur am 2. Januar 2023

 

Anlässlich des Todes von Papst em. Benedikt XVI. wird das offizielle Kondolenzbuch in der Apostolischen Nuntiatur zu Berlin ab Montag, 2. Januar 2023, eröffnet. An den Tagen Montag, Dienstag und Mittwoch (2.4. Januar 2023) können sich Trauernde jeweils zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr in das Kondolenzbuch eintragen.

 

Für die katholische Kirche in Deutschland werden sich am Montagmorgen als erste der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, eintragen. Es folgen dann am gleichen und den darauffolgenden Tagen weitere Eintragungen durch die Verfassungsorgane.

 

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind zum Bildtermin anlässlich der Eintragung in das Kondolenzbuch durch Bischof Dr. Georg Bätzing eingeladen. Treffpunkt ist dazu am Montag, 2. Januar 2023, um 9.15 Uhr vor dem Gebäude der Apostolischen Nuntiatur (Lilienthalstraße 3A, 10965 Berlin). Zur Planung sind wir für eine kurze, formlose E-Mail an pressestelle@dbk.de dankbar. Die Eintragung in das Kondolenzbuch erfolgt dann um 9.45 Uhr.

 

Außerdem liegen Kondolenzbücher im Dom zu Limburg und am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn (Bonner Münster St. Martin, Gangolfstraße 14, 53111 Bonn) aus.

 

An den Begräbnisfeierlichkeiten für Papst em. Benedikt XVI. am kommenden Donnerstag, 5. Januar 2023, um 9.30 Uhr in Rom wird Bischof Dr. Georg Bätzing in der Verantwortung als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz teilnehmen. Eine Medieninformation dazu und zu einer Begegnungsmöglichkeit mit Bischof Bätzing in Rom folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Trauergottesdienste für Papst em. Benedikt XVI. werden bundesweit in den kommenden Tagen in allen Bischofskirchen stattfinden. Informationen dazu erhalten Sie von den Pressestellen der 27 (Erz-)Bistümer.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in Deutschland. Derzeit gehören ihr 67 Mitglieder (Stand: Dezember 2022) aus den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an. Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.

 

 

 

Willkommen in 2023 wünscht der Südharz-Kurier allen ihm noch verbliebenen Lesern und Synpathiesanten