Mittwoch, 25. Januar 2017

Klein trifft Groß

Nordhausen (HSPN) Die Hochschule Nordhausen hat einen Kooperationsvertrag mit der „Azad University South Tehran Branch“ im Iran
unterzeichnet und damit die Zusammenarbeit mit ihrem bislang größten Partner besiegelt.

 

Mit über 1,7 Millionen Studierenden und mehr als 300 Standorten ist die „Azad University South Tehran Branch“ mit Sitz in Teheran die größte Präsenz-Universität der Welt. Ihr Präsident, Prof. Dr. Behrouz Daneshian, war am 24. Januar an die Hochschule Nordhausen gekommen um gemeinsam mit HSN-Präsident, Prof. Dr. Jörg Wagner, die künftige Zusammenarbeit zu besiegeln. So ist vor allem der Austausch von Studierenden aber auch von Forschern und Lehrenden geplant. Darüber hinaus fokussiert sich die Kooperation auf die Studiengänge Internationale Betriebswirtschaft, Regenerative Energietechnik, Elektrotechnik, Informatik,
Maschinenbau sowie Wirtschaftsingenieurwesen.
Erste Kontakte zwischen beiden Hochschulen hatte Professor Wagner bereits während der zurückliegenden Delegationsreise in den Iran mit Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee geknüpft. Umso mehr freut es ihn, dass aus den guten Gesprächen in Teheran nun eine gemeinsame Zusammenarbeit entstanden ist. In einem nächsten Schritt ist die Bildung eines gemeinsamen Ausschusses geplant, der die ersten Projekte und Austauschprogramme voranbringen wird. 


Bild(er)unterschrift: HSN-Präsident, Prof. Dr. Jörg Wagner, und der Präsident der „Azad University South Tehran Branch“, Prof. Dr. Behrouz Daneshian, unterzeichneten einen gemeinsamen Kooperationsvertrag

 


(Fotos: Tina Bergknapp)

Veränderungsmanagement für attraktive Arbeitgeber

Im Rahmen der IHK-Workshopreihe "Attraktiver Arbeitgeber" bietet die IHK in Erfurt am 28.02.2017 einen kostenfreien Workshop zum Thema "Erfolgreiches Veränderungsmanagement im Unternehmen" an. Eingeladen sind insbesondere Firmeninhaber oder Personalverantwortliche. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ilja Eckhardt, IHK Erfurt, Abt. Standortpolitik, Tel. 0361 3484-191 oder auf der Homepage www.erfurt.ihk.de, Dokument-Nr. 3476076


Dienstag, 24. Januar 2017

Hinweis des Ordnungsamtes:

Betreten der Eisflächen nicht erlaubt
Nordhausen (psv) Der anhaltende Dauerfrost der letzten Tage hat zahlreiche stehende Gewässer im Stadtgebiet zufrieren lassen. In diesem Zusammenhang möchte das Ordnungsamt der Stadt Nordhausen auf das Betretungsverbot von Eisflächen, geregelt in der Nordhäuser Stadtordnung, verweisen.
 Beim Betreten derartiger Eisflächen besteht weiterhin, auf Grund der unzureichenden Dicke der Eisfläche, akute Lebensgefahr.  Besonders Eltern sollten ihre Kinder auf diese Gefahren hinweisen.

Alles nur geklaut?

Vor einer Woche berichtete die Polizei, dass im Kyffhäuserkreis ein Verdächtiger zu mehreren Brandstiftungen festgenommen und inhaftiert wurde. Der 25-Jährige steht im Verdacht weitere Straftaten, auch über den Kyffhäuserkreis hinaus, begangen zu haben. Obwohl der Beschuldigte in Bad Frankenhausen wohnt, fand die Kriminalpolizei sein Auto in Sondershausen. Es war mitten in der Stadt abgestellt worden und voller Werkzeuge und Werkzeugmaschinen. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich bei diesen Gegenständen um Diebesgut handelt und sucht nach den rechtmäßigen Eigentümern,
um dem Beschuldigten weitere Straftaten zuordnen zu können. Wer sein Eigentum wiedererkennt oder Hinweise zu rechtmäßigen Eigentümern geben kann, wird gebeten sich bei der Kriminalpolizei in Nordhausen unter der Rufnummer 03631/96-0 zu melden.

Mehr Bilder von sichergestellten Gegenständen gibt es im Internet unter:

http://www.thueringen.de/th3/polizei/nordhausen/aktuell/mi/96305/index.aspx

Erfolgreiches 2016:

Übernachtungszahlen in Nordhausen springen um 8.800 auf 86.500

Nordhausen (psv) Im Jahr 2016 sind die Übernachtungszahlen in Nordhausen um 8.816 auf insgesamt 86.553 gestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Thüringer Landes Landesamtes für Statistik hervor.

„Dabei erfassen diese Zahlen nur den Zeitraum von Januar bis September. Die noch einmal höheren Gesamtzahlen erwarten wir für den März. Zu beachten ist auch, dass in der Statistik all jene Gastgeber nicht berücksichtig werden, die weniger als 10 Betten haben“, sagte Birgit Adam von der Nordhäuser Stadtinformation. „Wir freuen uns sehr über die sehr guten Daten. Es ist ein Kompliment an Nordhausen und die Gastgeber“, so  Frau Adam.


Besonders erfreulich sei ein weiterer Anstieg: Bei den Auslandsankünften ist die Zahl von 3.115 auf 4.140 gestiegen, also um 1.025 Übernachtungen. Hier macht sich die Werbung mit dem Harzer Tourismusverband und dem Verein Thüringer Städten besonders in den Reisemärkten Holland und Dänemark bemerkbar. Intensiv wurden diese Länder auf Messen und mit Anzeigen beworben. Diese Märkte sollen auch mit dem Tourismusverband Südharz Kyffhäuser, deren Mitglied die Stadt ab 2017 geworden ist, weiter bearbeitet werden“, sagte Frau Adam.

Mitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:


Erasmus+ feiert!

Das Erasmus-Programm der Europäischen Union wird 30. 1987 wurde es ins Leben gerufen, um den Austausch von Studierenden in Europa zu fördern. 657 deutsche Studentinnen und Studenten haben damals den zeitweisen Schritt ins Ausland gewagt.  Inzwischen sind es fast 1,3 Millionen Studierende, die über Erasmus für eine Zeit in einem anderen europäischen Land studiert haben. Das Förderangebot ist sukzessive für Auszubildende, Schülerinnen und Schüler, für die Erwachsenenbildung und die außerschulische Jugendarbeit ausgeweitet worden. Mit Erasmus+ besteht nun seit 2014 ein gemeinsames EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport. Bis 2020 werden europaweit mehr als vier Millionen Menschen aus Hochschule, Schule, Berufsbildung, Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Sport mit Erasmus+ Auslandserfahrung gesammelt haben.
Damit fördern die europäischen Bildungsprogramme seit 30 Jahren Lehren und Lernen, interkulturelle Begegnung und Zusammenarbeit in Europa. Dies würdigen heute Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, Bundesjugendministerin Manuela Schwesig, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Susanne Eisenmann und EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics mit einer Festveranstaltung in Berlin.
"Keine andere Initiative hat eine ganze Generation von Europäerinnen und Europäern so geprägt", sagte Bildungsministerin Wanka. "Es gibt keine leidenschaftlicheren Botschafter für ein gemeinsames Europa als Menschen, die selbst erfahren haben, wie bereichernd es ist, andere Kulturen kennen zu lernen. Wir brauchen weltoffene Bürgerinnen und Bürger, die Europa ernst nehmen und mit Verstand und Wissen gestalten".
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, macht deutlich:
"Vielfalt wertschätzen, Toleranz und Respekt üben im Umgang mit anderen Menschen aus anderen Kulturen ist keine Selbstverständlichkeit. Erasmus hat 1987 Grenzen in Europa geöffnet - noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Heute können mit Erasmus+ nicht nur Studierende, sondern junge Menschen aller Bildungsgänge und Altersstufen mitmachen: Ob im Jugendaustausch, im Freiwilligendienst oder als Auszubildende. Künftig wollen wir noch mehr Jugendliche erreichen, die benachteiligt sind und über wenig Bildung verfügen. Denn Begegnung und Austausch sind das beste Mittel gegen Vorurteile und anti-europäische Parolen."
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und baden-württembergische Kultusministerien, Susanne Eisenmann, betont:
"Erasmus+ bringt Europa und die europäische Idee ins Klassenzimmer. Als Präsidentin der Kultusministerkonferenz setze ich mich deshalb mit Nachdruck dafür ein, dass sich möglichst viele Schulen an Erasmus+-Projekten beteiligen können. Angesichts der Diskussionen, die wir über die Zukunft unseres Kontinents führen, darf Europa für junge Menschen nicht nur ein Begriff sein, sondern muss lebendig erfahrbar sein."
EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics ist mit einem Impulsvortrag auf der Festveranstaltung vertreten. Auch die vier Nationalen Agenturen, die Erasmus+ in Deutschland umsetzen, halten mit Filmen und Gesprächsrunden einige Highlights aus der 30- jährigen Geschichte der europäischen Bildungsprogramme bereit. Zum Abschluss werfen Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft, Politik und Bildung in einer Podiumsdiskussion einen Blick in die Zukunft Europas.
Erasmus+ ist von 2014 bis 2020 mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Das Programm zielt drauf ab, Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie der Kinder- und Jugendhilfe zeitgemäß und international auszurichten.  Ob ein Auslandssemester in Estland, ein Berufspraktikum in Frankreich, ein Austausch mit einer Schulklasse in Polen oder ein Freiwilligendienst in Griechenland -  Erasmus+ bietet viele Möglichkeiten, Lebens- und Berufserfahrung im europäischen Ausland zu machen.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:
https://www.bmbf.de/de/erasmus-plus-europas-beliebtes-bildungsprogramm-305.html
www.erasmusplus.de
www.bmfsfj.de
www.kmk.de

Partnerschaftliche Vereinbarkeit – auch auf die Betriebe kommt es an!

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und WZB-Präsidentin Prof. Jutta Allmendinger stellen neue Studie zu betrieblichen Rahmenbedingungen einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit vor

Unternehmen haben einen wesentlichen Einfluss darauf, ob sich Mütter und Väter mit kleinen Kindern die Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilen können – oder nicht. Wie die Arbeitsteilung in Familien gelingt hängt mit angebotenen Arbeitszeitmodellen, deren Nutzungsmöglichkeiten und beruflichen Entwicklungsperspektiven beider Eltern zusammen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die im Rahmen einer repräsentativen Paarbefragung erstmals systematisch die Rolle der Betriebe für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Aufgaben untersucht. Die Studie wurde vom Bundesfamilienministerium gefördert.

„Immer mehr Mütter und Väter wünschen sich eine partnerschaftliche Vereinbarkeit - das ist der Zukunftstrend. Besonders Väter sind unzufrieden mit ihren überlangen Arbeitszeiten und wollen etwas verändern. Sie sind die Motoren des Wandels. Auf die Väter kommt es an, wenn es um mehr Partnerschaftlichkeit geht. Hierbei spielen die Betriebe eine zentrale Rolle, denn sie müssen Müttern und Vätern innovativere Angebote mit Blick auf die Arbeitszeiten machen. Die Wünsche der Eltern stellen keine Belastung für ihre Arbeitgeber dar, sondern eine Chance. Wer in eine familienfreundliche Unternehmens- und Führungskultur investiert, wird mit hoher Loyalität und Arbeitgeberattraktivität belohnt. Wir unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung mit unserem Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Die Präsidentin des WZB, Prof. Jutta Allmendinger, erläuterte: "Viele Eltern haben sich vom überholten Konzept einer klaren Arbeitsteilung zwischen Müttern und Vätern verabschiedet.“. Beide Elternteile wollen im Beruf bleiben, sich weiterentwickeln und für ihre finanzielle Unabhängigkeit sorgen. Beide wollen aber auch Verantwortung für die Kinder übernehmen, Zeit mit ihnen verbringen, Nähe spüren. Neben der Politik können die Betriebe ganz besonders dabei helfen, diese Ziele auch umzusetzen. Verlieren können sie wenig, gewinnen sehr viel."

Gerade bei den Vätern klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander: während 83 Prozent keine oder höchstens zwei Monate Elternzeit genommen haben, hätte sich mehr als die Hälfte (52%) mindestens drei Monate Elternzeit gewünscht. 

35 Prozent der Mütter und 42 Prozent der Väter wünschen sich eine egalitäre Aufteilung von beruflichen und familiären Aufgaben. Eine solche partnerschaftliche Vereinbarkeit ist dann eher möglich, wenn Eltern in Betrieben arbeiten, die Familienfreundlichkeit mit Gleichstellungszielen verbinden und in denen Frauen wie Männer Voll- und Teilzeitmodelle ohne Karrierenachteile flexibel nutzen können. 

Derzeit arbeiten rund 20 Prozent der Eltern kleiner Kinder in Deutschland in solchen Betrieben. Dieser Betriebstypus findet sich bei Beschäftigten aller Qualifikationsniveaus und in allen Wirtschaftszweigen wieder: auch wenn es in den Branchen unterschiedliche Herausforderungen gibt, kommt es vor allem auf den betrieblichen Gestaltungswillen an. 

Familienfreundliche Rahmenbedingungen lohnen sich auch aus unternehmerischer Sicht. Denn sie gehen seltener mit Zeitkonflikten für die Eltern, höherer betrieblicher Verbundenheit und weniger Kündigungsabsichten einher. So erfahren in familienunfreundlichen Unternehmen rund 70 Prozent der Väter Zeitkonflikte zwischen Arbeit und Familie. Und: in solchen Betrieben planen über 80 Prozent der Väter, den Arbeitgeber zu wechseln. 

Die Kurzfassung der Studie ist herunterzuladen unter www.bmfsfj.de, die ausführliche Studie als WZB Discussion Paper unter www.wzb.eu.

Mitteilung des BMFSFJ - Veröffentlicht am 24.01.2017