Mittwoch, 13. Februar 2013

Symphonie fantastique in der OrchesterWerkstatt


Ein Komponist ist bis über beide Ohren verliebt und schreibt in diesem Zustand eine der großartigsten Sinfonien überhaupt: Dem jungen Hector Berlioz gelang mit seiner Symphonie fantastique ein wahrer Geniestreich. In dieser autobiographisch inspirierten Musik geht es um einen verliebten Künstler, der von seiner Angebeteten träumt, aber irgendwann verzweifelt, weil sie unerreichbar scheint. Der Künstler will sich mit Opium umbringen, gerät jedoch nur in einen heftigen Rausch, in dem er die schrecklichsten Dinge träumt. Zum Beispiel, dass er die Geliebte umbringt, oder von einem Hexensabbat, der seine eigene Totenfeier ist …

Die Musik zu dieser Sinfonie könnte exzentrischer kaum sein, sie wird zu einem regelrechten musikalischen Höllenritt – spannend von Anfang bis Schluss! Auszüge aus dieser packenden Musik können Schülerinnen und Schüler in der OrchesterWerkstatt mit dem Loh-Orchester Sondershausen am 28. Februar im Haus der Kunst Sondershausen und am 1. März im Theater Nordhausen jeweils ab 11.00 Uhr hören. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Markus L. Frank, der den Hörgenuss durch anschauliche und lebendige Erläuterungen zu Komponist, Musik und vielem mehr bereichert.

Die OrchesterWerkstatt „Symphonie fantastique“ ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Karten gibt es der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH erhältlich

Foto: OrchesterWerkstatt „Mozart!“ 2012, Foto: Birgit Susemihl

Besuch aus dem Herzen Asiens


Nordhausen (FHPN) Der Direktor der Kulturabteilung der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Cen-Chu Shen, reiste kürzlich aus Berlin an, um sich mit der Fachhochschule Nordhausen und ihrer internationalen Ausrichtung vertraut zu machen; natürlich mit besonderem Blick auf Taiwan.
Der Politologe Prof. Shen, der selbst in Deutschland studiert hat und als Gastprofessor an der Universität Tübingen tätig war, schätzt das deutsche Hochschulsystem sehr und ist derzeit unter anderem als Bildungsbotschafter für die Vertretung aus Taiwan tätig.

Hintergrund für seinen Besuch ist ein gemeinsames Projekt mit Prof. Dr. Bernd Schwien aus dem Studiengang Sozialmanagement an der FH Nordhausen. In diesem Projekt geht es um die „Ganzheitliche Unternehmensführung in Nonprofit-Unternehmen“ in Taiwan und Europa. Erste Anknüpfungspunkte für einen künftigen Wissens- und Erfahrungsaustausch gibt es bereits; z. B. bei Shens heimatlicher „National Chung Hsing University“ in Taichung im Bereich Social Science sowie bei einer benachbarten Universität in Taiwan im Bereich Soziale Arbeit.

Auch in Taiwan ist man sich der volkswirtschaftlichen Bedeutung sozialwirtschaftlicher Organisationen bewusst und entwickelt ganzheitliche Managementsysteme zur effizienten Finanzmittelnutzung intensiv weiter.

Darüber hinaus zeigten Prof. Shen und der Präsident der Fachhochschule Nordhausen, Prof. Dr. Jörg Wagner, großes Interesse an einer Kooperation zum internationalen Lehrenden- und Studierendenaustausch zwischen Taiwan und Deutschland.

Neben dem Kennenlernen und ersten Gesprächen über eine künftige Zusammenarbeit führte der Vizepräsident für Forschung- und Hochschulentwicklung, Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak, Prof. Shen durch das AUGUST-KRAMER-INSTITUT (AKI) und stellte international ausgerichtete (Industrie)-Projekte aus dem Bereich der Regenerativen Energietechnik vor.

Bild: Prof. Dr. Bernd Schwien mit Prof. Dr. Cen-Chu Shen und FH-Präsident Prof. Dr. Jörg Wagner im Rahmen der Kooperationsgespräche (v.l.n.r.)

SWG erhielt Besuch von CDU-Abgeordneter Evelin Groß


Die Abgeordnete Evelin Groß stattete der Städtischen Wohnungsgesellschaft mbH 
Nordhausen einen Besuch ab. Ziel war es, sich zu informieren, wie arbeitet die 
Gesellschaft jetzt, mit welchen Problemen hatte sie in der Vergangenheit zu 
tun und wie sieht die Gesellschaft ihre Zukunft. Die Geschäftsführerin Frau 
Franke empfing die Abgeordnete und nahm deren Interesse für die Region sehr 
positiv auf. "Ich konnte ein Unternehmen kennen lernen, welches innovativ und 
zukunftsorientiert arbeitet. Das Stadtbild Nordhausens ist auch durch die 
Wohnungsgesellschaft entscheidend geprägt worden",so Evelin Groß. Eines der 
künftigen Projekte, ist die Entwicklung der Schärfgasse. Die Pläne zeigen, 
dass ein attraktives Wohnungsangebot entsteht und das Bild der Altstadt weiter 
bereichert wird.

Gründungsideenwettbewerb




Erfurt/Nordthüringen Frühjahr 2013


In diesen Tagen startet der Gründungsideenwettbewerb des BIC Nordthüringen in die Frühjahrsrunde 2013. Noch bis zum 19. Mai können sich all jene bewerben, die eine Idee für die Gründung eines Unternehmens haben. “Wir sprechen hier nicht über fertige Produkte oder neuartige Technologien, sondern tatsächlich über Ideen, deren Bandbreite sich zwischen tatsächlicher Substanz und Fantasie bewegen kann”, macht BIC-Geschäftsführer Hans-Georg Müller neugierig will gleichermaßen möglichst viele Nordthüringer gewinnen, sich an dieser ersten, der regionalen Stufe des Gründungsideenwettbewerbs zu beteiligen.

Von Alter her gibt es keinerlei Beschränkungen, vom Schüler bis zum Rentner ist jeder willkommen, der seine Idee risikolos präsentieren kann. Neben den klassischen Zielgruppen wie den Studierenden der Fachhochschule in Nordhausen und Erfurt, sollen in dieser Phase auch Schülerinnen und Schüler der Berufsschulzentren in Nordthüringen sowie der berufsbildenden Gymnasien angesprochen werden.

Der Wettbewerb kann seit seiner ersten Auslobung im Jahr 2010 auf ein stetig wachsendes Interesse verweisen. Wurden in einem ersten Wettbewerb im Gründungsjahr acht Ideen von acht Wettbewerbsteilnehmern eingereicht, so waren es im Jahr 2011 22 Teilnehmer mit zwölf Ideen. Im vergangenen Jahr konnte nochmals eine Steigerung erzielt werden. 33 Frauen und Männer reichten 24 Ideen ein, von denen die besten prämiert wurden (wir berichteten).

Doch mehr als die Erringung eines Preises steht die Nachhaltigkeit im Fokus aller Bemühungen der Organisatoren im BIC Nordthüringen. Vier Ideengeber nahmen in den zurückliegenden Jahren an der nächsten Stufe des Wettbewerbs, am Thüringer Businessplanwettbewerb teil. Im vergangenen Jahr konnte das Gründerteam “ITWORX” von der Fachhochschule Nordhausen den Sieg beim Landeswettbewerb erringen und erhielt 5.000 Euro als Preisgeld.

Im regionalen Ausscheid in Nordthüringen stehen auch in diesem Jahr insgesamt
1.000 Euro an Preisgeld zur Verfügung.  Alle wichtigen Informationen gibt es mündlich in den beiden Standorten des BIC Nordthüringen in Nordhausen (03631/918 100) und Sondershausen (03632/623 120) sowie auf der Internetseite www.giw-thueringen.de

Rücktritte mobilisieren, beunruhigen, irritieren


Sie kommen wie eine Lawine, überrollen geradezu den unbefangenen, aber interessierten Bürger und überlassen ihn dann seinem Schicksal. Ich meine damit die Berichte zu bestimmten, wesentlichen Themen im lokalen wie überregionalem oder gar im Weltgeschehen. Und erst, wenn sich die jeweilige Thema- oder Problemwelle beruhigt hat, und der interessierte Medienkonsument sondiert hat, was ihm da an Berichten, Meinungen und Kommentaren angeboten wurde, kann er – wenn ihm der Sinn danach steht – überlegen, wie er selbst zu dem behandelten Thema oder Problem steht. Oder er kann es lassen. Es scheint aber in zunehmenden Maße Leute zu geben – vornehmlich Twitter- oder Facebook-Nutzer – die sich die Mühe des Nachdenkens sparen und eine Meinung äußern, auch wenn sie gar nichts von dem Thema verstehen, um das es jeweils geht.

Aktuell meine ich den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. von seinem Pontifikat. Meine Gepflogenheiten jedenfalls besteht darin, Berichte zu bestimmten wesentlichen Themen zu sammeln, bevor ich versuche, zu sondieren um zu einer eigenen Auffassung zu kommen. Dabei war ich noch mit dem Rücktritt von der bisherigen Bundesbildungsministerin Annettte Schavan beschäftigt. Die Lektüre der vielen, dazu angebotenen Presseveröffentlichungen braucht eben ihre Zeit, ich komme noch darauf zurück.

Nun wendete sich seit Montag mit der Meldung des Rücktritts von Papst Benedikt XVI. das nahezu uneingeschränkte Interesse diesem Ereignis zu. Und nachdem ich zugestandenermaßen auch eine gefühlte Einstellung zu diesem höchst dramatischen Vorgang habe, trat der Rücktritt Annette Schavans für mich doch vorerst in den Hintergrund.

Auch zum Papst-Rücktritt erschienen inzwischen viele Berichte in den Medien. Und wie es heißt, gibt es in den Sozialen Netzwerken ein noch sehr viel größeres Echo. Das mich allerdings nicht erreicht, denn nach wie vor fehlt mir das Interesse, dort „mitzumischen“. Und wenn ich in „Spiegel.online“ lese, dass sich Benedikt XVI. bei Twitter derzeit in einer „Kurzwitzhölle“ befindet, kann ich mir einerseits vorstellen (oder vielleicht auch nicht), welche geistigen oder auch charakterlichen Abgründe sich dort auftun, verzichte ich gern darauf, diesen Meinungs-Mülleimer kennen zu lernen.

Am Montag und als unmittelbare Reaktion auf die Rücktrittserklärung meinte ja der Moderator der ARD zunächst, es sei nicht ganz leicht, einen kompetenten Gesprächspartner zu diesem Vorgang zu finden – er fand ihn dann doch in der eigenen Kirchenredaktion. Danach aber war eine solche Suche nicht mehr nötig, die Zahl derer, die sich für berufen oder kompetent hielten und halten, sich zu dieser Thematik zu äußern, nahm in einem Maße zu, dass es schwer ist, überhaupt die Übersicht zu behalten. Und wenn Benedikt XVI. seinen Rücktritt damit begründete, dass ihm inzwischen die Kraft für die Aufgaben eines Papstes fehle, dann könnte man es damit eigentlich bewenden lassen. Wohl nur ein Mensch ähnlichen Alters – und ich bin gerade mal zwei Jahre jünger als er – kann nachvollziehen, wie sich das Alter auf die Wahrnehmungen eines verantwortungsvollen Amtes physisch und psychisch auswirken. Und wer kann schon ermessen, wie schwer das Amt eines Papstes auf seine Physik wirkt? Dass es noch zusätzliche Belastungen durch Vorgänge sehr weltlicher und auch krimineller Art gab, mag erschwerend gewirkt haben. Ich meine allerdings, dass sich der „Bild“-Slogan „Wir sind Papst“ anlässlich seiner Wahl zum Pontifex in Deutschland alles andere als zum Vorteil auswirkte. Offenbar stellte man ihn hierzulande mit Politikern wie Peer Steinbrück oder Philipp Rösler auf eine Stufe und meinte, ihn wie jene angreifen und mit Kritik und Häme bedenken zu können. Ich denke, Deutschland verdient keinen deutschen Papst, so traurig das auch sein mag. Es wird vermutlich auch lange dauern – wenn überhaupt – bis es wieder einen deutschen Papst geben wird. Den man dann in gleicher Weise behandeln könnte wie Benedikt XVI. (den ich mehrmals aus seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising erlebte). Und alle Spekulationen über seine Nachfolge und dessen Amtsführung wird man im Grunde nicht viel anders verfolgen wie die Wahl der Päpste zuvor. Oder eines Staatsmannes in den USA oder sonstwo. Eine „Kurzwitzhölle“ jedenfalls wird ihm auch im schlimmsten Falle von deutscher Seite erspart bleiben. Und das ist meines Erachtens gut so. Ich werde mich wieder, und abschließend, dem Rücktritt Annette Schavans zuwenden.

Dienstag, 12. Februar 2013

Theaterjugendclub spielt „Linie 1“


Kult-Revue der 80er Jahre hat am 22. Februar Premiere im Theater Nordhausen

Den Großstadtdschungel von Berlin bringt der Theaterjugendclub des Theaters Nordhausen in seiner ersten großen Premiere der Spielzeit auf die Bühne: Auf dem Spielplan der Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren steht in diesem Jahr die musikalische Revue „Linie 1“. Buch und Songtexte stammen von Volker Ludwig, die Musik von Birger Heymann und der Rockband „NO TICKET“. Uraufgeführt wurde das Kult-Stück 1986 am legendären Berliner Grips-Theater.

Berlin, 6.14 Uhr morgens. Dieser Tag wird das Leben eines Mädchens aus der Provinz verändern. Da steht sie, allein in der großen Stadt. Tief beeindruckt von all dem Treiben macht sie sich mit der U-Bahn-Linie 1 auf die Suche nach ihrem Freund. Dabei begegnet sie den unterschiedlichsten Menschen: einer Kioskverkäuferin, Obdachlosen, den Wilmersdorfer Witwen. Und dann ist da noch dieser Junge mit dem Mantel, der ihr immer wieder über den Weg läuft …

Mit einer Band der Musikschule des Kyffhäuserkreises „Carl-Schroeder-Konservatorium“ ist der Theaterjugendclub bestens unterstützt, wenn er sich in dieser Inszenierung wieder musikalisch präsentiert. Und dass die Kombination bestens harmoniert, hat sich bereits in „Die Dreigroschenoper“ und „Figaros Hochzeit“ gezeigt.

Die musikalische Leitung der Produktion hat Matthias Deichstetter, Leiter des „Carl-Schroeder-Konservatoriums“. Regie führt Ronald Winter, dessen bisherige Inszenierungen mit dem Theaterjugendclub wie zuletzt „Frühlings Erwachen“ und „Lilith. Paradise Loft“ sehr nah am Lebensgefühl der jugendlichen Darsteller wie auch des jungen Publikums lagen. Auch Bühne und Kostüme von „Linie 1“ hat er entworfen. Theaterpädagogin Daniela Zinner, die auch ausgebildete Tanzpädagogin ist und den Theaterjugendclub mit „Woods“ und „Elements“ erstmals die Welt des Tanztheaters betreten ließ, erarbeitet mit den Jugendclubbern die vielfältigen Choreographien.

Premiere von „Linie 1“ ist am 22. Februar um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen. Bereits um 18.45 Uhr wird im Foyer des Theaters eine Fotoausstellung ehemaliger Jugendclub-Mitglieder unter dem Motto „Once Upon A Time“ eröffnet, die äußerst einfühlsam nachgestellte Szenen aus Filmen, Märchen und Romanen zeigt.

Die weiteren Vorstellungen von „Linie 1“ folgen am 9. März, 13. April und 10. Mai jeweils um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen. Karten zum Preis von 10 beziehungsweise ermäßigt 5 Euro gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Foto: Birgit Susemihl

Fehlt es am Sparwillen bei Personalosten im Kreistag?

Der Dauerbrenner „Personalkosten“ im Zusammenhang mit der finanziellen Zukunft des Kreishaushaltes führt seit vielen
Jahren immer wieder zu Unmut im Kreistag. Dass er nun auch die CDU-Fraktion ergriffen hat, zeigt die Reaktion von
Bürgermeister Maik Schröter aus Heringen. Bereits im Jahr 2006 wurde ein Prüfauftrag zur „Personalentwicklung mit der Senkung von Personalkosten“
beschlossen. Den Umsetzungsgrad dieses Beschlusses beschreibt die Kreisverwaltung selbst als „nicht realisiert“.
Als nun die einmalige Gelegenheit bestanden hätte, ein deutliches Signal des Sparwillens an der Spitze des Kreises zu setzen,
fehlte wie so oft der Mut. Der Antrag der FDP-Fraktion auf die Stelle des 2. Beigeordneten auf Grund der Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung unseres
Landkreises zu verzichten, fand Zustimmung bei den Grünen und einer Mehrheit der SPD-Fraktion. Doch das reichte nicht. Leider wurde der Antrag durch
CDU und Linke abgelehnt. So ist wieder eine Chance vertan, mit dem Sparen ernst zu machen. Ein Blick zu fasst allen anderen Thüringer Landkreisen hätte
genügt, um zu sehen, wie man auch mit einem Beigeordneten auskommen kann. Die Gemeinden des Landkreises hätten eine Entscheidung, auch an der
Spitze der Kreisverwaltung zu sparen, als Beginn einer echten Partnerschaft für eine Zukunft mit weniger Einwohnern und weniger Geld gesehen. Doch
nun geht alles weiter seinen gewohnten Gang.
Barbara Rinke, Kreistagsmitglied