Freitag, 1. September 2017

Studienfinanzierung? Das Studierendenwerk rät zu BAföG

BAföG beantragen lohnt sich!

Das Abitur ist geschafft, die Bewerbung um einen Studienplatz an einer der Thüringer Hochschulen ist raus, vielleicht ist auch schon die Zusage da. Der Beginn des Studiums naht. Aber ist auch dessen Finanzierung abgesichert? Denn trotz guter Konjunkturlage in Deutschland reicht das Einkommen der Eltern längst nicht in jedem Fall aus, um das Studium ihres Kindes zu finanzieren.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der Staat ein Studium über das Bundesausbildungsförderungsgesetz – kurz BAföG – ganz oder zumindest teilweise finanziert. Aber längst nicht Jeder, der einen Anspruch auf diese Unterstützung hätte, stellt einen entsprechenden Antrag.
Die Gründe hierfür sind sicherlich vielschichtig und individuell unterschiedlich. Vielfach liegen der Entscheidung, kein Bafög zu beantragen, Fehlinformationen bzw. Vorurteile zugrunde. Um einige zu nennen:
-        „Meine Eltern sind doch als Selbstständige bzw. Freiberufler erwerbstätig – da gibt’s doch nie BAföG!“ – Diese Meinung ist definitiv falsch.
-        BAföG gibt`s doch nur als Darlehen – und ich will mich nicht verschulden!“ – Richtig ist, dass BAföG zu 50% als Zuschuss (= geschenkt!) und zu 50% als unverzinsliches Darlehen geleistet wird. Von dem Darlehensanteil müssen aber in jedem Fall nur maximal 10.000 EURO zurückgezahlt werden; und kann man nicht zurückzahlen, muss man es nicht - auch nicht zwangsweise!
-        „Die Antragstellung ist doch viel zu kompliziert und viel zu aufwendig, als dass sich das lohnt.“ – Tatsächlich bekommen viele einen Schreck, wenn sie das erste Mal die Antragsunterlagen sehen. Und der zeitliche Aufwand für die Antragsteller und deren Eltern ist mit insgesamt ca. 4 Stunden je Antrag (so das Ergebnis einer Studie) nicht unerheblich. Doch selbst wenn am Ende „nur“ eine Teilförderung herauskommt, steht dies einem guten Stundenlohn gleich. Und im Übrigen stehen die Mitarbeiter/innen des Amts für Ausbildungsförderung hilfreich bei der Antragstellung zur Seite.
Infolge der zum Wintersemester 2016 wirksam gewordenen BAföG-Novellierung haben sich die BAföG-Sätze erhöht. Der derzeitige Höchstsatz liegt bei 735,00 €. Die individuelle Höhe des BAföG hängt von eigenem Einkommen und Vermögen der Studierenden sowie – im Regelfall – vom Einkommen der Eltern ab. Die Grenzen, ab denen Einkommen und Vermögen angerechnet werden, sind auch deutlich angehoben worden – wobei wegen unterschiedlichster Freibeträge keine festen Grenzen existieren. Auf diesem Wege können mehr Studierende als in der Vergangenheit BAföG erhalten – eine Antragstellung lohnt also auf jeden Fall.
Wem das BAföG nicht ausreicht kann sich natürlich noch etwas hinzuverdienen. Im Rahmen eines studentischen Nebenjobs dürfen Studierende im Durchschnitt 450 € monatlich verdienen, ohne dass dies Auswirkungen auf den BAföG-Anspruch hat.
Studierende mit eigenen Kindern erhalten darüber hinaus einen Kinderbetreuungszuschlag von 130,00 € für jedes Kind.
Informationen zum BAföG und alternativen Finanzierungsmöglichkeiten können auf der Webseite des Studierendenwerks Thüringen nachgelesen werden: www.stw-thueringen.de/deutsch/finanzen/bafoeg/.
Dort finden Sie unter dem Menüpunkt Finanzen – BAföG – Ansprechpartner auch die jeweiligen Ansprechpartner/innen des Studierendenwerks an den einzelnen Thüringer Hochschulorten. Die MitarbeiterInnen beraten Sie gern, persönlich, telefonisch oder auch schriftlich.
Auch wenn der künftige Studienort nicht in Thüringen liegt: die oben genannten Ausführungen gelten in ganz Deutschland. Das Studierendenwerk Thüringen rät: Gleich nach dem Erhalt der Studienzulassung auch BAföG beantragen.

Dr. Elke Voss
Studierendenwerk
Öffentlichkeitsarbeit 

Der Landeswahlleiter Günter Krombholz informiert:

Wählerverzeichnisse zur Bundestagswahl 2017 liegen zur Einsichtnahme bereit

Gemäß §17 Absatz 1 Bundeswahlgesetz liegen nächste Woche (vom 4. bis 8. September 2017) zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Gemeinden die Wählerverzeichnisse zur Einsichtnahme bereit.

Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik am 01. September 2017

Am 6. September:

 Taschenberg teilweise gesperrt

Nordhausen (psv) Am Mittwoch,  6. September,  ist der untere Teil des Taschenbergs gesperrt. Es werden Baumschnittarbeiten durchgeführt.


Der Verkehr kann hochwärts fahren. Nur wer von der Oberstadt kommt, muss die Umleitung über die Sangerhäuser Straße nehmen. Es empfiehlt sich jedoch bereits, je nach Ziel, die Baustelle über die Leimbacher Straße bzw. Töpferstraße, Rautenstraße zu umfahren.

Operngala im Theater Nordhausen von Bombenentschärfung nicht betroffen

Für Premiere am 2. und Sonntagsvorstellung am 3.9. noch Karten erhältlich

Eine erfreuliche Nachricht für die Theaterbesucher: Die zweite Vorstellung der festlichen Operngala – TN LOS! zur Spielzeiteröffnung am Sonntag, 3.
September, um 18 Uhr kann glücklicherweise ohne Beeinträchtigungen durch die geplante Bombenentschärfung stattfinden. Auch die Anfahrtswege zum Theater Nordhausen liegen nicht im Bereich der Straßensperrungen. So steht einem glanzvollen Theaterbesuch nichts im Wege!

Übrigens gibt es sowohl für die Premiere der Operngala am 2. als auch für die zweite Vorstellung am 3. September noch Restkarten an der Theaterkasse und den Vorverkaufsstellen. Vielleicht eine schöne Möglichkeit für Betroffene, sich von der Evakuierung mit traumhaft schönen Melodien im Theater ein wenig zu erholen!

Und wer sich noch kurzfristig für den Besuch der Premiere entscheidet, der wird sogar Zeuge der Verleihung des Nordhäuser Theaterpreises werden! Der Name des Preisträgers ist bis zur Verleihung in der Operngala ein bestens gehütetes Geheimnis. Mit dem von der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen gestifteten Preis werden Mitarbeiter des Theaters Nordhausen für ihre herausragende künstlerische Arbeit geehrt. Man darf in höchstem Maße gespannt sein, an wen der Preis in diesem Jahr geht!

Karten für die beiden Operngalas am Wochenende und die nächsten Vorstellungen des festlichen Abends am 06.09. um 15 Uhr, am 17.09. um 14.30 Uhr sowie am 07. und 27.10. um 19.30 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.


Fotos: Auch Leonor Amaral und Manos Kia (Foto: Tilmann Graner) treten in der Operngala auf.

Arbeitsgruppe Theatersanierung einberufen:

 BM Krauth: „100. Geburtstagsjahr des Theaters sollte Startschuss sein“ / Nordthüringer Bühne muss noch mit Technik aus dem Erbauungsjahr arbeiten

MdL Mitteldorf: „Infrastrukturministerium plant 12 Millionen ein“

Nordhausen (psv) Eine Arbeitsgruppe soll die Sanierung des Nordhäuser Theatergebäudes begleiten. Bürgermeisterin Jutta Krauth hat jetzt die Mitglieder zur 1. Sitzung ins Rathaus eingeladen. Neben Vertretern der Stadtratsfraktionen gehören Intendant Daniel Klajner dazu, die Vorsitzende des Theater-Fördervereins, Barbara Rinke, und Vertreter der Stadtverwaltung.

Intendant Daniel Klajner verwies auf die angespannte Situation im Gebäude: „Wir haben enormen Sanierungsdruck – vor allem mit Blick auf den Brandschutz  und die Arbeitssicherheit“, so der Intendant. So stammten die sogenannten „Züge“ auf der Bühne noch aus dem Erbauungsjahr des Theaters  aus dem Jahr 1917. „Sie sind damit so alt wie unser Theater, also 100  Jahre.“

Auch Bürgermeisterin Jutta Krauth verwies auf das 100. Jubiläumsjahr des Theaters. „Es ist eines der traditionsreichsten Häuser in Thüringen und zugleich das Haus mit dem größten Sanierungsdruck. Das haben wir auch in den Gesprächen mit der Landesregierung deutlich gemacht“, so die Nordhäuser Bürgermeisterin.

„Wir brauchen für unser Haus eine Generalsierung. Das 100. Geburtstagsjahr sollte dafür das Signal sein. Unsere Zielmarke ist eine 90-prozentige Förderung durch den Freistaat. Wir sind bereit, unseren eigenen Beitrag zu leisten. Ich würde im Stadtrat dafür werben“, so die Bürgermeisterin.

Erste grobe Schätzungen gingen von rund 20 Millionen Gesamtkosten aus. Ein  Dank gelte dem Förderverein des Theaters, der eine erste Studie zum Sanierungsaufwand finanziert habe „und als Träger des bürgerschaftlichen Engagements für unser Theater.“

„Erste Planungen für die Generalsanierung gehen von einem zweistufigen Vorgehen aus 1. Errichtung eines Anbaus an das vorhandene Haus; 2. Sanierung des bestehenden Gebäudes“, sagte Frau Krauth weiter. Ein erstes Arbeitstreffen mit Mitarbeitern der Staatskanzlei habe es bereits vor Ort im Gebäude gegeben. Hierbei sei es um die Abschätzung des Sanierungsumfangs gegangen, so Frau Krauth

Stadträtin Katja Mitteldorf – zugleich Mitglied des Thüringer Landtags – sagte, „dass das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft 12 Millionen Euro im Doppelhaushalt eingeplant hat für die Sanierung des Theaters. Das ist ein deutliches und gutes Signal.“ Sie werde sowohl zur Staatskanzlei als auch dem Bauministerium engen Kontakt zu halten, sowie ihre Kenntnisse der Örtlichkeiten der Nordhäuser Bühne einzubringen.

Für die allernötigsten Arbeiten habe man einen Fördermittelbescheid schon bekommen, sagte Frau Krauth weiter: „Für die Verbesserung der Lichttechnik auf der Bühne hat uns die Staatskanzlei bereits 25.000 Euro fest zugesagt. In den nächsten Tagen rechnen wir mit einem weiteren Bescheid über 970.000 Euro für die Bühnentechnik. Sollte das Geld wie zugesagt eintreffen, können mit den ersten Ausschreibungen dazu schon in diesem Jahr begonnen werden.“

Zum Bild:
Die Arbeitsgruppe Theatersanierung.
Das Nordhäuser Theater

Fotos: Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen

Auf Sommertour in Nordhausen: GdW-Wohnungsexperten besuchen SWG

Der Präsident des Gesamtverbandes der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW), Axel Gedaschko, hat am Mittwoch das erste Mal in seiner Amtszeit die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) in Nordhausen besucht. Der Chef des Dachverbandes sowie die beiden Direktoren der Thüringer Wohnungswirtschaft, Reinhard Guhr und Jürgen Elfrich, informierten sich bei ihrer Sommertour über die Wohnungslandschaft der Rolandstand, über besondere Projekte und drängende Probleme.
Nordhausen müsse sich nicht hinter Erfurt, Weimar oder Jena verstecken, sagte SWG-Chefin Inge Klaan. Doch anders als die drei großen Städte im Freistaat habe Nordhausen ein Problem nicht: „Wir brauchen keinen sozialen Wohnungsbau. Denn wir haben bereits ein sehr soziales Mietniveau“, erläuterte Klaan. Die Durchschnittsmiete der SWG liege beispielsweise bei 4,58 Euro pro Quadratmeter und damit noch immer unter Thüringer Durchschnitt. „Was uns fehlt, sind 4- und 5-Raum-Wohnungen. Hierfür gibt es die meiste Nachfrage, die wir momentan
nicht decken können“, berichtete Klaan und macht für diesen Trend zwei Gründe aus: Zum einen würden junge Familien wieder mehr Kinder bekommen, zum anderen benötige man auch für die Unterbringung von Flüchtlingen größere Wohnungen. „Diese Familien sind oftmals viel größer als deutsche Familien“, berichtete Klaan.
Ein Neubau von Sozialwohnungen brauche Nordhausen nicht: Gemeinsam mit der Stadt und den beiden Wohnungsunternehmen habe man Anfang des neuen Jahrtausends einen gut abgestimmten Stadtumbauprozess in Gang gesetzt. Mit dem Ergebnis, dass man in Nordhausen heute eine Leerstandsquote von rund drei Prozent habe. „Auch das ist ein Spitzenwert in Thüringen“, so Klaan weiter. Axel Gedaschko lobte die gute Zusammenarbeit der beiden Wohnungsunternehmen. Nordhausen könne sich sehen lassen, so das Urteil des Berliner GdW-Chefs.
Ausruhen könne man sich auf diesen guten Ergebnissen allerdings nicht, sagte Klaan. Insbesondere der demografische Wandel erfordere in den kommenden Jahren vor allem in Nordhausen-Nord einen weiteren Stadtumbauprozess. Nord sei ein sehr beliebter Wohnstandort. „Wir haben momentan kaum Leerstand, lediglich zwölf Wohnungen sind nicht vermietet“, sagt Klaan. Das 24 Hektar große Quartier ist die Heimat von insgesamt 2054 Nordhäusern, mit 766 Wohnungen vermietet die SWG mit deutlichem Abstand zu WBG (384 Wohnungen) und privaten Vermietern (120 Wohnungen) die meisten Wohnungen in diesem Quartier. Der Altersdurchschnitt der SWG-Mieter liegt bei 51,7 Jahren; doch über ein Drittel ist älter als 65 Jahre. „Wir stehen in Nord in den nächsten Jahren vor einem Generationenwechsel. Mit dem IBA-Stadtumbau wollen wir diesen Stadtteil fit für die nächste Generation machen“, erläuterte Klaan den rund 20 Gästen. Gemeinsam mit Stadt und WBG wolle man noch in diesem Jahr einen Realisierungswettbewerb ausloben. Ziel des Stadtumbau-Prozesses solle es sein, mit wenig Mitteln viel zu erreichen. Neben der energetischen Sanierung der Wohnblöcke und der Schaffung weiterer größerer Wohnungen solle auch die Aufenthaltsqualität durch mehr Freiflächen und Grün in Nord verbessert werden.
Zum Abschluss präsentierte die SWG-Chefin den Wohnungsexperten die drei größten SWG-Projekte der vergangenen sieben Jahre. Im Fokus standen hierbei die mit Preisen ausgezeichneten Quartiere und Wohnhäuser. Start der Besichtigungstour war der Wohnstandort Kornmarkt/Kranichstraße, für den SWG und Stadt (mit Bürgerhaus und Bibliothek) im vergangenen Jahr mit dem Thüringer Staatspreis für Architektur ausgezeichnet worden sind. Weiter ging es in die Domstraße 12, für dessen Sanierung die SWG in diesem Jahr den Thüringer Denkmalpreis erhalten hat. „Als städtisches Unternehmen bekommen wir immer mal eine Sonderaufgabe“, sagte Klaan. Die Sanierung von Nordhausens ältestem Gebäudeensemble sei eine solche gewesen.

Nur wenige hundert Meter entfernt habe man mit der Sanierung der denkmalgeschützten Häuser in der Schärfgasse ein Großprojekt gestemmt: Nach vielen Jahren des Leerstandes entstand im Herzen der Altstadt ein neues, lebendiges Quartier mit 32 hochwertigen und ganz individuellen Wohnungen. Mit diesem Projekt habe die SWG eine Initialzündung für die Altstadt gegeben, die jetzt einen regelrechten Bauboom erlebe, so Klaan abschließend. 

Spende vom Nordhäuser Gewerbeverein: Zwei neue Racer für „KatzMaus“

Nordhausen (psv) Über zwei neue sogenannte „Racer“ können sich jetzt die Kinder des Kindertreffs „KatzMaus“ in Nordhausen-Ost freuen.
„Durch eine großzügige Spende des Nordhäuser Gewerbevereins, die dessen Vorsitzender Ulrich Ebert  im Juli überbrachte, konnten wir jetzt zu den zwei vorhandenen Lieblingsfahrzeugen noch zwei neue Racer kaufen“, sagte Mitarbeiterin Sabine Jacobi und dankte im Namen der Stadt Nordhausen „und natürlich der Kinder“ noch einmal herzlich dem Gewerbeverein.
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Die Kinderfahrzeuge seien eine wirkliche Bereicherung für das Freizeitangebot am Nachmittag, da sie sportliches Geschick und Motorik mit viel Spaß fördern. Besonders nach der Schule nach dem langen Sitzen mache es den Kindern viel Spaß, mit den Racern zu fahren. 


Foto (von links): Daniel und Alissa, vorn auf den Racern, sowie Lisa, Sabine Jacobi, Luca und Gabi  vom Kindertreff  freuen und bedanken sich bei den Spendern. (Foto: I. Bergmann, Stadtverwaltung Nordhausen)