Freitag, 15. Januar 2016

„Mit dem Rückenwind der Synode“

Familiensonntag am 17. Januar 2016
 
„Was jetzt wichtig ist – Perspektiven nach der Familiensynode“ – unter diesem Thema begeht die katholische Kirche in Deutschland am 17. Januar 2016 den Familiensonntag. In zahlreichen Gemeinden und Einrichtungen wird der Familiensonntag alljährlich als Gelegenheit genutzt, Themen rund um die Familie in den Fokus zu rücken.
 
Die XIV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ im vergangenen Herbst hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nun stellt sich die Frage, welche Impulse in der Familienseelsorge konkret aufgenommen und weitergeführt werden können. Der diesjährige Familiensonntag will dazu einladen, sich mit den Anliegen der „Familiensynode“ zu befassen und mit diesem „Rückenwind“ die Ehe- und Familienseelsorge neu anzugehen und weiterzuentwickeln. „Es gilt eine Pastoral zu entwickeln, die den Wegcharakter des Christseins auch in Bezug auf Ehe und Familie stärker als bislang betont“, sagte Kardinal Reinhard Marx am 14. Oktober 2015 auf der Bischofssynode in Rom.
 
Der Familiensonntag 2016 möchte ein Auftakt für dieses Engagement in der Ehe- und Familienpastoral sein. Der Vorsitzende der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), schreibt dazu in seinem Vorwort in der Arbeitshilfe zum Familiensonntag: „Lassen wir uns also von dem ernsthaften Ringen der Synodenväter inspirieren und ermutigen, die Eheleute und die Familien neu in den Fokus der Seelsorge zu rücken.“ Nicht zuletzt würden deshalb die Schlussfolgerungen von Papst Franziskus in Form eines päpstlichen Schreibens mit Spannung erwartet. Der Familiensonntag sei eine gute Gelegenheit, sich näher mit der Synode zu befassen. „Nicht zuletzt die Dynamik und den Anstoß zu einem neuen Aufbruch gilt es aufzunehmen, die von der Synode ausgingen“, so Erzbischof Koch.
 
Die Deutsche Bischofskonferenz bietet in einer Arbeitshilfe (Nr. 280) und unter der Internetseite www.ehe-familie-kirche.de Anregungen zur Gestaltung des Familiensonntags an und lädt zur Beschäftigung mit den Impulsen der Synode ein. Die Arbeitshilfe enthält unter anderem einen Überblick über das Abschlussdokument der Bischofssynode und ein Interview mit dem Ehepaar Petra und Aloys Buch, die als Berater an der Synode teilgenommen haben sowie einen Diskussionsbericht zur gemeinsamen Tagung auf Einladung der Präsidenten der Deutschen, Französischen und Schweizer Bischofskonferenz zu Fragen der Ehe- und Familienpastoral im Vorfeld der Bischofssynode. Darüber hinaus enthält die Arbeitshilfe Gestaltungselemente für Gebete und Gottesdienste zum Familiensonntag.
 

Der Familiensonntag findet seit 1976 jährlich am zweiten Sonntag im Jahreskreis (dritter Sonntag im Januar) statt. Er soll die Familienseelsorge bereichern und dient der Schwerpunktsetzung in diesem Bereich für das ganze Jahr.
Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz am 15. Januar 2016

Neues IHK-Sachverständigenverzeichnis



Das neue Sachverständigenverzeichnis der Industrie- und Handelskammer liegt nun als Broschüre vor. Es enthält neben einer Übersicht der 120 von der IHK Erfurt öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen auch Tipps für die Auswahl des "richtigen Sachverständigen", informiert Udo Rockmann, Leiter des Regionalen Service-Center Nordhausen/Heiligenstadt.

In den verschiedensten Fällen, sei es bei Bauschäden, fehlerhafter Handwerksarbeit, bei Verkehrsunfällen, Mietstreitigkeiten, Mängeln jeder Art - oft hilft nur ein Sachverständigengutachten weiter. Die öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Kammern haben ihre persönliche Eignung und besondere Sachkunde bei der Bestellung nachweisen müssen und werden ständig auf ihre Seriosität und Sachkunde hin überwacht.

Deutschlandweit sind allein durch die IHKs gegenwärtig etwa 8.550 Sachverständige auf ca. 270 Sachgebieten tätig. Anschriften der Sachverständigen können beim Regionalen Service-Center Nordhausen der IHK Erfurt erfragt oder per E-Mail abgefordert werden. (Tel. 03631 908210 oder rockmann@erfurt.ihk.de)

Wissenschaft im Rampenlicht

Nordhausen (HSPN) Zu ihrem diesjährigen Hochschulinformationstag am Samstag, 16. April möchte die Hochschule Nordhausen wieder einen Science-Slam veranstalten und sucht hierfür unterhaltsame Beiträge. Bewerben können sich neben Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern auch Oberstufenschüler der Nordhäuser weiterführenden Schulen.

SCIENCE-SLAM? WAS SOLL DAS SEIN?
Ein Science-Slam ist ein wissenschaftliches Kurzvortragsturnier, bei dem der/die "Slammer/in" ein wissenschaftliches Thema seiner/ihrer Wahl innerhalb von 10 Minuten vor Publikum präsentiert. Die anschließende Bewertung erfolgt ebenfalls durch das Publikum. Bewertet werden neben dem wissenschaftlichen Inhalt auch die Verständlichkeit und vor allem der Unterhaltungswert des Vortrags.
GIBT ES EIN BEISPIEL?
Als kleinen Impuls gibt es hier den Science-Slam 2015 an der Hochschule Nordhausen: https://www.youtube.com/watch?v=xJ4-2zDHbUM
WAS SPRINGT FÜR DIE TEILNEHMER DABEI HERAUS?
Die besten Science-Slammer können in diesem Jahr ein Preisgeld gewinnen. Mitmachen lohnt sich also, denn es gibt:
  • für den 1. Platz: 500 EURO
  • für den 2. Platz: 300 EURO
  • für den 3. Platz: 200 EURO
WIE VIELE SLAMMER TRETEN GEGENEINANDER AN?
Die Hochschule sucht ca. sechs bis acht spannende Beiträge mit einer Länge von jeweils 10 Minuten.
UND WIE KANN MAN TEILNEHMEN?
Interessierte können sich ab sofort für die Teilnahme bewerben. Senden Sie hierzu einfach eine Kurzbeschreibung Ihres geplanten Themas per E-Mail an tina.bergknapp@hs-nordhausen.de Einsendeschluss ist der 26. Februar 2016. Die Auswahl der diesjährigen Slammer erfolgt in der 9. Kalenderwoche.
Nutzen Sie die Chance auf Ihre 10 Minuten im Rampenlicht der Wissenschaft!

Bild: Der erste Science Slam fand 2015 an der Hochschule Nordhausen statt


(Foto: Tina Bergknapp)

Die GEW Thüringen begrüßt die Rückkehr der Horte zum Land . . .

. . . mahnt aber die Abschaffung prekärer Beschäftigungsbedingungen für alle Horterzieher*innen an

Die am Donnerstagabend gefällte Entscheidung des Koalitionsausschusses zur Rückkehr der Grundschulhorte in die Trägerschaft des Landes wird von der GEW Thüringen begrüßt. „Es freut uns, dass die Landesregierung diese Entscheidung getroffen hat, damit ist ein Teil unserer GEW-­Forderungen erfüllt. Aber wir haben kein Verständnis dafür, dass die für die Beschäftigten wirklich wichtigen Regelungen, wie zum Beispiel Beschäftigungsumfänge, nicht veröffentlicht wurden. Nun müssen wir weiter verhandeln, um gute Ganztagsschulen in Thüringen Realität werden zu lassen.“, so Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen.

Im Landesdienst haben die Erzieher*innen in den letzten Jahren nur Stellen mit einem Umfang von 50% erhalten. Die Erzieher*innen im Dienst der Kommunen konnten jedoch zum Teil in einem Beschäftigungsumfang von bis zu 80% arbeiten. Es ist bisher nicht geklärt, ob die ohnehin schon prekären Beschäftigungsbedingungen sich nicht noch weiter verschlechtern. Die Landesregierung spricht von Planungssicherheit für die Beschäftigten, davon kann aber kaum die Rede sein. Die Entscheidung des Koalitionsausschusses enthält offenbar keine weiteren Details, damit bleiben viele drängende Fragen weiterhin offen.

Kathrin Vitzthum dazu: „Wir fordern die Landesregierung zum wiederholten Male dazu auf, ihren eigenen Koalitionsvertrages ernst zu nehmen und mit den Gewerkschaften über die Gestaltung einer Ganztagsschule mit Hort und den damit verbundenen Beschäftigungsbedingungen zu verhandeln.“ Im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag wurde damals vereinbart: „Wir werden uns mit den Gewerkschaften auf einen festzulegen­den und abzusichernden Betreuungsschlüssel verständigen. Grundlage dafür ist die pädagogische und organisatorische Einheit der Ganztagsschule.“ Mit der GEW Thüringen als größter Interessenvertretung Thüringens im Bildungsbereich gab es jedoch bisher keinerlei Gespräche darüber.

„Für die GEW Thüringen ist das oberste Ziel, dass sich die bisherigen Beschäftigungsbedingungen nicht weiter verschlechtern und prekäre Arbeitsverhältnisse in den Grundschulhorten abgeschafft werden. Das heißt ganz konkret, dass Vollzeitstellen und unbefristete Stellen die Regel sein müssen, nicht die Ausnahme“, so Kathrin Vitzthum.
Mitteilung der GEW Thüringen am 15. Januar 2016

IHK-Information:

Seminar für Existenzgründer
vom 01.02. bis 04.02.2016 im RSC Nordhausen

Tragen Sie sich mit dem Gedanken, im Jahr 2016 den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen? Neues Jahr – neues Glück! Nehmen Sie ihr Schicksal in die eigenen Hände. Wir unterstützen Sie gern bei der Durchführung Ihres Vorhabens und bieten u. a. ein Existenzgründerseminar an.

Wo? Regionales Service-Center Nordhausen, Wallrothstraße 4
Wann? 01. – 04.02.2016, täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr

Eine gute Vorbereitung ist Voraussetzung, um Ihre Geschäftsidee in einer erfolgreichen Unternehmensgründung münden zu lassen. Wichtige Informationen über

  • Anforderungen an den Existenzgründer
  • Gründungsidee und Marktstrategie
  • Planung des Vorhabens
  • Rechtliche Voraussetzungen
  • Finanzierung
  • Steuereinmaleins
  • Rentabilität und Rechnungswesen

erhalten sie u.a. in einem Existenzgründerseminar. Eine Teilnahme sichert Ihnen einen guten Start bei der Verwirklichung Ihrer Pläne und ist oftmals sogar Voraussetzung bei der Beantragung von Fördermitteln.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bitten wir um vorherige Anmeldung unter Telefon 03631 908210. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

gez. Udo Rockmann
Leiter Regionales Service-Center

Sperrung in Nohra

Die Verkehrsbehörde des Landratsamtes Nordhausen informiert über die Sperrung der L 1034 in der Ortsdurchfahrt Nohra. Um die Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation einschließlich der Hausanschlussleitungen fortzusetzen, wird ab dem 19. Januar bis Ende Mai ein Teil der Ortsdurchfahrt Nohra, in der Sondershäuser Straße, zwischen der Einmündung Dorfstraße und dem Ortsausgang Richtung Wolkramshausen bauabschnittweise voll gesperrt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass während des gesamten Bauzeitraumes keine Durchfahrt bzw. innerörtliche Umfahrungsmöglichkeiten bestehen. Eine Umleitung wird über Wipperdorf, Werther und Wolkramshausen ausgewiesen. Die Verkehrsteilnehmer werden um entsprechende Rücksicht und um Verständnis gebeten.
Mitteilung des Landratsamtes Nordhausen am 15. Januar 2016

Donnerstag, 14. Januar 2016

Landrat vor Ort - in Bleicherode

Glück auf! - hieß es heute Morgen für Landrat Matthias Jendricke. Gemeinsam mit Dr. Ing. Peter Pfeifer, Geschäftsführer der NDH-Entsorgungsbetreibergesellschaft, Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek und
der Geschäftsführerin der Helios-Klinik Anna Naumann fuhr der Landrat in den ehemaligen Kali-Schacht in Bleicherode ein. "Die Barbara-Feier vor einigen Wochen war ein besonderes Erlebnis für mich und da ich noch nie in einem Kali-Bergwerk unter Tage gewesen bin, bin ich nun gespannt, was mich erwartet", sagte Matthias Jendricke vorab. "Bei uns ist es sauber, trocken und es herrschen angenehme Temperaturen von 25 Grad", beschrieb Dr. Ing. Peter Pfeifer sein „Salon-Bergwerk“. Im Jeep ging es auf eine Tour durch das unterirdische Labyrinth in gut 600 Metern Tiefe durch die
Schachtanlagen unter Bleicherode und Sollstedt bis ins Eichsfeld hinein. Der NDH-E-Chef vermittelte einen anschaulichen Eindruck der vielfältigen Aufgaben des Unternehmens, das in Bleicherode und Sollstedt rund 150 Mitarbeiter beschäftigt. Die Hauptbetätigungsfelder der NDH-Entsorgungsbetreibergesellschaft sind das Einbringen von Bergversatz, um beispielsweise einem Absenken der Oberfläche entgegenzuwirken und die Haldenrekultivierung, die seit der Stilllegung der Kali-Bergwerke 1990 so wichtig geworden ist. Denn durch die Niederschläge auf die bis zu 100 Meter hohe Kalihalde werden die leichtlöslichen Salze ausgewaschen und gelangen so ins Grundwasser. Mit wissenschaftlicher Begleitung entwickelt NDH-E in Bleicherode ein weltweit neuartiges Verfahren, die biologische Versiegelung, bei der die Halde abgedeckt und begrünt wird, wodurch deutlich weniger Salzlösung austritt. Der Landrat zeigte sich anschließend beeindruckt von der anspruchsvollen Arbeit der Bergleute.

Wieder über Tage war die zweite Station in Bleicherode die Helios
Klinik. Klinikgeschäftsführerin Anna Naumann und Pflegedienstleiterin Natascha Möller-Seseke führten durch die orthopädische Fachklinik, die mit ihren rund 140 Mitarbeitern 3.500 Patienten in jedem Jahr betreut. "Eines unserer wichtigen Ziele ist es, unser Haus für die Bevölkerung und die Region noch weiter zu öffnen", sagte Anna Naumann, die die Klinik seit September leitet. Das Krankenhaus wird in diesem Jahr gemeinsam mit der Helios Klinik in Sangerhausen regelmäßig Informationsvorträge unter dem Titel „Gesund im Südharz“ zu ganz
unterschiedlichen medizinischen Themen, auch jenseits der Orthopädie sowie eine Fortbildungsreihe für externes Arztpraxenpersonal anbieten. Darüber hinaus wird  für die niedergelassenen Kollegen seit Jahren zweimal im Jahr ein Ärztestammtisch mit Fachvorträgen ausgerichtet. Und nicht zuletzt wird auch die Cafeteria der Klinik gern von den Einwohnern genutzt. Besonders stolz sind die Mitarbeiter auf den guten Ruf des Hauses, so Anna Naumann: „Die Helios Klinik veröffentlicht regelmäßig ihre Qualitätskennzahlen und Ergebnisse der Patientenzufriedenheit. Beide können sich sehen
lassen.“ Dr. Steffen Kohler, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Orthopädie, gab beim Rundgang durch das Krankenhaus, das 1908 in der Kali-Stadt gegründet wurde, einen Einblick in die Behandlungsmethoden, beispielsweise in der Schmerztherapie und in Operationstechniken, wie beim Einsatz künstlicher Gelenke. Seit 1994 gehört die orthopädische Fachklinik in Bleicherode zur Helios-Gruppe, die deutschlandweit 111 Kliniken unterhält. Landrat Jendricke und Bürgermeister Rostek betonten die Bedeutung der Klinik für den Ort, die einem lebenswichtigen Organ gleiche, wie es Frank Rostek formulierte.


In den nächsten Monaten wird Landrat Matthias Jendricke sich regelmäßig in den Städten und Gemeinden informieren. Er setzt damit die im vergangenen Jahr begonnene Reihe - Landrat vor Ort - fort. Bleicherode war die erste Station in diesem Jahr.