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25.000 Euro für kulturelle Projekte
Studierendenwerk Thüringen unterstützt studentische Initiativen in Erfurt, Ilmenau, Jena und Weimar
Mit 25.000 Euro pro Halbjahr fördert das Studierendenwerk Thüringen studentische Kulturprojekte, die Studierende kulturell, sportlich oder interkulturell
zusammenbringen – so auch die folgenden 16 Projekte, für die die Antragstellung vom 15. April bis 31. Mai möglich war:
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Projekt |
Standort |
Fördersumme |
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Frommanscher Skulpturen Garten 2023 |
Jena |
150 € |
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Weihnachtskonzert des Studierendenchors 'Collegium Vocale' der Uni Jena |
Jena |
2.000 € |
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Sommerfest des Studierendenrats Fachhochschule Erfurt |
Erfurt |
1.000 € |
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Klangrausch Vol. XIV |
Weimar |
2.000 € |
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Weimarer Studierendenball |
Weimar |
1.000 € |
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MetaWare X Wohnlabor |
Weimar |
1.000 € |
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Probenwochenende des Psycho-Chors der Uni Jena |
Jena |
3.000 € |
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Sportify |
Ilmenau |
200 € |
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Incredible India 6 |
Weimar |
1.000 € |
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Erste Gigs im Club des Med-Club Jena e.V. |
Jena |
2.485 € |
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Hochschulliga |
Erfurt |
3.843,20 € |
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Ausstellung des Laienwandkollektivs |
Jena |
1.807,80 € |
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Kabarett zur Bergfestwoche |
Ilmenau |
1.000 € |
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Aktzeichenzirkel WiSe 2023/24 |
Jena |
1.064 € |
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Of Webs, Patterns and Other Beings |
Weimar |
2.000 € |
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easyeasybar |
Weimar |
1.450 € |
Zu dem Ergebnis kam eine Jury, die gestern gemeinsam über die 29 eingereichten Projekte sprach und entschied. Zu der Jury gehörten neben Mitarbeitenden
des Studierendenwerks Thüringen auch sieben Studierende aus verschiedenen Hochschulen (Bauhaus-Universität Weimar, Duale Hochschule Gera-Eisenach, Fachhochschule Erfurt, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Hochschule
Nordhausen und Technische Universität Ilmenau).
Im nächsten Ausschreibungszeitraum, der vom 15. Oktober bis 30. November 2023 geht, können wieder Projektanträge zur finanziellen Förderung beim Studierendenwerk
Thüringen eingereicht werden. Außerdem können sich die die Studierenden der staatlichen Thüringer Hochschulen mit einem Motivationsschreiben als Jury-Mitglied bewerben. Das Studierendenwerk Thüringen informiert zu gegebener Zeit entsprechend auf der Webseite.
Mit freundlichen Grüßen
Rebecca Heuschkel
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Kommunikation und Kultur |
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Leiterin |
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Studierendenwerk Thüringen |
Tel.: |
+49 3641 9400 546 |
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Philosophenweg 22 |
Fax: |
+49 3641 9400 502 |
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|
07743 Jena |
Mobil: |
+49 151 544 25 240 |
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Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz
16.06.2023
097
Heiligtumsfahrt Aachen 2023
Bischof Bätzing: „Du selbst bist der beste Grund, in der Kirche zu
bleiben“
Am vergangenen Freitag (9. Juni 2023) ist in Aachen die Heiligtumsfahrt eröffnet worden.
Seit
über 660 Jahren kommen Menschen als Pilger nach Aachen zu dieser
Heiligtumsfahrt. Ihr Ziel ist die Verehrung von vier Reliquien, die seit
der Zeit Karls des
Großen als Schatz im Aachener Dom aufbewahrt werden. Der Geschichte
nach erhielt Karl die Reliquien um das Jahr 800 n. Chr. als Geschenk aus
Jerusalem. Seit 1349 werden die Reliquien alle sieben Jahre den
Gläubigen aus dem europäischen Raum und aus aller Welt
gezeigt und dazu für den Zeitraum von zehn Tagen aus dem goldenen
Marienschrein im Aachener Dom entnommen.
An
diesem Freitag (16. Juni 2023) hat der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, den Pilgergottesdienst der
Heiligtumsfahrt vor dem Aachener
Dom gefeiert. In seiner Predigt erinnerte er an den tschechischen
Priester und Soziologen Tomáš Halík, der in dem Buch
Der Nachmittag des Christentums. Eine Zeitansage die
unübersichtliche Krisenlage der Kirche konstruktiv und positiv gedeutet
hat. „Viele unserer Begriffe, Vorstellungen und Erwartungen, viele
Formen unseres Glaubens, viele Gestalten der Kirche und der
Theologie, so Halík, müssten sterben – sie waren zu klein. Unser Glaube
müsse die Mauern überwinden, die von unserer Angst, unserem Mangel an
Mut aufgerichtet wurden; wie Abraham gelte es, auf unbekannten Wegen
hinausziehen in eine unbekannte Zukunft. Auf
den neuen Wegen werden wir vermutlich Menschen begegnen, die ihre
eigenen, für uns überraschend unbekannten Vorstellungen über die
Richtung und das Ziel des Weges haben. Und auch diese Begegnungen werden
für uns ein Geschenk sein“, fasste Bischof Bätzing Tomáš
Halík zusammen.
Das
Motto der diesjährigen Aachener Heiligtumsfahrt, „Entdecke mich“, gelte
zu allen Zeiten neu, so Bischof Bätzing: „Wo sich gerade alles ändert,
wo vieles zerbricht,
wo Hunderttausende jedes Jahr ihre Verbindung zur Kirche mehr oder
weniger kappen, wo angesichts eklatanter Krisen und wenig greifbarer
Veränderungen in der Kirche zunehmend auch die Hochverbundenen unsicher
werden und insgesamt Zuversicht schwindet, wo zeigen
sich denn die ‚zarten Pflänzchen‘ neuen Wachstums? Wo geben sich denn
Zeichen der Gegenwart Jesu Christi in unserer Zeit zu erkennen, aus
denen Zukunft aufscheint?“
Der
Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zeigte an mehreren
Beispielen diese „Pflänzchen neuen Wachstums“ auf. In Frankfurt am Main
habe er das Wirken der Schwestern
von Mutter Teresa im Bahnhofsviertel erlebt, bei den Menschen „ganz
unten“. Die Ordensfrauen kennen Einzelne und sprechen sie an: „Aber ihr
eigentliches Anliegen ist es, diesen Menschen mit einem Brot zugleich
etwas Zuwendung zu schenken. Die, die zusammenkommen,
wissen es: Zuerst wird gebetet. Diesen Augenblick werde ich nicht
vergessen. Es sind ja nicht alles Christen und Christinnen, die da
zusammenkommen. Aber alle sind unruhig Getriebene durch ihre
Abhängigkeit. Und dann stellt sich bei dem kurzen Gebet ein Moment
der Würde ein. Jede Einzelne und jeden Einzelnen von diesen Menschen
sieht Gott. … Der gütige Blick und die Geste der Schwestern bringen Gott
ins Spiel dieser unwürdigen Verhältnisse, und das ist mehr als man
hoffen darf“, so Bischof Bätzing.
Als
weiteres Beispiel nannte er die Erfahrung mit Pilgerinnen und Pilgern
in Lourdes, darunter junge Menschen, die als Freiwillige die Kranken
betreuten. Einer von ihnen
habe gefragt, warum er noch in der Kirche bleiben solle. „Die
Aufmerksamkeit war groß, und wir haben in der ganzen Gruppe lange
ehrlich miteinander gerungen; wie gut, dass der kritische Mensch seine
Frage gestellt und nicht für sich behalten hat. Mehrmals
trafen wir uns in den nächsten Tagen und ich sah ihn immer wieder
fröhlich im Gespräch mit Kranken. Am Sonntagabend aber war ich bass
erstaunt. Da trug er das Kreuz und führte mit anderen aus der Gruppe die
Lichterprozession an, würdig und konzentriert. Und
ich dachte mir: Ob da im Herzen und im Kopf dieses jungen Mannes etwas
geschieht?“ Bischof Bätzing fügte in seiner Predigt noch die Antwort
hinzu, die er dem jungen Mann auf seine Frage gegeben hatte: „Du selbst
bist der beste Grund, in der Kirche zu bleiben.“
Hinweis:
Die Predigt von Bischof Dr. Georg Bätzing bei der Aachener Heiligtumsfahrt finden Sie als PDF-Datei in der Anlage
sowie nach Ablauf der Sperrfist unter
www.dbk.de.
Weitere Informationen zur
Aachener Heiligtumsfahrt
sind unter
https://heiligtumsfahrt-aachen.de/start/ verfügbar.
Die Deutsche Bischofskonferenz
ist
ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in
Deutschland. Derzeit gehören ihr 65 Mitglieder (Stand: Juni 2023) aus
den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an.
Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben,
zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von
Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen.
Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz
ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und
Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas nimmt den Jahresbericht 2023 des Petitionsausschusses entgegen.
Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik
Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz
15.06.2023
095
Sperrfrist: Donnerstag, 15. Juni 2023, 17.00 Uhr!
Siebter Katholischer Flüchtlingsgipfel widmet sich besonders schutzbedürftigen Geflüchteten
„Gemeinsam für den Flüchtlingsschutz eintreten“
In
Berlin hat heute (15. Juni 2023) der siebte Katholische
Flüchtlingsgipfel stattgefunden. Auf Einladung von Erzbischof Dr. Stefan
Heße (Hamburg), Sonderbeauftragter
der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen, kamen rund 100
Fachleute der kirchlichen Flüchtlingshilfe zusammen. Im Fokus standen
die Bedürfnisse besonders vulnerabler Schutzsuchender, darunter
Geflüchtete mit Behinderung, traumatisierte Personen,
unbegleitete Minderjährige, Opfer von Menschenhandel sowie Menschen,
die aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung Gewalt
erfahren haben.
In
seiner Eröffnungsansprache skizzierte Erzbischof Heße den Kontext des
internationalen Fluchtgeschehens mit mehr als 108 Millionen
schutzsuchenden Menschen: „Seit über
einem Jahr wütet wieder ein Krieg in Europa. Der russische
Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die größte Fluchtbewegung seit dem
Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Aber nicht nur in unserer direkten
Nachbarschaft, auch in anderen Teilen der Welt nehmen Konflikte
und Krisen zu – zahlreiche Menschen sind gezwungen, vor Krieg,
Unterdrückung oder den Folgen des Klimawandels zu flüchten. Mehr als
eine Million Menschen aus der Ukraine und weitere 200.000 Menschen aus
anderen Herkunftsländern haben im vergangenen Jahr in
Deutschland Schutz gefunden.“ Der Erzbischof würdigte in diesem
Zusammenhang das Engagement der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen: „Dank
der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft in unserem Land lässt sich
die große humanitäre Aufgabe gut bewältigen.“ Gleichzeitig
warnte er vor der „Versuchung, in einen flüchtlingspolitischen
‚Unterbietungswettbewerb‘ einzutreten“. Statt polarisierter Debatten
seien pragmatische und menschenwürdige Antworten gefragt. Dabei leiste
die kirchliche Flüchtlingshilfe einen wichtigen Beitrag:
„So haben sich 2022 im Raum der katholischen Kirche etwa 37.400
Ehrenamtliche und 5.600 Hauptamtliche für Geflüchtete engagiert.
Die
Dienste der kirchlichen Flüchtlingshilfe erreichten über 430.000
Schutzsuchende.“ Der Schwerpunkt vieler kirchlicher Initiativen liege
auf der Unterstützung
vulnerabler Geflüchteter. Denn der Kirche sei daran gelegen, „sich den Menschen an den existenziellen Peripherien zuzuwenden, das heißt: die besonders Verletzlichen
in den Mittelpunkt zu stellen“.
Friederike
Foltz (UNHCR Deutschland) legte die flüchtlingsrechtliche Bedeutung von
Vulnerabilität dar: „Das frühzeitige Erkennen von Vulnerabilitäten, d.
h. von spezifischen
Unterstützungsbedarfen, die Personen im Kontext das Asylverfahrens und
der Aufnahmesituation haben, ist eine besonders wichtige Komponente für
die Durchführung eines fairen Asylverfahrens.“ Prof. Dr. Anja
Middelbeck-Varwick (Fachbereich Katholische Theologie
der Universität Frankfurt) beleuchtete die theologische Dimension der
Thematik: „Menschen sind verwundbar und können andere verwunden – die
christliche Tradition weiß darum und steht selbst nicht außerhalb dieses
Gefüges. In den Kontexten von Flucht, Vertreibung
und Asylsuche ist der Kirche – als Nachfolgegemeinschaft Jesu – hier
eine klare Linie vorgegeben. Ihr Auftrag ist es, Schutz und Zuflucht zu
gewähren und sich beharrlich für Schwache, Leidende und Ausgegrenzte
einzusetzen.“ Dies habe auch politische Implikationen:
„Wenn eine gemeinsame europäische Asylpolitik wesentlich darin besteht,
unzumutbare Verfahren an den EU-Außengrenzen zu beschließen, ist es
auch Auftrag der Kirche, hier zu protestieren und für das Recht von
Entrechteten einzutreten.“
In
Arbeitsgruppen bestand die Möglichkeit zum Austausch über
unterschiedliche Formen der Vulnerabilität im Fluchtkontext. Anhand von
Praxisbeispielen wurden konkrete
Handlungsansätze für die kirchliche Flüchtlingshilfe in den Diözesen
und Verbänden diskutiert. Darüber hinaus widmete sich eine Arbeitsgruppe
der Aufnahme von Geflüchteten im Rahmen des
staatlich-zivilgesellschaftlichen Aufnahmeprogramms „Neustart im Team“
(NesT), an dem sich auch einige kirchliche Akteure beteiligen.
In
einer Podiumsdiskussion wurden Herausforderungen im Bereich des
Flüchtlingsschutzes thematisiert. Der Präsident des Bundesamtes für
Migration und Flüchtlinge (BAMF),
Dr. Hans-Eckhard Sommer, nahm dabei folgende Lagebeschreibung vor:
„Aufgrund des aktuellen Migrationsgeschehens verzeichnen wir eine enorm
hohe Anzahl an Asylzugängen, die uns als Bundesamt vor große
Herausforderungen stellt. Doch konnten wir dank des großen
Engagements der Mitarbeitenden und durch flexibel gehandhabten
Personaleinsatz sowohl bei der Antragsbearbeitung als auch bei der
Durchführung von Anhörungen und Entscheidungen eine beachtliche
Leistungssteigerung erzielen. Dies erfolgte stets in enger
Zusammenarbeit
mit den Bundesländern.“ Die innenpolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Lamya Kaddor, plädierte
für einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel in der Asyl- und
Migrationspolitik: „Dazu gehören die Novellierung der
Fachkräfteeinwanderung,
ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht, Erleichterungen beim
Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber und Asylbewerberinnen, eine
vereinfachte Familienzusammenführung und verbesserte
Integrationsmaßnahmen als Gesamtpaket. Das Migrationspaket II ist
insbesondere
aufgrund der Familienzusammenführung und der Erleichterungen für
Menschen im humanitären Bereich für uns von großer Bedeutung. Das Recht
auf Asyl ist selbstverständlich ein hohes Gut und Grundrecht, das auch
in der Genfer Flüchtlingskonvention verankert ist
und das wir schützen müssen.“ Die Präsidentin des Deutschen
Caritasverbands, Eva Maria Welskop-Deffaa, äußerte Kritik an der
geplanten Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS): „Für
die Caritas enthält das Paket der EU-Innenminister etliche Pferdefüße.
In den nun anstehenden Verhandlungen müssen unbedingt die Ausnahmen im
Rahmen der Grenzverfahren ausgeweitet werden, insbesondere für Familien
mit minderjährigen Kindern. Die Bestimmung von sogenannten sicheren
Drittstaaten darf nicht einzelnen Mitgliedstaaten
überlassen werden, sondern muss sich an den Standards der Genfer
Flüchtlingskonvention orientieren, sonst steuern wir auf einen
neuerlichen Flickenteppich im Flüchtlingsschutz zu, der schwerwiegende
Folgen für die Einhaltung von Menschenrechten an den EU-Außengrenzen
und für die Glaubwürdigkeit der EU haben wird.“ Erzbischof Heße
bekräftigte: „Als Kirche stehen wir dafür ein, dass Deutschland sich als
modernes Einwanderungsland und zugleich als Land des
Flüchtlingsschutzes begreift. Wir machen uns stark für bessere
Teilhabemöglichkeiten
und ein gutes gesellschaftliches Miteinander.“ Die Vielfalt und die
Kreativität der kirchlichen Flüchtlingshilfe seien – gerade auch
angesichts beträchtlicher Herausforderungen – Auftrag und Ermutigung:
„Treten wir weiterhin gemeinsam für den Flüchtlingsschutz
ein!“
Hintergrund
Die
heute veröffentlichte Statistik der Deutschen Bischofskonferenz zur
katholischen Flüchtlingshilfe für das Jahr 2022 hat ergeben, dass die 27
(Erz-)Bistümer, die Militärseelsorge
und die kirchlichen Hilfswerke insgesamt rund 94,2 Millionen Euro für
die Flüchtlingshilfe bereitgestellt haben, darunter 35,5 Millionen für
die Flüchtlingshilfe im Inland und 58,7 Millionen für die Unterstützung
der Flüchtlinge im Ausland. Im Jahr 2022 waren
etwa 5.600 hauptamtliche Mitarbeitende und rund 37.400 Ehrenamtliche in
der Hilfe für Geflüchtete tätig. Mindestens 432.000 Schutzsuchende
wurden durch die katholische Flüchtlingshilfe im Inland erreicht.
Hinweise:
Die
Statistik zur Flüchtlingshilfe 2022 und die Eröffnungsansprache von
Erzbischof Dr. Stefan Heße sind als PDF-Dateien im Anhang sowie nach
Ablauf der Sperrfist unter
www.dbk.de
und auf der Internetseite zur katholischen Flüchtlingshilfe unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de
verfügbar.
Von dieser Veranstaltung werden im Laufe des Tages kostenfreie Fotos zur Verfügung gestellt, die
in der Bildergalerie dieser Pressemitteilung
kostenlos heruntergeladen werden können. Bitte die Copyright-Angaben beachten.
Die Deutsche Bischofskonferenz
ist
ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in
Deutschland. Derzeit gehören ihr 65 Mitglieder (Stand: Juni 2023) aus
den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an.
Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben,
zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von
Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen.
Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz
ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und
Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.