Dienstag, 2. Oktober 2012

Leistung und Engagement zahlen sich aus

Nordhausen (FHPN) Zum zweiten Mal werden an der Fachhochschule Nordhausen die begehrten Deutschlandstipendien an besonders leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Studierende verliehen.

Die ersten drei von insgesamt zehn Stipendien, die dieses Wintersemester vergeben werden, gingen an Judith Geyer (5. Semester Betriebswirtschaftslehre), Tara-Madleen Heinemann (5. Semester Public Management) und Christian Plegge (3. Semester Innovations- und Change-Management). Von nun an erhalten diese Studierenden für ein Jahr eine Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich. Die Summe setzt sich zusammen aus 150 Euro von privaten Förderern und weiteren 150 Euro, die der Bund dazu gibt. 
In diesem Fall wird die finanzielle Unterstützung zur Hälfte von der Thüringer Aufbaubank übernommen. Michael Schneider, Vorstand der Thüringer Aufbaubank, der gemeinsam mit FH-Präsident Prof. Dr. Jörg Wagner am 25. September die Stipendien feierlich übergab, war es eine sichtliche Freude, die drei Studierenden für ihre hervorragenden Leistungen auszuzeichnen. „In Bildung zu investieren ist die beste Investition überhaupt“, betont Michael Schneider. In Anbetracht des drohenden Fachkräftemangels sei es von hoher Bedeutung, qualifizierte und engagierte Studierende bei ihrer akademischen Ausbildung finanziell zu unterstützen und ihren Einsatz auf diese Weise entsprechend zu honorieren.
Das Deutschlandstipendium ermöglicht den Studierenden somit beispielsweise mehr Konzentration und Zeit für das Studium oder die Anschaffung von technischem Equipment wie Laptop und Co. – wichtige Dinge, die aus einem modernen Studienalltag einfach nicht wegzudenken sind.
Darüber hinaus bietet die Thüringer Aufbaubank spannende Praktika in vielen verschiedenen Einsatzgebieten wie z. B. Controlling, Rechnungswesen, Recht etc. „Wir freuen uns, wenn hoch qualifizierte Studierende, die sich zudem ehrenamtlich in Vereinen oder als Tutoren an der Hochschule einbringen, mit dieser finanziellen Hilfe gewürdigt werden. Auf diesem Weg werden sie in ihrem Einsatz bestätigt und treten zudem frühzeitig in Kontakt mit Unternehmen wie z. B. der Thüringer Aufbaubank“, so Jörg Wagner abschließend.
Weitere sieben Stipendien in Kooperation mit der IHK Erfurt werden am 28. September an Studierende der FH Nordhausen übergeben.

Bild: Übergabe der Deutschlandstipendien an der FH Nordhausen: Michael Schneider, Vorstand Thüringer Aufbaubank; Tara-Madleen Heinemann; Judith Geyer; Christian Plegge; Prof. Dr. Jörg Wagner, Präsident der FHN (v.l.n.r.)

Veranstaltung zu Formen, Methoden und Problemen der Ahnenforschung

Am Donnerstag, den 4. Oktober 2012 findet um 19:30 Uhr im Kapitelhaus am Dom zum Heiligen Kreuz in Nordhausen eine Informations- und Gesprächsveranstaltung zu dem Thema „Meine Wurzeln. Ahnenforschung, was ,wo, wie?“ statt. Zur Ahnen- und Familienforschung gibt Alois Scholz, Verfasser mehrerer Ortsfamilienbücher, eine Einführung in die Ahnenermittlung mittels Kirchenbüchern und anderen schriftlichen Zeugnissen. Prof. Dr. Georg Hey wird über seine Erfahrungen hinsichtlich der Ermittlung von Verwandtschaftsbeziehungen und Familienzusammenhängen anhand der Nutzung von DNA informieren. Die Möglichkeit zu Anfragen und zur Diskussion ist gegeben und wird erwünscht. Alle Interessenten sind herzlich zu dem Ausspracheabend eingeladen.

Ballettpremiere „Don Quichotte“ am 12. Oktober im Theater Nordhausen

Erste Eindrücke in der Einführung „Lust auf Don Quichotte“ am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr

Die erste Ballettpremiere der neuen Spielzeit rückt näher. Am 12. Oktober hebt sich der Vorhang zum ersten Mal für das Ballett „Don Quichotte“. Die Musik komponierte Ludwig Minkus 1869 für den legendären Marius Petipa. In Nordhausen spielt sie das Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung des neuen 1. Kapellmeisters Michael Ellis Ingram. Als Choreograph kehrt ein alter Bekannter nach Nordhausen zurück: Stefan Haufe, langjähriger Ballettdirektor am Theater Nordhausen, inzwischen als freischaffender Choreograph und Regisseur tätig. Das Bühnenbild hat Wolfgang Kurima Rauschning entworfen, die Kostüme sind von Elisabeth Stolze-Bley.

Das große Ballett dreht sich um den „Ritter von der traurigen Gestalt“, den „Mann von La Mancha“, dessen Ursprung im Roman von Miguel de Cervantes Saveedra liegt, dessen Geschichte aber durch zahlreiche Filme, Stücke und nicht zuletzt das Musical bekannt ist. In Nordhausen tanzt ihn
András Virág, der der Nordhäuser Kompanie bereits seit sechs Jahren angehört. In zahlreichen Ballettabenden – „Die Heilige“, „Camille Claudel. Bildhauerin“, „Midnight Tango“ und „Ravel“ sind nur einige davon – bewunderte ihn das Publikum. Auch als Choreograph hat er bereits für Aufsehen gesorgt. Ihm zur Seite steht David Roßteutscher, der in der vergangenen Spielzeit die Titelrolle in „Der Nussknacker“ tanzte, als Sancho Pansa.

In Stephan Haufes Choreographie des klassischen Ballettstoffs kommt dem Don Quichotte – wie im Roman – eine zentralere Rolle zu als bei Petipa. Die abenteuerliche Geschichte des Träumers Don Quichotte, der nach der Lektüre von Ritterromanen selbst loszieht, um als Ritter die Welt zu verbessern, erzählt Haufe poetisch und farbenfroh mit tänzerischen Mitteln im Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning und mit Kostümen von Elisabeth Stolze-Bley. „Wir wollen den Träumer und Idealisten verteidigen – in einer Welt, die keinen Platz mehr lässt für Träume“, beschreibt er den Kern der Geschichte. Haufe verbindet mit dem Stoff „die Vision einer besseren Welt“.

Premiere ist am Freitag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen. Doch Neugierige können schon vorher erste Eindrücke von der neuen Choreographie erhalten: Bereits am Dienstag, 02.10., um 19.30 Uhr findet im Theater die Einführung „Lust auf ‚Don Quichotte‘“ statt. Ausschnitte aus der Choreographie werden zu sehen sein, und das Regieteam erzählt in Interviews mit Chefdramaturgin Anja Eisner von der Arbeit an der Produktion. Schon ab 19 Uhr findet auf der Bühne ein öffentliches Training der Ballettkompanie statt, das einen Einblick in den Berufsalltag der Tänzerinnen und Tänzer bietet.

Am 9. Oktober um 19.30 Uhr folgt eine literarische Einführung in „Don Quichotte“. Im Buchhaus Rose liest Pfarrer Dr. Bodo Seidel aus dem Roman „Don Quijote“. Die Lesung ist eine Kooperation zwischen dem Theater Nordhausen und dem Buchhaus Rose. Der Eintritt zur Lesung – wie auch zu „Lust auf ‚Don Quichotte‘“ ist frei.

Karten für die Premiere von „Don Quichotte“ am 12. Oktober um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen und die nächsten Vorstellungen am 14. Oktober um 14.30 Uhr und am 24. Oktober (Theatertag zum Preis von 10 Euro auf allen Plätzen) um 19.30 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Fotos: Bereits in der Ballettgala zeigten Irene López Ros und András Dobi ein Pas de deux aus „Don Quichotte“. Foto: Tilmann Graner

Gottlieb Duttweiler-Preis 2013 geht an Verhaltensforscher

Der Gottlieb Duttweiler Preis 2013 geht an den Wirtschaftsprofessor Ernst Fehr. Der an der Universität Zürich lehrende Vorarlberger wird geehrt für seine bahnbrechende Forschung zur Rolle von Fairness in Märkten, Organisationen und bei individuellen Entscheidungen. Die Verleihung findet am 9. April 2013 statt, die Laudatio hält der Verhaltensökonom Dan Ariely.Ernst Fehr untersucht seit rund zwei Jahrzehnten akribisch und an der vordersten Forschungsfront das Sozialverhalten und die wirtschaftlichen Präferenzen der Menschen. Dabei hat er das alte Erklärungsschema des Menschen als «Homo Oeconomicus» revidiert. Gestützt auf eine Vielzahl von Experimenten, konnte Fehr über die Kulturgrenzen hinweg die «Fairnesspräferenz» der Menschen dokumentieren: Wie oft wir nicht vom Egoismus, sondern vom Wunsch nach Gerechtigkeit getrieben sind.
Als einer der weltweit einflussreichsten Wirtschaftswissenschafter leistete Ernst Fehr einen entscheidenden Beitrag zur «psychologischen Wende in der Ökonomik». Dank seinem transdisziplinären Forschungsansatz ist ihm der Brückenschlag von der Ökonomie zu Psychologie, Biologie und Neurowissenschaften gelungen. Die Untersuchungsgebiete des vielfach ausgezeichneten Forschers reichen von den Grenzen der Selbstregulierungsfähigkeit von Wettbewerbsmärkten über die Rolle des Neuropeptides Oxytocin bei der Vertrauensbildung bis zur Frage, wie sich Mädchenbeschneidungen verhindern lassen.Der politisch unabhängige Gottlieb Duttweiler Preis wird in unregelmässigen Abständen an Personen verliehen, die sich mit hervorragenden Leistungen für die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehören der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, alt UNO-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi A. Annan oder der tschechoslowakische Präsident Václav Havel.Mit Ernst Fehr wird eine weitere Persönlichkeit geehrt, die ihr Schaffen in den Dienst einer besseren Welt stellt. Die Übergabe der mit 100'000 Franken dotierten Auszeichnung findet am 9. April 2013 im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon/Zürich vor geladenen Gästen statt. Professor Dan Ariely, Dozent für Verhaltensökonomik an der Duke University, wird seinen Forschungskollegen würdigen. Die Feier bildet den Höhepunkt im Jubiläumsjahr des 1963 eröffneten GDI.

Russisch verzaubert“ im 2. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters

Russische Musik vom Allerfeinsten präsentiert das Loh-Orchester am 20. und 21. Oktober in seinem 2. Sinfoniekonzert in Sondershausen und Nordhausen. Das berühmteste Werk des Abends unter dem Motto „Russisch verzaubert“ wird das grandiose 1. Klavierkonzert von Peter Tschaikowsky sein, doch auch die Musik der beiden jüngeren Zeitgenossen Alexander Glasunow und Anatoli Ljadow verspricht großen Hörgenuss!

Auf den allseits bekannten, pompösen Beginn folgt in Tschaikowskys Klavierkonzert eine wunderschöne, ebenso von ukrainischer Folklore wie französischer Salonmusik inspirierte Musik, die an Einfällen überreich ist und wahre Ohrwurmqualitäten besitzt. Für die junge Pianistin Marina Yakhlakova ist das Werk eine perfekte Plattform, um ihr Können zu präsentieren. Auch sie ist Russin und von der Klavierschule ihres Heimatlandes geprägt. Die junge, 1991 geborene Musikern ist Studentin am Staatlichen Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und gewann im vergangenen Jahr den 1. Preis beim Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth.

Von Alexander Glasunow, dem „russischen Brahms“, erklingt die 4. Sinfonie in Es-Dur. Zeitgenossen empfanden seine Musik stets als „hell und saftig“ im Klang, „satt und kräftig“ in den Farben. Die Sinfonie Nr. 4 zaubert die russische Weite in Töne, die leicht wirken und dabei kompositorisch perfekt gearbeitet sind.

Zu entdecken gibt es schließlich die Orchesterminiatur „Der verzauberte See“ von Anatoli Ljadow. Es war der Ilmensee in Nordwestrussland, der ihn nicht nur zu einer überschwänglichen verbalen Äußerung hinriss („Wie schön der See ist, wie rein und mit Sternen und Geheimnissen in der Tiefe!“), sondern auch zu einer ungemein klangschönen Musik inspirierte.

Auch am Dirigierpult steht ein Gast. Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen des Generalmusikdirektors der Bergischen Sinfoniker Peter Kuhn.
Das 2. Sinfoniekonzert unter dem Motto „Russisch verzaubert“ findet am 20. Oktober um 19.30 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen und am 21. Oktober um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt. Vor beiden Konzerten bieten Peter Kuhn und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann jeweils um 18.45 Uhr eine Einführung im Foyer an.

Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Montag, 1. Oktober 2012

Gewinner des Malwettbewerbs traf Hänsel und Gretel

Ein ganz besonderes Theatererlebnis hatte am Freitag der neunjährige Emil Szumodalsky im Theater Nordhausen. Er hatte den Lebkuchenhaus-Malwettbewerb gewonnen und Karten für die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ gewonnen. Als besonderes Bonbon traf er vor der Vorstellung Hänsel (Katja Bildt) und Gretel (Elena Puszta), die ihm die Bühne mit ihrer Besenbinderstube, dem Märchenwald und dem Knusperhaus zeigten. Außerdem durfte er einen Blick in die Maskenbildnerei werfen, wo Anja Daniela Wagner gerade in die Knusperhexe verwandelt wurde. Ein spannendes Erlebnis für den kleinen Künstler!

Insgesamt wurden 40 tolle und phantasievolle Bilder vom Lebkuchenhaus zum Malwettbewerb eingereicht. Keine leichte Aufgabe für die Jury aus Mitarbeitern der Ausstattung und des Jungen Theaters, das Gewinnerbild zu küren! Das Theater Nordhausen dankt allen Kindern, die sich am Malwettbewerb beteiligt haben, für die schönen Lebkuchenhäuser.

Die nächste Vorstellung der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ findet am 6. Oktober um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt.

Foto: Emil Szumodalsky und Hänsel (Katja Bildt, li.) und Gretel (Elena Puszta) in der Dekoration der Oper „Hänsel und Gretel“, Foto: Martin Künanz

Jung und dynamisch: Waresa Bau GmbH




Die Waresa Bau GmbH feierte am Wochenende (28. September) ihren 15. Geburtstag. 1997 hatten Hans-Jürgen Wagner und sein Sohn Silvio die Firma gegründet. An diese Zeit wurde während einer Festveranstaltung erinnert. Mittlerweile werden im Unternehmen 60 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den Gratulanten am Freitagabend gehörte auch der Nordhäuser Unternehmerverband. Dessen Vorsitzender Hans-Joachim Junker gratulierte Firmenchef Silvio Wagner (links) und wünschte im Namen des Unternehmerverbandes Gesundheit und weitere wirtschaftliche Erfolge.